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Thema: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

  1. #81
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Ja
    Dann würde ich bedenkenlos jetzt Elternzeit nehmen.
    Alina73 gefällt dies


    Time ist the fire in which we burn.

  2. #82
    Avatar von Philina2000
    Philina2000 ist offline Gevespert

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Die Lücke in der Erwerbsbiographie ist für mich komplett irrelevant.

    Was das "Unglück der Kinder" betrifft, frage ich mich ob ich damit nicht übertreibe und man es nicht mit "Augen zu und durch" handhaben sollte. Vermutlich würden sich alle in ihr Schicksal fügen, wenn es auch für die Kinder nicht mehr so entspannt und bequem wäre wie jetzt (und für mich auch nicht).

    Ich weiß, dass es mir keiner danken wird. Gar keiner. So wie es mir auch jetzt keiner dankt dass ich seit Wochen irgendwie alles jongliere. Diese und nächste Woche habe ich Urlaub. Die Wochen davor waren nicht vergnügungssteuerpflichtig. Trotzdem habe ich das schlechte Gewissen und kann wenig dagegen tun.
    Hm, wäre es vielleicht eine Option, die Notbetreuung erstmal "auszuprobieren"?

    Als es sich bei uns abzeichnete, dass auch ich präsenzpflichtig wieder arbeiten muss, haben wir echt hin- und herüberlegt, wie wir das machen, wir sind fest davon ausgegangen, dass unsere Kinder in der Notbetreuung kreuzunglücklich sein werden. Beim 5jährigen wurden nur zwei weitere Kinder betreut, 1 und 3 Jahre alt, in der Schule drei weitere Kinder, davon keins aus der Klassenstufe meiner Großen, auch keine Kinder, die man auch nur halbwegs als Freunde bezeichnen könnte. Bei meinem 8jährigen hatte ich am meisten Bedenken, der ist schon immer ungern zur Schule und äußerte sich dahingehend, dass von ihm aus für immer Lockdown sein könnte. Wir haben uns also jeder einen Tag freigeschaufelt, die anderen drei sollten die Kinder halt mal in die Notbetreuung, wenn es gar nicht gut ginge, hätten wir es halt weiter aufgeteilt, ich hätte meine Anwesenheit auf das notwendigste beschränkt, wäre nach Möglichkeit abends und am Wochenende arbeiten gegangen.


    Tja, was soll ich sagen. Vom ersten Tag an waren die Kinder die Glücklichsten der Welt in der Notbetreuung. Sie können es gar nicht erwarten, morgens das Haus zu verlassen, und wir müssen jeden Tag übers Heimkommen verhandeln, sie würden am liebsten immer bis 17:00 Uhr bleiben. An unseren freien Tagen wollen sie um keinen Preis daheimbleiben. Montags ist der "doofe Tag", weil sie da immer "schon um 12" nach Hause kommen müssen wg. Instrumentenunterricht via Skype. Es sind mittlerweile noch ein paar wenige Kinder dazugekommen, auch der 5jährige hat jetzt einen gleichaltrigen Spielkameraden, aber Freunde waren nicht darunter - es werden jetzt halt neue, zusätzliche Freundschaften geknüpft, man nimmt halt, was da ist


    Also wäre es vielleicht eine Option, erstmal einen Testlauf zu starten, ggf. mit erstmal möglichst wenig Zeit in der Notbetreuung, wie das klappt?
    Gast und Kara^^ gefällt dies.
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    Zu viele Menschen in Deutschland verstehen unter Haltung das Halten der Schnauze.
    Sascha Lobo

  3. #83
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Du hast Dich für ALG II entschieden. Für mich ist Familienleben auf Staatskosten keine Option.
    Deine Voraussetzungen sind auch völlig andere als sunyas. Ihr seid zwei potentielle VerdienerInnen und zwei potentielle BetreuerInnen.
    Wann, wenn nicht jetzt, darf ein Mensch denn gesellschaftliche Hilfe in Anspruch nehmen?!?
    Gast, Ellaha, _Volker_ und 1 anderen gefällt dies.

  4. #84
    Avatar von sunya
    sunya ist offline überwiegend sonnig

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Du hast Dich für ALG II entschieden. Für mich ist Familienleben auf Staatskosten keine Option.
    Ich habe mich nicht dafür entschieden, sondern ich habe aktuell schlicht keine Alternative.

    Ich bin in Kurzarbeit, kann keine Malkurse geben, betreue meine Kinder sowie arbeite Aufträge freier Auftraggeber ab. (+ mache ehrenamtlich Grafikarbeiten für ein örtliches Kirchenprojekt wie vorher auch schon)
    Also faulenzen tu ich hier nicht, aber das Gesamt-netto reicht so aber nunmal (derzeit!) nicht.

    Wenn du einen Vorschlag hast, wie und wo ich jetzt noch so arbeiten sollte, dass das Einkommen reicht, ohne dass ich meine Anstellung mit der Kurzarbeit kündigen muss und so, dass die Kinder betreut sind, ohne dass die 77jährigen Großeltern (inkl.
    ein Hochrisikopatient) das machen müssen - her damit.

    Dass du für deine Option 2 auf Staatskosten (abgesehen von der Elternzeit) leben musst, davon war bei dir ja auch eh nicht die Rede. Insofern war dieser Querschläger jetzt absolut unnötig und fehl am Platze.
    SofieAmundsen, Gast, salvadora und 7 anderen gefällt dies.

  5. #85
    Ellaha ist offline Legende

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Nr. 2, nach deiner Ergänzung erst recht .

