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Thema: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

  1. #81
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Abwegig? Ich weiß es nicht. Es war damit halt keinerlei Lösung mehr im Vordergrund, sondern nur eine eventuelle Diagnose.
    Na ja, es kann durchaus teil der Lösung sein, Hindernisse zu beseitigen. Bei einer reaktiven Depression wäre eine Therapie das mittel der Wahl und da käme auch dieses Thema zur Sprache.
    Mit einer Depression (falls es eine wäre) ist es nahezu unmöglich solche grundlegenden Entscheidungen gut zu treffen, sich zu motivieren, sich zu interessieren.

  2. #82
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Ich meinte tatsächlich einen Therapeuten -und wollte dir mit der Bemerkung auch nicht zunahe treten!
    Soweit ich aus dem Organspendethread mitgenommen habe, bist du ja auch gesundheitlich angeschlagen und ihr habt als Familie viel mitgemacht. Da sind die Kräfte begrenzt.
    Noch ist er minderjährig, da ist vieles leichter zu bekommen.
    Und wenn er volljährig ist interessiert sich auch keiner mehr für ihn. Niemand, vor allen Dingen niemand, wenn er nicht selbst will. Da bist du als Mutter außen vor.
    Im Grunde genommen ist die Schulpflicht jetzt noch die Möglichkeit an gute Therapien zu kommen.

    Wenn sich die Situation so lange und so verfestigt hat, wie du schreibst und auch Sozialstunden nichts bringen -das ist schon ziemlich harter Tobak-, dann ist dir mit ein paar Tipps über Schulwechsel nicht geholfen. Ganz im Gegenteil vertändelt ihr die Zeit bis zur Volljährigkeit. Und das ist dann auch kein vorübergehendes "Nullbockproblem" eines Pubertisten mehr.
    Er hat schon ziemlich lange dicht gemacht.
    Ich habe einen Psychologen an der Hand. Sohn will davon nichts wissen.

    Das Angebot besteht von mir aus an ihn seit längerer Zeit.

    Klar macht er seit dem Tod meines Mannes total zu.....und ja, es gibt Aussagen von ihm...wie soll ich sagen.

    Beispiel: wenn ich ihn frage wo er sich in 10 Jahren sieht kommt von ihm ein schlaksiges : unter der Erde.

    Wenn ich das jetzt schreibe, liest sich das schon ernst.

  3. #83
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    Na ja, es kann durchaus teil der Lösung sein, Hind Seeernisse zu beseitigen. Bei einer reaktiven Depression wäre eine Therapie das mittel der Wahl und da käme auch dieses Thema zur Sprache.
    Was ist eine reaktive Depression?

  4. #84
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Was ist eine reaktive Depression?
    Eine depression ,die aufgrund eines aeusseren Ereignisses entstanden ist. Klassiker sind Tod eines nahen angehörigen oder mobbing.

  5. #85
    Avatar von Tibby33
    Tibby33 ist offline ...hoch am Wind

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Hallo Unsichtbar,

    was ist denn mit einem Freiwilligendienst? Den kann er machen, wenn er 12 Schuljahre herum hat (hat er das?). https://soziales.niedersachsen.de/st...chsen-271.html

    Bei Bekannten hat das gut funktioniert. Danach kam eine Lehre und jetzt holt der junge Mann gerade sein Fachabi nach.
    Fimbrethil und gurkentruppe gefällt dies.
    Beste Grüße von Tibby

  6. #86
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von sachensucher Beitrag anzeigen
    Eine depression ,die aufgrund eines aeusseren Ereignisses entstanden ist. Klassiker sind Tod eines nahen angehörigen oder mobbing.
    Ah okay, das würde ja hinkommen.
    Sohn sagt oft auch solche Dinge wie, dass Zukunftsplanung keinen Sinn macht, da morgen eh alles vorbei sein kann....wenn ich mir das jetzt so durch den Kopf gehen lassen.....ach shit.

  7. #87
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Ah okay, das würde ja hinkommen.
    Sohn sagt oft auch solche Dinge wie, dass Zukunftsplanung keinen Sinn macht, da morgen eh alles vorbei sein kann....wenn ich mir das jetzt so durch den Kopf gehen lassen.....ach shit.
    Ich kann es deinem Sohn nachfühlen.

