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Thema: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

  1. #421
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist gerade online Altlast

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Willst du mir jetzt sagen, dass man sich ausschließlich mit täglicher Fleischration preiswert und ausgewogen ernähren kann ?
    wo steht das, lass doch die Übertreibungen.
    Ja, mit regelmäßig Fleisch kann man sich tatsächlich preiswert und ausgewogen ernähren, auch abseits von Bioqualität.
    Mach doch mal eine Umfrage, wieviele überhaupt abseits von Bolognese-Sauce, bei der die Qualität tatsächlich keine Rolle spielt, kochen können? Würstchen, diverse Fleischsalate, Nudeln mich Hackfüllung, Nuggets, marinierte Steaks zum Grillen .....

    Ich verstehe ja bis heute nicht, wie man ernsthaft Kartoffelsalat im Eimer kaufen kann aber Du wirst auch wissen, wie schwer ein hauswirtschaftlicher Unterricht an normalen Schulen zu bewerkstelligen ist. (bei uns fehlten an der Hauptschule über Jahre in der voll eingerichteten Küche die richtigen Fußleisten )

  2. #422
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist offline Legende

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Bedenklich finde ich aber, wenn Kinder auf ein Musikinstrument, Sport, Nachhilfe verzichten müssen, weil es nicht im Budget ist. DAS verringert gesellschaftliche Chancen und Teilhabe. Und WENN was subventioniert wird, DANN bitte letzteres!
    Ich wüsste ja gerne, wo da eine Grenze gezogen wird. Welcher Sport, welche Art Musikunterricht, welche Hobbys sollen staatlich subventioniert werden? Ich glaube, da hat jeder Mensch andere Prioritäten, oder was er als notwendig emfpindet. Ich finde es z.B. nicht existentiell wichtig, dass ein Kind ein Instrument spielen kann, oder im Tennisverein Mitglied ist .Wo fängt denn Teilhabe an? Wer definiert, was üblich und nötig ist, damit jedes Kind, jeder Mensch - sagen wir mal hier in Deutschland, unter gleichen Chancen aufwächst? Ihm die gleiche Teilhabe garantiert wird.

    Es wird sicherlich hundertausende Kinder geben, die auf das eine oder andere Hobby verzichten müssen, weil es nicht im Budget der Familie ist. Und da sehe ich sicherlich nicht die Allgemeinheit in der Pflicht, das zu subventionieren.
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    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

  3. #423
    jellybean73 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    wo steht das, lass doch die Übertreibungen.
    Ja, mit regelmäßig Fleisch kann man sich tatsächlich preiswert und ausgewogen ernähren, auch abseits von Bioqualität.
    Mach doch mal eine Umfrage, wieviele überhaupt abseits von Bolognese-Sauce, bei der die Qualität tatsächlich keine Rolle spielt, kochen können? Würstchen, diverse Fleischsalate, Nudeln mich Hackfüllung, Nuggets, marinierte Steaks zum Grillen .....

    Ich verstehe ja bis heute nicht, wie man ernsthaft Kartoffelsalat im Eimer kaufen kann aber Du wirst auch wissen, wie schwer ein hauswirtschaftlicher Unterricht an normalen Schulen zu bewerkstelligen ist. (bei uns fehlten an der Hauptschule über Jahre in der voll eingerichteten Küche die richtigen Fußleisten )
    den kartoffelsalat aus dem kübel, den bekommt man in den stinknormalen gasthäusern auch meist serviert.
    (und eventuell auch in den "nobelhäusern")