  6. #86
    Avatar von Schiri
    Schiri ist offline Urgestein

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Das Label hast du als Mutter eh.
    Auch wenn du dich drehst und wendest und die zwei Monate mit Notbetreuung durchstehst.
    Der Ruf ist schon ruiniert.
    *seufz*
    ??? Ok, ich scheine in einer sehr speziellen Blase zu leben, mein Mann war deutlich öfter wegen kranker Kinder zu Hause, als ich. Aktuell ist er im HO mit den Kindern zu Hause und ich am Arbeiten. Ich bin zehn Jahre jünger, er hat dadurch natürlich einen Vorsprung gehabt finanziell, wir haben aber nie die Rechnung aufgemacht, dass er ja mehr verdient, denn es war klar, dass das auf Lebenszeit gesehen zumindest gleichwertig sein wird und deshalb es wenig Sinn macht, dass ich über Jahre zu Hause bleibe. Als ich noch angestellt gearbeitet habe, habe ich vielleicht in zehn Jahren 5 Tage bei zwei Kindern auf der Arbeit gefehlt. Man hat doch nicht automatisch diesen Ruf als Mutter.

    Bei der TE würde ich in der speziellen Situation wohl auch Elternzeit nehmen. (speziell weil eh EZ geplant und der Mann eine Sonderausgabe ist)

  7. #87
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Schiri Beitrag anzeigen
    ??? Ok, ich scheine in einer sehr speziellen Blase zu leben, mein Mann war deutlich öfter wegen kranker Kinder zu Hause, als ich. Aktuell ist er im HO mit den Kindern zu Hause und ich am Arbeiten. Ich bin zehn Jahre jünger, er hat dadurch natürlich einen Vorsprung gehabt finanziell, wir haben aber nie die Rechnung aufgemacht, dass er ja mehr verdient, denn es war klar, dass das auf Lebenszeit gesehen zumindest gleichwertig sein wird und deshalb es wenig Sinn macht, dass ich über Jahre zu Hause bleibe. Als ich noch angestellt gearbeitet habe, habe ich vielleicht in zehn Jahren 5 Tage bei zwei Kindern auf der Arbeit gefehlt. Man hat doch nicht automatisch diesen Ruf als Mutter.

    Bei der TE würde ich in der speziellen Situation wohl auch Elternzeit nehmen. (speziell weil eh EZ geplant und der Mann eine Sonderausgabe ist)
    Wir haben immer egalitär geteilt. Trotzdem hat meine Karriere bei jedem Kind wieder einen Knick bekommen, seine nicht. Auch beim Gehalt spielen wir seit Jahren Hase und Igel. Mit der neuen Jobzusage vor drei Wochen hatte ich ihn fast eingeholt, nun hat er eine Gehaltserhöhung gekriegt.
    Da, wo Gehälter frei verhandelt werden, schlägt sich Muttersein negativ nieder.
    Mich ärgert das. Nicht weil mein Geld nicht reicht. Sondern weil es ungerecht ist. Und ja, natürlich ist es ein Luxusproblem. Und natürlich ist es schön, wenn der Gatte gut verdient.

  8. #88
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Ich muss ergänzen dass ich sowieso ab August bis einschließlich Oktober in Elternzeit gehen wollte. Für diese Zeit habe ich bei der Arbeit auch eine Vertretung. Der ursprüngliche Plan war einen schönen, entspannten Sommer zu verbringen wo man nicht geteilt Urlaub nehmen muss weil die Dauer der Ferien die Anzahl der Urlaubstage übersteigen und die Kinder über den Sommer keine Betreuung mehr haben werden da diese vertraglich bei beiden zum 31.07. endet und nicht verlängert werden kann. Und dann den Eintritt in die Schule und weiterführende Schule zu begleiten (Schulweg und so). Was das jetzt alles wird weiß wohl keiner.
    Kannst du denn einfach zwei Monate eher in Elternzeit gehen? Gibt es da keine Antragsfristen einzuhalten?
    Bei der späteren Elternzeit, also nicht direkt nach der Geburt, finde ich online eine Frist von 13 Wochen vor Beginn.

  9. #89
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Wir haben immer egalitär geteilt. Trotzdem hat meine Karriere bei jedem Kind wieder einen Knick bekommen, seine nicht. Auch beim Gehalt spielen wir seit Jahren Hase und Igel. Mit der neuen Jobzusage vor drei Wochen hatte ich ihn fast eingeholt, nun hat er eine Gehaltserhöhung gekriegt.
    Da, wo Gehälter frei verhandelt werden, schlägt sich Muttersein negativ nieder.
    Mich ärgert das. Nicht weil mein Geld nicht reicht. Sondern weil es ungerecht ist. Und ja, natürlich ist es ein Luxusproblem. Und natürlich ist es schön, wenn der Gatte gut verdient.
    Mein Mann hat gerade 'ne Sinnkrise, weil ich gerade dabei bin, ihn einkommensmäßig zu überholen, wobei das Quatsch ist.
    Нет худа без добра.

  10. #90
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Was ist die bessere Lösung? Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pandemie

    Zitat Zitat von MeineRasselbande Beitrag anzeigen
    Kannst du denn einfach zwei Monate eher in Elternzeit gehen? Gibt es da keine Antragsfristen einzuhalten?
    Ein AG, der mir bei der Lösung dieses Ausnahmebetreuungsnotstands nicht entgegen kommen würde, könnte mich nach der Krise nur noch von hinten sehen.
    Klar muss man sehen, was im Betrieb machbar ist. Aber ein stures Beharren auf Antragsfristen würde mich sehr wütend machen.
    Alina73, Kara^^, Gast und 1 anderen gefällt dies.

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