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Thema: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

  1. #191
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 10 - Ein Buch das von zwei Autoren geschrieben wurde

    Funkenmord - Volker Klüpfl und Michale Kobr

    Warum dieses Buch?

    Es ist das 10. Buch einer Reihe und ich hab die bisherigen auch alle gelesen, bzw. als Hörbuch gehört.

    Was passiert?

    Das ist ein bisschen schwer zu beschreiben, da die ersten 8 Bücher der Krimi-Reihe um Kommissar Kluftinger vollständig abgeschlossene Geschichten sind, das 10. Buch aber auf dem 9. aufbaut, in der erstmals ein Fall nicht abgeschlossen wurde.
    Kurzgefasst wird Kommissar Kluftinger im 9. Buch von einem Fall aus seiner Vergangenheit als junger Kommissar eingeholt, bei dem damals der falsche Täter verurteilt wurde. Er versucht, die Tat neu aufzuklären, dabei stirbt sein Lieblingsmitarbeiter und am Ende hält er wieder eine falsche Person für den Täter.
    Im 10. Buch versucht er nun, den Fall nochmal ganz von vorne aufzurollen und zu lösen. Unterstützung bekommt er dabei von einer neuen Mitarbeiterin, die ganz anders ist, als der Rest des Teams.

    Wie hat es mir gefallen?

    Ganz gut. Es war wie immer unterhaltsam geschrieben und an vielen Stellen witzig, dabei für einen Krimi wenig gruselig und aufregend. Insgesamt ging es mir in beiden Büchern zusammen zu lange und ausführlich um den gleichen Fall, der aber eigentlich nicht mal besonders komplex war. Auch hat man hier schon eine ganze Zeit vor dem Ende geahnt, wer der Täter ist.
    Insgesamt also wenig spannend, aber sehr unterhaltsam geschrieben.
    nightwish gefällt dies
    Schwanette (09/18)

  2. #192
    Avatar von nightwish
    nightwish ist offline Ich bin schuld!

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 1 - Ein Buch das dieses Jahr erscheintl[/B]

    Friedhof der Krustentiere von Krischan Koch

    Warum dieses Buch?

    Der Buchtitel erinnert ganz stark an einen bekannten Roman. ich war neugierig.

    Was passiert?

    Tadje, die Tochter des Kommisars arbeitet als Praktikantin in einem Hotel auf Hallig Westeroog. Dort gehen unheimliche Dinge vor sich. Eine unheimliche Gestalt setzt die wenigen Gäste des Hotels in Angst und Schrecken und eine Halloweenparty steht vor der Tür. Unterdessen muss Kommiar Thies Detlefsen den Mord an der Tante von Hauke Schröder und eine Einbruchserie in seinem Heimatort Federbüll aufklären,

    Wie hat es mir gefallen?

    Ich bin mir noch uneins. Die Geschichte ist skurril mit leichten Gruselelementen aber das Buch ist unterhaltsam geschrieben, und die Hommage an Stephen King und seine Romane sowie an das Horrorfilmgenre sind unüberlesbar. Man muss keinen Horrorfilm gesehen haben, (fast) jeder kennt die Figuren die als Protagonisten agiren. Lediglich die Namen wurden *eingedeutscht*.
    Man muss den Humor mögen, er ist typisch norddeutsch, trocken[/QUOTE]



    Viele Grüße
    Nightwish
    Nichts ist für immer, nur der Moment zählt ganz allein!unheilig

  3. #193
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 13 - Ein Buch, das dir empfohlen wurde

    Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt uns in den Wahnsinn. Das Geschwisterbuch - Danielle Graf und Katja Seide

    Warum dieses Buch?

    Das Buch wurde mir von einer befreundeten Mutter empfohlen. Ich habe das Vorgängerbuch auch gelesen und fand es ganz interessant, also habe ich mir dieses aus der Bibliothek geliehen.

    Was passiert?

