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Thema: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

  1. #961
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline freesie (für Fim!)

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von SofieAmundsen Beitrag anzeigen
    Und während der 5 Minuten Lüftens alle 20 Minuten sitzt du auch direkt am offenen Fenster (wie einige Schüler*innen meiner Klassen) und arbeitest konzentriert weiter? Während du ggf. das Fenster direkt vor der Stirn hast?
    Apart wurde es, als es schräg reingeregnet hat.
    "Es ist gefährlich, über einen Witz zu lachen. Man bekommt ihn dann immer wieder zu hören."
    Danny Kaye

  2. #962
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist gerade online Altlast

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Junon Beitrag anzeigen
    Wo hast du denn das gehört? Die Verfassungsgerichte (welche übrigens?) können nicht "einschreiten" oder von sich aus aktiv werden, wie du oder deine Quelle sich das offenbar vorstellt.

    Natürlich wird über die Beteiligung der Parlamente diskutiert.
    Du scheinst das aber als Hinweis oder sogar als Beleg zu sehen zu sehen, dass die jetzige Regelung im Infektionsschutzgesetz, die die Landesregierungen zur diesen Rechtsverordnungen ermächtigt, verfassungswidrig ist.
    Weil das irgendwer sagt, ist das aber noch lang nicht der Fall.
    Danke für die Belehrung, ich habe auf diesen Stil keine Lust mehr.

    Du kannst dir wahrscheinlich denken, dass ich die Behauptung belegen könnte.

  3. #963
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Warum hat man hier nicht auf Fachleute gehört?

    Daten aus Sachsen haben gezeigt, dass v.a. junge Schulkinder keine Spreader sind ... die Studien in Leipzig und Dresden waren nicht riesig, aber auch nicht klein ... wenn man das weiß, fragt man sich schon, warum man Grundschulkinder am Platz (!) mit MNS traktiert. Der Grundschulalltag könnte wesentlich angenehmer sein, ohne dass das Risiko explodiert.

    In Österreich wurde eine Probengewinnung per Gurgeln entwickelt und validiert ... warum nutzt man die hier nicht? Gerade auch für Kinder und Jugendliche.

    Das sind alles so Fragen, die ich mir stelle. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit, mich damit zu befassen, wer jetzt was untersucht hat und was er dabei gefunden hat ... aber das, was mir so am Tag "am Aug' vorbeifliegt", sagt mir, dass beim RKI z.B. zu wenige Leute genau mit solchen Analysen befasst sein dürften.
    Die Probengewinnung durch gurgeln gibt es schon länger als covid 19 und ich wurde so bereits vor Ostern in Deutschland getestet. Niedlich, dass das jetzt was neues sein soll.

  4. #964
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Junon Beitrag anzeigen
    Mehr Evidenz hätte ich auch gern.

    Ich habe jetzt mal die Mühe gemacht nachzuschauen, hier: , weil mich gewundert hat, was du da schreibst. Ich finde es nicht bestätigt:

    Am 1.4. hatten
    Bayern: 18.500,
    NRW: 13.000
    Ba-Wü: 14.600

    Am 15.4. hatten sich die Zahlen in allen drei Ländern ziemlich genau verdoppelt (in Bayern und Ba-Wü knapp, in NRW ziemlich genau)
    Am 1.5. waren die Zahlen in Bayern und Ba-Wü um etwa um 22 Prozent weiter gestiegen, in NRW um 26 Prozent.
    Am 15.5. hatte Bayern nochmal um ca. 5 Prozent Fälle zugelegt, NRW um knapp 10 Prozent und Ba-Wü um ca 3 Prozent.

