Seite 17 von 32 ErsteErste ... 7151617181927 ... LetzteLetzte
Ergebnis 161 bis 170 von 311
Like Tree199gefällt dies

Thema: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

  1. #161
    Avatar von DasUpfel
    DasUpfel ist gerade online Indoor-Germanin

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von gurkentruppe Beitrag anzeigen
    Wir reden hier aber auch über Oberstufe. Nicht über Klasse 7.
    Ja, und?
    Ich kenne aus meiner Schulzeit (und aus der meiner Kinder) durchaus Aussagen wie 'was willst du denn noch hier?' oder 'niemand zwingt dich, diese Schule zu besuchen'. Aber sinngemäß 'geh weg, ich will dich hier nicht' zu sagen geht einfach zu weit. In jedem Alter.

    Ein Direktor, der so etwas zu einem Schüler sagt, muss entweder sehr unverschämt oder sehr verzweifelt sein.
    Gast, majathebookworm und viola5 gefällt dies.

  2. #162
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    Das halte ich für den absolut katastrophalen Ansatz. Das bedeutet, dass entweder ein Arzt ein Attest mit gefälschter Diagnose schreiben muss oder ein Arzt eine echte, für das weitere Erwerbsleben infauste Prognose in ein Attest, ein offizielles Dokument, schreibt. Dieses Attest wird in Kopien im Öffentlichen Dienst immer wieder auftauchen, bei der Agentur für Arbeit, die damit Maßnahmen an die Rentenversicherung schiebt (ist ja krankheitsbedingt, das Problem), bei der Rentenversicherung mit folgerichtig der Ankündigung der Finanzierung einer Maßnahme an einer Werkstatt für Angepasste Arbeit auf dem Zweiten Arbeitsmarkt... und aus. Auf dieser Schiene möchtest du den Sohn wirklich nur dann haben, wenn es auch aus deiner Sicht das absolute Maximum ist, was er erreichen kann, und nicht mehr.
    wie kommst Du auf ein solches Horroszenario?
    SofieAmundsen gefällt dies

  3. #163
    justme ist offline Poweruser

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    wie kommst Du auf ein solches Horroszenario?
    Weil im Öffentlichen Dienst untereinander Unterlagen angefordert und ausgetauscht werden, also zwischen Gesundheitsamt (ist für die Schulen zuständig), Agentur für Arbeit, Rentenversicherung und Medizinischem Dienst der Krankenkassen. Und die Akten des Öffentlichen Dienstes sind vielfältig und langlebig und inzwischen digitalisiert, da werden solche Atteste mit weitreichender Auswirkung - Freistellung von der Schulpflicht! - lebenslang gespeichert. Da möchtest du keine Diagnose drin haben, von der du nicht sicher bist, dass du mit der für dein restliches Erwerbsleben umgehen kannst.
    justme

  4. #164
    Avatar von DasUpfel
    DasUpfel ist gerade online Indoor-Germanin

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    Nein, nicht egal, ich denke, das ist genau der richtige Weg.
    So ist es, und dann soll er in die Schule gehen und sehen, was er reißen / beweisen kann in den nächsten vier Monaten.

    Das halte ich für den absolut katastrophalen Ansatz. Das bedeutet, dass entweder ein Arzt ein Attest mit gefälschter Diagnose schreiben muss oder ein Arzt eine echte, für das weitere Erwerbsleben infauste Prognose in ein Attest, ein offizielles Dokument, schreibt. Dieses Attest wird in Kopien im Öffentlichen Dienst immer wieder auftauchen, bei der Agentur für Arbeit, die damit Maßnahmen an die Rentenversicherung schiebt (ist ja krankheitsbedingt, das Problem), bei der Rentenversicherung mit folgerichtig der Ankündigung der Finanzierung einer Maßnahme an einer Werkstatt für Angepasste Arbeit auf dem Zweiten Arbeitsmarkt... und aus. Auf dieser Schiene möchtest du den Sohn wirklich nur dann haben, wenn es auch aus deiner Sicht das absolute Maximum ist, was er erreichen kann, und nicht mehr.
    Welche Diagnose oder Prognose meinst du?

