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Thema: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

  1. #1
    mimi1971 ist offline Pooh-Bah

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    Standard @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Sorry, es wird ein längerer Text.

    Ich habe da mal die ein oder andere Frage. Und zwar stellt sich bei uns im nächsten Jahr die Frage, wie es schulisch weitergehen soll oder ob es doch besser eine Ausbildung im Handwerk wird. Gerade im Hinblick auf Corona.

    Wir wohnen in Hessen. Mein Sohn besucht die 10. Realschulklasse einer kooperierten Gesamtschule. Sein Notendurchschnitt ist super. Bis jetzt liegt er zwischen 1,5 und 1,7. Sein Wunsch ist eigentlich eine Schreinerausbildung. Er hat zwei erfolgreiche Schulpraktika im Holzbereich absolviert und sich bereits im Februar in seinem ersten Praktikumsbetrieb um eine Ausbildungsstelle für August 21 beworben. Der Chef dort will ihn einerseits gerne einstellen, dass hat er ihm schon gesagt, andererseits kann er ihm momentan noch keine Zusage geben, da es nur ein kleiner Betrieb ist und er coronabedingt noch nicht weiß, ob er seinen Betrieb überhaupt halten kann. So, nun muss ein Plan B her.

    Plan B wäre das Abitur. Zumindest kann er sich vorstellen, es auszuprobieren. Er ist diesbezüglich hin- und hergerissen. Er sagt selbst, dass das Arbeiten mit Holz ihm unheimlich Spaß macht und er ist diesbezüglich sehr geschickt. Auf der anderen Seite hat er Angst, dass er sich nachher vorwirft, dass er es nicht versucht hat.

    Wie sieht das jetzt in Coronazeiten mit einer Ausbildung aus? Mit der Berufsschule?

    Wie läuft es schulisch in der gymnasialen Oberstufe? Unsere Gesamtschule hat eine eigene Oberstufe. Ich habe aber keinen Einblick, wie es dort so unterrichtsmäßig läuft.

    Ich weiß nicht, was ich ihm raten soll. Von Eltern aus unserer Oberstufe weiß ich, dass der Leistungsanspruch noch einmal stark ansteigt. Er arbeitet für die Schule sehr selbständig und hat auch den Lockdown im Frühjahr toll gemeistert. Andererseits weiß ich nicht, ob er den Anforderungen der Gym-Oberstufe gerecht wird.

    Das berufliche Gymnasium ist für ihn keine Alternative, da dort die "Ausbildungszweige" nicht in sein Interessensgebiet fallen. Es gibt an der Schule im Bereich Schreiner nur die Möglichkeit entweder als Auszubildender die Berufsfachschule zu besuchen, bzw. Hauptschüler können im Bereich Holz den Realschulabschluss erlangen. Auch im Bildungsgang Fachoberschule gibt es nichts im Schreinerbereich.

    So, was sollte er bedenken, gerade im Hinblick auf Corona? Letzten Endes muss er es selber wissen. Er wird das Gespräch mit dem Chef der Schreinerei Anfang 21 noch einmal suchen. Momentan weiß er noch nicht sicher, wie er sich entscheiden will, falls er doch noch eine Zusage für die Ausbildungsstelle bekommen sollte.

    Danke an alle, die durchgehalten haben.

  2. #2
    Avatar von WillyWeber
    WillyWeber ist offline Dummbatz

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Zitat Zitat von mimi1971 Beitrag anzeigen
    Sorry, es wird ein längerer Text.

    Ich habe da mal die ein oder andere Frage. Und zwar stellt sich bei uns im nächsten Jahr die Frage, wie es schulisch weitergehen soll oder ob es doch besser eine Ausbildung im Handwerk wird. Gerade im Hinblick auf Corona.