    Es ist ein Sachbuch, bzw. ein klassischer Ratgeber. Es fängt an mit der Überlegung, wann der richtige Zeitpunkt für ein zweites Kind ist (sie empfehlen aus evolutionärer, menschheitsgeschichtlicher Sicht den Zeitpunkt, wenn das erste Kind im Grundschulalter ist, das fand ich echt krass), wie man ein Kind auf ein Geschwisterchen vorbereitet, wie man die Beziehungen zwischen Geschwistern stärkt, was man bei Streit zwischen Geschwistern tun soll, bis hin zu dem Punkt, was zu tun ist, wenn das Geschwisterverhältnis so schlecht ist, das man von Mobbing sprechen muss. Es gibt diverse Fallbeispiele im Buch.

    Wie hat es mir gefallen?

    Ganz gut. Es waren aus meiner Sicht viele Punkte drin, über die ich noch nie nachgedacht habe. Ich habe lange überlegt, wie ich in meinem Kopf die Essenz aus dem Buch formulieren kann und bin ein bisschen zu dem Schluss gekommen, dass man sich als Elternteil bewusst sein muss, dass man einem älteren Kind mit einem Geschwisterchen zunächst erstmal keinen Gefallen tut (im Buch sprechen sie sogar von "antun" und vergleichen die Situation des ersten Kindes mit schlimmem Liebeskummer). Das bedeutet nicht, dass man kein zweites Kind kriegen sollte oder ein schlechtes Gewissen haben muss (wenn die Kinder größer sind, kann es toll sein, Geschwister zu haben), aber in dem man sich bewusst macht, was das für das größere Kind bedeutet, kann man angemessener auf seine Gefühle und sein Verhalten reagieren. (Die Autorinnen haben übrigens beide selbst mehrere Kinder)

    Im Kapitel über Geschwistermobbing war ich tatsächlich ein wenig entsetzt, was für ein Ausmaß Streit zwischen Geschwistern annehmen kann. Das Kapitel hat mir insgesamt auch nicht sehr gut gefallen, weil die Tipps, wie damit umzugehen ist, schon sehr krass? hart? extrem? sind und ich niemandem guten Gewissens raten würde, diese umzusetzen, ohne die Situationen vorher mit Fachleuten besprochen zu haben.
    Insgesamt bleibt das Buch aber recht lehrreich und interessant.
    Schwanette (09/18)

  4. #194
    Valrhona ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 5 - Ein Buch mit einer Frage im Titel

    Warum hat das Unglück mehr Phantasie als das Glück? - Sven Michaelsen

    Warum dieses Buch?

    Es war nicht leicht, überhaupt Bücher mit einer Frage im Titel zu ergooglen, besonders viele habe ich nicht gefunden. Von allen erschien mir dieses hier am interessantesten.

    Was passiert?

    Nichts. Das Buch ist kein Roman, sondern tatsächlich nur eine Ansammlung von 800 Fragen (auch ohne jegliche Kommentare dazu), die einen zum nachdenken anregen sollen. Eigentlich ist es nicht zum so durchlesen gedacht, ich habe es für die Lesechallenge trotzdem getan. Hat nur ne halbe Stunde gedauert.

    Wie hat es mir gefallen?

    Irgendwie gemischt. Viele Fragen sind ein bisschen trivial und dass es dazu keinerlei Kommentare gibt, führt mich zu der Frage, ob das Buch sein Geld wirklich wert ist (bzw. wie einfach sich Geld verdienen lässt, wenn man die richtige Idee hat).

    Einige Fragen sind aber auch wirklich interessant. Ich finde allerdings, dass auch die für einen alleine nicht so viel wert sind, sondern am besten mit anderen diskutiert werden sollten, was ich bei Gelegenheit tun werde.

    Für alle, die Lust zum denken und auf Beispiele haben, hier schnell meine Lieblingsfragen (zumindest die, die ich noch behalten habe):

    Macht Leid egoistisch oder fördert es Empathie?

    Wünschen Sie Ihren Kindern ihr Leben?

    Kennt man jemanden nur dann wirklich, wenn man seine Kindheit kennt?

    Stärkt die Lektüre kluger Bücher durch Einsichten oder schwächt sie, in dem sie Selbstzweifel sät?

    Werden Sie zu den Verlierern zählen, wenn die Welt gerechter wird?

    Was ist von Reisegruppen in Prag zu halten, die Kafkas Lebensstationen mit dem Segway abfahren?
    Schwanette (09/18)

  5. #195
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 18 - Ein Buch, dass du dir ausgeliehen hast

    Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte - Jonas Jonasson


    Warum dieses Buch?

