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Thema: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

  1. #1
    BibiBlocksberg2013 ist offline enthusiast

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    Standard Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Habe eine total blöde Situation bei der Arbeit und weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
    Ich arbeite in einer Behörde, Büroarbeit im medizinischen Bereich, aber ohnehin derzeit ohne persönlichen Kundenkontakt und in der Zukunft nur wenig. Ich bin schwanger in der 17. Woche und bin ab September im Mutterschutz.

    Heute kam nun mein Vorgesetzter auf mich zu, ich kann so nicht weiter arbeiten. Problem: Bin mit Kollegin zu zweit im Büro, unsere Schreibtische stehen sich gegenüber, "nur" 1,60m Abstand zwischen uns. Es könnte sich ja Eine vorbeugen... Ich arbeite nun seit rund 4 Wochen mit Covid 19 und bekannter Schwangerschaft, nun fällt es den Vorgesetzten ein, dass ich bzw. das Ungeborene ja gefährdet sei.
    Ich soll nun in einen Nebenraum sitzen, allein. Meine Arbeit kann ich dann so nicht mehr erledigen wie bisher. Ich müsste "Zuarbeiten" ausüben und meine Kollegin den Rest alleine machen. Seither war es so, dass sie sozusagen die Führung unseres Teams übernimmt, ich vertrete sie und wir arbeiten Hand in Hand. In unserem Büro gehen die Telefonanrufe ein, für Kollegen und andere Mitarbeiter sind wir die Ansprechpartner, bei uns spielt sich sozusagen alles ab. Im Nebenraum bekommt man nichts mit, sieht niemanden, spricht mit niemandem.

    Da demnächst eine neue Kollegin kommt muss sie dann an meinen jetzigen Arbeitsplatz und nicht eingearbeitet meine Vertretung übernehmen. Geplant war, dass diese neue Kollegin die Arbeit macht, die ich nun wohl übernehmen werden muss, mit meiner bisherigen Tätigkeit ist sie eher überfordert und sie hat sich auch unter anderen Voraussetzungen beworben.
    Kurz darauf kommt noch eine zweite neue Kollegin, da sie dann in besagtes Nebenzimmer sitzen muss, da sonst Einarbeitung nicht möglich, müsste ich nochmal "umziehen" auf die Südseite, da ist ebenfalls noch ein freies Zimmer. Im Sommer unzumutbar bei Raumtemperaturen ab Mittag über 30 Grad. Wie dieses Problem gelöst werden soll steht in den Sternen.

    Jedenfalls halte ich die Vorgaben für völlig übertrieben. Wir sind zu zweit im Büro, HABEN den Mindestabstand und lüften sehr viel. Ich fühle mich abgeschoben und habe keinerlei Lust so zu arbeiten wie sich mein Vorgesetzter das vorstellt. Ich weiß auch, dass mir das nicht gut tun wird, Abstellgleis und "niedere Tätigkeit" (nicht abwertend gemeint) ist nicht meines.

    Morgen möchte ich nochmal mit meinem Chef sprechen ob wir so sitzen bleiben können wenn wir die Schreibtische etwas auseinanderrücken (durch enges Büro ist so allerdings maximal 20cm zu gewinnen) und/oder ein Spuckschutz installiert wird.

    Wenn dies alles nicht möglich ist weiß ich absolut nicht wie ich reagieren soll. Meine Kollegin meinte "lass dich doch einfach krankschreiben", sie versteht mich völlig. Allerdings ist dies eigentlich das Letzte das ich möchte, ich arbeite gerne und bin ab Mutterschutz lange genug daheim! Aber noch weniger möchte ich unter o.g. Umständen arbeiten.

    Was würdet ihr tun?

  2. #2
    Gast Gast

    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Ich wäre ja froh und dankbar, schwanger in ein Einzelzimmer wechseln zu können.
    Die Situation im Sommer würde mir jetzt noch keine Bauchschmerzen bereiten. Wenn es soweit ist, wird es Lösungen geben. Bis hin zu einem BV durch den Arzt.

