Seite 20 von 21 ErsteErste ... 1018192021 LetzteLetzte
Ergebnis 191 bis 200 von 204
Like Tree237gefällt dies

Thema: Kind wird in der Schule "gebrochen"

  1. #191
    Gast Gast

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Seit Schulbeginn sind in die Klasse meiner Tochter 9 Kinder als Quereinsteiger von Regel-Grundschulen aufgenommen worden. Und nochmal so viele in die Parallel-Klasse.
    Wir schließen es nach wie vor nicht aus für Fuchtli.
    Jetzt kommt sie erstmal aufs Regelgymnasium, zumindest die ersten 2 Jahre (Orientierungsstufe), und dann sehen wir weiter. Notfalls ein Wechsel in Klasse 8 auf (unsere) Waldorfschule, da sehe ich kein Problem.

    Hm, sogar Schulweg wäre an 2 Tagen die Woche gesichert. Meine Mutter (Klavierlehrerin Jugendmusikschule) verdient sich an 2 Tagen die Woche ein Zubrot als Eurythmiebegleiterin

    Ich habe Eurythmie geliebt. Meine Jahresarbeit trug den Titel „meine Deutsch-Russischen Wurzeln eurythmisch dargestellt“ oder so ähnlich. Das hat echt Spaß gemacht, und war verdammt anstrengend. Mensch, was ich in der Zeit an Muskulatur aufgebaut hab
    BergderKiwis gefällt dies

  2. #192
    Gast Gast

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von Schiri Beitrag anzeigen
    Mein Eindruck von einem (!) konkreten Fall ist, dass das Kind nicht so ist, wie man sich das wünscht und dann gleich der Eindruck entsteht, dass das Kind dort auch nicht wirklich willkommen ist, es einen Teilhabeassistenten bräuchte, etc... Das Kind ist kein Autist, hat kein ADHS, blockiert nur manchmal und hat ein bis zwei Fächer, die sehr Waldorftypisch sind, in denen er dann verweigert, kein aggressives Kind oder so. Und ich habe den Eindruck nach einem Gespräch mit allen seinen Lehrern (das fand ich übrigens gut und finde es ungewöhnlich), dass die Wertschätzung für das Kind nur noch in Teilen da ist. Aber das ist ein Einzelfall, ich kenne wirklich auch viele sehr zufriedene Famlien, nur passen die vielleicht auch einfach besser ins das System.
    hm... Das sollte so natürlich nicht sein.
    Ich habe bei uns an der Schule einmal einen Vortrag gehört von einem Mann, der die Lehrer ausbildet. Der erzählte u.a. von seiner eigenen Zeit als Lehrer der Kinder und dass es unter bestimmten Voraussetzungen schon eine Herausforderung sein kann, den Kindern immer offen und unvoreingenommen zu begegnen. Im Gegensatz zu dem, was du schilderst, sprach er von einem Jungen, der ihn wohl an seine Grenzen brachte. Immer laut, vorlaut, mit allen im Gespräch nur mit dem Lehrer nicht. Er sagte, er sei oft genervt gewesen, hätte aber versucht sich auf diese Offenheit etc. zu besinnen und jeden Tag neu zu starten. Und irgendwie kam es jeden Tag erneut dazu, dass der Unterricht gestört wurde, das irgendetwas war, dass er schimpfen musste, usw.
    Irgendwann hatte der Junge die Schule geschafft und er kam ausgerechnet zu diesem Lehrer hin und hat sich bedankt, für die tolle Zeit und sagte, er hätte den Unterricht bei diesem Lehrer ganz besonders gemocht.

    Die Geschichte hat der Mann erzählt um zu verdeutlichen, was er den Lehrern in ihrer Ausbildung mitgeben will. Eben sich nicht unterkriegen zu lassen, jeden Tag neu beginnen zu können, dem Kind jeden Tag ein unbeschriebenes Blatt hinlegen.

    Und so sollte es auch sein, denke ich.

