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Thema: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

  1. #181
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 1 - Ein Buch, das dieses Jahr erscheint

    Bretonische Spezialitäten - Jean-Luc Bannalec


    Warum dieses Buch?

    Die Reihe der in der Bretagne spielenden Krimis um Kommissar Dupin sind seit letztem Jahr, als ich alle bisherigen 8 Bände am Stück gelesen habe, meine Libelings-Krimi-Reihe. Dementsprechend habe ich mich sehr auf den neunten Band gefreut und ihn gleich am Erscheinungstag begonnen zu lesen.

    Was passiert?

    Kommissar Dupin ist dieses Mal auf einer Fortbildung an der bretonischen Nordküste, als dort ein Mord geschieht. Er wird zu den Ermittlungen hinzu gezogen, es passiert noch so einiges, es gibt wie immer gutes Essen und am Ende wird der Fall gelöst, der sich dieses Mal doch deutlich von den bisherigen Fällen unterscheidet.

    Wie hat es mir gefallen?

    Sehr gut. Ich mag die Krimis ja ohnehin, die ausführlichen Beschreibungen der Atmosphäre und Landschaft wecken in mir Urlaubsgefühle. Ich glaube, ich muss mal in die Bretagne... Dieses Mal ist der Krimi ein bisschen anders aufgebaut, als die bisherigen Fälle, was einem das Gefühl gibt, nicht schon wieder das gleiche nur mit einem anderen Täter und einem anderen Opfer zu lesen, aber auch nicht so anders, so dass es einem trotzdem noch gefällt, wenn man die bisherigen Bücher mochte.
    Insgesamt ist es leichte Kost, sehr unterhaltsam und schnell zu lesen. Genau das richtige für den Sommer.
    nightwish gefällt dies

  2. #182
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 6 - Ein Buch von der Bestsellerliste

    Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast) - Philippa Perry


    Warum dieses Buch?

    Ich habe es mehrmals auf der Bestsellerliste gesehen und war durchaus interessiert. Als ich es dann in einer Buchhandlung stehen sehen habe, habe ich es kurzerhand gekauft.

    Was passiert?

    Ich finde das Buch sehr schwer zu beschreiben. Es ist nicht wirklich ein Ratgeber (oder vielleicht doch), vielleicht trifft Sachbuch es besser. Das Buch handelt hauptsächlich von Eltern-Kind-Beziehungen und beschreibt, wie das, was man als Kind von seinen Eltern erfahren hat, oft das Handeln seinen eigenen Kindern gegenüber beeinflusst (auf gute oder schlechte Weise), solange man sich dieses nicht bewusst macht und darüber reflektiert. Weiterhin beinhaltet das Buch viele Informationen darüber, wie Eltern-Kind-Beziehungen funktionieren und wie man sie gut gestalten kann, so dass man über alle Altersklassen hinweg (dieser Teil des Buches beginnt mit der Schwangerschaft und endet mit dem Erwachsensein des eigenen Kindes) in gutem Kontakt zu seinem Kind bleiben kann.

    Wie hat es mir gefallen?

    Sehr gut. Es ist kein Buch, das man so nebenher oder zum Einschlafen lesen kann, es regt zu intensivem Nachdenken an. Die Autorin betont, dass die Verantwortung für die Beziehungsgestaltung zwischen Eltern und Kind zu jeder Zeit die Eltern tragen, aber auch, dass Fehler, die Eltern machen wieder "repariert" werden können und zwar auch noch viel später. Generell nimmt das Buch oft die Perspektive des Kindes ein und zeigt damit auf, was bestimmte Verhaltensweisen von Erwachsenen mit Kindern machen (können). Ganz allgemein wird auch immer wieder betont, wie wichtig es ist, sich als Elternteil in die Perspektive des Kindes versetzen zu können, beispielsweise bei Wutanfällen, und erklärt auch, wie das hilft, dass Situationen nicht eskalieren und das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern dauerhaft verbessert. Auf der anderen Seite wird, wie oben schon erwähnt, auch immer wieder reflektiert, wie das, was man selbst erlebt hat, das eigene Handeln beeinflusst.
    Das Buch beinhaltet einige "Übungen" zu den jeweiligen Kapiteln, die ich aber eher als Anregungen zum Nachdenken bezeichnen würde.
    Das Gesamtfazit des Buches könnte man eventuell als "Beziehung kann harte Arbeit sein, aber es lohnt sich und Fehler sind reparierbar" beschreiben.
    Wichtig ist mir bei pädagogisch-psychologischer Literatur immer, dass sie gut belegt ist. Das ist hier der Fall, am Ende steht ein langes Literaturverzeichnis.

