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Thema: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

  1. #21
    Avatar von Francie
    Francie ist gerade online Herzchen

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Karla... Beitrag anzeigen
    Der Sohn einer Freundin ist seit dem Sommer auf dem Gymnasium. Dort fliegen ihm aber alle möglichen Sachen um die Ohren. LRS soll er haben (die haben einen speziell ausgebildeten Lehrer, der das gleich nach ein paar Wochen beanstandet hat), eine katastrophale Schrift hat er - ist kaum leserlich. Er kann seine eigene Schrift selbst kaum lesen. Aber auch alle Ordner sind nur halb geführt, er ordnet und heftet die Blätter nicht ab und schreibt Aufgabenstelungen nicht zu Ende auf.

    Meine Freundin hat ihn nun zu einer ausführlichen Diagnostik angemeldet, die aber erst Mitte des Jahres losgeht. Ich finde den Jungen auch unglaublich unkonzentriert, er windet sich aus jeder Situation, in der er sich konzentrieren soll. Geht wohl auch häufig auf Toilette, in der Schule, um dem Unterricht zu entgehen.

    Außer ihm zu helfen, seine Ordner im Nachhinein zu ordnen und Gespräche mit der Schule zu führen, fällt mir auch nicht viel ein. Was würdet ihr da noch raten?
    Was willst du da als Außenstehende machen? Die Mutter hat ja schon Rat bekommen, tätig werden muss sie. Was willst du da raten? Händi-Nutzung reglementieren? Ordner führen? Beim Ordnung halten unterstützen? Jetzt hat es ja grade Halbjahreszeugnisse gegeben, dazu gibt es ja auch einen Elternsprechtag, war die Mutter da? Dann hat sie das alles mit Sicherheit gehört. Hör deiner Freundin zu, mach ihr Mut, dass es (vielleicht) besser wird.
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    Ich glaube nicht an den Fortschritt,
    sondern an die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit.
    Oscar Wilde

  2. #22

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Wenn das Kind kooperativ ist, die verschiedenen Möglichkeiten an Ordnungssystemen anschauen und schauen, was für das Kind am Besten passt und das dann auch regelmäßig gemeinsam mit dem Kind durchschauen.

    Mein Sohn war ja auch so ein Chaoskind. In kooperativen Phasen haben wir täglich am Abend gemeinsam durchgeschaut, welche Fächer er an dem Tag hatte, er hat alles eingeordnet, Hausübungen erledigt, etc. Das hat gut funktioniert und hat sich langsam von Unterstützung bis hin zu nur noch einen Blick drauf werfen bzw. abfragen, ob alles erledigt ist, gebessert.

    In nichtkooperativen Phasen habe ich versucht Schularbeitstermine im Blick zu haben und danach halt wieder geholfen das Chaos zu beseitigen.
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  3. #23
    Gast Gast

    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Karla... Beitrag anzeigen
    Der Sohn einer Freundin ist seit dem Sommer auf dem Gymnasium. Dort fliegen ihm aber alle möglichen Sachen um die Ohren. LRS soll er haben (die haben einen speziell ausgebildeten Lehrer, der das gleich nach ein paar Wochen beanstandet hat), eine katastrophale Schrift hat er - ist kaum leserlich. Er kann seine eigene Schrift selbst kaum lesen. Aber auch alle Ordner sind nur halb geführt, er ordnet und heftet die Blätter nicht ab und schreibt Aufgabenstelungen nicht zu Ende auf.

    Meine Freundin hat ihn nun zu einer ausführlichen Diagnostik angemeldet, die aber erst Mitte des Jahres losgeht. Ich finde den Jungen auch unglaublich unkonzentriert, er windet sich aus jeder Situation, in der er sich konzentrieren soll. Geht wohl auch häufig auf Toilette, in der Schule, um dem Unterricht zu entgehen.