    Trotzdem liegt es immer irgendwie natürlich auch im Menschsein des Lehrers, in wie weit er das von seinem eigenen Wesen her leisten kann und will und zum anderen beobachte ich auch bei älteren Lehrern, dass da die Geduld nicht immer so vorhanden ist, wie sie die jüngeren Kollegen noch haben.

    Soll heißen: Keine Ahnung. Gemeint ist es sicher anders und es darf auch anders erwartet werden.

    Dass (nur um Beispiele zu nennen, weil du sie nicht genannt hast) z.B. in Eurhythmie die Begeisterung nach Geschlecht und Alter der Kinder erheblich variieren kann - das dürfte jeder Lehrer kennen. Dass nicht immer alle Kinder laut mitsingen ebenfalls. Und manche Kinder malen sicher auch anders als andere.
    Ich denke schon, dass bei uns der Lehrer versuchen würde, ein Kind was gar nicht mitmacht, gezielt "an die Hand zu nehmen". Aber wenn es bei der Verweigerungshaltung bleiben sollte, dann ist das letztendlich auch nichts anderes, als wenn das Kind keine oder eine deutlich ausbaufähige Leistung im Rechnen oder schreiben zeigen würde. Es gäbe dann eine entsprechende Beschreibung im Zeugnis und dann wäre es halt so. (Ich erinnere mich gerade an: Oft konnte man annehmen, sie würde den Mund beim singen nur tonlos bewegen aber wenn es gelang, die Stimme zu erahnen, war sie zart und klar )

    Ich schätze, ich würde so einen Fall wie den, den du beschreibst, beim Klassenlehrer ansprechen. Üblich sind wöchentliche Besprechungen im Kollegium und dass ein Kind sich vom Lehrer nicht angenommen fühlt, schätze ich als so entgegenstehend zum pädagogischen Grundgedanken an der Stelle, dass ich davon ausgehen würde, dass das besprochen würde, bis das Problem behoben ist (und damit meine ich nicht die Verweigerung des Kindes).
    BergderKiwis gefällt dies

  3. #193

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Wir schließen es nach wie vor nicht aus für Fuchtli.
    Jetzt kommt sie erstmal aufs Regelgymnasium, zumindest die ersten 2 Jahre (Orientierungsstufe), und dann sehen wir weiter. Notfalls ein Wechsel in Klasse 8 auf (unsere) Waldorfschule, da sehe ich kein Problem.

    Hm, sogar Schulweg wäre an 2 Tagen die Woche gesichert. Meine Mutter (Klavierlehrerin Jugendmusikschule) verdient sich an 2 Tagen die Woche ein Zubrot als Eurythmiebegleiterin

    Ich habe Eurythmie geliebt. Meine Jahresarbeit trug den Titel „meine Deutsch-Russischen Wurzeln eurythmisch dargestellt“ oder so ähnlich. Das hat echt Spaß gemacht, und war verdammt anstrengend. Mensch, was ich in der Zeit an Muskulatur aufgebaut hab
    Bei uns war es umgekehrt. Ich wollte auf jeden Fall für die ersten Jahre Waldorfschule. Und dann mal sehen. Jetzt bleibt sie erst mal da. Um die 8. Klasse herum wird es nochmal interessant...

  4. #194
    Avatar von Schiri
    Schiri ist gerade online Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Ich schätze, ich würde so einen Fall wie den, den du beschreibst, beim Klassenlehrer ansprechen. Üblich sind wöchentliche Besprechungen im Kollegium und dass ein Kind sich vom Lehrer nicht angenommen fühlt, schätze ich als so entgegenstehend zum pädagogischen Grundgedanken an der Stelle, dass ich davon ausgehen würde, dass das besprochen würde, bis das Problem behoben ist (und damit meine ich nicht die Verweigerung des Kindes).
    Danke auch Dir Wie meinst Du das fett gedruckte? Es gibt sehr viele Gespräche, mein Eindruck ist, dass es darum geht, das Kind zu verändern und weniger was die Lehrer machen können, um ihn zu erreichen. Wobei der Klassenlehrer mit dem Kind gut zurecht kommt, aber dennoch überzeugt ist, dass es ohne Teilhabeassistenz nicht gut gehen wird.