    Ich habe mich gefragt, ob der sperrige Titel "Das Buch, von dem du dir wünschst, deine Eltern hätten es gelesen (und deine Kinder werden froh sein, wenn du es gelesen hast)" nicht etwas übertrieben und überheblich ist. Nach der Lektüre des Buches finde ich das nicht. Ich würde mir tatsächlich wünschen (und kann es nur empfehlen), dass alle Personen, die Kinder haben oder haben möchten, dieses Buch so früh wie möglich lesen. Kinder können davon tatsächlich nur profitieren.

  3. #183
    Avatar von tiramiau
    tiramiau ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Okay, ich weiß nicht genau, unter welche Kategorie ich es fassen soll,

    evtl. vielleicht 20. Buch aus dem vergangenen Jahrzehnt:

    Maiken Nielsen
    "Space Girls"

    Handlung: Das Buch beruht auf Tatsachen, ist aber ein Roman und erzählt die Geschichte der jungen Frau Juni und ihrer Mutter, die aus Nazi Deutschland über Frankreich nach Amerika auswandern. Primär geht es aber darum, dass Juni Pilotin wird und eines Tages die Anfrage erhält, ob sie für die NASA eine Testreihe durchlaufen möchte, mit der Option als Astronautin ins All geschickt zu werden. Gleichzeitig ist es eine liebevolle Mutter-Tochter Geschichte und die Geschichte von Wernher von Braun, der KZ Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen im Raktetenbau arbeiten ließ, nachdem er aber in die USA auswandert, dort als Pionier der Raumfahrt-Technik gefeiert wird...

    Empfehlung: Uneingeschränkte Empfehlung! Toll geschrieben und ein intelligenter Schmöker, den ich wirklich verschlungen habe! Ich habe dabei viel über weibliche Pilotinnen und Wernher von Braun erfahren, was ich vorher nicht wusste.
    Außerdem ist es eine sehr berührende Geschichte! Also: Unbedingt lesen!!!
    tiramiau mit kletterkind (11/04) und kleinem frettchen (03/10)

  4. #184
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 8 - Ein Buch, das in deinem Lieblingsland spielt

    Tod im Schärengarten - Viveca Sten


    Warum dieses Buch?

    Eigentlich habe ich nicht wirklich ein Lieblingsland, aber da ich letztes Jahr beim Weihnachtswichteln Schweden angegeben habe, habe ich beschlossen, das auch für die Reading Challenge zu benutzen. Den ersten Band der Reihe hatte ich bereits gelesen (und vorgestellt), so dass ich einfach mit dem zweiten weitergemacht habe,

    Was passiert?

    Beim Start einer bekannten Segelregatta wird der Favorit auf seinem Boot erschossen. Kommissar Andreasson ermittelt und finden am Ende den Mörder. Dazu gibt es zwei parallele Handlungsstränge, die einmal aus dem Privatleben vom Kommissar berichten und einmal aus dem Privatleben seiner besten Freundin Nora.

    Wie hat es mir gefallen?

    Nicht ganz so gut, wie das erste, aber okay. Dadurch, dass 3 Erzählstränge parallel laufen, dauert es auch hier wieder, bis die Geschichte an Fahrt aufnimmt und wirklich spannend wird. Auch ist dieses Mal für die/den LeserIn deutlich früher ersichtlich, wer wohl hinter der ganzen Sache steckt. Trotzdem ein unterhaltsamer Krimi.