  4. #424
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist offline Legende

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Ja, aber hier ging es ja gerade nicht darum, ob es genügend Weideflächen gibt sondern darum, ob es Menschen zumutbar ist, nur noch sehr selten Fleisch zu essen.
    Und ich schrieb nur, dass ich lieber auf den Klavierunterricht verzichten würde, als mich in der Ernährung einzuschränken. Was ja nicht heißt, dass ich Fleisch aus Massentierhaltung essen würde, sondern nur, dass ich an dann lieber an anderer Stelle verzichten würde, statt mich genusstechnisch einzuschränken. Sprich, wenn ich mir teures Fleisch nicht leisten könnte, aber dazu gezwungen wäre, es zu kaufen, wenn es z.B. kein Billiges mehr gäbe (was ich begrüßen würde), dann müsste ich mich an anderer Stelle einschränken. Aber das wäre sicherlich nicht mein Fleischkonsum.
    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

  5. #425
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist gerade online Altlast

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    den kartoffelsalat aus dem kübel, den bekommt man in den stinknormalen gasthäusern auch meist serviert.
    (und eventuell auch in den "nobelhäusern")
    ja, da, wo ich dann zweimal essen gehe: das erste und das letzte Mal.
    Aber Du hast recht, was sich heute so Gasthaus oder Restaurant nennt, ist schlechter als viele Kantinen.

    Das meinte ich ja auch vorhin, daß viele Leute gar nicht (mehr?) merken, was sie da essen. Die Unterschiede fallen oft erst dann auf, wenn etwas anderes serviert wird.

  6. #426
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    ok, dosenessen kauf ich nie.
    faschiertes (das ganz normale) kostet hier ich glaub 2,99/halber kilo. also diskonter.
    Wir haben hier einen Hofer in der Innenstadt (vermutlich haben wir nicht nur einen, aber ich kenne halt den einen) - da dürften eher weniger Leute ihre Vorräte kaufen und mehr ihre Jause. Der hat oft Fleisch um minus 25 % (weils morgen abläuft) oder welches um 50% (das heute abläuft). Wer einen größeren TK hat, ist da fein raus (da gibt es dann auch mal Bio-Fleisch zum guten Preis).

    Bei Milchprodukten kommt es auch öfter vor.

    Oder halt bei den Backboxen am Abend.

  7. #427
    Sina75 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von jellybean73 Beitrag anzeigen
    Weil hier die schlimmen Bedingungen angeprangert werden in der Massenproduktion ( zu recht ) und die Macht der Konsumenten angesprochen wird....es ist schwierig.
    Wir müssen uns zb das Geld für Lebensmittel ( aber auch für anderes ) genau einteilen. Ich habe ein Budget dafür
    Ich bin oft auf der " suche" nach günstigen Lebensmitteln.
    Dazu kommt , dass wir des öfteren auch ( teure) glutenfreie Produkte kaufen müssen.
    Zb Nudeln, Brot, Mehl, ich backe viel mit Nüssen, die sind auch teuer.

    In Österreich liegen die Preise für Lebensmittel auch höher als in D.

    Vielleicht sind wir die Ausnahme, aber für uns gilt, dass das verfügbare Geld ziemlich begrenzt ist, das wir für Essen haben.
    Das heißt nicht, dass wir hungern, bei Gott nicht.
    Aber ich muss! auf günstige Preise achten.

    Wie seht ihr das?
    Ist das mit dem " gute " Lebensmittel kaufen , auch wenn sie teurer sind, eine Diskussion, die viele gar nicht trifft?
    Wenn die Leute, die es sich leisten können, das Geld in die Hand nehmen und was gescheites kaufen, würde das schon was bringen. Und dann halt nicht jeden Tag Fleisch sondern nur zweimal die Woche, einmal Fisch, viermal vegetarisch. Und das jemand ein Kilo Schwein für 1,29 kaufen MUSS, das sehe ich einfach nicht.
    Den nächsten Lockdown mach ich nicht mehr mit. Da bleib ich lieber daheim!

  8. #428
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    man kann hoffentlich ermitteln und damit unterbinden, daß die, die den Job bekommen haben, keine Möglichkeit zur freien Wohnungssuche haben und somit gezwungen werden, in überteuerte Massenunterkünfte zu ziehen, die in der Tat ein weiteres Einkommensmodell darstellen.
    Na, dann ermittelt man und die Leute haben dann keinen Job mehr

    Mal davon abgesehen, dass man staatlicherseits dann halt auch ausreichend Wohnungen zur Verfügung stellen müsste. Oder kann sich der nicht ganz so gut bezahlte Schlachthofmitarbeiter auf dem privaten Markt locker eine leisten?

