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Thema: Organspende - Bundestag

  1. #1661
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Organspende - Bundestag

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Jetzt - ja.

    Damals - nein.



    Normales Sterben wäre im Fall von Hirntod, dass man die Maschinen (so überhaupt welche beteiligt sind, es wird ja auch Hirntote außerhalb der Spitäler geben, also kurzzeitig) abschaltet und der Körper dann stirbt.

    Also beispielsweise - es gibt ja auch andere Möglichkeiten des Sterbens (die ich noch unter "normal" verbuchen würde, im Gegensatz zu Tod durch Mord oder so, wobei der Tod an sich dann auch ganz normal sein könnte).

    Einfach: so sterben, wie die Natur das in dem Fall vorsieht, wenn die Medizin das Leben nun mal nicht retten kann.

    Wenn man schon Bichat bemüht und meint, er hätte gesagt, der Hirntod bedeute den Tod des Menschen (hat er nicht, er hat ihn ja als Anfang des Sterbens bezeichnet), dann könnte man auch sagen, der Herztod bedeutet den Tod des Menschen (warum also nicht auch beschließen, dass Herztote....).

    Immerhin ist ja vieles der Anfang vom Sterben, der Herztod eventuell oder auch der Beginn des Ausblutens (immer gesetzt den Fall, die Medizin kann nichts mehr machen, was sie beim Hirntod im Hinblick auf das Hirn ja auch nicht mehr tun kann) oder .... Sind die Leute dann tot, bevor sie den letzten Atemzug getan haben? Ich meine ja eher, sie sind nicht.

    Ich finde die Vorstellung seltsam, zu leugnen, dass die Gleichsetzung des Hirntodes (ja, ich bin noch immer beim Gehirn, das tot ist) mit dem Tod der Person etwas damit zu tun hatte, dass man von der Person noch was wollte, bevor sie endgültig gehen durfte. Das ist historisch nun mal nicht haltbar.

    Und an der Entwicklung ändert im Nachhinein ja nichts, wenn du sagst "jetzt ist der Mensch tot, wenn er hirntot ist".
    Den Hirntod deklarieren auch Gruppen und Organisationen als Tod des Menschen, die nichts mit Transplantationsmedizin zu tun haben.
    Ich habe nirgendwo behauptet, Bichat hätte den Hirntod als Gesamttod definiert. Es ging mir darum das gesagt wurde der Begriff wurde im Zuge der Transplantation erschaffen und vdas ist halt falsch. Es würde kein Begriff erschaffen, sondern eine festgestellte Diagnose übernommen.

    Auch bei Explantationen nach Herztod wird immer der Hirntod abgewartet. Vielleicht weil es doch der richtigere Tod ist?

  2. #1662
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Organspende - Bundestag

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Den Hirntod deklarieren auch Gruppen und Organisationen als Tod des Menschen, die nichts mit Transplantationsmedizin zu tun haben.
    Ich habe nirgendwo behauptet, Bichat hätte den Hirntod als Gesamttod definiert. Es ging mir darum das gesagt wurde der Begriff wurde im Zuge der Transplantation erschaffen und vdas ist halt falsch. Es würde kein Begriff erschaffen, sondern eine festgestellte Diagnose übernommen.

    Auch bei Explantationen nach Herztod wird immer der Hirntod abgewartet. Vielleicht weil es doch der richtigere Tod ist?
    Auf die Gefahr mich zu wiederholen: Ich habe aus dem Kontext klar rausgelesen, dass jingel sich nicht auf den Begriff des Hirntodes bezog, sondern auf dessen Gleichsetzung mit dem Tod des Menschen. Und das war nun mal im Zusammenhang mit der Organentnahmefrage.

    Hirntod bedeutet, dass das Hirn tot ist (das war dann die festgestellte Diagnose). Gebastelt wurde dann, dass der Mensch gleich mit tot ist. Aus dem Hirntod wurde nicht der Beginn des Sterbens (die anderen Organe folgen da sicher schnell, wenn man der Natur ihren Lauf lässt), sondern der Gesamttod - eben, weil die Entnahme von Organen bei Sterbenden doch nicht so gut angekommen wären.