    P.S. Ich habe mittlerweile auch Band 3 und 4 gelesen, das Schema ist in allen Büchern so gleich, dass jedes Buch ein bisschen weniger spannend ist, als das vorher gegangene.

  5. #185
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 3 - Ein Klassiker

    Wer die Nachtigall stört - Harper Lee/Fred Fordham


    Warum dieses Buch?

    Ich muss zugeben, dass ich bei dieser Kategorie ein bisschen gemogelt habe. "Wer die Nachtigall stört" aus dem Jahr 1960 ist kein klassischer, sondern ein moderner Klassiker. Außerdem habe ich das Buch als graphic novel gelesen. Ich habe es in der Buchhandlung gesehen und das Cover hat mich so sehr angesprochen, dass ich es haben musste.

    Was passiert?

    Die Geschichte wird von dem Mädchen Scout erzählt, die im Alabama der 30er Jahre mit ihrem Vater und ihrem Bruder aufwächst, die Mutter ist bereits gestorben. Der Vater ist Anwalt und Philanthrop, der seine Kinder (im Gegensatz zur damals üblichen Erziehung in einer amerikanischen Kleinstadt) ernst nimmt und ihnen viel über das Leben erklärt. Er übernimmt das Mandat, einen Schwarzen, der der Vergewaltigung beschuldigt wird (ob er es war oder nicht, wird nicht eindeutig klargestellt, man vermutet aber, dass er es nicht war), zu verteidigen. Daraufhin erleben auch seine Kinder immer wieder Anfeindungen, da viele Menschen in dem Ort (aber bei weitem nicht alle) Rassisten sind. Wie das ganze ausgeht, kann ich hier schlecht schreiben, falls jemand das Buch noch lesen möchte.
    Ich würde es als ein Buch über Rassismus, aber auch Armut (vielleicht auch Klassenunterschiede) und das Erwachsen werden beschreiben.

    Wie hat es mir gefallen?

    Ganz gut. Die Geschichte ist spannend, an manchen Stellen konnte ich das Buch kaum weglegen. Das Thema an sich ist etwas bedrückend und die Erzählerin manchmal etwas schwierig. Die Illustrationen von Fred Fordham gefallen mir ganz gut, lediglich an einigen Stellen sind die Bilder ein wenig uneindeutig, so dass man nicht wirklich erkennen kann, welche Personen gerade dargestellt werden oder was genau passiert.

  6. #186
    Avatar von nightwish
    nightwish ist offline Ich bin schuld!

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 9 - Ein Buch einer Reihe die du angefangen hast

    Preston Child - Grave, Verse der Toten


    Warum dieses Buch?


    Ich bin Pendergast Fan seit mir vor Jahren, als mir in der Klinik, auf dem Zimmer, ein Buch der Autoren in die Hände gefallen ist.

    Was passiert?


    Special Agent Pendergast muss eine Mordserie aufklären, in der Herzen scheinbar wahllos auf die Gräber von Verstorbenen gelegt werden.
    Nebenbei bekommt er, einen neuen Vorgesetzten, der die unorthodoxen Ermittlungsmethoden das Agents ablehnt und einen neuen Partner mit dem er sich erst zusammenraufen muss.

    Wie hat es mir gefallen?


    Im Großen und Ganzen sehr gut. Neben der ganzen Aufklärungsarbeit der Ermittler nimmt das Verhältnis zwischen Pendergast, dessen Vorgesetzten und seinem Partner einen guten Teil der Handlung ein.

    Der Spannugsbogen der Geschichte nimmt am Schluss leider etwas ab, weil ich eigentlich mehr erwartet hatte. Das Ende ist im Gegensatz zum Vorgängerroman *banal*. Aber es liest ich sehr flüssig weg.



