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Thema: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

  1. #411
    Avatar von Entropie
    Entropie ist offline Veteran

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    das ist doch Blödsinn.

    Bei einer Baustelle umstellen sie das Gelände auch. Ok, Tönnies ist groß, aber es gibt auch große Baustellen
    Bei Tönnies kommen noch die Hygieeschleusen hinzu. Da kommt niemand rein oder raus ohne sich komplett umzuziehen. Einfach so rein ist nicht. Und einfach so das Personal im Hof antraben lassen zur Kontrolle der Personalien halt auch nicht. Das ist alles nicht unmöglich und mit genug Personal sicher machbar.

  2. #412
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Ich sehe das persönlich auch so. Aber ich bezweifle, dass die Mehrheit der Konsumenten Zugriff auf Fleisch von Tieren aus guter Haltung haben kann. Dafür sind gar nicht ausreichend Weideflächen da, um so eine Menge Tiere halten zu können. Auch dann nicht, wenn jeder Mensch nur noch 1-2 Mal in der Woche Fleisch konsumiert. Ich wüsste nicht, wie das zu bewerkstelligen wäre.

    eben und das wird völlig ausgeblendet. Hatten wir gestern schon: Fleisch würde wohl häufiger und in noch größerem Umfang importiert werden, ob als Fleisch oder verarbeitetes Produkt.

    Und die Rechnung, ich kann nur wieder auf meinen Metzger verweisen, daß Fleisch von Tieren aus guter Haltung und hochqualitatives Fleisch unweigerlich teurer sein müssen, stimmt so einfach nicht, schon gar nicht die Schätzung "das Doppelte". Hier wird im Zweifel akzeptiert, daß mit dem Argument "das Doppelte" sich wieder die Taschen auf Kosten von Verbrauchern, Mitarbeiter und Tieren voll machen.

  3. #413
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    warum dieses Worst-case-Szenario? Erstmal hängt alles von Art und Umfang der Prüfung ab, man kann mit wenigen Spezialisten Buchprüfungen vornehmen, man kann völlig im Hintergrund ermitteln und man kann mit Hundertschaften Personenkontrollen vornehmen.

    Meine Erfahrung ist, daß Kontrolleure alles andere als doof sind, die wissen sehr genau, wo, wen und was sie sich anschauen müssen. Es ist also eher nicht davon auszugehen, daß der Schlachthof tagelang stillgelegt wird, sofern es keine oder nur sehr geringfügige Ansätze für Verstöße gibt. Gibt es diese in größerem Umfang, kann es länger dauern - das ist dann halt so, selbstgewähltes Schicksal. Ich sehe da auch erstmal keinerlei Ansätze für Anwälte und Schadensersatz.
    zudem gehe ich von einem 3-Schicht-Betrieb aus. Da wird eh nur eine Schicht geprüft und somit sinds nur 1/3-Mitarbeiter (wovon mindestens 10 % im Urlaub oder krank sind). Das sind immer noch viel, aber es geht.
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  4. #414
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Das einzig genussvolle wohl nicht, aber für mich gehört Fleisch dazu, sonst würde ich es nicht mehr essen. Ich kann es mir glücklicherweise leisten, bzw. habe ich Zugriff auf Fleisch von Tieren, welche gute Lebensbedingungen hatten. Aber wenn ich ehrlich bin, wüsste ich nicht, ob ich auf Fleisch verzichten würde, wenn ich nur Fleisch aus konventioneller Haltung kaufen könnte (was meines Wissens nach die Mehrheit der Verbraucher macht).

    Wobei, wenn ich überlege, ich esse z.B. sehr gerne San Daniele Schinken. Ich glaube nicht, dass dieser Schinken von Tieren aus guter Haltung kommt, ebenso wenig die italienische Mortadella. Bei Wurstwaren finde ich es momentan noch sehr schwierig, Produkte kaufen zu können, die nicht von Tieren aus konventioneller Haltung kommen.

