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Thema: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

  1. #11
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Inmantias Beitrag anzeigen
    Dann isst man halt kein Fleisch, sondern Gemüse. Oder fährt für einen größeren Fleischeinkauf dorthin, wo es "gutes" Fleisch gibt und friert es ein. Wenn es denn unbedingt sein muss.
    Sorry, ich fahr doch nicht Hunderte Kilometer, um einzukaufen, dass ist ja ähnlich unsinnig.
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  2. #12
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Aeshma Beitrag anzeigen
    Nur dass diese Menschen unter Preisanpassungen am meisten leiden werden :(
    Aber das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass weiterhin möglichst viele Menschen möglichst billig kaufen sollten, damit der Preisdruck bestehen und die Preise für alle niedrig bleiben. Das kann's ja nicht sein. Meiner Ansicht nach müsste Arbeit besser bezahlt werden, die prekären Arbeitsverhältnisse ziehen so viel nach sich.
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  3. #13
    Avatar von Inmantias
    Inmantias ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Weil hier die schlimmen Bedingungen angeprangert werden in der Massenproduktion ( zu recht ) und die Macht der Konsumenten angesprochen wird....es ist schwierig.
    Wir müssen uns zb das Geld für Lebensmittel ( aber auch für anderes ) genau einteilen. Ich habe ein Budget dafür
    Ich bin oft auf der " suche" nach günstigen Lebensmitteln.
    Dazu kommt , dass wir des öfteren auch ( teure) glutenfreie Produkte kaufen müssen.
    Zb Nudeln, Brot, Mehl, ich backe viel mit Nüssen, die sind auch teuer.

    In Österreich liegen die Preise für Lebensmittel auch höher als in D.

    Vielleicht sind wir die Ausnahme, aber für uns gilt, dass das verfügbare Geld ziemlich begrenzt ist, das wir für Essen haben.
    Das heißt nicht, dass wir hungern, bei Gott nicht.
    Aber ich muss! auf günstige Preise achten.

    Wie seht ihr das?
    Ist das mit dem " gute " Lebensmittel kaufen , auch wenn sie teurer sind, eine Diskussion, die viele gar nicht trifft?
    Ich denke es ist hauptsächlich eine Frage der Prioritäten und der Lebenseinstellung. Es sind bestimmt 10-20 % in der Bevöllkerung, die können teure Lebensmittel nicht bezahlen (Hartz IV, kleine Rente). Der weitaus größere Teil gibt sein Geld einfach gerne für andere Luxusgüter aus, schicke Handys, Urlaube, Autos etc.

  4. #14
    jellybean73 ist offline Urgestein
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Lui Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, ich wundere mich immer, dass es bei euch so extrem knapp mit dem Geld ist.

    Hier ist das Geld auch bei H4 nicht so knapp, dass sich eine Familie nicht einfach einen 0815 5 kg Sack Kartoffeln und einen Stinknormalen 2 kg Sack Möhren kaufen kann in eigentlich jedem Supermarkt. Da muss man sich nicht die Hacken abrennen.
    Das Supermarktfleisch ist so billig, da wär ein Aufschlag von 20 % auch kein Beinbruch

    Man müsste halt ein bisschen planen und ein bisschen maßhalten. Sowohl mit dem Fleischkonsum, als auch mit den Mengen die weggeworfen werden. 2 x die Woche Fleisch ist halt aber vielen Leuten zu wenig. Wir reden ja über so geringe Preise, da würden schon wenige Cent viel ausmachen. Lidl Prospekt von letzter Woche Österreich Region 3 - 1 kg Faschiertes für 4,99 EUR. Wenn es das für 5,99 (Angebotspreis) gäbe und beim Normalpreis entsprechend erhöhen, dann wäre schon sehr viel möglich bei den Haltungsbedingungen (sowohl Mitarbeiterhaltung als auch Tierhaltung)
    Klar wäre das dann noch immer kein Biofleisch aus China und schon gar kein Inländisches. Aber für die Bedingungen wäre es ein Quantensprung.

    Mir fehlt eigentlich dieses "Mittelsegment". Ordentliche Ware zu einem Fairen Preis. Ich brauch gar kein High End Bio das Totgestreichelt wird. Ein bisschen besser wäre mir schon Recht.
    Ich werfe praktisch nie was weg.
    Und plane sehr viel.

  5. #15
    Avatar von Lolaluna
    Lolaluna ist offline Legende
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Weil hier die schlimmen Bedingungen angeprangert werden in der Massenproduktion ( zu recht ) und die Macht der Konsumenten angesprochen wird....es ist schwierig.
    Wir müssen uns zb das Geld für Lebensmittel ( aber auch für anderes ) genau einteilen. Ich habe ein Budget dafür
    Ich bin oft auf der " suche" nach günstigen Lebensmitteln.
    Dazu kommt , dass wir des öfteren auch ( teure) glutenfreie Produkte kaufen müssen.
    Zb Nudeln, Brot, Mehl, ich backe viel mit Nüssen, die sind auch teuer.

    In Österreich liegen die Preise für Lebensmittel auch höher als in D.

    Vielleicht sind wir die Ausnahme, aber für uns gilt, dass das verfügbare Geld ziemlich begrenzt ist, das wir für Essen haben.
    Das heißt nicht, dass wir hungern, bei Gott nicht.
    Aber ich muss! auf günstige Preise achten.

