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Thema: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

  1. #101
    Avatar von FrauDirektorPogge
    FrauDirektorPogge ist offline hybridwahnsinnig
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 18: Ein Buch, dessen Titel mit F beginnt: Fuchs 8.

    Hm. Ich hatte davon im literarischen Quartett gehört und es klang sehr toll.
    Es geht um einen jungen „Fuks“, der „Mänschisch“ spricht, weil er immer heimlich zugehört hat, wie eine Frau ihren „Jungen“ vorgelesen hat. Der Fuks schreibt nun einen eindringlichen Brief an die Mänschen, in dem er Von seinen schönen und schlimmen Erlebnissen mit den Menschen berichtet. Und er will sie zu mehr Freundlichkeit auffordern.
    Das ist sehr schön geschrieben und auch gut übertragen, an manchen Stellen sehr witzig, dann wieder so, dass einem da Lachen im Hals stecken bleibt. Ein schönes „kleines“ Buch zum Verschenken - aber für mich war es nicht DIE Offenbarung / Überraschung, die ich mir nach dem Quartett erhofft hatte.

    Am Klassiker arbeite ich noch - aber gerade mit Pause. Lese einen alten Krimi - mal sehen, in welche Kategorie ich den einsortieren kann.

  2. #102
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 20

    DNA von Yrsa Sigurdardottir

    Der erste Band aus Serie Kommissar Huldar und Psychologin Freyja

    Aufgrund von vielen Unregelmäßigkeiten wird der unerfahrene Huldar mit der Leitung der Ermittlungen in einem Mordfall betraut. Er kämpft mit sich und den Umständen. Es wird auch nicht besser, als ein zweiter Mord folgt. Letztlich gelingt es ihm aber, den Mörder zu finden.

    Die Beschreibung der Morde sind nicht unbedingt für schwache Nerven.

    Ich fand den Krimi sehr spannend geschrieben und werde mir sicher den nächsten Band holen. Ich will ja schließlich wissen, wie es mit Freyja und Huldar weitergeht. *g*

  3. #103
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Autonom von Annalee Newitz
    https://www.amazon.de/Autonom-Roman-...2302530&sr=8-1
    Noch immer unentschlossen. Kandidat für 7, 12,20 -mit Tendenz zu 7 – Das erste Buch eines Autors.

    Ein SciFi Roman, spielt 2144. Erhebliche Fortschritte in Medizin und Robotik, einhergehend mit ausgeprägtem Kapitalismus und Patentschutz führen zu Robotern verschiedenster Varianten, die – zum Teil mit transplantiertem menschlichen Gehirn – in der Regel als Sklaven tätig sind, die aber auch einen „Autonomieschlüssel“ bekommen können und dann autonom aufwachsen und handeln können. Sie sind aber teuer und daher sind die eigentlich billigen Arbeitskräfte die leicht zu reproduzierenden Menschen. Glücklich, wessen Eltern Bürgerrechte kaufen können, die anderen kommen halt unter einen Kontrakt – auch nicht autonom. Das Sagen haben Pharmakonzerne, die mit Pillen eigentlich alles machen und heilen können – wenn man genug Geld hat
    Hier greift die Heldin an, eine Pharma-Piratin, die Medikamente fälscht und so einer breiteren Masse zugänglich macht. Eine ihrer Fälschungen soll schlimme Nebenwirkungen haben und sie wird von einem Agentenpaar (Mann und Roboter/-in) gejagt. Sie versucht nachzuweisen, dass das Originalmedikament fehlerhaft ist und versucht ein Gegenmittel zu entwickeln.

    Hab ich mir 2018 zu Weihnachten schenken lassen und es das ganze letzte Jahr nicht geschafft zu lesen. Mir gefällt es sehr, die Gesellschaftsideen, Selbstverwirklichung, wie autonom ist man als „Arbeitsbienchen“, Patente auf Gene, etc. faszinieren mich. Auch die parallelen zwischen autonomen und versklavten Menschen und Maschinen und deren Interaktionen.

    Wieder eine Leseempfehlung für die, die auf sowas stehen.

  4. #104
    Avatar von lucillaminor
    lucillaminor ist gerade online Bücherwurm
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    Standard Kategorie 3: Ein Klassiker

    Zweiter Haken für mich, dieses Mal in der Kategorie 3: Klassiker

    Graham Greene, Der dritte Mann

    Ich kannte weder Buch noch Film bislang. Für alle, denen es ebenso geht: Die Geschichte spielt im Wien der Nachkriegszeit. Wien ist noch in vier Besatzungszonen aufgeteilt, die Geschichte spielt sich vor allem im britischen Sektor ab. Der Ich-Erzähler Calloway ist Oberst bei der britischen Militärpolizei und ermittelt in einer ebenfalls nachkriegszeit-typischen Geschichte: Das streng rationierte Penicillin wird gestohlen, gestreckt und auf dem Schwarzmarkt verkauft. Der Anführer der Schieberbande ist gerade bei einem Autounfall ums Leben gekommen.
    Bei der Beerdigung taucht ein Fremder auf - der eigentliche Protagonist des Buchs. Rollo Martins ist Brite, Schriftsteller und der beste Freund von Harry Lime, der ihn nach Wien eingeladen hat. Aber als er ankommt, ist Harry tot und Martins geht auf seine Beerdigung.

