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Thema: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

  1. #821
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von hermine123 Beitrag anzeigen
    ok, das mag sein. Für mich geht es aber um die Frage, welche Zahlen für die Ergreifung von Maßnahmen relevant sind. Und hier finde ich eine Betrachtung der Infizierten wichtiger als die Erkrankten. Zum einen sind die Infizierten ein geeigneter Frühindikator für die späteren Erkrankungen (darauf zu hoffen, dass die Infektionen in der jüngeren Bevölkerung bleiben, hat leider nicht funktioniert). Zum anderen ist die Nachverfolgung von positiven Tests wichtig um Infektionsherde zu erkennen und diese frühzeitig einzudämmen.

    Dass das in der Vergangenheit nicht funktioniert hat, mag sein. Ich halte das Konzept sich auf Infektionen zu konzentrieren dennoch für wesentlich sinnvoller als nur die Zahl der Erkrankungen zu betrachten.
    Es sprach keiner davon, nur sie Zahl der Erkrankten zu betrachten. Es wurde angeregt, die Zahl der Infizierten und die Zahl der Erkrankten zu erheben und für jeweils unterschiedliche Maßnahmen/Beurteilungen zu nutzen. WhiseWoman hat u.a. geschrieben, dass die Zahl der Infizierten selbstverständlich auch ihren Zweck erfüllt.
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  2. #822
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Naja, die Pandemie wird noch länger dauern. Da halte ich es für die Zukunft schon wichtige, die Fehler der Vergangenheit zu benennen.

    Du kritisierst die, die sich nicht genug beschränken, Dinge tun, die zwar erlaubt sind, aber in deinen Augen unnötig, und benennst diese Menschen als Ursache für die steigenden Zahlen. Das sind für mich Schuldzuweisungen, zwar nicht an eine konkrete Person, aber an eine unbestimmte Personengruppe.
    Nein, ich hab nie die steigenden Zahlen an bestimmten Verhalten festgemacht.
    Ich hab mehrfach und immer wieder geschrieben, dass die Mehrzahl der Infektionen inzwischen im normalen, meist vorsichtigen Alltag passiert und dass es ein Trugschluss ist, dass Feiern oder Regelverstöße die wesentlichen Treiber wären.
    Daraus folgt aber halt umgekehrt nicht, dass Feiern im großen Kreis oder mehrfach im kleinen Kreis auch schon egal wäre. Sondern umgekehrt, dass wir schauen müssten, welche Kontakte noch irgendwie Verzichtbar sind.
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  3. #823
    Avatar von Sarah29
    Sarah29 ist offline Legende

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Nur dass das deine laienhafte Betrachtung ist, Fachleute sehe das offenbar anders. Ich hoffe doch, dass bei der Abwägung, welche Maßnahmen gerechtfertigt, angemessen und wirksam sind, Fachleute und keine Laien, wie du und ich, zu Rate gezogen werden.

    Es besteht ja nun kein Konsens darüber, dass diese Maßnahmen ohne Augenmaß erlassen werden, im Gegenteil, ich gehe davon aus, dass wenn das so wäre, sie wieder fix durch irgendwelche Klagen gekippt würden. Wie auch schon vereinzelt geschehen.
    Es mehren sich aber komischerweise die Stimmen von Experten, die Kritik an diesen Maßnahmen üben. Am eindrucksvollsten fand ich hier das Beispiel des Beherbergungsverbots, das zumindest beim RKI - dessen Leiter und Mitarbeiter ich durchaus als Experten bezeichnen würde - eher auf Ablehnung denn Zustimmung stieß unter den derzeitigen Umständen (überlastet Gesundheitsämter, begrenzte Menge an Reagenzien für Tests).
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  4. #824
    Avatar von stpaula_75
    stpaula_75 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Immerhin: die Klasse, von der ich heute vormittag schon schrieb, verblieb nach dem negativen Test nur noch zehn Tage in Quarantäne.
    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Wenn man sich nur mal grundsätzlich an die Fachleute hielte und nicht nur bei den Verschärfungen. Die Leopoldina hat schon vor vielen Wochen (ich weiß, ich wiederhole mich) vorgeschlagen, die vorbeugende Quarantäne auf zehn Tage zu verkürzen. Das würde dazu führen, dass hunderttausende Menschen arbeiten, am Unterricht teilnehmen und sich seelisch weniger stark belastet fühlen würden. Und es ist empdemiologisch vertretbar.