    Wir wohnen in Hessen. Mein Sohn besucht die 10. Realschulklasse einer kooperierten Gesamtschule. Sein Notendurchschnitt ist super. Bis jetzt liegt er zwischen 1,5 und 1,7. Sein Wunsch ist eigentlich eine Schreinerausbildung. Er hat zwei erfolgreiche Schulpraktika im Holzbereich absolviert und sich bereits im Februar in seinem ersten Praktikumsbetrieb um eine Ausbildungsstelle für August 21 beworben. Der Chef dort will ihn einerseits gerne einstellen, dass hat er ihm schon gesagt, andererseits kann er ihm momentan noch keine Zusage geben, da es nur ein kleiner Betrieb ist und er coronabedingt noch nicht weiß, ob er seinen Betrieb überhaupt halten kann. So, nun muss ein Plan B her.

    Plan B wäre das Abitur. Zumindest kann er sich vorstellen, es auszuprobieren. Er ist diesbezüglich hin- und hergerissen. Er sagt selbst, dass das Arbeiten mit Holz ihm unheimlich Spaß macht und er ist diesbezüglich sehr geschickt. Auf der anderen Seite hat er Angst, dass er sich nachher vorwirft, dass er es nicht versucht hat.

    Wie sieht das jetzt in Coronazeiten mit einer Ausbildung aus? Mit der Berufsschule?

    Wie läuft es schulisch in der gymnasialen Oberstufe? Unsere Gesamtschule hat eine eigene Oberstufe. Ich habe aber keinen Einblick, wie es dort so unterrichtsmäßig läuft.

    Ich weiß nicht, was ich ihm raten soll. Von Eltern aus unserer Oberstufe weiß ich, dass der Leistungsanspruch noch einmal stark ansteigt. Er arbeitet für die Schule sehr selbständig und hat auch den Lockdown im Frühjahr toll gemeistert. Andererseits weiß ich nicht, ob er den Anforderungen der Gym-Oberstufe gerecht wird.

    Das berufliche Gymnasium ist für ihn keine Alternative, da dort die "Ausbildungszweige" nicht in sein Interessensgebiet fallen. Es gibt an der Schule im Bereich Schreiner nur die Möglichkeit entweder als Auszubildender die Berufsfachschule zu besuchen, bzw. Hauptschüler können im Bereich Holz den Realschulabschluss erlangen. Auch im Bildungsgang Fachoberschule gibt es nichts im Schreinerbereich.

    So, was sollte er bedenken, gerade im Hinblick auf Corona? Letzten Endes muss er es selber wissen. Er wird das Gespräch mit dem Chef der Schreinerei Anfang 21 noch einmal suchen. Momentan weiß er noch nicht sicher, wie er sich entscheiden will, falls er doch noch eine Zusage für die Ausbildungsstelle bekommen sollte.

    Danke an alle, die durchgehalten haben.
    Was spricht gegen einen anderen Ausbildungsbetrieb?
    M.E. hat Handwerk den goldensten Boden seit es Handwerk gibtbund ich würde es begrüßen, wenn meine Kinder eine handwerkliche Ausbildung starten würden.
    Azubis werden gesucht und sind rar.
    Sascha, Jaerte, bunteQ und 2 anderen gefällt dies.
    lg Willy


    "Euer Gott stellt einen Apfelbaum mitten in einen Garten und sagt: 'Macht, was euch Spaß macht, Leute, oh, aber esst keinen Apfel.' O Wunder, o Wunder, sie essen natürlich einen, und er springt hinter einem Busch hervor und schreit: 'Hab ich euch endlich!'"
    (Ford Prefect, "The Restaurant at the end of the Universe" Douglas Adams)

  3. #3
    Strickli ist offline Legende

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Gibt es bei euch ein Berufsgrundbildungsjahr Holztechnik? Bei der Auszubildenden zur Schreinerin, die ich kenne, war das wohl die Voraussetzung für die Ausbildung (und wird wohl als erstes Ausbildungsjahr gezählt, wenn ich es richtig verstanden habe).

  4. #4
    sachensucher ist offline Legende

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Zitat Zitat von WillyWeber Beitrag anzeigen
    Was spricht gegen einen anderen Ausbildungsbetrieb?
    M.E. hat Handwerk den goldensten Boden seit es Handwerk gibtbund ich würde es begrüßen, wenn meine Kinder eine handwerkliche Ausbildung starten würden.
    Azubis werden gesucht und sind rar.
    So sehe ich das auch. Ich finde es toll, dass dein Sohn schon weiss was er will. Besser ein motivierter Schreiner als ein Abiturient, der nicht weiss was er will (mit letzterem hab ich Erfahrung:( )

    In den betrieben wird auch mit Corona ganz normal gearbeitet, während an der Uni alles digital läuft...
    WillyWeber und viola5 gefällt dies.