    Eigentlich passt die Hälfte aller Bücher in diese Kategorie, weil meine Mama und ich einen ähnlichen Büchergeschmack haben und sie viele Bücher kauft, die ich mir dann leihe. So auch, das langerwartete, neue Buch von Jonas Jonasson.

    Was passiert?

    Das kann man nicht in wenigen Worten erklären, da in dem Buch mehrere Handlungsstränge zusammen geführt werden und im Prinzip sogar die Hauptperson zwischendurch wechselt. Ein schwedischer Junge, ein Medizinmann, ein skrupelloser, geldgieriger Typ, eine schüchterne Frau und ein sympathischer Start-up-Besitzer spielen eine Rolle. Und Rache.

    Wie hat es mir gefallen?

    Sehr, sehr gut. Ich liebe es, wie Jonasson es schafft, die skurrilsten und verrücktesten Ideen in seinen Büchern zu verarbeiten, immer knapp so, dass es noch nicht albern und unglaubwürdig wirkt. Ein wirklich witziges Buch.
    Schwanette (09/18)

  6. #196
    Avatar von nightwish
    nightwish ist offline Ich bin schuld!

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 14 - Ein Buch mit gründem Cover

    Oliver Pötsch Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

    Warum dieses Buch?

    Weil schon Die Henkerstochter spannend zu lesen war

    Was passiert?

    Sommer 1679. Die Pest, die bereits in Wien wütet, breitet sich in Bayern aus. Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl wird von seinem Freund, dem Kaufbeurer Scharfrichter aufgesucht, der kurz darauf zusammenbricht. Bevor er stirbt, flüstert er Jakob Kuisl noch ein paar rätselhafte Worte ins Ohr: Kuisl muss Kaufbeuren retten, ein schwarzer Reiter spielt dort mit seiner Pfeife zum Tanz auf, der Mörder hat zwei Gesichter. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena geht Jakob Kuisl den geheimnisvollen Andeutungen nach. Deren älterster Sohn Peter, der im Gefolge des Kurfürsten nach Wien gereist ist und als Kurier einen (geheimen) Brief nach Kaufbeuren bringen soll wird vermisst. Ein gefährliches Unterfangen, denn zwischen dem Verschwinden von Peter und den Pesttoten scheint es einen Zusammenhang zu geben. Die Pest betrifft aber nur einen bestimmten Personenkreis und so stellt sich die Frage ob es nur Zufallsopfer sind oder ob ein Mörder sein perfides Spiel treibt.

    Wie hat es mir gefallen?

    sehr gut. Auch wenn ich kein großer Fan von Mittelalter/Historischen Romanen bin. Es ist nicht zwingend notwendig die vorherigen Bände zu kennen, aber es macht in gewisser Weise Sinn, denn die Figuren entwickeln sich weiter. Spannend geschrieben und die Idee das man die Pest als Mordwaffe nutzen könnte hat was. Historisch gut recherchiert. Man fühlt sich in diese Zeit versetzt. Bis zum Schluss wird man als Leser im unklaren gelassen. Der Schongauer Scharfrichter im Roman ist einer der Vorfahren des Autors um den er seit Jahren schon Geschichten erzählt.
    Auch wenn die Geschichte vor knapp 400 Jahren spielt weist sie erschreckende Parallelen zur aktuellen Coronapandemie und allem was damit einher geht auf.

    Wer historische Krimis mag, eine klare Kaufempfehlung.



    Viele Grüße
    Nightwish
    Nichts ist für immer, nur der Moment zählt ganz allein!unheilig

  7. #197
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 23 - Ein Buch außerhalb deiner Komfortzone

    Ein Sonntag mit Elena - Fabio Geda


    Warum dieses Buch?

    Weiß ich eigentlich auch nicht so genau. Ich war in einer Buchhandlung und habe unter den Liebes- und Familienromanen ein Buch außerhalb meiner Komfortzone gesucht und dann irgendwie das gekauft.

    Was passiert?