    Calloway klärt ihn über das Geschehene auf. Martins kann nicht an die Schuld seines Freundes glauben und mutmaßt, dass der Unfall gar keine war. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und erfährt schnell, dass bei dem Unfall neben Harry und seinem Begleiter noch jemand zugegen war - der dritte Mann ...

    Das Buch ist nicht als Roman geschrieben und dann verfilmt worden, sondern Greene wurde mit dem Drehbuch betraut. Im Vorwort schreibt er selbst, dass er aber eine Geschichte immer erst mal als Roman entwickeln muss; so entstand "Der dritte Mann". Ein kurzes und kurzweiliges Buch! Die Geschichte wird regelrecht rasant erzählt - für mich fehlt fast ein bisschen die Entwicklung darin. Man braucht kaum länger zum Lesen, als wenn man den Film anschaut, vermute ich. Aber trotzdem hab ich das Gefühl, eine Bildungslücke geschlossen zu haben. Und: Man hat natürlich dauernd Zithermusik im Ohr beim Lesen
    Alles außer Familie, Freunden und Nähen wird gnadenlos überschätzt.





    Immer in der Hosentasche: Wingst und Waffles und die Mädels aus dem Hibbeln-light






  5. #105
    Polly_Schlottermotz ist offline Sonnenstrahlen
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Eigentlich wollte ich ja nicht mitmachen hier, aber der Thread ist so interessant und ich lese ja doch mit. Da kann ich auch mitschreiben und beginne mit Kategorie 1, ein Buch aus dem Jahr 2020.

    Geteilt durch zwei von Barbara Kunrath

    Warum dieses Buch?
    Ganz ehrlich?
    Die Buchhändlerin meines Vertrauens kennt mich schon länger und hat es mir empfohlen. Ich kannte die Autorin vorher nicht. Das Cover und der Titel hätten mich wohl auch nicht angesprochen. Ich bin froh, dass Frau K mir den Tipp gab!

    Inhalt
    In der Hauptrolle geht es um Nadja, sie spürt seit ihrer Kindheit eine Einsamkeit in sich, für die sie keine Erklärung finden kann. Nadja steht mitten im Leben, hat einen guten Ehemann, eine fast erwachsene Tochter und ein eigenes Heim, somit fast alles zum glücklich sein. Durch einen Zufall kommt sie dahinter, dass sie eine eineiige Zwillingsschwester hat. Nadja möchte möglichst genau wissen, wie es zur Adoption und zur Trennung der Zwillinge kam.
    Sie trifft am Ende sogar ihren Vater, der die Kinder vor übet 40 Jahren eigentlich gar nicht haben wollte.

    Und wie war es?
    Wirklich gut. Ich habe es in 2 Tagen durchgelesen, trotz Zeitmangel. Mich hst das Thema gefesselt. Der Roman zeigt auf,dass Genetik im Bereich psychischer Erkrankungen nicht zu leugnen ist und dass auch frühkindliche Erfahrungen oft unterschätzt werden.
    Viele adoptierte Kinder sehnen sich danach, etwas über ihre Wurzeln zu erfahren. Das ist ein menschliches Bedürfnis.
    Die Autorin hat das alles gut nachvollziehbar dargestellt. .Mich hat diese menschliche Tragödie berührt. Der Schreibstil ist dabei nicht außergewöhnlich oder einprägsam, liest sich aber insgesamt flüssig und somit schnell weg. Oft lesen sich solche Bücher gut, bleiben aber nicht hängen.
    Doch das Buch bleibt bei mir hängen!
    Klare Leseempfehlung!

  6. #106
    Avatar von antin
    antin ist offline Legende
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    jetzt weiß ich nicht, ob ich es in Kategorie 18 (ausgeliehen) oder Kategorie 25 (ebook) nennen soll:
    (ich weiß nicht mal, ob ich es wirklich in diesem Faden erzählen soll):

    Eine Biographie über Unity Mitford von Michaela Karl: „Ich blätterte gerade in der Vogue, da sprach mich der Führer an“ – Unity Mitford. Eine Biografie

    Die Mitfords waren eine ungewöhnliche Familie: Englischer Lord, seine Frau, sechs Töchter und ein Sohn - Freigeister allesamt, exzentrisch, versnobt... Sie sind intelligent, sehr belesen, diskussionsfreudig, scharfzüngig, sarkastisch, charmant
    Jessica wird Kommunistin, Diana heiratet den englischen Faschistenführer Mosley und bringt dadurch ihre Schwester Unity mit diesem Gedankengut in Kontakt. Unity geht als 19jährige Mitte der 30er Jahre nach Deutschland und schafft es, Kontakt zu Hitler zu knüpfen und sich gar mit ihm anzufreunden....