    Du hast ja vermutlich auch noch Urlaub. Den würde ich vor dem Mutterschutz auch noch aufbrauchen und so die Zeit im Büro weiter verkürzen.

  3. #3
    BibiBlocksberg2013 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich wäre ja froh und dankbar, schwanger in ein Einzelzimmer wechseln zu können.
    Die Situation im Sommer würde mir jetzt noch keine Bauchschmerzen bereiten. Wenn es soweit ist, wird es Lösungen geben. Bis hin zu einem BV durch den Arzt.

    Du hast ja vermutlich auch noch Urlaub. Den würde ich vor dem Mutterschutz auch noch aufbrauchen und so die Zeit im Büro weiter verkürzen.
    Urlaub habe ich tatsächlich nicht mehr so viel, habe einiges aufgebraucht durch die Anfangssituation der Pandemie und möchte auch noch ein wenig für nach der Elternzeit aufsparen.
    Wenn es denn nur der Bürowechsel wäre wäre das nicht so dramatisch.
    Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen für vier Monate nur diese einfachen Tätigkeiten zu machen und alleine da zu sitzen. Ich gehe normalerweise so gerne arbeiten, was eben steht und fällt mit dem Kontakt mit meinen Kollegen usw.

  4. #4
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von BibiBlocksberg2013 Beitrag anzeigen
    Habe eine total blöde Situation bei der Arbeit und weiß nicht wie ich mich verhalten soll.
    Ich arbeite in einer Behörde, Büroarbeit im medizinischen Bereich, aber ohnehin derzeit ohne persönlichen Kundenkontakt und in der Zukunft nur wenig. Ich bin schwanger in der 17. Woche und bin ab September im Mutterschutz.

    Heute kam nun mein Vorgesetzter auf mich zu, ich kann so nicht weiter arbeiten. Problem: Bin mit Kollegin zu zweit im Büro, unsere Schreibtische stehen sich gegenüber, "nur" 1,60m Abstand zwischen uns. Es könnte sich ja Eine vorbeugen... Ich arbeite nun seit rund 4 Wochen mit Covid 19 und bekannter Schwangerschaft, nun fällt es den Vorgesetzten ein, dass ich bzw. das Ungeborene ja gefährdet sei.
    Ich soll nun in einen Nebenraum sitzen, allein. Meine Arbeit kann ich dann so nicht mehr erledigen wie bisher. Ich müsste "Zuarbeiten" ausüben und meine Kollegin den Rest alleine machen. Seither war es so, dass sie sozusagen die Führung unseres Teams übernimmt, ich vertrete sie und wir arbeiten Hand in Hand. In unserem Büro gehen die Telefonanrufe ein, für Kollegen und andere Mitarbeiter sind wir die Ansprechpartner, bei uns spielt sich sozusagen alles ab. Im Nebenraum bekommt man nichts mit, sieht niemanden, spricht mit niemandem.

    Da demnächst eine neue Kollegin kommt muss sie dann an meinen jetzigen Arbeitsplatz und nicht eingearbeitet meine Vertretung übernehmen. Geplant war, dass diese neue Kollegin die Arbeit macht, die ich nun wohl übernehmen werden muss, mit meiner bisherigen Tätigkeit ist sie eher überfordert und sie hat sich auch unter anderen Voraussetzungen beworben.
    Kurz darauf kommt noch eine zweite neue Kollegin, da sie dann in besagtes Nebenzimmer sitzen muss, da sonst Einarbeitung nicht möglich, müsste ich nochmal "umziehen" auf die Südseite, da ist ebenfalls noch ein freies Zimmer. Im Sommer unzumutbar bei Raumtemperaturen ab Mittag über 30 Grad. Wie dieses Problem gelöst werden soll steht in den Sternen.

    Jedenfalls halte ich die Vorgaben für völlig übertrieben. Wir sind zu zweit im Büro, HABEN den Mindestabstand und lüften sehr viel. Ich fühle mich abgeschoben und habe keinerlei Lust so zu arbeiten wie sich mein Vorgesetzter das vorstellt. Ich weiß auch, dass mir das nicht gut tun wird, Abstellgleis und "niedere Tätigkeit" (nicht abwertend gemeint) ist nicht meines.

