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Thema: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

  1. #21
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das?
    Ist das mit dem " gute " Lebensmittel kaufen , auch wenn sie teurer sind, eine Diskussion, die viele gar nicht trifft?
    Ich glaube, es ist einfach eine Frage der Wertigkeit. Viele müssten halt, wenn sie mehr Wert auf gute Lebensmittel legen, weniger Fleisch konsumieren, mehr saisonal essen, auf andere Konsumgüter verzichten, weniger wegwerfen.

    Ich habe da immer das Bild einer Bekannten vor Augen, die mir mit 2 Stangen Zigaretten in der Hand vorgejammert hat, dass sie sich nicht einmal 1x im Monat essen gehen leisten können.

    Ich denke die Anzahl derer, die sich wirklich keine ordentlichen Lebensmittel leisten können, ist bei uns nicht so hoch.

  2. #22
    Avatar von Zwutschgal
    Zwutschgal ist offline Hubsiversteher
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Ja, damit hast du bestimmt recht, viele könnten sich den wöchentlichen Einkauf auf dem schicken Biowochenmarkt nicht leisten.
    Auch ich könnte nicht alle Lebensmittel von dort beziehen.

    Ich achte viel auf Angebote und friere dann auch ein, ich schaue was der Metzger im Angebot hat und gestalte danach zB. den Essensplan für die Woche und bevorrate mich teilweise.
    Genauso mach ich es bei meinem Obst- und Gemüsehändler, da kauf ich hauptsächlich die Angebote (dadurch kommt dann auch automatisch Abwechslung rein). Oft hat er auch noch was, was er weghaben will, zB. das letzte Kilo Champignons, das gibt er dann meistens günstig her.
    Milch geht bei uns ziemlich viel weg (grad seit Corona noch mehr irgendwie), wenn es also "unsere" Milch im Angebot gibt, geh ich schon mal los und kauf ein bis zwei Stiegen. Die krieg ich weg. Selbiges Spiel mit allem lagerbaren, Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, bla..

    Meine Mutter muß seit Renteneintritt schon wesentlich mehr auf ihr Geld achten, sie kauft zwar nach wie vor Eier usw. auf dem Wochenmarkt, aber Fleisch gibt es bei ihr nur noch selten, es gibt auch genug andere Dinge, die schmecken, da geb ich ihr recht.

  3. #23
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von BergderKiwis Beitrag anzeigen
    Ich sehe das wie Du.

    Netterweise war mir das Schicksal bisher wohlgesonnen und ich kann es mir problemlos leisten, Demeter-Gemüse, Bioland-Milchprodukte und Bio-Fleisch zu kaufen.
    Mangels dogmatischem Denken kann es aber durchaus sein, dass ich halt aus Gründen auch mal im Discounter einkaufe. Und der Preisunterschied ist schon frappierend. Wer sehr aufs Geld achten muss spart da deutlich mehr als ‚ein paar Euro‘.
    Stimmt. Ich kauf ja viel bio (am besten aus der Region), aber Fleisch bekomme ich bio nur jedes Schnitzel einzeln in Plastik abgepackt. Da greif ich dann lieber zum konventionellen Stück, wo's vom großen Stück frisch abgeschnitten wird (das vorher wahrscheinlich auch in Plastik angeliefert wurde, aber trotzdem).

  4. #24
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Weil hier die schlimmen Bedingungen angeprangert werden in der Massenproduktion ( zu recht ) und die Macht der Konsumenten angesprochen wird....es ist schwierig.
    Wir müssen uns zb das Geld für Lebensmittel ( aber auch für anderes ) genau einteilen. Ich habe ein Budget dafür
    Ich bin oft auf der " suche" nach günstigen Lebensmitteln.
    Dazu kommt , dass wir des öfteren auch ( teure) glutenfreie Produkte kaufen müssen.
    Zb Nudeln, Brot, Mehl, ich backe viel mit Nüssen, die sind auch teuer.

    In Österreich liegen die Preise für Lebensmittel auch höher als in D.

    Vielleicht sind wir die Ausnahme, aber für uns gilt, dass das verfügbare Geld ziemlich begrenzt ist, das wir für Essen haben.
    Das heißt nicht, dass wir hungern, bei Gott nicht.
    Aber ich muss! auf günstige Preise achten.