    Ein Witwer hat seine Tochter zum Sonntagsessen eingeladen und diese sagt kurzfristig ab. Er geht daraufhin in einem Park spazieren und lernt eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Sohn kennen und läd die beiden kurzerhand zum Essen ein.
    Erzählt wird die Geschichte von seiner zweiten Tochter. Der zweite Erzählungsstrang handelt von dieser zweiten Tochter und wie sie ihrerseits einen Witwer in einem Café kennen lernt. Am Ende sind beide Erzählungen auf etwas unklareweise miteinander verwoben.

    Wie hat es mir gefallen?

    Mittelmäßig. Es ist kein besonders langes Buch, trotzdem habe ich über 2 Monate dafür gebraucht, weil ich zwischendurch immer wieder lieber was anderes gelesen habe. Es war erst sehr langatmig, erst ab ungefähr der Hälfte war klar, worum es gehen soll. Ansonsten ist es noch recht deprimierend. Irgendwie sind wir alle einsam, dann verbringen wir einen kleinen Teil unseres Lebens mit anderen Leuten und sind dabei ja doch irgendwie mit uns selbst alleine, dann gehenn alle ihrer Wege und wir sind wieder einsam und am Ende sterben wir. Nicht unbedingt meine Haltung zum Leben.
    Schwanette (09/18)

  8. #198
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 25 - Ein ebook

    Die Vernachlässigung der Vernachlässigung - Claudia Piel


    Warum dieses Buch?

    Ich habe einen ebook-Reader, lese damit aber nicht gerne und er war seit sicher 3 Jahren nicht mehr an. Ich hatte auch keine große Lust, ihn wieder zum Leben zu erwecken und mir ein ebook auszuleihen oder zu kaufen. Zum Glück muss ich beruflich viel lesen und habe im Büro in den letzten Wochen mehrer Bücher oder Kapitel am Computer gelesen. Unter anderem auch dieses hier. Es handelt sich um eine veröffentlichte Abschlussarbeit.

    Was passiert?

    (Emotionale) Vernachlässigung ist die häufigste Form der Kindeswohlgefährdung, aber auch die, die am seltensten entdeckt und gegen die am wenigsten oft etwas unternommen wird. Dabei sind die emotionalen Folgen genau so gravierend wie die von körperlicher Misshandlung und die Betroffenen auch im Erwachsenenalter beeinträchtigt.
    Diese Buch fasst die Formen von emotionaler Vernachlässigung und die Folgen zusammen und berichtet davon, wie vernachlässigt das Thema Vernachlässigung ist.

    Wie hat es mir gefallen?

    Ganz gut. Es ist nicht besonders tiefgreifend oder weitführend, aber es bietet einen ersten, schnellen Überblick über das Thema.
    Schwanette (09/18)

  9. #199
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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 2 - Ein Buch, das du schon lange besitzt, aber noch nie gelesen hast

    Die Erfindung des Lebens - Hanns-Josef Ortheil


    Warum dieses Buch?

    Erstmal gibt es nicht all zu viele Bücher, die ich schon lange besitze, aber noch nie gelesen habe, daher war die Auswahl nicht groß. "Die Erfindung des Lebens" ist ein in großen Teilen autobiographischer Roman eines Professors an der Universität, an der ich studiert habe. Das Buch wurde mir während des Studiums geschenkt und empfohlen (ich glaube, es ist in den Jahren irgendwann erschienen), weil es sprachlich so toll ist, ich bin damals aber nicht dazu gekommen, es zu lesen. Ende November wurde es mir von jemand anderem (der nicht wusste, dass ich es besitze) dringend empfohlen, dieses Mal wegen des Inhalts, und darauf habe ich es gelesen.

    Was passiert?

    Es geht zur einen Hälfte um die (wahre) Geschichte der Kindheit von Hanns-Josef Ortheil, der mit einer stummen Mutter aufwächst, daraufhin selbst mit 3 Jahren aufhört zu sprechen und erst im Grundschulalter von seinem Vater wieder zum sprechen gebracht werden kann, auch seine Mutter beginnt dann wieder zu sprechen. Eine große Rolle spielt dabei klassische Musik und das Klavierspiel, in dem er so gut ist, dass ihm eine große Karriere als Pianist bevorsteht, bis er mit Anfang 20 verletzungsbedingt das Klavierspielen aufgeben muss.