    Ich dachte eher an die Depression, die in den Raum geworfen wurde. Er wäre auch nicht der erste Schüler, der infolge Mobbings (und das Verhalten der Schule scheint mir stark in die Richtung zu gehen) vom Schulbesuch befreit ist.
    Wenn er die Schule noch besucht, aber sozusagen 'krankgeschrieben' ist, ist die Agentur für Arbeit doch außen vor
    Gast und Klopferline gefällt dies.

  5. #165
    Avatar von Makaria.
    Makaria. ist offline Poweruser

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    ...

    Das halte ich für den absolut katastrophalen Ansatz. Das bedeutet, dass entweder ein Arzt ein Attest mit gefälschter Diagnose schreiben muss oder ein Arzt eine echte, für das weitere Erwerbsleben infauste Prognose in ein Attest, ein offizielles Dokument, schreibt. Dieses Attest wird in Kopien im Öffentlichen Dienst immer wieder auftauchen, bei der Agentur für Arbeit, die damit Maßnahmen an die Rentenversicherung schiebt (ist ja krankheitsbedingt, das Problem), bei der Rentenversicherung mit folgerichtig der Ankündigung der Finanzierung einer Maßnahme an einer Werkstatt für Angepasste Arbeit auf dem Zweiten Arbeitsmarkt... und aus. Auf dieser Schiene möchtest du den Sohn wirklich nur dann haben, wenn es auch aus deiner Sicht das absolute Maximum ist, was er erreichen kann, und nicht mehr.
    Wie kommst Du denn auf so einen Unfug?
    Meinst Du ernsthaft, sämtliche Jugendlichen, die wegen Depression o.ä. mal in Behandlung sind kommen anschließend nur noch für Arbeit in einer Werkstatt für psychisch Kranke in Frage?

    Ich kenne viele, die ihren Weg erfolgreich mit Ausbildung/Studium und selbstverständlich Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gehen und gegangen sind, auch wenn mal eine Episode einer psychischen Erkrankung vorlag - vorausgesetzt, die wurde gut behandelt und ist abgeklungen.
    Gast, Klopferline, nykaenen88 und 2 anderen gefällt dies.

  6. #166
    Avatar von DasUpfel
    DasUpfel ist gerade online Indoor-Germanin

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    Weil im Öffentlichen Dienst untereinander Unterlagen angefordert und ausgetauscht werden, also zwischen Gesundheitsamt (ist für die Schulen zuständig), Agentur für Arbeit, Rentenversicherung und Medizinischem Dienst der Krankenkassen. Und die Akten des Öffentlichen Dienstes sind vielfältig und langlebig und inzwischen digitalisiert, da werden solche Atteste mit weitreichender Auswirkung - Freistellung von der Schulpflicht! - lebenslang gespeichert. Da möchtest du keine Diagnose drin haben, von der du nicht sicher bist, dass du mit der für dein restliches Erwerbsleben umgehen kannst.
    Das meinte ich gar nicht. Ich meinte eine Krankschreibung.
    Klopferline gefällt dies

  7. #167
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von Makaria. Beitrag anzeigen
    Wie kommst Du denn auf so einen Unfug?
    Meinst Du ernsthaft, sämtliche Jugendlichen, die wegen Depression o.ä. mal in Behandlung sind kommen anschließend nur noch für Arbeit in einer Werkstatt für psychisch Kranke in Frage?

    Ich kenne viele, die ihren Weg erfolgreich mit Ausbildung/Studium und selbstverständlich Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt gehen und gegangen sind, auch wenn mal eine Episode einer psychischen Erkrankung vorlag - vorausgesetzt, die wurde gut behandelt und ist abgeklungen.
    danke, daß Du das klarstellst.

