Seite 36 von 36 ErsteErste ... 26343536
Ergebnis 351 bis 355 von 355
Like Tree414gefällt dies

Thema: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

  1. #351
    Avatar von event_horizon
    event_horizon ist offline Graph v. Ortho undercover

    User Info Menu

    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Trotzdem die Rückfrage: Wie viele Leute können das? Finanziell und von der Infrastruktur des Bauernhofes her gesehen? Und wie viele Leute tun das tatsächlich? Für mich sind das Einzelbeispiele.

    Ich bin gespannt, wie die das in 2 oder 3 Jahren sehen mit dem Landleben. Dafür braucht's schon serh, sehr viel Idealismus.
    Die leben nicht für 2 oder 3 Jahre oder für immer da.
    Zweitwohnsitz.

    Ich hatte ja auch mehrmals geschrieben, dass das nichts für die breite Masse ist, sondern Einzelbeispiele.

    Cosima hatte ich geschrieben, dass ich das mit dem Hof glaube ich eher im übertragenen Sinne meine - eine Gemeinschaft aus mehreren Familien, die für die Lockdown-Zeit unter sich bleiben und sich gegenseitig helfen (reihum Kinder betreuen, während die anderen Homeoffice machen etc.).
    Es macht aber natürlich nur Sinn, wenn diese Familien dicht beieinander wohnen und nicht weite öffentliche Wege zurücklegen müssen. Das ist hier in Berlin nicht selbstverständlich - meine Kinder gehen in eine Kita in einem anderen Stadtteil, ihre Freunde (und deren Eltern, mit denen ich befreundet bin) wohnen über die ganze Stadt verstreut.
    Mit dem Achten- Zwerg (10/2014), Schneeweißchen (06/2017), dem doppelten Lottchen (ET 26.01.2020) und einem * (11/2018)

  2. #352
    Sascha ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von Hed@ Beitrag anzeigen
    Das finde ich irgendwie toll, dass es offensichtlich Menschen gibt, mit denen ihr euch ein Leben auf engem Raum und auf Dauer vorstellen könnt. So sehr wie ich meine Freunde mag, ich könnte mir nicht mal einen gemeinsamen Urlaub vorstellen. Dazu bin ich zu sehr Eigenbrötler.
    Also eine gemeinsame Wohnung planen wir auch nicht. Schon abgetrennt voneinander.
    Sascha
    Most important decisions in life are made between two people in bed
    Billy Bragg

    https://ibb.co/4N203zg

  3. #353
    Avatar von event_horizon
    event_horizon ist offline Graph v. Ortho undercover

    User Info Menu

    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Ich finde das gar nicht so dystopisch. Eher ein pragmatisches Vordenken für den Fall, dass.
    So, wie man auch sein Haus barrierefrei baut, für den Fall, dass man irgendwann nicht mehr mobil ist. Oder sein Geld unterschiedlich anlegt, für den Fall, dass es in einem Anlagesektor zu Werteverfall kommt. Oder überlegt, wo man die Kinder unterbringt, falls einem etwas zustößt. Oder eine Versicherung abschließt, für den Fall, dass ein großer Schaden entsteht. Etc.

    Ich denke, die meisten machen sich in Bezug auf unterschiedliche Szenarien solche Gedanken, siehe Beispiele oben.
    In Bezug auf Corona hat das aber etwas Dystopisches, weil wir alle hoffen, dass so ein Fall (langfristige soziale Beschränkung) unwahrscheinlich ist und weil das Szenario das gesamte Leben aller betreffen würde, nicht nur das eigene Leben (das Allumfassende finde ich vom Charakter her dystopischer als einen Einzelschicksalsschlag).

    Im Prinzip geht es mir weder um Prepping, Landleben, Selbstversorgung, garantierte Szenarien oder sonst was.
    Sondern um die Überlegung, wie ich mein Leben umgestalten könnte oder müsste, um meine Lebensqualität zu sichern, falls es zu langfristigen sozialen Beschränkungen kommt.

    Ich merke, dass ich eine größere Gemeinschaft als nur meine Familie hier bräuchte - eine Gemeinschaft, in der man Belastungen untereinander abpuffert (gegenseitig reihum Kinder betreuen, während die anderen im Homeoffice arbeiten). Wenn gleichzeitig möglichst wenig Kontakte erfolgen sollen, ist die Konsequenz, dass man versucht, eine möglichst abgeschlossene Gemeinschaft zu bilden, also mit Kontakten untereinander, aber kaum nach außen.