  5. #195
    Gast Gast

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von Schiri Beitrag anzeigen
    Danke auch Dir Wie meinst Du das fett gedruckte? Es gibt sehr viele Gespräche, mein Eindruck ist, dass es darum geht, das Kind zu verändern und weniger was die Lehrer machen können, um ihn zu erreichen. Wobei der Klassenlehrer mit dem Kind gut zurecht kommt, aber dennoch überzeugt ist, dass es ohne Teilhabeassistenz nicht gut gehen wird.
    Ich meine damit, dass die Grundidee, gerade in der Unterstufe, falls es sich um die handeln sollte, der ist, dass die Kinder grundsätzlich lernen wollen. Dabei nehmen sie auch Missgeschicke in Kauf. Kein Kind würde laufen lernen, wenn es sich vom Hinfallen unterkriegen lassen würde. Es sieht, dass die Eltern laufen, die Geschwister, andere Leute, die es liebt. Und denen will es das gleich tun. Also steht es wieder auf, versucht es erneut, usw. bis es laufen kann.

    Dieses Prinzip greift die Schule ja auf. Der Lehrer wird grundsätzlich erst einmal respektiert. Er begegnet den Kindern offen (ohne Carola sogar mit Handschlag). Er erzählt von allem was gut ist und zeigt alles was gut ist. In der Waldorfpädagogik wird die Zeit des Heranwachsens aufgeteilt in Gut (Unterstufe, Märchenzeit, spirituelle Kräfte, etc.), Schön (Mittelstufe, das Künstlerische tritt in den Vordergrund) und Wahr (Oberstufe, z.B. mathematische Beweise kommen auf den Stundenplan).
    In der "schönen Zeit" ist es von erheblicher Wichtigkeit, dass das Kind sich sicher, gut aufgehoben und gut angesprochen vom Lehrer fühlt. In der Theorie flackert so die Flamme des Wissenwollens weiter und das Kind lernt durch Nachahmung.

    Das ist hier nicht der Fall. Das Kind verweigert und der Lehrer scheint nicht mehr dem Kind die Verhaltensweise entgegenzubringen, die Grundvoraussetzung für diesen Nachahmungsgedanken ist.

    Wenn man jetzt am Kind ziehen will, damit es sein Märchen läuft oder ein schönes A kann oder was auch immer man in meinem Beispielfach gerade verlangt, dann kann das nicht gelingen, weil der Boden dafür ja momentan gar nicht mehr da zu sein scheint. Und dabei ist es ganz unerheblich, ob der Lehrer tatsächlich ablehnend dem Kind gegenüber ist oder ob das Kind das nur denkt.

    "Das Kind wird niemals Eurhythmie mitmachen" oder soll von diesem Fach freigestellt werden, ist natürlich keine Option, die man fordern kann, denn das Fach ist aus unterschiedlichen Gründen in diesem Lehrplan fest verankert und man lernt tatsächlich etwas dabei Aber Leistungen erzwingen wollen oder ein Kind mit Ablehnung strafen, wenn es nicht mitmacht, kann schon aus den Grundprinzipien dieser pädagogischen Idee ja gar keinen Erfolg versprechen.

    Wichtig wäre also, das Pferd von vorne und nicht von hinten aufzuzäumen. Und das kann eigentlich nur vom Lehrer ausgehen.

    Man darf an der Stelle vielleicht auch nicht vergessen, dass das Kind sich natürlich bewusst ist, dass es in diesen Stunden etwas anders macht als die anderen. Es steht an der Stelle in einer Außenseiterrolle und aus so einer heraus zu kommen, ist schwierig. Es wird aber leichter, wenn es sich vom Lehrer angenommen fühlen kann. Wenn der vielleicht eine Idee hat, wie eine Stunde aussehen kann, in der es dem Kind leicht fallen kann, unbemerkt einfach wieder mitzumachen. Vielleicht kann in solch einem Fach auch eine Möglichkeit darin bestehen, in erheblich kleineren Gruppen für eine kurze Zeit mit den Kindern zu arbeiten. Vielleicht kann eine oder mehrere Einzelstunden bei einem anderen Lehrer einen Durchbruch erzielen. Aber wie gesagt: Da ist der Lehrer der Erwachsene vor Ort. Diese Arbeit kann man ihm nicht abnehmen und man kann erwarten, dass er sie erfüllt.

