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Thema: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

  1. #121
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Im Grunde kann er ja nur maximal die offiziellen Zahlen unters Messer bekommen und die sind ja nicht höher als im mittleren zweistelligen Bereich. Aber ich kenn den Kerl nicht und kann daher nicht einschätzen was er tatsächlich gesagt hat und was die Presse ihm in den Mund gelegt hat (oder so verstanden haben will). Er scheint ja Leiter der Abteilung zu sein. Ich kenne hier bei uns Rechtsmediziner, auch die Chefin, und das sind allesamt keine Dummschwätzer oder Großmäuler sondern ganz vernünftige, bodenständige, sachliche Menschen.
    Ich habe auch nicht behauptet, dass er ein Dummschwätzer ist. Nur fürs Protokoll.

    Aber: (1) darf ich mich darüber wundern, dass ein Rechtsmediziner sich mit Infektionstoten befasst. Ist nicht sein Job, definitiv nicht. und (2) geht es mir darum, was daraus medial gemacht und vom Laien geschlussfolgert wird ... ungut, wie ein großer Teil der medialen Coronaberichterstattung.

    Ach, was red' ich schon wieder.
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    Нет худа без добра.

  2. #122
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Es war tatsächlich auf Rasta bezogen, keinesfalls auf dich, sorry, wenn das missverständlich war! Ich dachte, ich hätte zitiert, aber das habe ich augenscheinlich nicht gemacht gehabt.
    Hast du nicht - aber da ich jetzt ja weiß, dass du mich meinst:

    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Ich wollte es nicht so deutlich schreiben, aber du bist dir ja doch bewusst, dass du eine extremer Risikopatient bist. Aber verschließt scheinbar dennoch die Augen wie schlimm es wirklich ist. Egal, dein Leben.
    Sonst geht's dir noch gut?

    Ich unterscheide zwischen meiner persönlichen Gefährdung und der statistischen Wahrscheinlichkeit, an Corona zu sterben, und der Gefährdung für die Allgemeinheit aufs Jahr bezogen.

    Ob ich ein extremer Risikopatient bin, steht in den Sternen, was ich tue, um nicht an Corona zu erkranken, steht auf jeden Fall für dich in den Sternen - und was ich von den Regelungen zum "Schutz aller" halte, ist noch mal ein anderes Thema.

    Aber du wirst recht haben: ich denke im allgemeinen nicht drüber nach, wie hoch meine Sterbewahrscheinlichkeit gerade ist - da müsste ich mir nämlich die Decke über den Kopf ziehen und auf den Tod warten (denn, dass er kommt, ist ja sicher, und dass so manches gefährlich ist, was ich tue, wird auch keiner bezweifeln).

  3. #123
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Das ist der Knaller schlechthin, alle die er obduziert hat waren vorerkrankt. Kommt also als Message rüber, alle Coronatoten hätten Vorerkrankungen - und im Umkehrschluss dann: wenn ich keine Vorerkrankungen habe, dann trifft mit Corona nicht tödlich.
    Nein, das kommt nur bei denen als Message rüber, die nicht genau lesen können.

    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Viel wahrscheinlicher ist, dass nur ein verschwindend geringer Teil obduziert wird, bei dem ggfs tatsächlich unklar war, warum sie gestorben sind oder ähnliches.
    Noch wahrscheinlicher ist, dass überhaupt ein sehr geringer Teil der Leute von dem zitierten Rechtsmediziner obduziert wird, so im allgemeinen.

    Wobei, du hast recht, es wird schon auch so sein, dass viele Leute gleich gar nicht obduziert werden. Trägt halt nicht zur Genauigkeit bei der Einschätzung einer Erkrankung bei.

  4. #124
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Zitat Zitat von DasUpfel Beitrag anzeigen
    Ja, und wenn jemand stirbt, der relativ jung und ohne Vorerkrankungen war, kommt garantiert aus irgendeiner Ecke 'der hatte bestimmt einen unerkannten Herzfehler'.
    Deswegen wären Obduktionen ja so hilfreich.
    DasUpfel gefällt dies

  5. #125
    charleston ist offline Veteran

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Deswegen wären Obduktionen ja so hilfreich.
    Das überfordert die vorhandenen Kapazitäten. Und: Nicht jeder Stirbt in einer Klinik mit Pathologie, nicht jeder stimmt einer Obduktion zu. Nicht jeder hat Unmengen ein Kühlplätzen. Und: welchen Benefit ziehe ich aus der Obduktion? Also wen obduziere ich, wenn meine Kapazitäten begrenzt sind und wen nicht?