    Bei Herztod ist das Hirn ziemlich schnell auch tot - dann allerdings kannst du nicht mehr explantieren, oder? Oder sprichst du davon, das Herz mit Maschinen am Schlagen (am Leben) zu halten, bis das Hirn tot ist? Ich meinte eher so Fälle wie: Wiederbelebung wird nicht gemacht, weil das Herz, wenn es zu schlagen aufhört, tot ist. Könnte man doch genausogut rechtlich festlegen, würde auch super klappen als Todesfeststellung, beschwert sich hinterher auch keiner.

    Dass jetzt auch andere Gruppen den Hirntod als Tod des Menschen deklarieren, dass er jetzt schlicht rechtilch der Tod des Menschen ist - das alles ändert nichts an der geschichtlichen Entwicklung.

  3. #1663
    Avatar von -Unsichtbar-
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    Standard Re: Organspende - Bundestag

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Auf die Gefahr mich zu wiederholen: Ich habe aus dem Kontext klar rausgelesen, dass jingel sich nicht auf den Begriff des Hirntodes bezog, sondern auf dessen Gleichsetzung mit dem Tod des Menschen. Und das war nun mal im Zusammenhang mit der Organentnahmefrage.

    Hirntod bedeutet, dass das Hirn tot ist (das war dann die festgestellte Diagnose). Gebastelt wurde dann, dass der Mensch gleich mit tot ist. Aus dem Hirntod wurde nicht der Beginn des Sterbens (die anderen Organe folgen da sicher schnell, wenn man der Natur ihren Lauf lässt), sondern der Gesamttod - eben, weil die Entnahme von Organen bei Sterbenden doch nicht so gut angekommen wären.

    Bei Herztod ist das Hirn ziemlich schnell auch tot - dann allerdings kannst du nicht mehr explantieren, oder? Oder sprichst du davon, das Herz mit Maschinen am Schlagen (am Leben) zu halten, bis das Hirn tot ist? Ich meinte eher so Fälle wie: Wiederbelebung wird nicht gemacht, weil das Herz, wenn es zu schlagen aufhört, tot ist. Könnte man doch genausogut rechtlich festlegen, würde auch super klappen als Todesfeststellung, beschwert sich hinterher auch keiner.

    Dass jetzt auch andere Gruppen den Hirntod als Tod des Menschen deklarieren, dass er jetzt schlicht rechtilch der Tod des Menschen ist - das alles ändert nichts an der geschichtlichen Entwicklung.
    Andere Länder explantieren nach Herztod. Auch das Herz eines solchen Patienten ist bereits explantiert und erfolgreich transplantiert worden.

    Du kannst gerne der Überzeugung sein, es wurde ein Tod gebastelt, damit man ihn so hat, wie er passt..oder es wurde ein Zustand erschaffen.
    Ich komme mit dir da nicht auf einen Nenner.

    Müssen wir ja aber auch nicht.

  4. #1664
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Organspende - Bundestag

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Andere Länder explantieren nach Herztod. Auch das Herz eines solchen Patienten ist bereits explantiert und erfolgreich transplantiert worden.
    Na, siehst, da geht noch was.

    Ich bezweifle nicht, dass man sogar Leuten ohne Herz- und Hirntod erfolgreich Organe entnehmen könnte und diese erfolgreich transplantieren (wenns lebenswichtige sind, liegt der Erfolg dann halt nicht beim "Spender", aber macht ja nix). Dass man was rausnehmen und erfolgreich woanders einpflanzen kann, hat mit dem Thema "wann ist jemand tot" nur so weit zu tun, als derjenige, dem man was rausgenommen hat, nachher tot ist, wenn das Organ lebenswichtig ist (ist angenehmer für alle Beteiligten, ihn schon vorher für tot zu halten, denke ich mal).

    Du hast recht, wir beide werden nicht auf einen Nenner kommen.

    Du kannst gerne der Überzeugung sein, es wurde ein Tod gebastelt, damit man ihn so hat, wie er passt..oder es wurde ein Zustand erschaffen.
    Ich komme mit dir da nicht auf einen Nenner.

    Müssen wir ja aber auch nicht.[/QUOTE]

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