    Morgen möchte ich nochmal mit meinem Chef sprechen ob wir so sitzen bleiben können wenn wir die Schreibtische etwas auseinanderrücken (durch enges Büro ist so allerdings maximal 20cm zu gewinnen) und/oder ein Spuckschutz installiert wird.

    Wenn dies alles nicht möglich ist weiß ich absolut nicht wie ich reagieren soll. Meine Kollegin meinte "lass dich doch einfach krankschreiben", sie versteht mich völlig. Allerdings ist dies eigentlich das Letzte das ich möchte, ich arbeite gerne und bin ab Mutterschutz lange genug daheim! Aber noch weniger möchte ich unter o.g. Umständen arbeiten.

    Was würdet ihr tun?
    Ich hab in meinem Erwerbsleben schon manchen für übertrieben gehalten und den Kopf geschüttelt.
    Auch darüber, dass viele Schwangere unbedingt Sonderbehandlung und Einzelzimmer und Rücksichtnahme und ein Umfeld pipapo wünschen. Gefühlt mehr als eben keine Sonderbehandlung wünschen. Insofern verstehe ich jeden AG, der bei einer Schwangeren befürchtet, dass sie panisch und hysterisch auf jegliche theoretisch fernliegende Gefahr reagiert, eventuell auch erst später, nachdem sie mit einer "guten Freundin" über die "Gefahr" gesprochen hat und dann alles von heute auf morgen geändert haben will. Trifft auf dich alles nicht zu, aber der AG handelt aus Erfahrung mit anderen und ist halt übervorsichtig.

    Ich würd nix tun, mich freuen, dass ich ein bisschen weniger Verantwortung habe bevor ich endgültig raus bin, gleichzeitig meine Nachfolgerin gut eingearbeitet werden kann während ich noch greifbar bin. Da muss ich mir zumindest keine Sorgen darüber machen, ob sie meine Arbeit gut macht.

    Ändern kann ich es eh nicht.
    Bzw. die Alternative wäre es halt den Job hinzuwerfen, wenn ich so nicht arbeiten will. Wollte ich aber nicht.

    Ist eh nur noch 4 Monate.
    Danke für den Fisch.

  5. #5
    Sina75 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Ich hab in meinem Erwerbsleben schon manchen für übertrieben gehalten und den Kopf geschüttelt.
    Auch darüber, dass viele Schwangere unbedingt Sonderbehandlung und Einzelzimmer und Rücksichtnahme und ein Umfeld pipapo wünschen. Gefühlt mehr als eben keine Sonderbehandlung wünschen. Insofern verstehe ich jeden AG, der bei einer Schwangeren befürchtet, dass sie panisch und hysterisch auf jegliche theoretisch fernliegende Gefahr reagiert, eventuell auch erst später, nachdem sie mit einer "guten Freundin" über die "Gefahr" gesprochen hat und dann alles von heute auf morgen geändert haben will. Trifft auf dich alles nicht zu, aber der AG handelt aus Erfahrung mit anderen und ist halt übervorsichtig.

    Ich würd nix tun, mich freuen, dass ich ein bisschen weniger Verantwortung habe bevor ich endgültig raus bin, gleichzeitig meine Nachfolgerin gut eingearbeitet werden kann während ich noch greifbar bin. Da muss ich mir zumindest keine Sorgen darüber machen, ob sie meine Arbeit gut macht.

    Ändern kann ich es eh nicht.
    Bzw. die Alternative wäre es halt den Job hinzuwerfen, wenn ich so nicht arbeiten will. Wollte ich aber nicht.

    Ist eh nur noch 4 Monate.
    Da kann ich mir ja das tippen sparen.

