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Thema: Thüringen beendet den Lockdown

  1. #1521
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von Beerenjoghurt Beitrag anzeigen
    dagegen 50% bis Ende Grjndschulzeit und danach erhöhen, das ist mein Tellerrand. Ich kenne kaum Paare, wo beide Vollzeit oder annähernd VZ (35 h wären ja z.B
    auch Teilzeit) arbeiten sobald das Kind in Krippe/Kiga darf.

    edit: wenn es möglich ist für einen Elternteil, idR die Mutter, dann wohl doch finanziell eher bei Akademikern als beim Installateurgesellen und der Supermarktkassierin. Bzw. kommt es vielleicht auch auf die Ansprüche in den jeweiligen Kreisen an.
    Ich kenne so ziemlich alles: Frauen, die Hausfrauen wurden und blieben (in meinem Alter, aber auch durchaus jüngere - und Männer kenne ich halt keine, die sich so entschieden haben), Menschen, die teilzeit arbeiten - und durchaus etliche Paare, die beide vollzeit arbeiten, sobald das Kind in die Krippe darf (bei uns mit zwei Monaten, so die Mutter Mutterschutz hat, die Kinder von Selbständigen dürfen eventuell früher, das könnte ich nicht sagen - meine Enkel gingen zu drei Vierteln ab zwei Monaten).

    Man muss aber bedenken, dass man einen städtischen Krippenplatz in meiner Stadt nur bekommt, wenn beide Elternteile berufstätig sind (oder studieren, das könnte auch gehen) und zwar mindestens 20 Stunden die Woche, und am besten läuft es natürlich, wenn die vollzeit arbeiten gehen, denn dann fällt die lästige Fragerei der Leitung weg, ob nicht doch ein Elternteil, wenn er gerade nachmittags frei hat, das Kind früher holen könnte etc. Klar kenne ich auch welche, die erst mal drei (?) Jahre lang Kinderbetreuungsgeld auf niedrigem Niveau nehmen - oder halt ein Kind in entsprechendem Abstand nachschieben (so manche Frau verrechnet sich da aber, mir kommen welche unter, die sind echt fertig, wenn sie drauf kommen, dass sie mit vier Kindern dann mehr Geld brauchen als mit einem oder zwei und blöderweise dann echt viel arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen, weil sie vorher mit Kinderbetreuungsgeld und Familienbeihilfe und diversen Vergünstigungen mehr haben, als sie mal verdient haben). Kommt alles vor in meinem Umfeld, in diversen Altersgruppen und beruflichen Schichten.

    Tellerrand, eh klar.

  2. #1522
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Vollzeit bedeutet hier! in den allermeisten Fällen 38,5 bis 40 h/ Woche.

    Und wenn man rein betrachtet, ob es überhaupt möglich ist, dass eine/r den Beruf komplett aufgibt, das hängt schon damit zusammen, ob ein Gehalt für alle reicht.
    Und das ist in den nicht akademischen Jobs eher nicht der Fall.
    ( Ja, es gibt Akademiker, die wenig verdienen ).
    Dafür möchten Akademiker vielleicht ihren Beruf nicht so gerne aufgeben wie jemand, der an der Tankstelle an der Kasse sitzt oder Büros putzt oder ....

  3. #1523
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Mir geht es um etwas anderes ... mein Mann hätte im Bereich von DAX-CEOs verdienen können ... und ich hätte definitiv nicht die Rücken-frei-Kinder-aufzieh-Frau gegeben. Ich habe den Beruf nicht nur ergriffen, um mir damit meine Brötchen und die Butter darauf zu verdienen. Hausfrau kam in meinem Lebensplan als Hauptbeschäftigung nicht vor, unabhängig vom Einkommen eines Partners.
    In meinem auch nicht

    Ich habe aber schon früh bemerkt, dass mein Lebensentwurf (in bezug auf Kinderanzahl und Berufstätigkeit) für andere ungefähr so gaga und unverständlich ist, wie für mich so mancher andere (als ich jung war, konnte ich das schlechter verbergen, da sind mir die Gesichtszüge durchaus entglitten, wenn mir eine Frau erzählt hat, dass sie jetzt halbtags arbeitet und die Fixkosten im Leben eh der Mann an ihrer Seite trägt - so wie sie meiner Nummer eins heute noch entgleiten, die muss da nämlich noch einiges lernen ). Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin gewissermaßen in meiner eigenen Parallelwelt aufgewachsen - denn meine Mutter war Hausfrau, anerkanntes Familienbild waren also zwei Kinder, ein netter Halbtagsjob, wo frau sich nicht schmutzig macht, das macht sie nur unbezahlt zu Hause .... - ich habe nie auch nur einen Augenblick drüber nachgedacht, nach der Geburt meines ersten Kindes erst mal ein Jahr zu Hause zu bleiben (gut, hätte mir auch keiner den Verdienstausfall bezahlt und schulisch hätte es mich ja auch zurückgeworfen).

  4. #1524
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von Beerenjoghurt Beitrag anzeigen
    Ich kenne auch kaum Frauen, die gar nicht mehr arbeiten, wie gesagt, die Mehrzahl halt Teilzeit mit unterschiedlichen Wochenstunden. 12 h im Verkauf bringt nur z B. rententechnisch eher nicht viel.
    Aber mehr als 0 Stunden - mit 12 h kann man sich ja (wie überhaupt als geringfügig Beschäftigter) durchaus rentenversichern lassen, wenn man möchte. Und mit der eigenen Rente kommt möglicherweise auch mal (so Mann dann nicht mehr vorhanden) die eigene Ausgleichszulage.