    Aber darum ging es gar nicht, sondern darum, auf was man im Falle von Geldknappheit eher verzichtet. Das wäre dann bei mir der Klavierunterricht, bevor es kein Fleisch mehr gäbe, bzw. es nur Fleisch aus Massentierhaltung geben könnte.
    Himmel, der Klavierunterricht war ein BEISPIEL für Bildungsgerechtigkeit! Es gibt Menschen mit wenig Geld. Die würden weniger Fleisch futtern, wenn es doppelt so teuer wäre. Sehr begrüßenswert, denn dann müsste es per se weniger Massentierhaltung geben, weil die Nachfrage sänke! Ich finde es komplett unerheblich, ob sich jeder Bundesbürger täglich Kaviar, Wildlachs, Koberind, Bioschnitzel oder Billighähnchen leisten kann. Weil nix davon nachhaltig wichtig ist, um a) zu überleben und b) in dieser Gesellschaft eine Chance zu haben.
    (By the way: ich kann mir nicht täglich Kaviar leisten - andere schon. Soll ich jetzt heulen, weil ich auf irgendeinen Genuss (rein hypothetisch, ich habe noch nie welchen gegessen) verzichten muss, den andere sich erlauben könne? Gilt übrigens genauso für Koberind.)

    Bedenklich finde ich aber, wenn Kinder auf ein Musikinstrument, Sport, Nachhilfe verzichten müssen, weil es nicht im Budget ist. DAS verringert gesellschaftliche Chancen und Teilhabe. Und WENN was subventioniert wird, DANN bitte letzteres!
    Kara^^ gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

  5. #415
    Avatar von SofieAmundsen
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    eben und das wird völlig ausgeblendet. Hatten wir gestern schon: Fleisch würde wohl häufiger und in noch größerem Umfang importiert werden, ob als Fleisch oder verarbeitetes Produkt.

    Und die Rechnung, ich kann nur wieder auf meinen Metzger verweisen, daß Fleisch von Tieren aus guter Haltung und hochqualitatives Fleisch unweigerlich teurer sein müssen, stimmt so einfach nicht, schon gar nicht die Schätzung "das Doppelte". Hier wird im Zweifel akzeptiert, daß mit dem Argument "das Doppelte" sich wieder die Taschen auf Kosten von Verbrauchern, Mitarbeiter und Tieren voll machen.
    Also das Biohack von bioland kostet mich 5,99 pro 400g. Billighack von Aldi kostet 2,99 pro 500 g. Klar kommt es zu einer Verdoppelung! Von Hähnchen rede ich mal gar nicht, da sind die Preise ehr 3-4 mal so hoch.

    Und was den Import angeht, da muss es dann eben EU-weite Richtlinien geben. Und bei weiteren Abkommen der Tierschutz halt festgeschrieben werden.
    Liebe Grüße

    Sofie

  6. #416
    Avatar von SofieAmundsen
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Ich sehe das persönlich auch so. Aber ich bezweifle, dass die Mehrheit der Konsumenten Zugriff auf Fleisch von Tieren aus guter Haltung haben kann. Dafür sind gar nicht ausreichend Weideflächen da, um so eine Menge Tiere halten zu können. Auch dann nicht, wenn jeder Mensch nur noch 1-2 Mal in der Woche Fleisch konsumiert. Ich wüsste nicht, wie das zu bewerkstelligen wäre.
    Nein, natürlich nicht. Das Zauberwort lautet: WENIGER.
    Liebe Grüße

    Sofie

  7. #417
    Avatar von Klopferline
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Himmel, der Klavierunterricht war ein BEISPIEL für Bildungsgerechtigkeit! Es gibt Menschen mit wenig Geld. Die würden weniger Fleisch futtern, wenn es doppelt so teuer wäre. Sehr begrüßenswert, denn dann müsste es per se weniger Massentierhaltung geben, weil die Nachfrage sänke! Ich finde es komplett unerheblich, ob sich jeder Bundesbürger täglich Kaviar, Wildlachs, Koberind, Bioschnitzel oder Billighähnchen leisten kann. Weil nix davon nachhaltig wichtig ist, um a) zu überleben und b) in dieser Gesellschaft eine Chance zu haben.
    (By the way: ich kann mir nicht täglich Kaviar leisten - andere schon. Soll ich jetzt heulen, weil ich auf irgendeinen Genuss (rein hypothetisch, ich habe noch nie welchen gegessen) verzichten muss, den andere sich erlauben könne? Gilt übrigens genauso für Koberind.)