    Viele Grüße
    Nightwish
    Nichts ist für immer, nur der Moment zählt ganz allein!unheilig

  7. #187
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 22 - Ein Buch, dass in einer anderen Welt spielt

    Es war einmal ein blauer Planet - Francois Lelord


    Warum dieses Buch?

    Ich liebe die Bücher von Francois Lelord und habe bisher alle gelesen. Als ich gesehen habe, dass im August ein neues Buch von ihm erscheint, habe ich mich wochenlang gefreut und es gleich am Erscheinungstag gekauft. Ich habe erst beim Lesen gemerkt, dass es in einer anderen Welt (bzw. eigentlich in anderen Welten) spielt und ich es damit auch für die Lesechallenge verwendet kann. Das kam mir sehr gelegen, da ich keine Fantasy- oder SciFi-Romane mag und noch keine Idee hatte, was ich für diese Kategorie lesen soll.

    Was passiert?

    Das Buch spielt in der fernen Zukunft, ohne dass ein genaues Jahr genannt wird. Die Menschen haben durch Kriege um Ressourcen die Erde endgültig zerstört. Nur ein paar wenige, kleine Völker haben irgendwo auf der Erde überlebt (und nichts von der Zerstörung mitbekommen) und ein anderen Teil ist als Kolonie auf den Mars ausgewandert. Dieser Teil wird hauptsächlich von einem Computer geführt, der die Gedanken und Gefühle der Menschen dort aufzeichnet, alle Gespräche aufzeichnet und viele Orte werden auch kameraüberwacht (1984 lässt grüßen!). Das alles soll dazu dienen, dass jeder Mensch das bestmögliche aus sich macht und zufrieden ist. Eines Tages sucht der Computer Robin aus, um ihn auf die Erde zu schicken, wo er auskundschaften soll, ob es eine Möglichkeit der Rückkehr für die Marsbewohner gibt und herausfinden, wo eine Gruppe von Soldaten geblieben ist, die ebenfalls zur Erkundung auf die Erde geschickt wurde und seitdem verschollen ist.
    Auf der Erde verfehlt Robin bei der Landung sein Ziel und strandet in der Südsee bei einem Inselvolk, das in einer Art Utopie zu leben scheint. Robin lebt eine Weile mit dem Volk und findet nach und nach heraus, dass diese Utopie ihre Risse hat. Zusammen mit zwei anderen Inselbewohnern, die den Regeln der Utopie nicht entsprechen wollen, reist er weiter, um sein eigentliches Ziel zu finden. Dieses befindet sich ebenfalls auf einer Südsee-Insel und scheint eine Art Dystopie zu sein, in der die Gesellschaft streng geteilt ist. Robin lebt eine Weile dort und findet - Überraschung! - heraus, dass die Dystopie auch ein paar Vorteile hat.
    Am Ende findet er sein Raumschiff wieder und fliegt zurück zur Kolonie, wo er umgehend verhaftet wird - warum kann ich nicht schreiben, sonst braucht man das Buch nicht mehr lesen.

    Wie hat es mir gefallen?


    Ich habe bisher wirklich jedes Buch von Francois Lelord geliebt und verschlungen, aber dieses hier hat mir nicht gefallen, vermutlich, weil ich Bücher, die in fremden Welten spielen, einfach nicht mag. Die ziemlich naive Hauptperson wird mir einfach nicht sympathisch, die Vorstellung von jeder der 3 Welten ist irgendwie beklemmend. Wie alle Bücher von Francois Lelord ist es mit vielen philosophischen und psychologischen Erkenntnissen gespickt, die ich in diesem Buch aber echt trivial finde. Zu Guter Letzt war das Buch für mich auch nicht spannend, ich musste mich mehr oder weniger zwingen, es zu Ende zu lesen. Ich habe mich nicht wirklich gefragt, wie es weitergeht...

  8. #188
    Avatar von nightwish
    nightwish ist offline Ich bin schuld!

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 6 - Ein Buch der Bestsellerliste

    Ellen Berg - Der ist für die Tonne (K)ein Männerroman


    Warum dieses Buch?