    Ich finde ja immer, jeder Euro, der auf meinem Konto landet, ist ein Gewinn gegenüber dem Euro, der dort nicht landet.

  5. #1525
    jellybean73 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Dafür möchten Akademiker vielleicht ihren Beruf nicht so gerne aufgeben wie jemand, der an der Tankstelle an der Kasse sitzt oder Büros putzt oder ....
    Ja klar.

  6. #1526
    jellybean73 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Aber mehr als 0 Stunden - mit 12 h kann man sich ja (wie überhaupt als geringfügig Beschäftigter) durchaus rentenversichern lassen, wenn man möchte. Und mit der eigenen Rente kommt möglicherweise auch mal (so Mann dann nicht mehr vorhanden) die eigene Ausgleichszulage.

    Ich finde ja immer, jeder Euro, der auf meinem Konto landet, ist ein Gewinn gegenüber dem Euro, der dort nicht landet.
    Ja kann man.
    Viele sind es aber nicht, die das tun.

    Und hier gibt es ja noch dazu die erhöhte Ausgleichszulage nach 30 Jahren Versicherungszeit. ( und das auch nach Geringfügigkeit plus 1 Euro, da ist man dann vollversichert)
    Da kann es dann nämlich sein, dass die Pension höher ist als das Einkommen während des Berufslebens.

  7. #1527
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Ja kann man.
    Viele sind es aber nicht, die das tun.
    Und auch die haben in der Zeit, wo sie 12 h die Woche arbeiten, mehr zur Verfügung, als wenn sie 12 h die Woche daheim Däumchen drehen (manche haben, da außedem Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen wird, auch mehr als sie früher bei vollzeit hatten).

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Und hier gibt es ja noch dazu die erhöhte Ausgleichszulage nach 30 Jahren Versicherungszeit. ( und das auch nach Geringfügigkeit plus 1 Euro, da ist man dann vollversichert)
    Da kann es dann nämlich sein, dass die Pension höher ist als das Einkommen während des Berufslebens.
    Danke dafür, dass du mir die Welt erklärst

    Es kann sogar sein, dass (Stichwort BMS) dein Einkommen ohne Arbeit höher ist als das mit - und zwar ein Leben lang.

    Und für so manchen ist der Pensionsbeitrag, der während der Kinderbetreuungsjahre berechnet wird, höher als der, den er einzahlt, wenn er arbeiten geht.

  8. #1528
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Es reduziert nicht die Fruchtbarkeit, sondern die Zahl der Kinder, die ein Paar tatsächlich bekommt.

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    ... in meiner Generation Akademikerinnen West sind fast die Hälfte kinderlos, in meiner Generation Ost so etwa 15% ... muss ja Gründe haben. Natürlich ist es eine persönliche Entscheidung, aber es ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Wenn Familie und Beruf nicht oder sehr schlecht vereinbar ist, wird auf Kinder generell oder zumindest auf weitere Kinder verzichtet. Ich habe 1991 in einer französischen Zeitschrift einen Artikel über gewollt kinderlose Paare gelesen ... die Entscheidung gegen Kinder hatte sehr viel mit der Gesellschaft zu tun.
    Ich kann nicht für meine ganze Generation sprechen, aber meine im Westen gebliebenen Schulkameraden haben deutlich mehr Kinder, als die im Osten gebliebenen Penne-Freunde des Gatten.
    Danke für den Fisch.

  9. #1529
    Avatar von silm
    silm ist offline Huhn

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen


    Ich kann nicht für meine ganze Generation sprechen, aber meine im Westen gebliebenen Schulkameraden haben deutlich mehr Kinder, als die im Osten gebliebenen Penne-Freunde des Gatten.
    Bei den Frauen?
    Und welches Alter.
    In meinem Alter wirkte schon der Wendeknick. Es bekamen erst Mal alle Frauen vorzugsweise später (ca.7 Jahre!!) und insgesamt weniger Kinder.
    Viele, die während der Wende im typischen "Gebäralter" der DDR waren (zw. 20 und 25), verschoben den Kinderwunsch. Hohe Arbeitslosigkeit und viele Unsicherheiten (z.B. Anerkennung von Abschlüssen)
    verursachten den Geburtenknick.


    In dessen Folge massenhaft Schulen und Kindergärten geschlossen wurden, die jetzt fehlen.
    Silm

  10. #1530
    jellybean73 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Thüringen beendet den Lockdown

    Zitat Zitat von rastamamma Beitrag anzeigen
    Und auch die haben in der Zeit, wo sie 12 h die Woche arbeiten, mehr zur Verfügung, als wenn sie 12 h die Woche daheim Däumchen drehen (manche haben, da außedem Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen wird, auch mehr als sie früher bei vollzeit hatten).



    Danke dafür, dass du mir die Welt erklärst

    Es kann sogar sein, dass (Stichwort BMS) dein Einkommen ohne Arbeit höher ist als das mit - und zwar ein Leben lang.

    Und für so manchen ist der Pensionsbeitrag, der während der Kinderbetreuungsjahre berechnet wird, höher als der, den er einzahlt, wenn er arbeiten geht.
    Letzteres: ja sicher .

    Ich will dir auch nicht die Welt erklären, sondern darauf hinweisen, dass hier! langzeitversicherte, auch wenn sie 30 oder 40 Jahre teilzeit gearbeitet haben ( und auch nur knapp über geringfügigkeit) nicht automatisch auf Sozialhilfe im Alter angewiesen sind.

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