  5. #5
    Gerlinde1 ist offline addict

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Warum bewirbt er sich nicht bei anderen AG?
    Kleine Betriebe sind nicht unbedingt immer ausbildungskonform.
    Vielleicht zögert der Chef daher.
    Foxlady_ gefällt dies

  6. #6
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    ich würde einem schüler mit sehr guter mittlerer reife immer den weg zum abitur empfehlen. und wenn holz sein ding ist, was spricht gegen ein duales studium, holztechnik oder innenausbau z. b.

    https://www.studycheck.de/duales-studium/holztechnik

    https://www.schreiner.de/beruf-schre...um-innenausbau
    Sascha, tanja73, Fimbrethil und 2 anderen gefällt dies.
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  7. #7
    Avatar von Cafetante
    Cafetante ist offline Wibbelchen

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Da bin ich ja mal ganz deiner Meinung Ich denke auch, das Abi nimmt ihm keiner mehr. Sollte er auf die Idee kommen, doch noch zu studieren, wäre der Weg umständlicher-
    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    ich würde einem schüler mit sehr guter mittlerer reife immer den weg zum abitur empfehlen. und wenn holz sein ding ist, was spricht gegen ein duales studium, holztechnik oder innenausbau z. b.

    https://www.studycheck.de/duales-studium/holztechnik

    https://www.schreiner.de/beruf-schre...um-innenausbau

  8. #8
    Avatar von nykaenen88
    nykaenen88 ist offline Legende

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Beides parallel angehen. Wenn es dieser Betrieb werden soll, dann dort bewerben. Und parallel gucken, welche Schule er machen könnte, wenn das nix wird. Wenn er nach der Ausbildung noch Abi machen will, kann er das immer noch, andersrum aber auch. Oder er geht den Weg über den Meister und dann eventuell an die Uni.
    Wenn er JETZT Lust auf Holz hat, würde ich nicht zu einem dualen Studium in 3 Jahren raten.
    Liebe Grüße

    Matti
    _________________
    verhütungsfrei seit 03/06
    ICSI - NEGATIV
    6x Kryo - NEGATIV
    Kryo - POSITIV - Kind 06/2010
    Kryo - POSITIV *19. Woche
    Kryo - NEGATIV
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    Kryo - POSITIV - Kind 05/2014

  9. #9
    Avatar von nykaenen88
    nykaenen88 ist offline Legende

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Zitat Zitat von Cafetante Beitrag anzeigen
    Da bin ich ja mal ganz deiner Meinung Ich denke auch, das Abi nimmt ihm keiner mehr. Sollte er auf die Idee kommen, doch noch zu studieren, wäre der Weg umständlicher-
    Die Ausbildung nimmt ihm auch keiner mehr. Und sollte er af die Idee kommen, seinen Meister machen zu wollen, wäre der Weg übers Abi der umständliche.
    Liebe Grüße

    Matti
    _________________
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  10. #10
    Gerlinde1 ist offline addict

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    Standard Re: @ Eltern von Handwerk-Auszubildenden und Eltern von Gym-Oberstufenschülern (E-Q4)

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    ich würde einem schüler mit sehr guter mittlerer reife immer den weg zum abitur empfehlen. und wenn holz sein ding ist, was spricht gegen ein duales studium, holztechnik oder innenausbau z. b.

    https://www.studycheck.de/duales-studium/holztechnik

    https://www.schreiner.de/beruf-schre...um-innenausbau
    Duale Studiengänge sind hier (NRW) wieder im Abbau, weil etliche AG aus Corona- damit Coronagründen abspringen.
    Hier sind gerade fast alle dualen geförderten Studiengänge seitens der AG auf Eis gelegt zu Gunsten der alten Ausbildungsberufe.
    Man wartet derzeit die Krise ab, was sich leider für Azubis auswirkt.

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