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Thema: Lernen lernen - wo ansetzen?

  1. #1
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig

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    Standard Lernen lernen - wo ansetzen?

    Wie geht man das Thema am besten an?

    Kind hat in der Grundschule immer brav und zügig HAs erledigt und sonst nie irgendetwas für die Schule gemacht.
    Schulhefte etc waren auch soweit in Ordnung. Ich musste mich bei ihr von Anfang an um nichts, was Schule betrifft, kümmern.

    Nun geht das Kind auf die weiterführende Schule und hat keine Ahnung, wie man sich schulisch organisiert.
    Sind ja jetzt ein paar Fächer mehr und der Stoff und die abgeforderten Leistungen sind eben jetzt auch anspruchsvoller.

    Nun gibts bei ihr leider nur noch chaotische Zettelwirtschaft, statt ordentlich geführte Hefter.
    Vor Arbeiten wird nach wie vor nicht gelernt (war ja bisher auch nie nötig), was jetzt eben nicht mehr so einfach funktioniert. (Dämmert dem Kind wohl auch so langsam, die ersten Arbeiten waren noch recht gut, jetzt bewegt es sich aber zunehmend Richtung 3)
    Seitdem das so ist, hat sie auch ein bisschen Angst vor Arbeiten. (In der Grundschule hat sie sich auf Arbeiten immer gefreut - das war weniger langweilig als der Unterricht sonst.)
    Kennt sie halt bisher nicht, dass sie Fragen in Arbeiten nicht beantworten kann...
    Formnote für schriftliches ist aktuell regelmäßig 4. (gerechtfertigt)

    Kind ist mit ihren Zensuren (zumindest mit immer öfter werdenden 3en) nicht so glücklich.
    Ich finde 3en auch blöd, wenn sie nur durch Mangel an normalem Fleiß entstehen. (Bspw gar nicht gelernt vor der Arbeit)
    Meine Hinweise: jeden Abend alles abheften und dabei alles noch mal anschauen, vor Arbeiten lernen und das nicht erst am Abend vorher 21 Uhr) werden zur Kenntnis genommen, aber bisher nicht umgesetzt. (Es sei denn, ich stehe mit dem sprichwörtlichen Besen dahinter, was keine Rolle ist, die ich einnehmen mag)
    Kind fragt auch, wenn ich sage, das müsse sie halt einfach auswendig lernen, da ginge kein Weg drum herum, mitunter ganz unbedarft, sie wüsste gar nicht wie sie das anfangen soll.

    In anderen weiterführenden Schule gibt es wohl tw direkt ein Fach "Lernen lernen", in unserer Schule (anspruchsvolles MINT-Gymnasium) wurde das leider abgeschafft zugunsten eine Faches "Einführung in wissenschaftliches Arbeiten". (da lernen sie Versuchsaufbau für Experimente, Protokolle führen usw)

    Ich hab dem Kind jetzt schonmal ein Youtubevideo verordnet, wo die Lernkurve erklärt wird und wie man das Wissen darum effektiv nutzt. (Um ihr bspw zu verdeutlichen, dass Wiederholung wirklich wichtig ist)
    An sich müsste ich mich jetzt wohl eine Weile lang täglich dahinterklemmen, dass sie was tut und sie anleiten, wie am besten. (Siehe oben – Hefter ordnen, alles noch mal anschauen, Lernstoff in gewissen Abständen wiederholen...)
    Als ich mit ihr kürzlich Mathe gelernt habe (sie hatte was nicht verstanden), war sie sehr dankbar, dass ich ihr half.

    Ich denke, dass sie jetzt wirklich erstmal Hilfe und Anleitung braucht um zu lernen, wie man sich organisiert und wie man sich Stoff aneignet.
    Was würdet ihr da jetzt konkret machen bzw was nicht?

    Wie lief das bei euch bei der Umstellung aufs Gymnasium?
    Grundsätzlich geht das Kind jetzt übrigens viel lieber in die Schule, mag Klassenkameraden und Lehrer und findet den Stoff viel interessanter. Aber sie hat eben noch nicht recht verstanden (bzw akzeptiert ), dass es ganz ohne zusätzlichen Einsatz nun nicht mehr geht...



  2. #2
    Avatar von Stulle
    Stulle ist offline Legende

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Kannst du dich jeden Tag mit ihr hinsetzen und das abarbeiten, was getan werden müsste?