    Da gibt es also wissenschaftliche Evidenz. Da gibt es einen Vorschlag für einen besseren Kurs, der die Akzeptanz der Maßnahme erhöhen und den Aufwand für die Gesundheitsämter (tägliche Telefonate)... maßgeblich senken könnte. Das Ganze hätte also vermutlich sogar positive Folgen für den Verlauf der Pandemie (hier sind die Gesundheitsämter schon überlastet).

    Es scheint nur niemanden zu interessieren.

    Warum?
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  5. #825
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Daraus folgt aber halt umgekehrt nicht, dass Feiern im großen Kreis oder mehrfach im kleinen Kreis auch schon egal wäre. Sondern umgekehrt, dass wir schauen müssten, welche Kontakte noch irgendwie Verzichtbar sind.
    Wie lange willst du das machen? Monate? Jahre?

    Für mich sind keine Kontakte verzichtbar. Weder beruflich noch privat (wobei ich privat nicht bereit bin auf weitere Kontakte zu verzichten)

  6. #826
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Es mehren sich aber komischerweise die Stimmen von Experten, die Kritik an diesen Maßnahmen üben. Am eindrucksvollsten fand ich hier das Beispiel des Beherbergungsverbot, das zumindest beim RKI - dessen Leiter und Mitarbeiter ich durchaus als Experten bezeichnen würde - eher auf Ablehnung denn Zustimmung stieß unter den derzeitigen Umständen (überlastet Gesundheitsämter, begrenzte Menge an Reagenzien für Tests).
    es mehren sich auch die Stimmen, die diese gesamte Corona-Panik für völlig übertrieben halten. Manchmal habe ich das Gefühl, es fehlt an Rückgrat, zurückzurudern.

    Wir haben, lt. RKI, "... Nach einem Höchststand des Anteils Verstorbener an allen laborbestätigten Fällen von 7 % in der 16. KW 2020 sank dieser Anteil kontinuierlich bis zur Meldewoche 34 deutlich, um dann bei deutlich unter 1% nur noch leicht zu schwanken. Der Anteil von Fällen mit keinen bzw. keinen für COVID-19 bedeutsamen Symptomen nahm über die Zeit bis zur Meldewoche 34 auf 35% zu und nimmt seitdem wieder ab. Er liegt seit Meldewoche 38 unter 20..."
    Dazu kommt, daß MIT Corona Infizierte grundsätzlich als Todesfälle in dieser Statistik gezählt werden.

    Wahrscheinlich traut sich niemand, ich denke aber hier dürfte das vielen bekannt sein: verweise ich mal auf die WHO-Studie von John P. A. Ioannidis, der in einer Studie durchaus eine Sterblichkeitsrate von 0,23 % angibt, mit allen darin noch behafteten Unsicherheiten.

    Also: deutlich unter 1 % lt. RKI aber inkl. aller an anderen Ursachen aber mit Corona Verstorbenen und 0,23 % von Ioannidis: liegen wir noch weit weg davon, zu recht mit Influenza vergleichen zu können?
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  7. #827
    Avatar von DasUpfel
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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Leona68 Beitrag anzeigen
    Ich sehe nur die Schwierigkeit, wenn man jetzt noch nicht mal nachverfolgen kann, wer positiv getestet ist, wie soll das funktionieren zu verfolgen, wer zu Hause leichte Symptome, mittlere oder auch schwerer erkrankt ist, ohne ins KKH zu müssen, oder gar auf die Intensivstation?