    Grundsätzlich ist es immer gut, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Und das ist doch, dass sowohl Eltern als auch Lehrer möchten, dass das Kind mitmachen kann, dazu gehört, usw..
    Schiri, Zickzackkind und BergderKiwis gefällt dies.

  6. #196
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    So. Jetzt bin ich wieder da.

    Und hatte ja jetzt etwas Zeit, darüber nachzudenken und muss sagen - eigentlich weiß ich keine Antwort .

    Es gibt kein Waldorf-Standardschema. Auch dort wird halt geschaut, was das Kind braucht und was man davon wie umsetzen kann.

    Dass versucht wird, eng mit den Eltern zusammenzuarbeiten ergibt sich aus dem Konzept der Schule.

    Insgesamt erlebe ich sehr viel Gelassenheit. Und gehe sogar soweit, dass es genau durch diese Gelassenheit - insbesondere in den ersten Jahren - gar nicht so viele ‚Verweigerer‘ gibt.
    Die Kinder wollen üblicherweise mitmachen, mitarbeiten, mitwirken. Und wenn mal etwas ‚doof‘ ist gibt es genügend anderes, das Freude macht. Dass ein Kind an einem Waldorfschultag gar nichts positives findet ist glaube ich selten.

    Kinder, die besonderen Förderbedarf mitbringen, fallen sicher manchmal durchs Raster - wobei es sehr auf die Art des „Defizits“ ankommt.

    LRS-Kinder profitieren natürlich davon, dass Lesen und Schreiben Buchstabe für Buchstabe eingeführt wird, „mit allen Sinnen“ gelernt wird und Rechtschreibung lange zwar konsequent korrigiert, aber nie bewertet wird.

    Kinder mit motorischen Schwierigkeiten sind auf der Waldorfschule sicher gut aufgehoben.

    Kinder mit Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich oder mit anderweitigem Bedarf an enger Begleitung - also die, von denen so gerne die Geschichten mit „hat die Schule abgelehnt“ erzählt werden - werden eher nicht glücklich werden.
    Das liegt aber nicht daran, dass man sie dort nicht will, oder gar an „Steiners Menschenbild“. Das liegt vielmehr daran, dass das Konzept zwar viel Struktur und auch einen engen Bezug zu den Lehrern vorsieht, aber dabei sehr viel Selbständigkeit und Selbstorganisation erfordert. In einer Klasse mit plus minus 30 Kindern kann sich ein Lehrer nicht regelmäßig intensiv um ein und dasselbe Kind kümmern.
    Der sogenannte Hauptunterricht geht 100 Minuten. Bei 30 Kindern sind das rein theoretisch 3,3 Minuten pro Kind. Im Sprachunterricht sitzen zwar dann nur 15 Kinder, aber auch da ist keine Kapazität, ein einzelnes Kind engmaschig zu fördern.
    Das ist ja in Regelschulen nicht anders.
    Liebe Grüße

    Sofie

  7. #197

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Das ist ja in Regelschulen nicht anders.
    Habe ich auch nicht behauptet .

    Lies mal, was RosaFlieder noch zum theoretischen Hintergrund geschrieben hat. Das verdeutlicht den Ansatz - zeigt aber, warum auch Waldorfschulen u.U. an Problemkindern scheitern, wenn die Ressourcen oder menschlichen Fähigkeiten nicht reichen.