    Da die Mitfords allesamt fleißige Briefeschreiber (vor allem auch untereinander) waren und weitreichende Kontakte überall hin hatten, ist über sie viel bekannt und recherchierbar. Betrachtet man die Kindheit der Töchter, ist die Familie einfach nur sehr unterhaltsam. Betrachtet man das Erwachsenenwerden (und -sein) der Schwestern, so ist es erstaunlich, dass sie zu so unterschiedlichen extremen Positionen kamen.

    Jedenfalls ist das Buch lesenswert, kurzweilig, ausführlich - und empfehlenswert.


    Wenn ich schon dabei bin, kann ich noch erwähnen, dass "das rote Schaf der Familie" von Susanne Kippenberger über Jessica Mitford ebenfalls lesenswert ist.
    Hand aufs Herz und Ellenbogen küssen
    (Ms. Holiday Golightly, auf Reisen)

  7. #107
    Avatar von tiramiau
    tiramiau ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    So, Buch zur Kategorie 13 gelesen. Ihr hattet hier im ERE das Buch "Onkel Tom's Hütte, Berlin" empfohlen.

    Zur Geschichte:
    Die Handlung spielt im Berlin der unmittelbaren Nachkriegszeit und es geht um die Reihe einiger bestialischer Morde an jungen Frauen. Anscheinend scheint ein Serientäter am Werk, der sein Unwesen in der Umgebung des S-Bahnhofs "Onkel Tom's Hütte" treibt. Diese Krimihandlung wird verwoben mit der Geschichte meherer Frauen. In Rückblenden wird ihr Leben/ihre Schicksale im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland bzw. in Berlin erzählt. Nach und nach erkennt der Leser auch, wie die Personen miteinander verbunden sind.

    Plus:
    Ich fand es sehr gut zu lesen, besonders die Geschichten der Frauen fand ich sehr interessant und bewegend. Man erfährt viel über die Zeit und auch über Berlin. Es ist spannend und man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Ist also "unputdownable"

    Minus:
    Eigentlich gibt es da nichts. Irgendwas hat mich etwas am Schreibstil gestört, evtl. zu reißerisch, plakativ an einigen Stellen, wobei es das auch nicht richtig trifft.

    Ansonsten: Klare Leseempfehlung
    tiramiau mit kletterkind (11/04) und kleinem frettchen (03/10)

  8. #108
    Avatar von snooze
    snooze ist offline Carpal Tunnel
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    Standard kategorie 19

    ein buch, dessen titel mit F beginnt


    friesenmilch - von sandra dünschede


    ich habe schon verschiedene regionalkrimis gelesen und mag sie im grunde ganz gern mal zwischendurch, leichte kost halt, nicht anspruchsvoll und man kann auch ein bisschen schmumzeln.

    dieses buch (ein nordfriesland krimi) reiht sich in diese typisierung voll ein, hat mich persönlich aber nicht ganz so erreicht, der fall mit erpressung (inkl giftanschlag) einer molkerei ist nicht uninteressant, die hauptakteure sind nicht unsympatisch, obwohl sie mir nicht so "nah" kommen. es gibt nichts, wo ich sagen kann: das ist großer mist (ausser vielleicht die paar sätze plattdeutsch, die zwischendrin so unpassend wirkten) aber es gibt auch nix, was ich ausdrücklich loben kann.

    sehr eingeschränke leseempfehlung, kein schlechtes buch aber auch nix was einem fehlt, wenn man es nicht liest.
    snooze

  9. #109
    PerditaX. ist offline elferant
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Ich hab Kategorie 7 fertig, das erste Buch eines Autors. Ich hab zwar das erste Buch einer Autorin gelesen, ich hoffe aber, dass das auch gilt. Und es ist auch nicht ihr erstes Buch, aber ihr erster Roman.

    "Marx stand still in Darwins Garten" wurde mir hier im Forum empfohlen, Ilona Jeger hat es geschrieben. Die Handlung des Buches ist in den letzten Lebensmonaten/-jahren der beiden Wissenschaftler angesiedelt. Es ist bei Darwin eine Art Rückschau auf sein Leben, bei beiden ein privater Einblick ins Leben und Schaffen. Das Buch hat keine wirkliche Handlung, es ist mehr eine Lebensbetrachtung der beiden. Die Sprache ist sehr schön. Das Buch hat mir sehr gut gefallen!

  10. #110
    Avatar von Tüdelband
    Tüdelband ist offline Why be normal?
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 20 (ein Buch aus dem vergangenen Jahrzehnt)

    Ich habe heute „Ich und die Menschen“ von Matt Haig beendet und bin begeistert.
    Falls jemand „Briefe in die chinesische Vergangenheit“ kennt, dieses fand ich so ähnlich, nur aktueller. Die Menschen aus Sicht eines Aliens zu beschreiben ist vielleicht nicht die neueste Idee, aber der Autor macht es auf eine ganz besondere Weise. Es ist gut, ehrlich, informativ und es macht einen sehr nachdenklich. Eine wunderbare Geschichte, bei der ich mich frage warum ich sie jetzt erst entdeckt habe.

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