    Wie seht ihr das?
    Ist das mit dem " gute " Lebensmittel kaufen , auch wenn sie teurer sind, eine Diskussion, die viele gar nicht trifft?
    Wir haben seit Jahren unseren Lebensmittelkonsum umgestellt, kaufen vor allem Obst und Gemüse regional und saisonal, das ist nicht nur günstiger, sondern auch frischer und umweltfreundlicher. Dazu haben wir unseren Fleisch- und Wurst Verbrauch kontinuierlich reduziert und kaufen nur noch beim Metzger unseres Vertrauens, nicht immer Bio, aber immer aus der Region.
    Avocado gehört zu den berühmten Ausnahmen, für die ich keinen Ersatz gefunden habe.

    Grundsätzlich schauen wir auf gute Qualität und deshalb ist unser Budget für Lebensmittel ziemlich gestiegen in den letzten Jahren. Ich hätte kein Problem, wenn Massentierhaltung verboten werden würde, aber ich weiß, dass nicht alle die notwendige Preissteigerung bezahlen wollen würden.

    Ein Bauer bekommt für 1kg Schweinefleisch 1,70€ (kam gestern in Frontal 21) und verdient pro Aufzucht eines Schweines weniger als 10€, das kann doch nicht sein. https://www.zdf.de/politik/frontal-2...ltung-100.html
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  6. #16
    Avatar von Inmantias
    Inmantias ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Sorry, ich fahr doch nicht Hunderte Kilometer, um einzukaufen, dass ist ja ähnlich unsinnig.
    Es sind mit Sicherheit keine hunderte Kilometer. Aber vor allem ist Fleisch nicht notwendig - zumindest in meinen Augen. Wo liegt das Problem darauf zu verzichten, wenn es halt kein "gutes Fleisch" um die Ecke gibt?
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  7. #17
    Avatar von Lui
    Lui
    Lui ist offline Regels sind Regels
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Ich werfe praktisch nie was weg.
    Und plane sehr viel.
    Ich weiß.
    Du rennst dir auch die Hacken ab.

    Warum es bei euch trotzdem so knapp ist wundert mich machmal, einfach weil ich echt glaube, dass du schon viel viel mehr tust, als viele andere, die kein Geld haben. Es wird auch bei euch bequemere und unorganisiertere Leute geben. Wovon leben denn die in Österreich.

  8. #18
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Ich sehe das wie Du.

    Netterweise war mir das Schicksal bisher wohlgesonnen und ich kann es mir problemlos leisten, Demeter-Gemüse, Bioland-Milchprodukte und Bio-Fleisch zu kaufen.
    Mangels dogmatischem Denken kann es aber durchaus sein, dass ich halt aus Gründen auch mal im Discounter einkaufe. Und der Preisunterschied ist schon frappierend. Wer sehr aufs Geld achten muss spart da deutlich mehr als ‚ein paar Euro‘.

  9. #19
    Kornblume08 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Ich kann jetzt nur für uns sprechen. Wir kaufen seit etwa drei Jahren fast ausschließlich bei einem Bio-Metzger in unserem Stadtteil bzw. größere Mengen bei einem Hofladen etwas außerhalb, der selbst Vieh züchtet, und seitdem hat sich der Fleischkonsum bei uns über den Preis geregelt bzw. reduziert. Es schmeckt uns besser und wir wollen auch die Tierfabriken nicht mehr fördern.
    Ich koche seitdem öfter Gerichte, in denen das Fleisch nicht die Hauptrolle spielt, da es sich sonst tatsächlich ganz schön läppern würde. Es gibt jetzt eben öfter mal Schinkennudeln statt für jeden ein großes Steak mit Beilagen. Ich habe in diesen drei Jahren auch viele neue vegetarische Rezepte ausprobiert oder eben bewusst nach welchen mit Fleisch in der Nebenrolle gesucht.

    Ich denke, es ist bei vielen auch einfach eine Frage der Prioriäten. Uns ist es wichtig, gutes Fleisch zu kaufen. Dafür sparen wir woanders. Mein Auto ist z.B. 18 Jahre alt, wir kaufen keine teuren Modelabels und wir haben mit den Kindern noch nie eine Flugreise gemacht (gut, einfach auch, weil es uns nicht wichtig ist).
    Wer jetzt aber z.B. alle zwei Jahre ein neues Auto kauft und zwei Flugurlaube oder Kreuzfahrten im Jahr macht (oder auch ganz konkret, wenn wir das machen würden), dann wäre eben nur noch Geld für Billigfleisch vom Discounter übrig...da muss einfach jeder wissen, was ihm wichtig ist.

    Ich denke tatsächlich, dass viel mehr Leute sich hochwertiges Fleisch leisten könnten, wenn sie dafür auf das jährlich neue Smartphone, teure Autos, Urlaube oder anderes verzichten würden.
    Dass bei einigen das Geld insgesamt knapp ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber das sind sicher weitaus weniger als die Zahl, derer, die aktuell die Mastgans für 3,99 € kaufen.
    LG

    Kornblume mit Sohn 03/04 und Tochter 08/07

  10. #20
    Aeshma ist offline enthusiast
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Aber das würde ja im Umkehrschluss bedeuten, dass weiterhin möglichst viele Menschen möglichst billig kaufen sollten, damit der Preisdruck bestehen und die Preise für alle niedrig bleiben. Das kann's ja nicht sein. Meiner Ansicht nach müsste Arbeit besser bezahlt werden, die prekären Arbeitsverhältnisse ziehen so viel nach sich.
    Nein. Ich bin übrigens kein Verfechter von Billiglebensmitteln. Aber es gibt eben Menschen, die jetzt schon rechnen und dir muss man bei sowas eben auf dem Schirm haben. Und sei es mit höheren Sozialleistungen. Wobei das mMn oft auch nicht die beste Lösung ist (eigentlich habe ich keine Lösung).

    Aber mich nervt es einfach grundsätzlich, dass wie so oft die reicheren sind, die die Probleme verursachen, die ärmeren die Folgen aber am meisten zu spüren bekommen.

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