    Außer ihm zu helfen, seine Ordner im Nachhinein zu ordnen und Gespräche mit der Schule zu führen, fällt mir auch nicht viel ein. Was würdet ihr da noch raten?
    Hört sich bisschen so an wie bei Nr. 1, nur dass Nr. 1 alle Unterlagen, auch die Aufgabenstellungen, fast immer dabei hatte oder zumindest herausfinden konnte, zur Not per Anruf bei Klassenkameraden. Ich habe beim Ordnen geholfen, die Hausaufgaben meistens kontrolliert, und mich von den Elterngesprächen nicht verrückt machen lassen. Die Schule hat einen Rechtschreibförderkurs angeboten, den er ab dem 6. Schuljahr besuchen konnte (weil die Plätze im 5. Schuljahr nicht für alle Schüler mit Bedarf gereicht hatten). Heute ist die Schrift immer noch schwer lesbar (die Lehrer kriegen das aber besser hin als ich), die Rechtschreibung einigermaßen akzeptabel und nächstes Jahr wird der Knabe aller Voraussicht nach Abitur machen.

    Ich glaube im Nachhinein, die beste Hilfe für's Kind war tatsächlich, dass ich mich nicht habe verrückt machen lassen.

  4. #24
    Avatar von weberin1971
    weberin1971 ist offline Legende

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von -adalovelace- Beitrag anzeigen
    Was willst du denn als Mutter da machen? Wenn die neue Lehrerin der Meinung ist, daß eben bislang Lesen und Schreiben völlig falsch unterrichtet wurde und sie macht das jetzt richtig, dann ist es meiner Erfahrung nach nicht möglich, da irgendwas dran zu ändern, außer dem Kind zu helfen, daß es damit irgendwie zurecht kommt.

    Ich gebe zu, aus aktuellem Anlass triggert mich die Frage ein wenig...
    Das mit dem triggern tut mir leid... Ich denke, dass ich nach dem 2. KL- und Methodenwechsel persönlich bei der Schulleitung auf der Matte gestanden hätte - und ich hätte ernsthaft über einen Schulwechsel nachgedacht, wenn dieses Gespräch nicht gut gelaufen wäre. Eine neue Lehrerin sollte schon da anknüpfen, wo die andere aufgehört hat. Und es gibt ja eigentlich auch so etwas wie schulinterne Leitlinien in den Hauptfächern und den Lernmethoden. Das jede Lehrpersönlichkeit noch mal anders ist, haben wir ja auch erfahren - aber bei uns war zumindest die 1. Halbzeit brillant. Der Trainerwechsel war da nicht soooo super - aber okay, zumindest für die leistungsstarken Schüler, für die schwächeren wäre die erste Lehrkraft die wesentlich bessere gewesen.

    Das ist so tragisch: gute Kinder überleben auch eine schlechte Grundschulzeit - Kinder, die etwas mehr Motivation und Leitung und Leistung brauchen, tuen sich leider schwer damit. Ich finde, dass ist ein ganz schlimmes strukturelles Problem. Und so lange die Grundschullehrkräfte nicht gleich bezahlt werden und jeder Hanswurst bei den "Kleinen" anheuern darf um Lücken zu füllen, ist das fatal und führt zu solch fraktionierten Grundschulkarrieren.
    Homeoffice-Hund

  5. #25
    Avatar von weberin1971
    weberin1971 ist offline Legende

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich glaube im Nachhinein, die beste Hilfe für's Kind war tatsächlich, dass ich mich nicht habe verrückt machen lassen.
    So denke ich eigentlich auch - aber da wird ja mehr gemacht als schulinterne Förderung, da wird ja eine ausführliche Diagnostik angeschoben und da stellt sich dann schon die Frage, was da für Erwartungen dran geknüpft sind und ob es an dem Jungen liegt oder doch eher an seinen Vorerfahrungen.
    Homeoffice-Hund

  6. #26
    Avatar von Karla...
    Karla... ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Francie Beitrag anzeigen
    Was willst du da als Außenstehende machen? Die Mutter hat ja schon Rat bekommen, tätig werden muss sie. Was willst du da raten? Händi-Nutzung reglementieren? Ordner führen? Beim Ordnung halten unterstützen? Jetzt hat es ja grade Halbjahreszeugnisse gegeben, dazu gibt es ja auch einen Elternsprechtag, war die Mutter da? Dann hat sie das alles mit Sicherheit gehört. Hör deiner Freundin zu, mach ihr Mut, dass es (vielleicht) besser wird.
    Ich will gar nichts machen. Die Mutter sucht nach Dingen, die sie unterstützend tun kann, weil die Diagnostik ja noch kommt und der Sohn aber zunehmend die Lust an der Schule verliert. Was natürlich gerade in Klasse 5 blöd ist. Ich höre zu, rede mit ihr und denke auch nach, wie man ihm ein bisschen helfen kann. Genau das hat mich angetrieben, mal hier zu fragen.