  3. #3
    Lleanora ist offline Legende

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Meine Tochter musste bisher auch nichts wirklich machen, weil es in der Grundschule bisher eigentlich immer einfach lief, da wird sie sich auch ganz schön umstellen müssen nach den Sommerferien.

    Ich schätze das sie Anfangs auch noch Unterstützung brauchen wird sich da selbst zu organisieren, wie genau werden wir dann schauen, wenn es so weit ist. Evtl die erste Zeit wirklich jeden Tag mit ihr hinsetzen und schauen was ansteht usw..

  4. #4
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Will sie denn Hilfe?
    Bei einem Kind, das in der Mittelstufe Dreier heimbringt, die auf ein bisschen Chaos zurück zu führen sind, sähe ich keinen dringenden Handlungsbedarf.
    Ich hab auch so ein Kind.
    Ich frage regelmäßig, ob was für die Schule zu tun ist (ohne viel Resonanz „mach ich nachher...“) ich tröste, wenn sie sie einen leichten Panikanfall hat, weil sie das Gefühl hat nicht genug gelernt zu haben, ich tröste auch, wenn es mal eine Drei wird.

    Handlungsbedarf sähe ich erst, wenn es regelmäßig Vierer oder schlechter werden würde, davon scheint ihr ja weit entfernt.
    Mein Kind muss lernen lernen, und dabei auch austarieren dürfen, wieviel Aufwand ihm die Noten wert sind.

    Konkrete Hilfe die ich angeboten habe waren zB Apps zum Vokabel lernen. Mit gelerntes erzählen lassen. Regelmäßig erinnern.

  5. #5
    Avatar von Mamma.Mia
    Mamma.Mia ist offline Queen Mum

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Schau mal, da sind einige Tipps enthalten:
    http://www.schulpsychologie.at/filea...hrer_A4_BF.pdf

    Hier wurde den Kindern unter anderem geraten, sich für Prüfungen einen Lernplan zu erstellen. Den Stoff auf mehrere Tage aufzuteilen und am letzten Tag wiederholen.
    sunya gefällt dies

  6. #6
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Zitat Zitat von Stulle Beitrag anzeigen
    Kannst du dich jeden Tag mit ihr hinsetzen und das abarbeiten, was getan werden müsste?
    Ich komme an 4 von 5 Wochentagen erst 17:30 Uhr nach Hause. Dann muss noch gegessen werden, etwas Haushalt, mit Frühlingskind Instrument geübt... eigentlich kann ich das nicht wirklich so richtig leisten. Bzw wenn dann erst nach 20 Uhr.
    (Wobei die Große eh erst gegen 21:30 /22 Uhr schlafen geht. Aber auch für mich wird das dann zu spät für solche Aufgaben...)



  7. #7
    Ellaha ist gerade online Legende

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Genau das, was du meinst, was du tun müsstest, würde ich machen:

    Täglich mit ihr das Material durchgucken, sortieren und abheften - und dem Kind sagen, dass es Blätter sofort in der Schule abheften soll.
    Regelmäßig schauen, welche Arbeiten anstehen und mit ihr einen Plan machen, wann sie was dafür tut.
    Jeden Abend gemeinsam den Ranzen packen für den nächsten Tag.

    Bei meinen Kindern habe ich anfangs auch ein bisschen helfen müssen; sie hatten den Dreh aber recht schnell raus.
    rosenma und sunya gefällt dies.

  8. #8
    schneckele13 ist gerade online Ptit escargot

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Zitat Zitat von sunya Beitrag anzeigen
    Wie geht man das Thema am besten an?

    Kind hat in der Grundschule immer brav und zügig HAs erledigt und sonst nie irgendetwas für die Schule gemacht.
    Schulhefte etc waren auch soweit in Ordnung. Ich musste mich bei ihr von Anfang an um nichts, was Schule betrifft, kümmern.

    Nun geht das Kind auf die weiterführende Schule und hat keine Ahnung, wie man sich schulisch organisiert.
    Sind ja jetzt ein paar Fächer mehr und der Stoff und die abgeforderten Leistungen sind eben jetzt auch anspruchsvoller.