    Wenn wir davon ausgehen, dass die Pandemie aus Österreich übergeschwappt ist, dann dürfte in Bayern zudem die Dunkelziffer deutlich größer gewesen sein. Was man im übrigen auch an der Entwicklung der Zahlen in den bayerischen grenznahen und Transit-Landkreisen vermuten konnte.
    Ich finde leider keine Gegenüberstellungen der Testzahlen nach Bundesländern, das wäre vermutlich auch noch wichtig.
    Ich komme mit der Seite nicht klar. Zu dem Zeitpunkt, als ich anfing, waren die Zahlen nach meiner Erinnerung nahezu gleichauf, das kann aber schon früher gewesen sein. Jedenfalls sind die Zuwachs- und auch die Abnahmeraten von Bawü und Bayern sehr ähnlich, trotz sehr unterschiedlichen Vorgehens. Auch die Zahlen von Skiurlaubern in Bawü dürften hoch gewesen sein, dazu kommt, dass Corona ja zu der Zeit in Ostbayern sehr stark verbreitet war, wo wohl Zoigl-Wirtschaften und Starkbierfeste die Brutstätten waren; die Zeit hat das sehr gut aufbereitet. Die These, dass die Nähe zu Österreich "schuld" war, ist meines Wissens nicht wissenschaftlich bestätigt.

    Was die Testzahlen angeht: Bayern hat sich meiner Erinnerung nach damals schon gerühmt, eher viel zu testen. Aber wie viel, das weiß ich nicht. Das wäre in der Tat interessant.

    Ich würde meine These nach erneutem Nachdenken vielleicht bescheidener formulieren: In den anderen BL gingen die Zahlen nicht schneller runter, aber in vergleichbarem Maß, bei weniger Einschnitten in grundlegende Bedürfnisse. Für meine Kinder waren das harte vier Wochen, ich hätte ihnen menschliche Begegnung so gewünscht, mit egal welchem Abstand. Aber man durfte ja nicht mal im Wald mit fünf Meter Entfernung eine Unterhaltung führen, und das wurde von Polizisten zu Fuß auch stichprobenartig kontrolliert.
    claud1979 und Makaria. gefällt dies.

  5. #965
    Avatar von Junon
    Junon ist offline ... war mal FiB

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    Danke für die Belehrung, ich habe auf diesen Stil keine Lust mehr.

    Du kannst dir wahrscheinlich denken, dass ich die Behauptung belegen könnte.
    Ich bin eigentlich immer ganz froh, wenn mich jemand auf einen Irrtum oder Fehler aufmerksam macht. Dann lerne ich nämlich was dazu.

    Du kannst sicher belegen, dass irgendwer das behauptet hat. Aber ganz sicher nicht, dass das Verfassungsgericht von sich aus aktiv werden kann.

  6. #966
    Avatar von Junon
    Junon ist offline ... war mal FiB

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Ich komme mit der Seite nicht klar. Zu dem Zeitpunkt, als ich anfing, waren die Zahlen nach meiner Erinnerung nahezu gleichauf, das kann aber schon früher gewesen sein. Jedenfalls sind die Zuwachs- und auch die Abnahmeraten von Bawü und Bayern sehr ähnlich, trotz sehr unterschiedlichen Vorgehens. Auch die Zahlen von Skiurlaubern in Bawü dürften hoch gewesen sein, dazu kommt, dass Corona ja zu der Zeit in Ostbayern sehr stark verbreitet war, wo wohl Zoigl-Wirtschaften und Starkbierfeste die Brutstätten waren; die Zeit hat das sehr gut aufbereitet. Die These, dass die Nähe zu Österreich "schuld" war, ist meines Wissens nicht wissenschaftlich bestätigt.
    Naja, das ist ja so eine Sache. Dazu hätte zu Anfang bereits eine gute Rückverfolgung stattfinden müssen.