    In meinem Hier und Jetzt kennen sich meine Kontakte untereinander kaum, haben dafür aber jeweils selbst wieder viele Kontakte. Also ein offenes Netz von Kontakten und Kontakten von Kontakten, das für Viren eine wahre Autobahn wäre und das ich deswegen zur Zeit nicht nutze.
    Und da wäre ein in sich größtenteils abgeschlossenes soziales Netz eine Lösung.

    Die Idee mit dem Hof oder den dörflichen Gemeinschaften war dann eine Folgespinnerei, die natürlich nicht weitflächig umgesetzt werden könnte und auch nicht jedem liegen würde, wie ich sehe Es wäre bloß eine geografische Verankerung der Geschlossenheit, aber natürlich schlecht durchdacht.
    Insofern korrigiere ich die Hof-Idee zu "Hof im übertragenen Sinne".
    Und hoffe weiter, dass dieser Fall ausbleibt und wir trotz Mutationen und dank Impfungen bald wieder einigermaßen unbedarft unsere sozialen Bedürfnisse erfüllen können, ohne dass die Welt sich völlig verändert.

    Ist mein Gedankengang so etwas nachvollziehbarer geworden?




    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Dystopien sind nicht so mein Ding - ich glaube nicht, dass sich das Leben ganzganz entscheidend ändern wird mit Corona. Wir werden Einschnitte haben, ja.

    Wir haben aber aufgrund der Situation jetzt unseren Plan, später mal mit unseren Freunden zusammen zu leben, etwas konkretisiert.
    stpaula_75 gefällt dies
    Mit dem Achten- Zwerg (10/2014), Schneeweißchen (06/2017), dem doppelten Lottchen (ET 26.01.2020) und einem * (11/2018)

  4. #354
    Avatar von maigloeckchen
    maigloeckchen ist offline Urgestein

    User Info Menu

    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von event_horizon Beitrag anzeigen
    Cosima hatte ich geschrieben, dass ich das mit dem Hof glaube ich eher im übertragenen Sinne meine - eine Gemeinschaft aus mehreren Familien, die für die Lockdown-Zeit unter sich bleiben und sich gegenseitig helfen (reihum Kinder betreuen, während die anderen Homeoffice machen etc.).
    Es macht aber natürlich nur Sinn, wenn diese Familien dicht beieinander wohnen und nicht weite öffentliche Wege zurücklegen müssen. Das ist hier in Berlin nicht selbstverständlich - meine Kinder gehen in eine Kita in einem anderen Stadtteil, ihre Freunde (und deren Eltern, mit denen ich befreundet bin) wohnen über die ganze Stadt verstreut.
    ich denke, deine utopie ist etwas realtitäsfremd, jedenfalls was die derzeitige realität angeht.


    ist dieser hof eine einzige riesige wohnung oder sind das abgeschlossene wohneinheiten? dieses wir leben zusammen, und alle betreuen alle funktioniert ja rein rechtlich nur, wenn das ein haushalt ist. sobald jeder seine wohnungstür zumachen kann, ist es nicht anders zu werten als ein hochhaus: ein haushalt und eine person dürfen sich treffen
    das schlimme an klugscheißern ist, manchmal haben sie recht.

  5. #355
    Avatar von event_horizon
    event_horizon ist offline Graph v. Ortho undercover

    User Info Menu

    Standard Re: "Ein Leben mit Corona" (oder anderen Viren, die vielleicht noch kommen)

    Zitat Zitat von maigloeckchen Beitrag anzeigen
    ich denke, deine utopie ist etwas realtitäsfremd, jedenfalls was die derzeitige realität angeht.


    ist dieser hof eine einzige riesige wohnung oder sind das abgeschlossene wohneinheiten? dieses wir leben zusammen, und alle betreuen alle funktioniert ja rein rechtlich nur, wenn das ein haushalt ist. sobald jeder seine wohnungstür zumachen kann, ist es nicht anders zu werten als ein hochhaus: ein haushalt und eine person dürfen sich treffen
    Da hast du allerdings recht!
    Der Hof meiner Freunde besteht aus Wohneinheiten, also faktisch abgetrennten Haushalten.
    Rechtlich sind ein Austausch bzw. gegenseitige Unterstützung da nicht erlaubt.

    Virologisch betrachtet ist das aber sicher risikoärmer als wenn diese drei oder vier Familien in der Stadt leben und ihre Kinder letzten Endes in die Notbetreuung schicken würden (oder auch nur gegenseitig betreuen würden, dafür aber täglich weite Wege mit den Öffentlichen auf sich nähmen).

    Ist aber ein guter Punkt.
    Mit dem Achten- Zwerg (10/2014), Schneeweißchen (06/2017), dem doppelten Lottchen (ET 26.01.2020) und einem * (11/2018)

Seite 36 von 36 ErsteErste ... 26343536