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Thema: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

  1. #121
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    es sind schätzungsweise zehn Prozent bis ein Drittel
    Und das sind halt vielfach die Schüler die daheim sowieso nicht die tolle Unterstützung haben.
    Da werden überdurchschnittlich viele nicht aufholen

    Und ein Jahr fehlt nunmal. Im Leben.
    Übrigens: Dieses Jahr muss auch jemand zahlen

    Meine Tochter hat (unverschuldet !) mindestens ein Semester versäumt, es wurde gleich kommuniziert dass das bei der Höchstzahl nicht zählt, ihr Fachbereich hat sich da im ersten lockdown gleich verabschiedet.
    Mal abgesehen davon dass das was auch jungen Menschen macht wenn sie abgehängt werden - das muss jemand finanzieren!
    So schlimm die persönliche Situation für viele Studierende in Deutschland sein mag (v.a. auch finanziell), aber wo genau denkst du denn, wird deine Tochter abgehängt sein? Glaubst du wirklich, dass das in 5-7 Jahren für sie noch immer spürbar sein wird, dass sie echte, handfeste Nachteile haben wird, wenn sie nun 1 Jahr "verliert"?
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  2. #122
    Avatar von sojus
    sojus ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Nein, das sehe ich nicht so.

    Bei Soloselbstständiger hat jetzt jeder den armen Poeten oder den armen Cellospieler im Kopf.
    Und das ist auch ein Bild, was medial stark befeuert wird.
    Ja, die sind die Verlierer der Krise.

    Was Saxony aber sicher im Blick hat, da sie aus dem Handwerk kommt:

    es handelt sich insgesamt um einen riesigen Markt prekär arbeitender Menschen, die in Umgehung ordentlicher sozialversicherungspflichtiger Anstellung und daher ohne soziale Sicherung in inzwischen ganzen Wirtschaftszweigen die vorherrschende Struktur bilden. Dagegen kann man als traditionell wirtschaftendes Unternehmen mit Festangestellten nicht konkurrieren.
    Und Festangestellte können nicht gegen die Billigkräfte ohne Ansprüche konkurrieren.

    Bau Sektor, Müllentsorgung, Gebäudereinigung, Wachdienst, Pflegekräfte, Transportunternehmen, um mal einige zu nennen.
    Aber auch im Veranstaltungsbereich, in den Medien, Werbeindustrie und IT und Telekommunikationsbranche.
    Fleischskandal vergessen?

    Zwischending, aber auch nicht unprekärer, sind die Leasingkräfte in Dienstleistung und Industrie.

    Wenn der Druck jetzt mal steigt auf die Arbeitgeber (dafür gibt es kein Kurzarbeitergeld) und auf die sich Anbietenden (dafür gibt es kein Arbeitslosengeld), kurz gesagt, eine Renaissance der Sinnhaftigkeit von Sozialkassen, dann kann das gesamtwirtschaftliche schon gutes bewirken.
    Danke für diesen Hintergrund, so kann ich das nachvollziehen. Und bezogen auf diese Gruppe ist Saxonys Überlegung auch plausibel.

    Ich denke zwar nicht an Arne Poeten, aber an ganz legale Klavierlehrer oder Bergführerinnen. Und die landen eben wirklich im ALG 2.
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  3. #123
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    So schlimm die persönliche Situation für viele Studierende in Deutschland sein mag (v.a. auch finanziell), aber wo genau denkst du denn, wird deine Tochter abgehängt sein? Glaubst du wirklich, dass das in 5-7 Jahren für sie noch immer spürbar sein wird, dass sie echte, handfeste Nachteile haben wird, wenn sie nun 1 Jahr "verliert"?
    natürlich wird sie nicht "abgehängt" sein
    Und zum Glück habe ich das Geld für ihr Studium schon lange angespart, da kommt es auch auf ein Semester oder ein Jahr nicht an.

    Aber: Das geht doch nicht allen so, und das muss von jemand finanziert werden.
    Das kommt ja, um das mal wieder anzubringen, nicht aus dem Farbdrucker

    Ganz abgesehen davon dass so ein verlorenes Semster oder Jahr etwas mit jungen Menschen macht (meine Tochter war und ist nahe dran in Depressionen zu rutschen) - sowas fehlt in der Erwerbsbiographie, in der Rente, in der Laufbahn.
    Ich finde nicht dass man das mit "ach, egal" abtun darf
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  4. #124
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Danke für diesen Hintergrund, so kann ich das nachvollziehen. Und bezogen auf diese Gruppe ist Saxonys Überlegung auch plausibel.

    Ich denke zwar nicht an Arne Poeten, aber an Klavierlehrer oder Bergführerinnen. Und die landen eben wirklich im ALG 2.
    und wenn corona vorbei ist, lernen kinder wieder klavierspielen und leute gehen in die berge.

    es klingt hier so, als wäre "nach corona" jegliches leben tot und kein selbständiger könnte sich je wieder eine existenz aufbauen.

    nach corona gibt es wieder tourismus und leute werden sich durch die alte stadt an der donau führen lassen.
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    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  5. #125
    Saxony ist offline old hand

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Aha, Selbständige und Freiberufler haben für dich also keinen "ganz normalen" Job.

    Welche Jobs sollen das denn sein?
    Was passiert deiner Meinung nach mit Menschen deren selbständige Existenz durch Corona an die Wand fährt?
    Normalerweise sind die Ersparnisse dann aufgebracht. Und dann?