    Manche Menschen fühlen sich mit 39 Grad Fieber noch einigermaßen fit, andere mit den gleichen Symptomen dem Tod geweiht, wer will das bewerten, nachverfolgen, dokumentieren? Nicht jeder Infizierte, der sich zu Hause kuriert, hat nur leichte Symptome oder evtl. keine Folgeschäden. Das fände ich sehr fahrlässig.
    Gibts nicht dieses Quarantänetagebuch? Der Sohn einer Userin hier sollte doch sowas führen.

  8. #828
    Avatar von DasUpfel
    DasUpfel ist offline Indoor-Germanin

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Stadtmusikantin Beitrag anzeigen
    Das hatten wir doch schon mal: Es wurde NICHT nur bei den Lehrern angefragt.
    Ein Lehramtsstudium (bzw. die Beschäftigung im ÖD an sich) scheint aber zur Coronaverfolgung zu befähigen. Im Gegensatz zu anderen Berufen wie z.B. Saschas.

  9. #829
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    es mehren sich auch die Stimmen, die diese gesamte Corona-Panik für völlig übertrieben halten. Manchmal habe ich das Gefühl, es fehlt an Rückgrat, zurückzurudern.

    Wir haben, lt. RKI, "... Nach einem Höchststand des Anteils Verstorbener an allen laborbestätigten Fällen von 7 % in der 16. KW 2020 sank dieser Anteil kontinuierlich bis zur Meldewoche 34 deutlich, um dann bei deutlich unter 1% nur noch leicht zu schwanken. Der Anteil von Fällen mit keinen bzw. keinen für COVID-19 bedeutsamen Symptomen nahm über die Zeit bis zur Meldewoche 34 auf 35% zu und nimmt seitdem wieder ab. Er liegt seit Meldewoche 38 unter 20..."
    Dazu kommt, daß MIT Corona Infizierte grundsätzlich als Todesfälle in dieser Statistik gezählt werden.

    Wahrscheinlich traut sich niemand, ich denke aber hier dürfte das vielen bekannt sein: verweise ich mal auf die WHO-Studie von John P. A. Ioannidis, der in einer Studie durchaus eine Sterblichkeitsrate von 0,23 % angibt, mit allen darin noch behafteten Unsicherheiten.

    Also: deutlich unter 1 % lt. RKI aber inkl. aller an anderen Ursachen aber mit Corona Verstorbenen und 0,23 % von Ioannidis: liegen wir noch weit weg davon, zu recht mit Influenza vergleichen zu können?
    Wenn du dir die Grafiken aus sämtlichen Ländern anschaust, die z.B. spiegel online so schön veröffentlicht, so gehen die Infektionszahlen überall seit Wochen und Monaten (!) durch die Decke, die Todeszahlen bleiben aber ganz gering.
    Das ist gut so !!!
    Aber das lässt sich irgendwann halt auch nicht mehr erklären mit "wartet nur, das Unheil kommt..."

  10. #830
    Avatar von Leona68
    Leona68 ist offline Legende

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Sarah29 Beitrag anzeigen
    Es mehren sich aber komischerweise die Stimmen von Experten, die Kritik an diesen Maßnahmen üben. Am eindrucksvollsten fand ich hier das Beispiel des Beherbergungsverbot, das zumindest beim RKI - dessen Leiter und Mitarbeiter ich durchaus als Experten bezeichnen würde - eher auf Ablehnung denn Zustimmung stieß unter den derzeitigen Umständen (überlastet Gesundheitsämter, begrenzte Menge an Reagenzien für Tests).
    Es ist ja auch gut, dass Kritik geübt wird und auch andere Stimmen gehört werden. Aber letztendlich gehe ich fest davon aus, dass die Entscheidungen die letztendlich getroffen werden, aufgrund von Expertenrat erfolgen und nicht reiner, blinder Aktionismus sind, so wie du es geschrieben hast.
    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -

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