    Wie seht ihr das?
    Ist das mit dem " gute " Lebensmittel kaufen , auch wenn sie teurer sind, eine Diskussion, die viele gar nicht trifft?
    https://www.n-tv.de/politik/Preisauf...e21859383.html

    also hier ist man mal wieder dran. Was auch immer es bedeuten soll/wird, wenn davon gesprochen wird, daß ".... Die anfallenden Umbau- und Haltungskosten sollen durch eine Verbrauchssteuer finanziert werden..."

    "Gute" Lebensmittel, so sie denn flächendeckend und alleinig verkauft werden sollen, werden meiner Meinung nach den Bedarf nicht decken, unabhängig vom Preis muss und wird importiert werden. Ich halte die Diskussion deshalb für Augenwischerei, nur "gute" Lebensmittel verkaufen zu wollen.
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  5. #25
    Avatar von lucillaminor
    lucillaminor ist gerade online Bücherwurm
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Mairegen Beitrag anzeigen
    Das Problem sind doch nicht die Menschen, die wirklich günstig kaufen müssen, weil es finanziell eben nicht anders geht.

    Es gibt aber viel zu viele, die die Mittel hätten, aber nicht bereit sind, dafür faire Preise zu bezahlen, weil sie ihre Prioritäten anders setzen. Hier müsste ein Umdenken beginnen.
    So sehe ich das auch Die, die auf ihren 500-Euro-Grill bitte ein 99-ct-Schnitzel legen wollen, die sind das Problem
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  6. #26
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Aeshma Beitrag anzeigen
    Nein. Ich bin übrigens kein Verfechter von Billiglebensmitteln. Aber es gibt eben Menschen, die jetzt schon rechnen und dir muss man bei sowas eben auf dem Schirm haben. Und sei es mit höheren Sozialleistungen. Wobei das mMn oft auch nicht die beste Lösung ist (eigentlich habe ich keine Lösung).

    Aber mich nervt es einfach grundsätzlich, dass wie so oft die reicheren sind, die die Probleme verursachen, die ärmeren die Folgen aber am meisten zu spüren bekommen.
    Da geb ich dir in allem Recht.

  7. #27
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von lucillaminor Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch Die, die auf ihren 500-Euro-Grill bitte ein 99-ct-Schnitzel legen wollen, die sind das Problem
    Dieses Bild halte ich mittlerweile auch nur noch für ein echt übles Klischee. Zu oft bemüht.
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  8. #28
    Avatar von Zwutschgal
    Zwutschgal ist offline Hubsiversteher
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von lucillaminor Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch Die, die auf ihren 500-Euro-Grill bitte ein 99-ct-Schnitzel legen wollen, die sind das Problem
    schön umschrieben.
    Ich hab mich mit Anfang 20 ("damals") noch gewundert, was die Porschefahrer neben meiner Nuckelpinne auf dem Aldiparkplatz wollten.

  9. #29
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    https://www.n-tv.de/politik/Preisauf...e21859383.html

    also hier ist man mal wieder dran. Was auch immer es bedeuten soll/wird, wenn davon gesprochen wird, daß ".... Die anfallenden Umbau- und Haltungskosten sollen durch eine Verbrauchssteuer finanziert werden..."

    "Gute" Lebensmittel, so sie denn flächendeckend und alleinig verkauft werden sollen, werden meiner Meinung nach den Bedarf nicht decken, unabhängig vom Preis muss und wird importiert werden. Ich halte die Diskussion deshalb für Augenwischerei, nur "gute" Lebensmittel verkaufen zu wollen.
    Ist ja auch nicht schlimm, wenn importiert wird. Nur sollten auch die Hersteller in den Exportländern fair bezahlt werden.

  10. #30
    Avatar von lucillaminor
    lucillaminor ist gerade online Bücherwurm
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    mich ärgert, dass man fast nur noch Fleisch aus Großbetrieben oder Bio bekommt.

    Nix gegen Bio, aber das ist halt sehr teuer und die Vorgaben sind auch nicht einfach einzuhalten (was sich ja gegenseitig bedingt)

    Mir würde gutes Fleisch von Tieren, die gut gehalten werden, reichen. Dafür bin ich gerne bereit, mehr zu zahlen. Finde ich hier nicht.

    Bei Gemüse geht das. Da findet man eher regionaler Vermarkter.
    Es gibt da ganz gute Konzepte. Schon mal was vom Aktivstall für Schweine gehört?
    Leider nicht regional, aber ich mach da immer mal wieder ne Großbestellung und fülle den Gefrierschrank ...

    Und unsere Metzger hier arbeiten auch so transparent, dass ich zumindest die Wege nachvollziehen kann. Da ist auch nicht alles Fleischfabrik, zum Glück.

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