  9. #429
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    jetzt mal im ernst: hältst Du dieses Biohack für besser? Ich habe das tatsächlich schon ein paar mal gekauft. Das ist immer noch absolut minderwertiges Fleisch mit viel Wasser.
    Womit machst du denn Bolognesesoße? Drehst du echt selber durch den Fleischwolf? Ist eigentlich auch ein Interesse von mir, aber ich habe (noch) keinen. Ansonsten: Ja, selbstverständlich halte ich das Biohackfleisch von dem Hof, von dem ich weiß, dass es daher kommt, für besser als Billighack!

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    Bei Hähnchen genauso, pfui deibel, das kann man nicht essen. Ja, gutes Hähnchen kostet mindestens 3-4 mal so viel aber vom billigen wird mir schlecht - tatsächlich.
    Ich kaufe sehr selten Hähnchen. Ich denke nicht, dass mir von billigem schlecht wird, aber ich kann es nicht mit meinen Vorstellungen von Tierwohl vereinbaren, es zu kaufen. daher kaufe ich selten Biohähnchen.

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    Ich bin leider kein Experte aber ich halte 90% von dem ganzen Unsinn für Marketingstrategien, die keinesfalls besseres Fleisch oder mehr Tierwohl enthalten. Geringfügig bessere Qualität (nicht 100 ml. Wasser, sondern nur 80 ml) aber immer noch Mist.
    Da ich WEIß, wie die Tire gehalten werden auf dem Hof, von welchem mein Edeka das bioland Fleisch bezieht, bin ich sehr sicher, dass da mehr auf Tierwohl geachtet wird.



    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    Klar, noch mehr Richtlinien, die dann umgangen werden.
    Ach so. Keine Richtlinien, weil sie eh umgangen werden. Auch eine Sichtweise.

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    Wer soll da wo und was kontrollieren? Es gibt keine Grenzkontrollen, Aufzeichnungspflichten von Veterinären und das war's.
    Soll Deutschland in Polen kontrollieren, wie dort Tiere gehalten werden? EU-Kommissare?
    Das ist doch pure Theorie, das kann nicht verordnet werden, die Leute müssen es begreifen und ihr Verhalten ändern.

    Diese ganzen Siegel sind doch eine Beruhigungspille für die Volksseele. Kam oft genug im TV, zertifziert nach.....
    Bioland und demeter sind nach meiner Erfahrung keine Beruhigungspillensiegel. (Meine Nichte arbeitet auf einem Biolandhof.) Wobei es da auch schwarze Schafe geben wird. Dass allerdings ein Billigfleischanbieter seine Tiere auf der Weide hält, langsam mit gutem Futter mästet und hofnah schlachtet halte ich dann doch eher für ausgeschlossen.
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #430
    Avatar von Mairegen
    Mairegen ist offline Legende

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    Standard Re: Das Fleisch, das Gemüse, das Geld

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    ja, da, wo ich dann zweimal essen gehe: das erste und das letzte Mal.
    Aber Du hast recht, was sich heute so Gasthaus oder Restaurant nennt, ist schlechter als viele Kantinen.

    Das meinte ich ja auch vorhin, daß viele Leute gar nicht (mehr?) merken, was sie da essen. Die Unterschiede fallen oft erst dann auf, wenn etwas anderes serviert wird.
    Finde ich gar nicht mehr. Die Qualität der Restaurants hat sich die letzten 5-10 Jahre ziemlich verbessert. Also zumindest in meiner Umgebung. Eimerkartoffelsalat und Pressschnitzel ist doch kaum noch anzutreffen. Vor 10 Jahren war das viel häufiger Standard in Gasthäusern.

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