    Ich war älter, als mein Vater sehr plötzlich gestorben ist (Mitte 20), kurz vorher hatte meine Mutter Brustkrebs.
    Nach dem Tod meines Vaters war ich einige Zeit sehr gut drauf, aber dabei völlig überdreht. Ich dachte, wenn ich das überstanden habe, überstehe ich alles. Ich saß noch grinsend auf der Beerdigung. Ich war extrem froh, dass mein Vater die kurze, aber sehr heftige Leidenszeit überstanden hatte, und - so merkwürdig es klingen mag - dass ich noch lebte.

    Aber danach - ich rede von einem Zeitraum von wenigen Wochen - veränderte sich mein Zustand.
    Mir wurde klar, wie schnell (m)ein Leben vorbei sein kann. Wie wichtig es ist, die Zeit zu nutzen und zu genießen.
    Ich sparte Zeit, um sie zu haben: Ich kaufte nur noch schwarze Klamotten, weil die sich alle kombinieren ließen. Ich hatte nur noch 3 Paar Schuhe (Winterschuhe, Halbschuhe, Sandalen) - musste ich nicht nachdenken. Haare: So kurz wie es nur geht, spart Zeit.
    Und dann saß ich da mit meiner gesparten Zeit und war traurig. Und konnte so gar nichts mit der Zeit anfangen.
    Und ich fühlte mich sehr schlecht, weil das meine wertvolle Lebenszeit war, die ich ja genießen oder wenigstens für was Sinnvolles nutzen sollte.

    Es hat viele Jahre gebraucht, bis ich das verarbeitet habe.
    Aufgrund meiner Ängste war ich immer mal wieder in Therapie, aber nach dem Tod meines Vaters konnte ich das nicht. Ich war mal nur kurz in einer Beratung, die Studierenden zustand.

    Dein Sohn ist vermutlich so erschüttert, wie ich es war. Und wenn auf einmal alles so unsicher ist - wofür sollte er sich dann anstrengen? Da lernt er, und dann ist er vielleicht übermorgen tot. Kein Sinn.
    Und wenn er in die Schule geht und keine Lust drauf hat - Vergeudung der Lebenszeit, die ja in jeder Sekunde vorbei sein kann.

    Dieser Verlust an Grundvertrauen ist schwer zu verarbeiten.

    Und: Du bist auch nicht gesund. Meine Mutter war das auch nicht und ist es bis heute nicht. Da fühlte ich auf einmal eine Verantwortung, der ich nicht gerecht werden wollte. Ich war schon mit mir genug beschäftigt.
    Aber meine Mutter war mir auch nicht egal, ich hatte da ein ganz schlechtes Gefühl....

    Diese Zeit hat mich nachhaltig verändert. Unbeschwert bin ich seitdem nur noch selten, aber ich habe ein schönes Leben.


    Ich wünsche deinem Sohn, dass er ein wenig Vertrauen ins Leben findet.

    Vermutlich würde ich in eurer Situation ihm weiterhin anbieten, dass er mit jemandem sprechen kann.

    Parallel dazu würde ich mal bei einem BBZ/Berufskolleg vorsprechen, um rauszukriegen, was überhaupt möglich ist für ihn.
    Mit ihm vielleicht mal suchen, was es an Praktika FSJ/FÖJ/... usw gibt.


    Ich wünsch euch alles Gute!
    Sascha, kaba, Fimbrethil und 3 anderen gefällt dies.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov

  8. #88
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von Tibby33 Beitrag anzeigen
    Hallo Unsichtbar,

    was ist denn mit einem Freiwilligendienst? Den kann er machen, wenn er 12 Schuljahre herum hat (hat er das?). https://soziales.niedersachsen.de/st...chsen-271.html

    Bei Bekannten hat das gut funktioniert. Danach kam eine Lehre und jetzt holt der junge Mann gerade sein Fachabi nach.
    Danke ich schau mir das Mal an und zeige ihm das.

  9. #89
    Avatar von -Unsichtbar-
    -Unsichtbar- ist offline ja, ja.....auch wieder da

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von JohnnyTrotz Beitrag anzeigen
    Ich kann es deinem Sohn nachfühlen.

    Ich war älter, als mein Vater sehr plötzlich gestorben ist (Mitte 20), kurz vorher hatte meine Mutter Brustkrebs.
    Nach dem Tod meines Vaters war ich einige Zeit sehr gut drauf, aber dabei völlig überdreht. Ich dachte, wenn ich das überstanden habe, überstehe ich alles. Ich saß noch grinsend auf der Beerdigung. Ich war extrem froh, dass mein Vater die kurze, aber sehr heftige Leidenszeit überstanden hatte, und - so merkwürdig es klingen mag - dass ich noch lebte.