    Aber ich hab keine Ahnung, das sind alles nur Vermutungen. Österreich war halt sehr früh dran un dgilt ja als der Ausgangspunkt für die europäische Ausbreitung der Pandemie - Innsbruck (dort arbeitende Italiener aus der Lombardei), Kühtai, dann eben Ischgl.
    Ich denke schon, dass die räumliche Nähe eine Rolle spielte. In Oberbayern ist es sehr viel üblicher und auch möglich, mal eben zum Skifahren rüber zu fahren. Zum Tanken fährt eh jeder über die Grenze, der da in der Nähe wohnt. Jedenfalls hatten Rosenheim, Miesbach etc. Fetzenzahlen, dort wo die Fortsetzungen der beiden großen Transitstrecken durchlaufen - Brenner- und Tauernautobahn. Bad Tölz dagegen nicht, aber da gibts auch keine viel frequentierten Grenzübergänge, nur einen kleinen.


    Was die Testzahlen angeht: Bayern hat sich meiner Erinnerung nach damals schon gerühmt, eher viel zu testen. Aber wie viel, das weiß ich nicht. Das wäre in der Tat interessant.
    Ich würde meine These nach erneutem Nachdenken vielleicht bescheidener formulieren: In den anderen BL gingen die Zahlen nicht schneller runter, aber in vergleichbarem Maß, bei weniger Einschnitten in grundlegende Bedürfnisse. Für meine Kinder waren das harte vier Wochen, ich hätte ihnen menschliche Begegnung so gewünscht, mit egal welchem Abstand. Aber man durfte ja nicht mal im Wald mit fünf Meter Entfernung eine Unterhaltung führen, und das wurde von Polizisten zu Fuß auch stichprobenartig kontrolliert.
    Ja, für Familien mit kleinen Kindern war das sehr hart, in jeder Hinsicht. Und ich finde deinen Hinweis wirklich interessant.
    Und: Wurde bei euch tatsächlich so streng kontrolliert?

  7. #967
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Junon Beitrag anzeigen
    Und: Wurde bei euch tatsächlich so streng kontrolliert?
    Ja. Natürlich nicht immer und überall, aber hier waren tatsächlich Fußstreifen und auch Polizeiautos auf den Forstwegen und in den klassischen Naherholungsgebieten unterwegs. In den Wohngebieten sind sie anfangs sogar regelmäßig Streife gefahren und haben auch Menschen angesprochen und Strafen verhängt. Dazu hatte ich in dieser Zeit einige Begegnungen mit selbst ernannten "Regelwächtern", die besonders heftig ausfielen, als ich (wohlgemerkt während das erlaubt war) mit einer Freundin mit erkennbar nichtdeutschen Wurzeln spazieren war.

    Wir haben uns sehr kontrolliert gefühlt und uns anfangs ernsthaft überlegt, ob Kind 3 nun mit Straßenmalkreiden auf dem Gehsteig malen darf und Kind 2 sein ferngesteuertes Auto fahren lassen darf, weil das ja beides keine eigentliche "Bewegung" (laut Verordnung) ist.

  8. #968
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline freesie (für Fim!)

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Hier wurde auch stark kontrolliert.

    Ich schrieb damals im Forum von einem Waldspaziergang: Ein Mann lief vielleicht 50m vor rum (ich kann Entfernungen schlecht schätzen). Wir hatten keinen Blickkontakt, wir kamen uns nicht nahe und hatten das auch nicht vor, wir liefen da nur zufällig beide im Wald rum.
    Sowohl er als auch ich wurden per Lautsprecherdurchsage ermahnt, voneinander Abstand zu halten.
    Im Wald gab es viel Polizeipräsenz.

    In der Nachbarschaft wohnt eine Frau, die Saxofon spielt.
    Wenn es wärmer wird, übt sie oft bei geöffnetem Fenster.
    Sie wurde ermahnt, das zu unterlassen, ihre Musik könnte zu einer Ansammlung führen; ansonsten müsse sie eine Strafe zahlen.

    Ich könnte noch mehr Beispiele nennen. Mit dem, was ich damals erlebt habe, hätte ich nie gerechnet.