    Als Jugendlicher verbringt er einige unglückliche Jahre in einem Internat, während dieser Zeit kann er aber immerhin mit Hilfe eines Onkels heraus finden, dass seine Mutter stumm geworden ist, weil sie in der Zeit vor seiner Geburt bereits 4 Söhne verloren hat (einen als Säugling, einen als Kleinkind, 2 sind kurz vor oder während der Geburt gestorben). Aus diversen Interviews ist bekannt, dass sich dieses wirklich so ereignet hat und ich fand es beim Lesen einfach nur unvorstellbar schrecklich.

    Nach seinem Schulabschluss verbringt er einige Jahre in Rom, um Pianist zu werden und diese Zeit wird zur glücklichen seines bisherigen Lebens. In Rom spielt auch eine zweite Erzähllinie. Zwischendurch berichtet der Autor immer wieder aus heutiger Sicht über den Schreibprozess am Buch, für den er nach Rom zurückggekehrt ist. An dieser Linie ist vermutlich einiges fiktiv.

    Die Moral von dem Buch ist wohl, dass man seine Kindheit nie ganz hinter sich lassen kann und sie einen immer begleitet, sowie dass man nur mit sich selbst glücklich werden kann und sein Glück nicht von anderen abhängig machen sollte.

    Wie hat es mir gefallen?

    Sehr, sehr gut. Sowohl die Geschichte hat mir gut gefallen, ich war ständig gespannt, was als nächstes passieren würde. Auch sprachlich hat es mich begeistert, ich denke, ich werde mehr Bücher von dem Autor lesen.



    Damit bin ich fertig und habe zu jeder Kategorie ein Buch gelesen.
    Schwanette (09/18)

  10. #200
    Polly_Schlottermotz ist offline Sonnenstrahlen

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    Standard Re: Reading Challenge 2020 - der Wettbewerbsthread

    Kategorie 20: ein Buch aus dem vergangenen Jahrzehnt (2010 bis 2019)

    „Herkunft“ von Saša Stanišić

    Warum dieses Buch?
    Um Stanišić kommt man ja irgendwie nicht mehr herum, er ist seit Jahren Stammgast im Feuilleton der großen Zeitungen. Und da er nun auch noch den deutschen Buchpreis 2019 erhalten hat und ich als Germanistin und Deutschlehrerin an mich selbst den Anspruch habe, einigermaßen am Ball zu bleiben, war es an der Zeit, etwas von ihm zu lesen.
    Erwähnenswert ist vielleicht, dass ich mir das seit Jahren vornehme, mich sein Schreibstil aber bisher nicht ansprach, sodass ich jedes seiner Werke nach Lesen der Klappentexte und Hineinblättern in der Buchhandlung beließ.
    Aber nun bekommt „Herkunft“ seine Chance, wenn mir der Weihnachtsmann den Roman schon unter den Weihnachtsbaum gelegt hat.

    Worum geht’s?
    Laut Klappentext ist Herkunft ein „Buch über den ersten Zufall unserer Biografie: irgendwo geboren werden. Und was danch kommt.“
    Im Grunde ist es eine fiktionale Autobiografie des Autors, der als Kind (in Jugoslawien geboren) vom Balkan nach Deutschland flüchtete.

    Und wie war’s?
    Das Thema ist interessant, aber Stanišić selbst sagt in diesem Roman, dass seine Geschichten nicht seine wären, würde er nicht abschweifen. Und das tut er, immer und immer wieder und so stapelt er zig Geschichten auf- und ineinander. Diese Art und Weise des Erzählens gefällt mir, manchmal ist es aber auch zu viel des Guten. In irgendeinem Feuilleton-Artikel stand mal Collage, das trifft es gut.
    Was mir nicht gefällt, ist die Sprache des Autors. Einerseits ist sie schlicht, andererseits bemüht konstruiert und von Fremd- oder Fachwörtern gespickt – alles in allem irgendwie unrund und oft zu wenig spannend. Aber die Thematik fesselt und berührt.

    Gesamturteil:
    Lesenswert, aber kein literarischer Hochgenuss. Da mir Saša Stanišić aber grundsätzlich sympathisch ist und mich "Herkunft" sehr zum Nachdenken angeregt hat über die eigene Herkunft und was Herkunft eigentlich bedeutet, werde ich bestimmt demnächst noch einen Roman von ihm lesen.

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