  7. #27
    Avatar von Karla...
    Karla... ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von weberin1971 Beitrag anzeigen
    So denke ich eigentlich auch - aber da wird ja mehr gemacht als schulinterne Förderung, da wird ja eine ausführliche Diagnostik angeschoben und da stellt sich dann schon die Frage, was da für Erwartungen dran geknüpft sind und ob es an dem Jungen liegt oder doch eher an seinen Vorerfahrungen.
    Genau das ist die Frage. Hat er irgendwas, das man diagnostizieren kann oder hat er „Grundschule“.

  8. #28
    Avatar von Karla...
    Karla... ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Hört sich bisschen so an wie bei Nr. 1, nur dass Nr. 1 alle Unterlagen, auch die Aufgabenstellungen, fast immer dabei hatte oder zumindest herausfinden konnte, zur Not per Anruf bei Klassenkameraden. Ich habe beim Ordnen geholfen, die Hausaufgaben meistens kontrolliert, und mich von den Elterngesprächen nicht verrückt machen lassen. Die Schule hat einen Rechtschreibförderkurs angeboten, den er ab dem 6. Schuljahr besuchen konnte (weil die Plätze im 5. Schuljahr nicht für alle Schüler mit Bedarf gereicht hatten). Heute ist die Schrift immer noch schwer lesbar (die Lehrer kriegen das aber besser hin als ich), die Rechtschreibung einigermaßen akzeptabel und nächstes Jahr wird der Knabe aller Voraussicht nach Abitur machen.

    Ich glaube im Nachhinein, die beste Hilfe für's Kind war tatsächlich, dass ich mich nicht habe verrückt machen lassen.
    Das glaube ich auch, dass es gut ist, da erst mal ruhig zu bleiben. Aber die Schule macht hier wohl Druck und der Junge reagiert drauf, indem er immer weniger Lust hat.

  9. #29
    Avatar von Sommerschnee
    Sommerschnee ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Karla... Beitrag anzeigen
    Das glaube ich auch, dass es gut ist, da erst mal ruhig zu bleiben. Aber die Schule macht hier wohl Druck und der Junge reagiert drauf, indem er immer weniger Lust hat.
    Und da greift wieder Rat Nr. 1, den ich geschrieben habe und den du nicht hören möchtest.

    Post #6:

    Sommerschnee: Lass die Mutter des Jungens machen. Sie hat offensichtlich Hilfe und Beratung von mehreren Seiten. Je mehr Leute reinpfuschen, desto unübersichtlicher wirds für den Jungen.

    Akzeptiere ihn wie er ist, auch wenn du ihn als "unglaublich unkonzentriert" empfindest oder der Meinung ibst, dass er sich aus jeder Situation herauswindet. Das geht dich nichts an. Er hat mehr davon, wenn er akzeptiert wird und professionelle Hilfe bekommt.
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    Ätsch!

  10. #30
    Avatar von Francie
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    Standard Re: Habt ihr Tipps, wie man da fördern/ unterstützen kann?

    Zitat Zitat von Karla... Beitrag anzeigen
    Ich will gar nichts machen. Die Mutter sucht nach Dingen, die sie unterstützend tun kann, weil die Diagnostik ja noch kommt und der Sohn aber zunehmend die Lust an der Schule verliert. Was natürlich gerade in Klasse 5 blöd ist. Ich höre zu, rede mit ihr und denke auch nach, wie man ihm ein bisschen helfen kann. Genau das hat mich angetrieben, mal hier zu fragen.
    Es war doch grade Elternsprechtag, was sagt die Lehrkraft? Ich denke, dass die Mutter ausreichend Denkanstösse bekommen hat, jetzt ist es an ihr diese umzusetzten. Viel Rat hilft nicht immer viel.
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    sondern an die Beharrlichkeit der menschlichen Dummheit.
    Oscar Wilde

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