    Nun gibts bei ihr leider nur noch chaotische Zettelwirtschaft, statt ordentlich geführte Hefter.
    Vor Arbeiten wird nach wie vor nicht gelernt (war ja bisher auch nie nötig), was jetzt eben nicht mehr so einfach funktioniert. (Dämmert dem Kind wohl auch so langsam, die ersten Arbeiten waren noch recht gut, jetzt bewegt es sich aber zunehmend Richtung 3)
    Seitdem das so ist, hat sie auch ein bisschen Angst vor Arbeiten. (In der Grundschule hat sie sich auf Arbeiten immer gefreut - das war weniger langweilig als der Unterricht sonst.)
    Kennt sie halt bisher nicht, dass sie Fragen in Arbeiten nicht beantworten kann...
    Formnote für schriftliches ist aktuell regelmäßig 4. (gerechtfertigt)

    Kind ist mit ihren Zensuren (zumindest mit immer öfter werdenden 3en) nicht so glücklich.
    Ich finde 3en auch blöd, wenn sie nur durch Mangel an normalem Fleiß entstehen. (Bspw gar nicht gelernt vor der Arbeit)
    Meine Hinweise: jeden Abend alles abheften und dabei alles noch mal anschauen, vor Arbeiten lernen und das nicht erst am Abend vorher 21 Uhr) werden zur Kenntnis genommen, aber bisher nicht umgesetzt. (Es sei denn, ich stehe mit dem sprichwörtlichen Besen dahinter, was keine Rolle ist, die ich einnehmen mag)
    Kind fragt auch, wenn ich sage, das müsse sie halt einfach auswendig lernen, da ginge kein Weg drum herum, mitunter ganz unbedarft, sie wüsste gar nicht wie sie das anfangen soll.

    In anderen weiterführenden Schule gibt es wohl tw direkt ein Fach "Lernen lernen", in unserer Schule (anspruchsvolles MINT-Gymnasium) wurde das leider abgeschafft zugunsten eine Faches "Einführung in wissenschaftliches Arbeiten". (da lernen sie Versuchsaufbau für Experimente, Protokolle führen usw)

    Ich hab dem Kind jetzt schonmal ein Youtubevideo verordnet, wo die Lernkurve erklärt wird und wie man das Wissen darum effektiv nutzt. (Um ihr bspw zu verdeutlichen, dass Wiederholung wirklich wichtig ist)
    An sich müsste ich mich jetzt wohl eine Weile lang täglich dahinterklemmen, dass sie was tut und sie anleiten, wie am besten. (Siehe oben – Hefter ordnen, alles noch mal anschauen, Lernstoff in gewissen Abständen wiederholen...)
    Als ich mit ihr kürzlich Mathe gelernt habe (sie hatte was nicht verstanden), war sie sehr dankbar, dass ich ihr half.

    Ich denke, dass sie jetzt wirklich erstmal Hilfe und Anleitung braucht um zu lernen, wie man sich organisiert und wie man sich Stoff aneignet.
    Was würdet ihr da jetzt konkret machen bzw was nicht?

    Wie lief das bei euch bei der Umstellung aufs Gymnasium?
    Grundsätzlich geht das Kind jetzt übrigens viel lieber in die Schule, mag Klassenkameraden und Lehrer und findet den Stoff viel interessanter. Aber sie hat eben noch nicht recht verstanden (bzw akzeptiert ), dass es ganz ohne zusätzlichen Einsatz nun nicht mehr geht...
    Bei meinen beiden Großen verlief der Übertritt auf die weiterführende Schule auch eher holprig. Der 06er hat sich schneller notentechnisch wieder gefangen, da ich ständig dahin war, die Hausaufgaben kontrolliert habe, mit ihm gelernt habe, ihn gezwungen habe, mit Phase6 Vokabeln zu lernen (er wäre als Legastheniker sonst langfristig in F und E untergegangen).
    Da gab es von seiner Seite oft Tränen im ersten Jahr.
    Mittlerweile ist er älter, selbstständiger und sieht, das regelmässiges Lernen und Arbeiten Früchte trägt und es läuft echt gut bei ihm.