    Vor unserem Haus fuhr den ganzen Tag die Polizei hin und her, alle 10-15 Minuten fuhren sie vorbei.
    Ich nehme an, in unserem konkreten Fall lag es daran, dass wir direkt an der damals geschlossenen Grenze leben.
    Aber etwas unheimlich war das schon.

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Ja. Natürlich nicht immer und überall, aber hier waren tatsächlich Fußstreifen und auch Polizeiautos auf den Forstwegen und in den klassischen Naherholungsgebieten unterwegs. In den Wohngebieten sind sie anfangs sogar regelmäßig Streife gefahren und haben auch Menschen angesprochen und Strafen verhängt. Dazu hatte ich in dieser Zeit einige Begegnungen mit selbst ernannten "Regelwächtern", die besonders heftig ausfielen, als ich (wohlgemerkt während das erlaubt war) mit einer Freundin mit erkennbar nichtdeutschen Wurzeln spazieren war.


    Wir haben uns sehr kontrolliert gefühlt und uns anfangs ernsthaft überlegt, ob Kind 3 nun mit Straßenmalkreiden auf dem Gehsteig malen darf und Kind 2 sein ferngesteuertes Auto fahren lassen darf, weil das ja beides keine eigentliche "Bewegung" (laut Verordnung) ist.
    "Es ist gefährlich, über einen Witz zu lachen. Man bekommt ihn dann immer wieder zu hören."
    Danny Kaye

  9. #969
    Avatar von Junon
    Junon ist offline ... war mal FiB

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Ja. Natürlich nicht immer und überall, aber hier waren tatsächlich Fußstreifen und auch Polizeiautos auf den Forstwegen und in den klassischen Naherholungsgebieten unterwegs. In den Wohngebieten sind sie anfangs sogar regelmäßig Streife gefahren und haben auch Menschen angesprochen und Strafen verhängt. Dazu hatte ich in dieser Zeit einige Begegnungen mit selbst ernannten "Regelwächtern", die besonders heftig ausfielen, als ich (wohlgemerkt während das erlaubt war) mit einer Freundin mit erkennbar nichtdeutschen Wurzeln spazieren war.

    Wir haben uns sehr kontrolliert gefühlt und uns anfangs ernsthaft überlegt, ob Kind 3 nun mit Straßenmalkreiden auf dem Gehsteig malen darf und Kind 2 sein ferngesteuertes Auto fahren lassen darf, weil das ja beides keine eigentliche "Bewegung" (laut Verordnung) ist.
    örgs. Das klingt heftig. Ich hab sowas bei uns gar nicht mitbekommen, und ich war viel draußen.
    Obwohl, doch: Polizei habe ich an der Isar auch gesehen. Aber die patrouillieren (schreibt man das so?) da sonst auch.
    Was ich total schlimm fand, waren die gesperrten Spielplätze.

    Am Anfang gabs ja auch diesen Zirkus mit den Parkbänken. Wobei ich das von Anfang an missachtet habe, weil ich da das Missverständnis vermutete, als das es sich ja dann auch herausstellte.

  10. #970
    Avatar von JohnnyTrotz
    JohnnyTrotz ist offline freesie (für Fim!)

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    Standard Re: Coronaregeln - steigende Fallzahlen

    Zitat Zitat von Junon Beitrag anzeigen
    örgs. Das klingt heftig. Ich hab sowas bei uns gar nicht mitbekommen, und ich war viel draußen.
    Obwohl, doch: Polizei habe ich an der Isar auch gesehen. Aber die patrouillieren (schreibt man das so?) da sonst auch.
    Was ich total schlimm fand, waren die gesperrten Spielplätze.

    Am Anfang gabs ja auch diesen Zirkus mit den Parkbänken. Wobei ich das von Anfang an missachtet habe, weil ich da das Missverständnis vermutete, als das es sich ja dann auch herausstellte.
    Die Bänke waren bei uns zeitweise abmontiert.
    "Es ist gefährlich, über einen Witz zu lachen. Man bekommt ihn dann immer wieder zu hören."
    Danny Kaye

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