    Bedenklich finde ich aber, wenn Kinder auf ein Musikinstrument, Sport, Nachhilfe verzichten müssen, weil es nicht im Budget ist. DAS verringert gesellschaftliche Chancen und Teilhabe. Und WENN was subventioniert wird, DANN bitte letzteres!
    EIN Punkt wäre:
    Fleisch ist unglaublich billig und nahrhaft. Du vergisst den 4,85 EUR-Satz für Hartz-IV-Empfänger für die tägliche Verpflegung.
    Das zieht sich übrigens durch, überall dort, wo Verpflegung angeboten und eingepreist ist, gäbe es Preiserhöhungen. Für Alten- und Pflegeheime habe ich schonmal eine Ausrechnung gelesen, bei gleichzeitigen Bedenken, einer fleischärmeren Ernährung. (Fleisch in jeder Form, also auch verarbeitet, Wurst z.B.)
    Also müsste man den Leuten schon sagen, wo und wie sie preisgleichen Ersatz bekommen.

  8. #418
    Sascha ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Ich sehe das persönlich auch so. Aber ich bezweifle, dass die Mehrheit der Konsumenten Zugriff auf Fleisch von Tieren aus guter Haltung haben kann. Dafür sind gar nicht ausreichend Weideflächen da, um so eine Menge Tiere halten zu können. Auch dann nicht, wenn jeder Mensch nur noch 1-2 Mal in der Woche Fleisch konsumiert. Ich wüsste nicht, wie das zu bewerkstelligen wäre.
    Ja, aber hier ging es ja gerade nicht darum, ob es genügend Weideflächen gibt sondern darum, ob es Menschen zumutbar ist, nur noch sehr selten Fleisch zu essen.
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    Sascha
    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

    https://ibb.co/4N203zg

  9. #419
    Avatar von SofieAmundsen
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    EIN Punkt wäre:
    Fleisch ist unglaublich billig und nahrhaft. Du vergisst den 4,85 EUR-Satz für Hartz-IV-Empfänger für die tägliche Verpflegung.
    Das zieht sich übrigens durch, überall dort, wo Verpflegung angeboten und eingepreist ist, gäbe es Preiserhöhungen. Für Alten- und Pflegeheime habe ich schonmal eine Ausrechnung gelesen, bei gleichzeitigen Bedenken, einer fleischärmeren Ernährung. (Fleisch in jeder Form, also auch verarbeitet, Wurst z.B.)
    Also müsste man den Leuten schon sagen, wo und wie sie preisgleichen Ersatz bekommen.
    Willst du mir jetzt sagen, dass man sich ausschließlich mit täglicher Fleischration preiswert und ausgewogen ernähren kann ?
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #420
    Avatar von Klopferline
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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Also das Biohack von bioland kostet mich 5,99 pro 400g. Billighack von Aldi kostet 2,99 pro 500 g. Klar kommt es zu einer Verdoppelung! Von Hähnchen rede ich mal gar nicht, da sind die Preise ehr 3-4 mal so hoch.
    jetzt mal im ernst: hältst Du dieses Biohack für besser? Ich habe das tatsächlich schon ein paar mal gekauft. Das ist immer noch absolut minderwertiges Fleisch mit viel Wasser.
    Bei Hähnchen genauso, pfui deibel, das kann man nicht essen. Ja, gutes Hähnchen kostet mindestens 3-4 mal so viel aber vom billigen wird mir schlecht - tatsächlich.

    Ich bin leider kein Experte aber ich halte 90% von dem ganzen Unsinn für Marketingstrategien, die keinesfalls besseres Fleisch oder mehr Tierwohl enthalten. Geringfügig bessere Qualität (nicht 100 ml. Wasser, sondern nur 80 ml) aber immer noch Mist.

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Und was den Import angeht, da muss es dann eben EU-weite Richtlinien geben. Und bei weiteren Abkommen der Tierschutz halt festgeschrieben werden.
    Klar, noch mehr Richtlinien, die dann umgangen werden.
    Wer soll da wo und was kontrollieren? Es gibt keine Grenzkontrollen, Aufzeichnungspflichten von Veterinären und das war's.
    Soll Deutschland in Polen kontrollieren, wie dort Tiere gehalten werden? EU-Kommissare?
    Das ist doch pure Theorie, das kann nicht verordnet werden, die Leute müssen es begreifen und ihr Verhalten ändern.

    Diese ganzen Siegel sind doch eine Beruhigungspille für die Volksseele. Kam oft genug im TV, zertifziert nach.....

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