    Und ich frag nochmal ganz deutlich: Welche gute "Marktbereinigung" siehst du denn da?
    Was ist gut dran wenn Menschen die bisher von ihrer Arbeit leben konnten und das gerne gemacht haben jetzt ruiniert sind?
    Warum fühlst Du Dich denn so persönlich angegriffen? Nimm doch bitte mal deine rosarote Selbstständigen-Brille ab und schaue über Deinen Tellerrand.

    Ich habe nirgendwo gesagt das ich es gut finde wenn Menschen jetzt ruiniert werden. Aber wieviele Selbstständige haben bereits nach 4 Wochen gejammert das sie die Zeit nicht überleben.
    Sorry, aber wenn ich schon eine Weile eine eigene Firma habe dann sollte schon ein kleines Polster vorhanden sein, das ich nicht nach 4 Wochen schon vor dem Ruin stehe (da nehme ich jetzt mal neu gegründete Firmen und Firmen die hohe Investitionen getätigt haben raus).

  6. #126
    Saxony ist offline old hand

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von Temporär Beitrag anzeigen
    Nein, das sehe ich nicht so.

    Bei Soloselbstständiger hat jetzt jeder den armen Poeten oder den armen Cellospieler im Kopf.
    Und das ist auch ein Bild, was medial stark befeuert wird.
    Ja, die sind die Verlierer der Krise.

    Was Saxony aber sicher im Blick hat, da sie aus dem Handwerk kommt:

    es handelt sich insgesamt um einen riesigen Markt prekär arbeitender Menschen, die in Umgehung ordentlicher sozialversicherungspflichtiger Anstellung und daher ohne soziale Sicherung in inzwischen ganzen Wirtschaftszweigen die vorherrschende Struktur bilden. Dagegen kann man als traditionell wirtschaftendes Unternehmen mit Festangestellten nicht konkurrieren.
    Und Festangestellte können nicht gegen die Billigkräfte ohne Ansprüche konkurrieren.

    Bau Sektor, Müllentsorgung, Gebäudereinigung, Wachdienst, Pflegekräfte, Transportunternehmen, um mal einige zu nennen.
    Aber auch im Veranstaltungsbereich, in den Medien, Werbeindustrie und IT und Telekommunikationsbranche.
    Fleischskandal vergessen?

    Zwischending, aber auch nicht unprekärer, sind die Leasingkräfte in Dienstleistung und Industrie.

    Wenn der Druck jetzt mal steigt auf die Arbeitgeber (dafür gibt es kein Kurzarbeitergeld) und auf die sich Anbietenden (dafür gibt es kein Arbeitslosengeld), kurz gesagt, eine Renaissance der Sinnhaftigkeit von Sozialkassen, dann kann das gesamtwirtschaftliche schon gutes bewirken.
    Danke, Du kannst es einfach besser ausdrücken.

  7. #127
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Ganz abgesehen davon dass so ein verlorenes Semster oder Jahr etwas mit jungen Menschen macht (meine Tochter war und ist nahe dran in Depressionen zu rutschen) - sowas fehlt in der Erwerbsbiographie, in der Rente, in der Laufbahn.
    Ich finde nicht dass man das mit "ach, egal" abtun darf
    sorry, aber... corona ruiniert die karrieren aller derzeitigen studenten, die ein oder zwei semester verlieren. oder wie? und kein verantwortlicher personaler wird sich zukünftig daran erinnern, daß 2020/21 kein normales studienjahr war, sondern jeden ex-studenten als bummelanten einsortieren?
    Mumpitz und viola5 gefällt dies.
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  8. #128
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    es sind schätzungsweise zehn Prozent bis ein Drittel
    Und das sind halt vielfach die Schüler die daheim sowieso nicht die tolle Unterstützung haben.
    Da werden überdurchschnittlich viele nicht aufholen

    Und ein Jahr fehlt nunmal. Im Leben.
    Übrigens: Dieses Jahr muss auch jemand zahlen

    Meine Tochter hat (unverschuldet !) mindestens ein Semester versäumt, es wurde gleich kommuniziert dass das bei der Höchstzahl nicht zählt, ihr Fachbereich hat sich da im ersten lockdown gleich verabschiedet.
    Mal abgesehen davon dass das was auch jungen Menschen macht wenn sie abgehängt werden - das muss jemand finanzieren!
    Ich weiß. Da sind halt die Eltern in der Pflicht. Das kann ja immer sein, dass ein Kind länger braucht.
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  9. #129
    Avatar von sojus
    sojus ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    und wenn corona vorbei ist, lernen kinder wieder klavierspielen und leute gehen in die berge.

    es klingt hier so, als wäre "nach corona" jegliches leben tot und kein selbständiger könnte sich je wieder eine existenz aufbauen.

    nach corona gibt es wieder tourismus und leute werden sich durch die alte stadt an der donau führen lassen.
    Darum ging es an dieser Stelle gar nicht.
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  10. #130
    Avatar von Stadtmusikantin
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    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    sorry, aber... corona ruiniert die karrieren aller derzeitigen studenten, die ein oder zwei semester verlieren. oder wie? und kein verantwortlicher personaler wird sich zukünftig daran erinnern, daß 2020/21 kein normales studienjahr war, sondern jeden ex-studenten als bummelanten einsortieren?
    Denke du doch mal über deinen Tellerrand hinweg. Es gibt nicht nur Studenten wie die Tochter von cosima, die das finanziell stemmen kann. Sehr viele Studenten arbeiten auf 450€-Basis, da sie kaum oder gar keine Unterstützung von Eltern erhalten. Diese Jobs sind coronabedingt weggefallen. So mancher wird gezwungen sein, sich zu exmatrikulieren. Das ist dann eben nicht egal.
    cosima, Klopferline und sojus gefällt dies.

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