    Zum Rest: Du bist wie du immer bist. Mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
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  6. #126
    Avatar von event_horizon
    event_horizon ist offline Graph v. Ortho undercover

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Ich habe mich falsch ausgedrückt.

    Natürlich wird die Sterberate NICHT genauso hoch sein wie in den letzten Jahren (sondern höher), auch nicht aufs Jahr gesehen.
    Natürlich sterben an oder mit Corona leider auch viele, sehr viele Menschen, die NICHT innerhalb der nächsten Monate gestorben wären. Leute ohne Vorerkrankung, junge Leute.

    Ich wollte bloß auf die generelle Frage eingehen, warum es u. U. sinnvoll ist, die Sterberaten übers Jahr zu vergleichen und nicht über einen Monat.

    Vielleicht hätte ich zur Verdeutlichung ein fiktives Beispiel nehmen sollen:
    Angenommen, ein Zug, in dem 1000 Leute sitzen, die innerhalb des nächsten Jahres gestorben wären, würde verunglücken und alle Zuginsassen ums Leben kommen.
    Dann wäre zwar die Sterberate am Unfalltag signifikant höher als am gleichen Tag ein Jahr zuvor (bei ansonsten gleichmäßiger Sterberate in der Bevölkerung), aber auf ein Jahr gesehen wäre sie nicht signifikant höher, da die Zuginsassen, die ansonsten in den folgenden Monaten gestorben wären, beim Zugunglück ums Leben gekommen sind.

    Wenn man den Zeitraum hinreichend ausweitet, gilt das für jede Situation:
    Die Corona-Opfer wären alle spätestens innerhalb der nächsten 100 Jahre ohnehin gestorben, so dass die Sterberate auf 100 Jahre gesehen nicht signifikant erhöht ist.
    Macht aber natürlich keinen Sinn, 100 Jahre herzunehmen.

    Genauso wenig Sinn für die Feststellung eines Sterbeüberhangs macht es aber, in der Corona-Krise Tages- oder Wochenzeiträume zu vergleichen.

    Die durch Corona hervorgerufene Sterberate ist vermutlich deutlich höher als in den Jahren zuvor, übers Jahr gesehen, aber dürfte leicht geringer sein als sie scheint, da eben einige wenige (sehr alte oder kranke) Menschen ohnehin in den nächsten Monaten gestorben wären, auch ohne Corona.




    Zitat Zitat von charleston Beitrag anzeigen
    Ich möchte nochmal darauf hinweisen, dass auch junge, nicht vorerkrankte Menschen daran sterben, oder welche, die ohne Corona gesichert nicht in den nächsten Monaten gestorben wären.

    Viele haben vielleicht 1 Vorerkrankung, wie mind 2/3 hier im Forum auch, und wäre natürlich nicht mal in den nächsten Jahren gestorben. Aber Corona hat sie getötet.

    Unterschätzt es bitte nicht, es sind nicht nur kranke, 80+ Patienten, die es schwer und tödlich trifft.

  7. #127
    Temporär ist offline Poweruser

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    Standard Re: Soviel zum Thema, ob es wirklich signifikant mehr Tote gibt

    Ich verstehe vor allen Dingen nicht, wie man so etwas behauten kann, wenn man liest, wer in Italien, in Spanien und aktuell in Frankreich und England stirbt. Natürlich sind es überwiegend ältere Menschen, so ist eine Statistik.

    Aber es sind auch Ärzte, Krankenschwestern, Polizisten, Busfahrer, Altenpfleger, Priester.

    Einfach alles Menschen aus der Bevölkerung, die vermehrt nur unzureichend geschützt mit Kranken in Verbindung gekommen sind - was der Durchschnittsbevölkerung hierzulande bislang erspart geblieben ist.

    Wir haben bislang einfach auch unglaublich viel Glück gehabt.
    Und aus diesem Grunde auch wenig Sterbefälle aus dem Bereich „Leute wie du und ich“.

    Daraus ein „ das ist nicht gefährlich“ zu machen ist sträflich.
    Zitat Zitat von DasUpfel Beitrag anzeigen
    Ja, und wenn jemand stirbt, der relativ jung und ohne Vorerkrankungen war, kommt garantiert aus irgendeiner Ecke 'der hatte bestimmt einen unerkannten Herzfehler'.
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