    Ellen Berg zählt zu meinen Lieblingsautorinnen

    Was passiert?

    Hannah, die als Coach für fachgerechtes Ausmisten arbeitet, soll ausgerechnet dem neuen Flirt ihrer Freundin ein geordnetes Zuhause verpassen. Prompt entbrennt mit dem eigenwilligen Pascal erbitterter Streit: behalten oder ab in die Tonne? Doch je mehr Hannah aufräumt, desto tiefer manövriert sie sich mitten ins emotionale Chaos - denn plötzlich findet sie nicht nur eine echte Leiche auf dem Dachboden, sondern sie fühlt sich auch so merkwürdig zu Pascal hingezogen ...

    Wie hat es mir gefallen?

    Gut! Auch wenn es für meine Verhältnisse fast schon zu *überdreht* ist und die eine oder andere Frage offen bleibt. Die Geschichte ist mit viel Augenzwinkern geschrieben. Aber ich mag die Protagonistinnen, die ohne eigenes Zutun in oftmals absurde Situationen geraten. Kein Meisterwerk da gibt es aus der Reihe der Autorin bessere. Aber es ist unterhaltsam und sehr kurzweilig. Das Buch ist mit der für die Autorin bekannte spitzer Feder geschrieben.
    Kaufempfehlung auch für diejeigen, die mit Frauenromanen nicht wirklich was anfangen können



    Viele Grüße
    Nightwish
    Nichts ist für immer, nur der Moment zählt ganz allein!unheilig

  9. #189
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 4 - Ein Buch in einer Fremdsprache

    The midnight library - Matt Haig


    Warum dieses Buch?

    Ich habe schon Bücher von Matt Haig auf deutsch gelesen, die mir gut gefallen haben. Neulich habe ich dann Werbung gesehen, dass sein neustes Buch gerade auf Englisch erschienen ist, da habe ich gedacht, das wäre was für die Lesechallenge. Das Thema des Buches klang für mich auch recht vielversprechend.

    Was passiert?

    Nora Seed ist unglücklich mit ihrem Leben und bereut diverse Entscheidungen, die sie mal getroffen hat. Als ihr Leben immer unerträglicher wird, beschließt sie, sich umzubringen. Doch anstatt einfach tot zu sein, findet sie sich in einer Bibliothek wieder, die von ihrer ehemaligen Schulbibliothekarin, die sie als Kind sehr mochte, geleitet wird und die ihr erklärt "between life and death there is a library". Nora befindet sich also in einem Zwischenzustand zwischen Leben und Tod, der aber nur von wenigen Menschen wahrgenommen werden kann.

    In der Bibliothek gibt es unendlich viele Bücher, denn jedes Buch enthält eine mögliche Version von Noras Leben, wie es hätte sein können, wenn sie irgendwo auch nur eine klitzekleine Entscheidung anders getroffen hätte. Nora darf sich verschiedene Bücher aussuchen und kann damit für einige Zeit ein alternatives Leben ausprobieren, von denen manche ziemlich cool und andere ziemlich mies sind.
    In einem Leben trifft sie auf einen Mann, der sofort merkt, dass Nora, genau wie er, aus einem Zwischenzustand kommt und das Leben nur besucht. Er erklärt ihr, dass das Phänomen auf Quantenphysik beruht. Demnach gibt es unendlich viele Paralleluniversen und alles, was passieren kann, passiert auch in einem Universum. Manche Menschen haben die Möglichkeit, im Zwischenzustand zwischen Leben und Tod zwischen den Paralleluniversen hin- und herzuwechseln. Da das menschliche Gehirn diese Vorstellung aber kaum verarbeiten kann, macht es etwas greifbareres draus, in Noras Fall also eine Bibliothek mit Büchern über verschiedene Versionen ihres Lebens.

    Wie das Buch am Ende ausgeht, schreibe ich natürlich nicht, sonst würde sich das Lesen nicht mehr lohnen.

    Wie hat es mir gefallen?