    Ich sehe das ganz genauso.
    "Everybody’s Darling, Everybody’s Depp"

    Franz Josef Strauß

  6. #6
    Kara^^ ist gerade online Poweruser

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Bei uns dürfen Schwangere ausschließlich aus dem HO arbeiten, also gar nicht mehr vor Ort. Ich würde versuchen, die neue Kollegin so gut wie möglich bei der Einarbeitung zu unterstützen. Du bist doch nicht in deinem Zimmer eingesperrt. Gleichzeitig hast du dort die Ruhe, Dokumentation für die neuen Kolleginnen zu erstellen usw.
    "Some faeries are good, some are bad, like anyone," said Kit. "But that might be too complicated for the Clave."
    "It's too complicated for most people," Ty said.
    - Cassandra Claire, Lord of Shadows

  7. #7
    Skylla ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von BibiBlocksberg2013 Beitrag anzeigen
    Morgen möchte ich nochmal mit meinem Chef sprechen ob wir so sitzen bleiben können wenn wir die Schreibtische etwas auseinanderrücken (durch enges Büro ist so allerdings maximal 20cm zu gewinnen) und/oder ein Spuckschutz installiert wird.
    Einen Spuckschutz zu installieren ist mittlerweile das einfachste der Welt und nimmt kaum Platz weg. Ich würde die Haustechnik darum bitten.
    stpaula_75 gefällt dies

  8. #8
    Gast Gast

    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von BibiBlocksberg2013 Beitrag anzeigen
    Urlaub habe ich tatsächlich nicht mehr so viel, habe einiges aufgebraucht durch die Anfangssituation der Pandemie und möchte auch noch ein wenig für nach der Elternzeit aufsparen.
    Wenn es denn nur der Bürowechsel wäre wäre das nicht so dramatisch.
    Ich kann mir aber absolut nicht vorstellen für vier Monate nur diese einfachen Tätigkeiten zu machen und alleine da zu sitzen. Ich gehe normalerweise so gerne arbeiten, was eben steht und fällt mit dem Kontakt mit meinen Kollegen usw.
    Du bist erst in der 17.Woche,Du wirst den ganz dicken Bauch erst noch bekommen. Und auch wenn es jetzt sicher gleich zig Erfahrungsberichte von problemlosen Schwangerschaften und Energie bis zum letzten Tag geben wird, so halte ich es für nicht gänzlich utopisch, dass Du im Juli und August froh bist, eine etwas ruhigere Kugel schieben zu können.
    Es ehrt Dich, dass Du gern weiter voll dabei sein willst, aber sieh es als "Geschenk" und nicht als Strafe an.

    Und bevormunden darf Dich der Arbeitgeber sowieso. Wahrscheinlich bleibt ihm durch die Gefährdungsanalyse in Zeiten von Corona eh keine andere Wahl.

  9. #9
    Avatar von schatzysmami
    schatzysmami ist offline ~Boarding completed~

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    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von BibiBlocksberg2013 Beitrag anzeigen
    Urlaub habe ich tatsächlich nicht mehr so viel, habe einiges aufgebraucht durch die Anfangssituation der Pandemie und möchte auch noch ein wenig für nach der Elternzeit aufsparen.
    Mach das ja nicht, mit dem Aufsparen!

    Hab ich gemacht - jetzt ist er weg .

    Bzgl. der niedereren Aufgaben - entspanne Dich... Das geht leider vielen Müttern so. Bis zum Wiedereinstieg vergeht ja noch eine Weile.

    Alles Gute für die Rest-Schwangerschaft!

  10. #10
    Gast Gast

    Standard Re: Arbeitssituation, Covid19 und Schwangerschaft, fühle mich bevormundet

    Zitat Zitat von schatzysmami Beitrag anzeigen
    Mach das ja nicht, mit dem Aufsparen!

    Hab ich gemacht - jetzt ist er weg .

    Bzgl. der niedereren Aufgaben - entspanne Dich... Das geht leider vielen Müttern so. Bis zum Wiedereinstieg vergeht ja noch eine Weile.

    Alles Gute für die Rest-Schwangerschaft!
    Wieso ist der weg?
    Cafetante gefällt dies

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