  8. #168
    Gast Gast

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    Weil im Öffentlichen Dienst untereinander Unterlagen angefordert und ausgetauscht werden, also zwischen Gesundheitsamt (ist für die Schulen zuständig), Agentur für Arbeit, Rentenversicherung und Medizinischem Dienst der Krankenkassen. Und die Akten des Öffentlichen Dienstes sind vielfältig und langlebig und inzwischen digitalisiert, da werden solche Atteste mit weitreichender Auswirkung - Freistellung von der Schulpflicht! - lebenslang gespeichert. Da möchtest du keine Diagnose drin haben, von der du nicht sicher bist, dass du mit der für dein restliches Erwerbsleben umgehen kannst.
    Naja, auch im ÖD gibt's Datenschutz und die Pflicht sowas zu löschen.

    Und dass ein Attest jetzt den späteren Werdegang verbaut, wage ich zu bezweifeln.
    Das wäre ja ganz großes Kino, wenn das so wäre.
    SofieAmundsen und viola5 gefällt dies.

  9. #169
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von gurkentruppe Beitrag anzeigen
    Ein anderes Gymnasium ist nicht verpflichtet, ihn im laufenden Schuljahr noch aufzunehmen. Und weil ich es gerade erlebt habe: Gymnasien kennen sich untereinander und kommunizieren auch miteinander. Die Lust einen Problemschüler aufzunehmen, ist nicht ausgeprägt. Muss man eben ganz objektiv sehen.

    Und bei allem verständlichen Ärger aus Elternsicht: Alles hat zwei Seiten und ich vermute mit dem Jungen ist mehr als einmal geredet worden. Es sind wahrscheinlich mehr als einmal, Angebote zur Hilfe gemacht worden. Jetzt ist er 17 Jahre und Oberstufe. Irgendwann ist einfach der Punkt erreicht, wo von einer Schule keine Unterstützung mehr kommt. Kenne ich auch von anderen Jugendlichen. Ist halt nicht schön und Jugendliche unterschätzen oft zu lange das Problem, das sie da aufgetürmt haben.
    Naja, die Schule ist schlicht in der Pflicht, den Schüler bis Schuljahresende zu beschulen. Bei zu vielen unentschuldigten Fehlstunden könnten sie ihn theoretisch entlassen - wenn vorher aber keine Androhung erfolgte, ist das bei einem minderjährigen und noch schulpflichtigen Schüler problematisch.
    Schön wäre es natürlich, wenn die Schule (res. der/die Verantwortliche für Studien- und Berufswahlkoordination) Alternativen aufzeigte, wie z.B. den Besuch einer FOS oder eine schulische Ausbildung an einem BK, Hinweise und Kontaktdaten für ein FSJ, Hinweise auf Ausbildungsbörsen etc.pp.
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #170
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von justme Beitrag anzeigen
    Nein, nicht egal, ich denke, das ist genau der richtige Weg.
    So ist es, und dann soll er in die Schule gehen und sehen, was er reißen / beweisen kann in den nächsten vier Monaten.

    Das halte ich für den absolut katastrophalen Ansatz. Das bedeutet, dass entweder ein Arzt ein Attest mit gefälschter Diagnose schreiben muss oder ein Arzt eine echte, für das weitere Erwerbsleben infauste Prognose in ein Attest, ein offizielles Dokument, schreibt. Dieses Attest wird in Kopien im Öffentlichen Dienst immer wieder auftauchen, bei der Agentur für Arbeit, die damit Maßnahmen an die Rentenversicherung schiebt (ist ja krankheitsbedingt, das Problem), bei der Rentenversicherung mit folgerichtig der Ankündigung der Finanzierung einer Maßnahme an einer Werkstatt für Angepasste Arbeit auf dem Zweiten Arbeitsmarkt... und aus. Auf dieser Schiene möchtest du den Sohn wirklich nur dann haben, wenn es auch aus deiner Sicht das absolute Maximum ist, was er erreichen kann, und nicht mehr.
    Wat? Ein Attest/AU mit einer Diagnose geht nur an die Krankenkasse. Das erfährt doch ansonsten kein Mensch.
    Liebe Grüße

    Sofie

Seite 17 von 32 ErsteErste ... 7151617181927 ... LetzteLetzte
>
close