    Aber danach - ich rede von einem Zeitraum von wenigen Wochen - veränderte sich mein Zustand.
    Mir wurde klar, wie schnell (m)ein Leben vorbei sein kann. Wie wichtig es ist, die Zeit zu nutzen und zu genießen.
    Ich sparte Zeit, um sie zu haben: Ich kaufte nur noch schwarze Klamotten, weil die sich alle kombinieren ließen. Ich hatte nur noch 3 Paar Schuhe (Winterschuhe, Halbschuhe, Sandalen) - musste ich nicht nachdenken. Haare: So kurz wie es nur geht, spart Zeit.
    Und dann saß ich da mit meiner gesparten Zeit und war traurig. Und konnte so gar nichts mit der Zeit anfangen.
    Und ich fühlte mich sehr schlecht, weil das meine wertvolle Lebenszeit war, die ich ja genießen oder wenigstens für was Sinnvolles nutzen sollte.

    Es hat viele Jahre gebraucht, bis ich das verarbeitet habe.
    Aufgrund meiner Ängste war ich immer mal wieder in Therapie, aber nach dem Tod meines Vaters konnte ich das nicht. Ich war mal nur kurz in einer Beratung, die Studierenden zustand.

    Dein Sohn ist vermutlich so erschüttert, wie ich es war. Und wenn auf einmal alles so unsicher ist - wofür sollte er sich dann anstrengen? Da lernt er, und dann ist er vielleicht übermorgen tot. Kein Sinn.
    Und wenn er in die Schule geht und keine Lust drauf hat - Vergeudung der Lebenszeit, die ja in jeder Sekunde vorbei sein kann.

    Dieser Verlust an Grundvertrauen ist schwer zu verarbeiten.

    Und: Du bist auch nicht gesund. Meine Mutter war das auch nicht und ist es bis heute nicht. Da fühlte ich auf einmal eine Verantwortung, der ich nicht gerecht werden wollte. Ich war schon mit mir genug beschäftigt.
    Aber meine Mutter war mir auch nicht egal, ich hatte da ein ganz schlechtes Gefühl....

    Diese Zeit hat mich nachhaltig verändert. Unbeschwert bin ich seitdem nur noch selten, aber ich habe ein schönes Leben.


    Ich wünsche deinem Sohn, dass er ein wenig Vertrauen ins Leben findet.

    Vermutlich würde ich in eurer Situation ihm weiterhin anbieten, dass er mit jemandem sprechen kann.

    Parallel dazu würde ich mal bei einem BBZ/Berufskolleg vorsprechen, um rauszukriegen, was überhaupt möglich ist für ihn.
    Mit ihm vielleicht mal suchen, was es an Praktika FSJ/FÖJ/... usw gibt.


    Ich wünsch euch alles Gute!
    Ich danke dir sehr für deine offenen Worte. Ganz viel davon erkenne ich bei meinem Sohn...jetzt.... und ich ärger mich gerade über mich selbst, dass ich das so nicht wahrgenommen habe.

    Ganz oft kommt er zu mir an die Dialyse, wenn er schwänzt. Ich kann mich auch immer auf ihn verlassen, was so familiäre Sachen angeht.

    Ach Shit, ich muss jetzt erstmal nachdenken...danke

  10. #90
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline Testet.

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    Standard Re: Was macht man mit einem 17jährigen....der keine Ahnung hat, was er machen soll?

    Zitat Zitat von -Unsichtbar- Beitrag anzeigen
    Ich danke dir sehr für deine offenen Worte. Ganz viel davon erkenne ich bei meinem Sohn...jetzt.... und ich ärger mich gerade über mich selbst, dass ich das so nicht wahrgenommen habe.

    Ganz oft kommt er zu mir an die Dialyse, wenn er schwänzt. Ich kann mich auch immer auf ihn verlassen, was so familiäre Sachen angeht.

    Ach Shit, ich muss jetzt erstmal nachdenken...danke


    Es ist schwer für euch alle.
    "Bildung ist wichtig, vor allem wenn es gilt, Vorurteile abzubauen. Wenn man schon ein Gefangener seines eigenen Geistes ist, kann man wenigstens dafür sorgen, dass die Zelle anständig möbliert ist."
    Peter Ustinov

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