    Meine 08er Dame musste auch die Erfahrung machen, dass man mit Nichtstun jetzt auf dem Gym keine 1er und 2er mehr bekommt wie an der Grundschule. Bei ihr müsste ich auch mehr dahinter sein, da ich aber wieder arbeite und mein Mann unter der Woche 4 Tage weg ist, habe ich dazu überhaupt keine Zeit.
    Ich spekuliere darauf, dass sie irgendwann von sich aus etwas mehr lernt. Ich hoffe, dass sie sich mündlich auch etwas aufrappelt, dann ist alles in Butter. Ansonsten gibt es in den Hauptfächern auch mal 4er im Zeugnis, auch damit kommt man durchs Gym...
    Ich kann den Support, den der 06er hatte, einfach nicht mehr leisten.
    LG Schneckele13 mit

    06er Sommerkind
    08er Herbstkind
    12er Winterkind

  9. #9
    Avatar von sunya
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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Will sie denn Hilfe?
    Bei einem Kind, das in der Mittelstufe Dreier heimbringt, die auf ein bisschen Chaos zurück zu führen sind, sähe ich keinen dringenden Handlungsbedarf.
    Ich hab auch so ein Kind.
    Ich frage regelmäßig, ob was für die Schule zu tun ist (ohne viel Resonanz „mach ich nachher...“) ich tröste, wenn sie sie einen leichten Panikanfall hat, weil sie das Gefühl hat nicht genug gelernt zu haben, ich tröste auch, wenn es mal eine Drei wird.

    Handlungsbedarf sähe ich erst, wenn es regelmäßig Vierer oder schlechter werden würde, davon scheint ihr ja weit entfernt.
    Mein Kind muss lernen lernen, und dabei auch austarieren dürfen, wieviel Aufwand ihm die Noten wert sind.

    Konkrete Hilfe die ich angeboten habe waren zB Apps zum Vokabel lernen. Mit gelerntes erzählen lassen. Regelmäßig erinnern.
    Naja, sie will ein reines 2er Zeugnis, so war ihr eigener Plan zu Schuljahresbeginn. Und sie weiß wirklich nicht, wie man lernt/Schulstoff strukturiert und organisiert.
    Ich denke, wenn sie es jetzt nicht gezeigt/beigebracht kriegt, ist es irgendwann dafür womöglich zu spät.

    Die Tochter einer Freundin war/ist ihr recht ähnlich. Grundschule easy, weiterführende Schule wars dann plötzlich nicht mehr so leicht, sie machte aber weiterhin nichts, Noten schwankten dann lange immer zwischen 1 und 5. Sie verlor aber irgendwann den Anschluss.
    So entwickelt sich seit Jahren schleichend zum Underarchiver und steht trotz hohem Potential in vielen Fächern inzwischen auf 5.
    (9.Klasse)

    Meine Tochter hat auch noch nicht recht begriffen, dass sie die Leistungen selbst beeinflussen kann.
    Wenn sie was nicht gleich kann, muss es ihrer Meinung nach wohl daran liegen, dass sie zu dumm ist.
    Andere mit besseren Noten sind in ihre Welt einfach nur klüger als sie.

    Mit Vokabeln hat sie übrigen ausgerechnet gar keine Probleme. In Englisch heimst sie weiterhin ohne Aufwand 1 und 2 ein.
    Aber Geografie (Topografie), Deutsch (sowas wie Fachbegriffe; Diktate sind immer 1) alles, was sie nicht wirklich interessiert bzw sie für unnötig zu wissen/auswendig zu lernen hält ...



  10. #10
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Lernen lernen - wo ansetzen?

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Will sie denn Hilfe?
    Bei einem Kind, das in der Mittelstufe Dreier heimbringt, die auf ein bisschen Chaos zurück zu führen sind, sähe ich keinen dringenden Handlungsbedarf.
    Ich hab auch so ein Kind.
    Ich frage regelmäßig, ob was für die Schule zu tun ist (ohne viel Resonanz „mach ich nachher...“) ich tröste, wenn sie sie einen leichten Panikanfall hat, weil sie das Gefühl hat nicht genug gelernt zu haben, ich tröste auch, wenn es mal eine Drei wird.

    Handlungsbedarf sähe ich erst, wenn es regelmäßig Vierer oder schlechter werden würde, davon scheint ihr ja weit entfernt.
    Mein Kind muss lernen lernen, und dabei auch austarieren dürfen, wieviel Aufwand ihm die Noten wert sind.

    Konkrete Hilfe die ich angeboten habe waren zB Apps zum Vokabel lernen. Mit gelerntes erzählen lassen. Regelmäßig erinnern.
    Bei der Organisation könntest du helfen. Boxen für jedes Fach + ein Fach für zu erledigenden HA. Da sollten nie mehr als 2 Sachen am Abend liegen (und die natürlich nicht bis zum nächsten Tag).
    Frage dein Kind, ob ihm.sowas helfen würde. Viele sind auch überfordert, alles "im Blick" zu haben.
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    Silm

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