    Sehr gut, ich konnte es manchmal kaum weglegen. Es ist sehr unterhaltsam und spannend geschrieben, so dass ich permanent wissen wollte, was als nächstes passieren wird. Ich finde Quantenphysik und die Vorstellung von Paralleluniversen aber auch generell spannend und habe mich gefreut, dass der Autor eine wissenschaftliche Erklärung für Noras Erlebnisse geliefert hat. Man hätte die gesamte Geschichte sicher auch mit "es war halt ein Traum" erklären können.
    Ich habe durch die reading challenge dieses Jahr eine ganze Menge gute Bücher gelesen, aber dieses hier hat definitiv einen der vordersten Plätze verdient. 2021 erscheint das Buch auch auf deutsch.
    FrauDirektorPogge gefällt dies

  10. #190
    Valrhona ist offline Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 11 - Ein Buch mit einem Tier im Titel

    Der Wal und das Ende der Welt - John Ironmonger


    Warum dieses Buch?

    Ich hatte es vor einigen Monaten irgendwo gesehen und mir auf die Leseliste gesetzt, weil ein Tier im Titel vorkommt und der Klappentext interessant klang. Mittlerweile steht es wohl auch auf der Bestsellerliste (falls da noch jemand ein Buch braucht).

    Was passiert?

    Das Buch ist 2019 erschienen, also vermutlich noch ein Jahr früher geschrieben worden und nimmt erschreckenderweise ein wenig die Corona-Pandemie im Jahr 2020 vorweg.

    Joe ist Analyst bei einer Bank und hat ein System programmiert, was versagt und der Bank einen großen finanziellen Schaden beschert. Er flieht blind aus London und landet im kleinen Küstenort St. Piran mit gerade mal 300 Einwohnern, die er kennen lernt, als er die Rettung eines gestrandeten Wals koordiniert.
    Joe hat ein Geheimnis: Das von ihm programmierte Analysesystem hat eine verheerende Epidemie vorhergesagt, die zum Zusammenbruch der kompletten Weltwirtschaft führen wird und letztendlich zu Krieg, wovon aber nur noch ein paar Mitarbeiter der Bank wissen und nicht dran glauben. Als er aus den Nachrichten erfährt, dass in Südostasien tatsächlich eine neue Virusinfektion ausgebrochen ist, ist er alarmiert. Da ihm die Bewohner von St. Piran ans Herz gewachsen sind, beschließt er, all sein Geld in Vorräte zu stecken, um das Dorf versorgen zu können. Letztendlich bekommt das ganze Dorf Wind von der Aktion und hilft mit. Das Virus hat schnell England erreicht und ist sehr tödlich, so dass tatsächlich schnell die gesamte Versorgung zusammenbricht und das Dorf 3 Monate ohne fließend Wasser und Strom und von den eingekauften Vorräten lebt. Der Zusammenhalt der Menschen entwickelt sich allerdings ganz anders, als erwartet. Wie das Buch letztendlich ausgeht, verrate ich selbstverständlich nicht.

    Wie hat es mir gefallen?

    Insgesamt richtig gut. Das Buch hat über 500 Seiten, die ersten 150 Seiten ist es mir tatsächlich schwer gefallen, mit dem Buch warm zu werden. Es fängt mitten mit der Geschichte mit zahlreichen Personen an und es fiel mir zunächst schwer, da nicht den Überblick zu verlieren. Die Hauptperson taucht erst recht spät auf. Das Buch entwickelt sich dann allerdings so interessant und spannend, dass es total viel Spaß gemacht hat, es zu lesen und ich traurig war, als ich es durch hatte.
    Ich finde, meine Inhaltsbeschreibung klingt ein bisschen, als wäre es ein seichter, romatisierender Küstenroman, was daran liegt, dass ich nicht zu viel vom Inhalt verraten möchte. Eigentlich ist es sehr philosophisch, mit vielen Bezügen zu Thomas Hobbes, es gibt auch Konflikte und Todesfälle.
    Tüdelband gefällt dies

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