  8. #198
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Es kommt drauf an, denke ich.
    Einerseits ja, denn sämtliche Noten müssen in Klasse 13 erbracht und dementsprechend viel Wissen angeeignet werden. Andererseits ist es vielleicht auch Typsache, ob man ein krasses Jahr oder zwei krasse Jahre besser ab kann. (also viel gute Leistung über einen kürzeren oder längeren Zeitraum erbringen). Wieder als Pro empfinde ich auch, dass die Jugendlichen sich bewusst für oder gegen das Abi entscheiden. Ich habe eine Regelschule besucht und da war klar, dass das Abi am Ende stehen würde bzw. auch von mir erwartet wird. Meine Kinder entscheiden sich selbst zu dem Zeitpunkt, wo es dann los geht, spätestens noch einmal ganz bewusst dafür (oder dagegen).
    Najaaa....ich unterrichte ausschließlich Schüler*innen, die sich bewusst für den Abschluss "Abitur" entschieden haben. (Der vorherige Bildungsgang war beendet, sie mussten sich bewusst anmelden, hätten alternativ auch eine Ausbildung/soziales Jahr/anderen Bildungsgang wählen können.) Und durchaus viele schaffen das Abi nicht, oder nicht im ersten Rutsch. Und die Gründe kann ich ziemlich klar benennen.
    Grund 1 ist die Vorbildung. Es ist also sehr entscheidend, WO sie ihre vorherigen Kenntnisse erworben haben. Beste Chancen: bislang auf einem Gymnasium. Zweitbeste: FOR/Q auf einer (guten) Realschule. Schlechte Chancen: FOR/Q auf einer Hauptschule oder auf einem Berufskolleg.
    Grund 2 ist das Elternhaus. Die meisten meiner Schüler*innen kommen aus nicht-akademischen bis bildungsfernen Elternhäusern.

    Auf Waldorfschulen gehen nach meiner Erfahrung überwiegend Kinder aus bildungsnahen und bildungsinteressierten Milieus. Das allein schafft schonmal eine ganz andere Grundlage.

    Ich finde im übrigen das Konzept, alle Kinder bis zu Klassenstufe X gemeinsam zu beschulen und dann Zeit für diejenigen dran zu hängen, die einen höheren Abschluss erwerben wollen, gut. Nur die 11-12 Jahre Waldorfschule für einen Mittleren Abschluss und dann ein Jahr reinklotzen fürs Abitur würde ich vermutlich anders lösen.
    Liebe Grüße

    Sofie

  9. #199
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Als ich wechseln wollte (nach der 8. Klasse) hätte mich das eine in Frage kommende Gymnasium nur mit Wiederholen genommen, obwohl ich die erste Waldorfschülerin gewesen wäre, die sie jemals aufgenommen hätten. Diskussion zwecklos.

    Dort, wo ich schließlich hinging wurde ich nach Aufnahmeprüfung auf Probe in die 9. aufgenommen. Im Halbjahreszeugnis hatte ich einen Schnitt von 1,75. Von Wiederholen war keine Rede mehr.

    Wobei es schon stimmt, dass nach Klasse 5 die meisten ein Jahr wiederholen. Von zwei Jahren habe ich aber wirklich noch nie gehört.
    Meine Kusine ging damals nach Klasse 10 (weiter ging die Waldorfschule gar nicht) aufs Gymnasium und kam in Klasse 8. Und ich weiß noch, dass damals in der Familie darüber gesprochen wurde, dass einfach immens viel Stoff fehlte. Aber seitdem wird sich natürlich viel geändert haben. Die Nichte meines Mannes wechselte nach Klasse 11 in einer FOS, da musste sie organisatorisch nochnal in die 11, hat die aber nicht gepackt und musste wiederholen.
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #200
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: Kind wird in der Schule "gebrochen"

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Habe ich auch nicht behauptet .

    Lies mal, was RosaFlieder noch zum theoretischen Hintergrund geschrieben hat. Das verdeutlicht den Ansatz - zeigt aber, warum auch Waldorfschulen u.U. an Problemkindern scheitern, wenn die Ressourcen oder menschlichen Fähigkeiten nicht reichen.
    Ich wollte ja nur sagen, dass ich das nicht als Kritikpunkt meine
    BergderKiwis gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

Seite 20 von 21 ErsteErste ... 1018192021 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •