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Thema: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

  1. #1
    holunder ist offline Poweruser

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    Standard Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Mich treibt es um ... eigentlich hätte ich mich als hundeerfahren bezeichnet und vor diesem Hintergrund wollten wir einen Welpen aus dem Auslandtierschutz aufnehmen.
    4,5 Monate, kam er am Samstag früh nach 3 Tagen Dauerreise und Streß an. Die Organisation hatte uns ausführlich vorbereitet, viele Tipps gegeben und immer wieder betont, dass die Tiere gestresst sind.
    Am Samstag war er unruhig, aber sehr welpig halt; Voller Elan auf alle Menschen zugerannt, die so durch unseren Garten stolziert sind - und das waren an dem Tag blöderweise sehr viele.
    In der Wohnung unruhig, fiepsig, nicht geschlafen, nur hin und her gewandert, nachts auch recht unruhig.
    Am nächsten Tag war ich echt schon erschöpft, der Kleine aber immer noch unruhig, aber mit einer entscheidenden Änderung. Er fing ständig an zu knurren: Katze, meine Mutter, meine große Tochter, die Nachbarin - alles angeknurrt. Tiertrainerin befragt: Mehr Ruhe, Ruhe, Ruhe, eine Kiste aufgestellt.
    Meine Tochter langt außen an der Kiste an ihn ran - das erste Mal geschnappt. Meine Mutter kommt ins Zimmer - er geht ab wie ein Zäpfchen, bellt und knurrt, fiepst und schreit.
    Dann wurde er wieder ruhiger, aber ein paar Stunden später geht er aus heiterem Himmel meine Tochter wieder an, schnappt nach ihr, bellt sie an und geht halt sehr vorwärts - und das alles als Welpe.
    Wir waren alle total durch den Wind, weinend habe ich die Trainerin angerufen, sie hat den Hund am nächsten Tag von uns übernommen.
    Jetzt die Frage an die, die sich auskennen: War das echt eine "normale" Reaktion auf den Stress? Hätten wir einfach abwarten sollen? Mit mir und meinem Mann ist er sehr zutraulich gewesen, die zweite Nacht hat er viel ruhiger mit mir auf dem Sofa verbracht, aber wenn meine Große auf Toilette an der Wohnzimmertür vorbei wollte, hat er geknurrt.
    Oder wars richtig, sofort das Stopsignal zu ziehen und ihn jetzt in ein "Therapierudel" zu bringen, von da aus soll er dann weiter vermittelt werden.
    Für uns wars hart, ihn nach zwei Tagen wegzugeben, die Kinder waren aber einfach verängstigt, und ich frage mich, ob das alles falsch war, ob ich alles falsch gemacht habe und ihn besser hätte verstehen müssen - oder ob das eine Nummer zu groß an Verhalten ist, um es ohne andere Hunde in einem Haushalt mit vielen Personen hinzukriegen.
    Sagt mir einfach mal eure Meinung dazu.
    Das wars wohl mit Yogo -verschwunden in den Weiten des www!

  2. #2
    Avatar von Cafetante
    Cafetante ist offline Wibbelchen

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Ich habe keine Hundeerfahrung, hört sich aber an, als wäre er von dem Rummel gestresst

  3. #3
    Gast Gast

    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Dürfen auch Nicht-Hundemenschen antworten?
    Insgesamt ist die ganze Sache komplett falsch gelaufen, aber ich vermute, das weißt du selber. Viele verschiedene Leute, nicht mal die Kiste ist ein sicherer Rückzugsort und anscheinend viel Trubel.
    Der Hund stand ja noch komplett unter Strom nach dem Transport.
    Und nun ist der Hund nicht mehr da, hilft es dir wirklich zu hören, dass das normal oder nicht normal war?
    Deine Kinder hatten Angst, ihr wart alle überfordert inkl. Hundetier.

  4. #4
    holunder ist offline Poweruser

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Doch, es hilft mir, zu erkennen, wenn ich die Situation einfach falsch eingeschätzt habe.
    Schade, dass die Idee mit der Kiste erst Sonntag Abend von der Organisation kam ... Sie hätte uns vielleicht den Trubel erspart. So hat er sie nur unzureichend angenommen und war immer nur kurz drin.
    Wir hatten seinen Raum.auch begrenzt auf Küche, Flur und Wohnzimmer... Doch das war scheinbar nicht klein genug.
    Das wars wohl mit Yogo -verschwunden in den Weiten des www!

  5. #5
    Legolas 3.0 ist offline Mal wieder da

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Zitat Zitat von holunder Beitrag anzeigen
    Mich treibt es um ... eigentlich hätte ich mich als hundeerfahren bezeichnet und vor diesem Hintergrund wollten wir einen Welpen aus dem Auslandtierschutz aufnehmen.
    4,5 Monate, kam er am Samstag früh nach 3 Tagen Dauerreise und Streß an. Die Organisation hatte uns ausführlich vorbereitet, viele Tipps gegeben und immer wieder betont, dass die Tiere gestresst sind.
    Am Samstag war er unruhig, aber sehr welpig halt; Voller Elan auf alle Menschen zugerannt, die so durch unseren Garten stolziert sind - und das waren an dem Tag blöderweise sehr viele.
    In der Wohnung unruhig, fiepsig, nicht geschlafen, nur hin und her gewandert, nachts auch recht unruhig.
    Am nächsten Tag war ich echt schon erschöpft, der Kleine aber immer noch unruhig, aber mit einer entscheidenden Änderung. Er fing ständig an zu knurren: Katze, meine Mutter, meine große Tochter, die Nachbarin - alles angeknurrt. Tiertrainerin befragt: Mehr Ruhe, Ruhe, Ruhe, eine Kiste aufgestellt.
    Meine Tochter langt außen an der Kiste an ihn ran - das erste Mal geschnappt. Meine Mutter kommt ins Zimmer - er geht ab wie ein Zäpfchen, bellt und knurrt, fiepst und schreit.
    Dann wurde er wieder ruhiger, aber ein paar Stunden später geht er aus heiterem Himmel meine Tochter wieder an, schnappt nach ihr, bellt sie an und geht halt sehr vorwärts - und das alles als Welpe.
    Wir waren alle total durch den Wind, weinend habe ich die Trainerin angerufen, sie hat den Hund am nächsten Tag von uns übernommen.
    Jetzt die Frage an die, die sich auskennen: War das echt eine "normale" Reaktion auf den Stress? Hätten wir einfach abwarten sollen? Mit mir und meinem Mann ist er sehr zutraulich gewesen, die zweite Nacht hat er viel ruhiger mit mir auf dem Sofa verbracht, aber wenn meine Große auf Toilette an der Wohnzimmertür vorbei wollte, hat er geknurrt.
    Oder wars richtig, sofort das Stopsignal zu ziehen und ihn jetzt in ein "Therapierudel" zu bringen, von da aus soll er dann weiter vermittelt werden.
    Für uns wars hart, ihn nach zwei Tagen wegzugeben, die Kinder waren aber einfach verängstigt, und ich frage mich, ob das alles falsch war, ob ich alles falsch gemacht habe und ihn besser hätte verstehen müssen - oder ob das eine Nummer zu groß an Verhalten ist, um es ohne andere Hunde in einem Haushalt mit vielen Personen hinzukriegen.
    Sagt mir einfach mal eure Meinung dazu.
    Da ist wohl alles schief gelaufen, was schieflaufen kann. Das, was der Hund gebraucht hätte, wäre absolute Ruhe gewesen- keine 1000 Leute und ständiger Stress. Wieso laufen überhaupt so viele Menschen durch euren Garten und was hat der Hund da zu suchen ???
    Der Hund war vermutlich komplett überfordert mit der Situation und ihr habt es nicht geschafft da Ruhe rein zu bringen- auch im Haus nicht.
    Das Knurren und nach Vorne gehen werte ich als Übersprungshandlung wegen kompletter Überforderung.
    Was habt ihr euch dabei gedacht den Hund direkt solchem Trubel auszusetzen ?
    Schneehase gefällt dies
    Maske zum Nestbau verwendet und sich dabei an den Bändern stranguliert-Bitte schneidet die Bänder mindestens einmal durch !

  6. #6
    Avatar von Frau.Holle
    Frau.Holle ist gerade online mittendrin

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Zitat Zitat von holunder Beitrag anzeigen
    Doch, es hilft mir, zu erkennen, wenn ich die Situation einfach falsch eingeschätzt habe.
    Schade, dass die Idee mit der Kiste erst Sonntag Abend von der Organisation kam ... Sie hätte uns vielleicht den Trubel erspart. So hat er sie nur unzureichend angenommen und war immer nur kurz drin.
    Wir hatten seinen Raum.auch begrenzt auf Küche, Flur und Wohnzimmer... Doch das war scheinbar nicht klein genug.
    Natürlich war es richtig den Hund wieder abzugeben, wenn ihr merkt, dass ihr nicht klar kommt. Ich würde das sogar sehr fürsorglich und im Sinne des Tieres sehen. Mach dir keine Gedanken deshalb.

    Zur Kiste denke ich "Sch... drauf". Es geht nicht darum, ob eine Kiste da war sondern darum, ob der Hund sich sicher fühlen konnte. Vermutlich konnte er das nicht. Das hängt aber doch nicht dran, ob er räumlich begrenzt wird, sondern ob er sich in einen Bereich zurück ziehen kann ohne dass er dort gestört wird. Vermutlich ist das bei euch räumlich und auf Grund der Menge der anwesenden Leute schwierig. Je nachdem wie lang die Reise war (meiner hatte blutig gelegene Kniegelenke von der Tansportbox und hätte gesichert in so etwas keine Ruhe gefunden) ist ja nicht einmal sicher, dass die Box überhaupt eine Alternative gewesen wäre. Bei uns ändert sich dieser Ruheplatz auch nach Jahren immer mal wieder. Momentan ist es der Raum unter einem Ikea-Lack-Tisch, eingeklemmt zwischen Sofa, Wand und Heizung mit einem Kissen drunter und noch einem Sessel schräg davor. Wenn er da liegt, fasst keiner rein. Wenn er dagegen im Hundebett oder auf dem Sofa liegt, geht durchaus mal wer zum kuscheln dazu aber unterm Tischchen ist halt Ruh.

    Ich denke, ihr habt richtig gehandelt, ihn erst einmal (?) abgegeben zu haben und solltet vor einem neuen Versuch genau überlegen, wie der Hund den Rückzugsort bekommen kann, den er braucht.

    Und: grundsätzlich wäre es sicherlich besser, im Vorfeld zu gucken, ob der Hund zur Familie passt. Das ist bei einem Hund, der gerade erst ankommt, natürlich nie gegeben. Wir hatten großes Glück (und ich habe die Kinder auch vorher entsprechend eingenordet) aber davon kann man nunmal nicht ausgehen.
    Ich finde, man darf auch nicht vergessen, dass wir hier die "armen Tierschutzhunde" bekommen, die nunmal in der Lage waren, sich im Herkunftsland gegen Artgenossen und im Zweifel auch gegen Menschen durchzusetzen. Das sind schon die "stärksten", die dann tatsächlich für den Transport bereit gemacht werden. Dass da auch mal ein eher extrovertierter dabei ist, kann schon vorkommen.

  7. #7
    Avatar von AsterixaUndObelixa
    AsterixaUndObelixa ist offline Plapperschatz von Obelixa

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Wir hatten so eine Situation zum Glück noch nicht. Deshalb ist es blinde Theorie von mir. 3 Tage Reise finde ich auch echt heftig stressig. So lange sind "unsere" Hunde nicht unterwegs.

    Erst mal ist er mit 4,5 Monaten ja eigentlich kein Welpe, sondern schon ein Junghund. Aber klar, was in dem Alter noch so ist: Nach Niedlich kommt Müde und mit Müde kommt Doof.
    Werden unsere Pflegejunghunde doof, werden sie zum Schlafen gezwungen (Ich halte nicht viel von dieser Welle mit dem Boxentraining. Bei uns werden die Hunde dann genötigt, auf dem Sofa zu schlafen. Und da halten wir sie durchaus auch mal ein paar Minuten sanft fest und zwingen sie zum Bleiben. Dauert dann nie lange und sie schlafen tief und fest.).
    Knurren finde ich grundsätzlich normal. Ist ja Kommunikation und wenn ein Hund nicht knurrt, dann beißt er wohlmöglich direkt ohne Warnung.
    Und anfangs in einer Wohnung öfter zu knurren, finde ich normal. So ein Hund, der nichts kennt, der knurrt halt vieles erst mal an. Unsere beiden Hündinnen und auch einige Pflegehunde haben z.B. ständig ihre Spiegelbilder angeknurrt (und die wurden nicht nur im richtigen Spiegel entdeckt,).
    Und unsere Ersthündin knurrt bis heute Dinge an, die ihr unheimlich vorkommen. Geht man dann mit ihr gucken, dann verliert sie die Angst und beruhigt sich sofort wieder (Das sind so Dinge, wie z.B. aufblasbare Tiere fürs Wasser, Luftmatratzen und so.).
    Übrigens war es ihr anfangs auch nicht geheuer, wie sich unsere Tochter bewegt hat (Unsere Hündin war damals 8 Monate alt und unsere Tochter 9 Jahre.). Kinder bewegen sich anders und ein Hund muss ja erst mal lernen, das einzuschätzen. Dann plötzlich die fremden Geräusche (Schritte auf dem Flur...) -Wenn der Hund zuvor noch in keinem Haus gewohnt hat, fand er das alles wohlmöglich einfach nur gruselig und hätte sich schon dran gewöhnt.
    Davon abgesehen hätte ich vermutlich auch gefiepst, geknurrt, geschrien und geschnappt, wenn ich ein müdes, gestresstes Hundekind gewesen wäre, welches zur Ruhe kommen wollte und dabei ständig Störungen erfahren musste (Tochter mit Hand an der Box, Deine Mutter im Zimmer...).
    Dazu finde ich den Start auch nicht gelungen.
    Mehrere Menschen im Garten, Hund direkt mit draußen...
    Bei uns wird am ersten Tag eigentlich immer erst mal nur der fehlende Schlaf von der Reise nachgeholt. Da geht es nur kurz an der Leine in den Garten, mit dem Angebot, sich zu erleichtern und mehr passiert erst mal gar nicht. Bei Euch war sicherlich zu viel los.

    Ich weiß nicht, wie schnell ich bei einem Hund aufgegeben hätte, der älter gewesen wäre.
    Ist ja mit Kind immer noch mal was Anderes.
    Aber ich kann mir irgendwie so schlecht vorstellen, mich von einem 4,5monatigen Pöbler beeindrucken zu lassen. (Sollte uns das mal passieren, könnte es sein, dass ich dann anders darüber denke. Unser größter viermonatiger Pflegehund hatte 11,2 kg.).
    Wie ich mich einschätze, hätte ich erst mal für Ruhe gesorgt, Konsequenzen walten lassen (Würde mein Kind z.B. angeknurrt werden, wenn es z.B. auf das Sofa möchte, würde der Hund das Sofa verlassen müssen und mein Kind den Platz einnehmen.) und dann die Reize trainiert.
    In der Theorie kann ich mir im Leben nicht vorstellen, den Hund so schnell wieder abzugeben.
    Aber ob das in der Praxis dann so bliebe, kann ich nicht sagen.
    Will ich auch gar nicht wissen. Ich bin auch bei jedem neuen Pflegehund immer erst mal ziemlich schissig, ob es gut gehen wird, oder nicht.
    Wir haben seit Samstag auch wieder eine neue Pflegehündin, die zum Glück extrem lieb ist.
    Die hat andere Macken, die sich aber seit Samstag schon deutlich gebessert haben (Sie kannte z.B. kein Laminat und keine Treppen. Mittlerweile geht sie immerhin 6 Stufen und läuft über das Laminat.

    Hmmm Ja, nutzte Dir jetzt auch nicht weiter, meine Antwort!
    Ob es für Euch richtig war, das Stoppsignal zu setzen, musst Du für Deine Familie wissen.
    Für mich persönlich hätte es sich ganz falsch angefühlt.


    Zitat Zitat von holunder Beitrag anzeigen
    Mich treibt es um ... eigentlich hätte ich mich als hundeerfahren bezeichnet und vor diesem Hintergrund wollten wir einen Welpen aus dem Auslandtierschutz aufnehmen.
    4,5 Monate, kam er am Samstag früh nach 3 Tagen Dauerreise und Streß an. Die Organisation hatte uns ausführlich vorbereitet, viele Tipps gegeben und immer wieder betont, dass die Tiere gestresst sind.
    Am Samstag war er unruhig, aber sehr welpig halt; Voller Elan auf alle Menschen zugerannt, die so durch unseren Garten stolziert sind - und das waren an dem Tag blöderweise sehr viele.
    In der Wohnung unruhig, fiepsig, nicht geschlafen, nur hin und her gewandert, nachts auch recht unruhig.
    Am nächsten Tag war ich echt schon erschöpft, der Kleine aber immer noch unruhig, aber mit einer entscheidenden Änderung. Er fing ständig an zu knurren: Katze, meine Mutter, meine große Tochter, die Nachbarin - alles angeknurrt. Tiertrainerin befragt: Mehr Ruhe, Ruhe, Ruhe, eine Kiste aufgestellt.
    Meine Tochter langt außen an der Kiste an ihn ran - das erste Mal geschnappt. Meine Mutter kommt ins Zimmer - er geht ab wie ein Zäpfchen, bellt und knurrt, fiepst und schreit.
    Dann wurde er wieder ruhiger, aber ein paar Stunden später geht er aus heiterem Himmel meine Tochter wieder an, schnappt nach ihr, bellt sie an und geht halt sehr vorwärts - und das alles als Welpe.
    Wir waren alle total durch den Wind, weinend habe ich die Trainerin angerufen, sie hat den Hund am nächsten Tag von uns übernommen.
    Jetzt die Frage an die, die sich auskennen: War das echt eine "normale" Reaktion auf den Stress? Hätten wir einfach abwarten sollen? Mit mir und meinem Mann ist er sehr zutraulich gewesen, die zweite Nacht hat er viel ruhiger mit mir auf dem Sofa verbracht, aber wenn meine Große auf Toilette an der Wohnzimmertür vorbei wollte, hat er geknurrt.
    Oder wars richtig, sofort das Stopsignal zu ziehen und ihn jetzt in ein "Therapierudel" zu bringen, von da aus soll er dann weiter vermittelt werden.
    Für uns wars hart, ihn nach zwei Tagen wegzugeben, die Kinder waren aber einfach verängstigt, und ich frage mich, ob das alles falsch war, ob ich alles falsch gemacht habe und ihn besser hätte verstehen müssen - oder ob das eine Nummer zu groß an Verhalten ist, um es ohne andere Hunde in einem Haushalt mit vielen Personen hinzukriegen.
    Sagt mir einfach mal eure Meinung dazu.

  8. #8
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Zitat Zitat von holunder Beitrag anzeigen
    Sagt mir einfach mal eure Meinung dazu.
    1. einen so jungen Hund würde ich niemals der Tortur dieser Anreise aussetzen. Was hat sich die Organisation dabei gedacht?
    2. Als Familie würde ich mir keinen Hund anschaffen, den ich nie zuvor im Leben gesehen habe.
    3. Selbst wenn ich einen bestens sozialisierten Welpen vom Züchter hole, herrscht in den ersten Tagen absolute Ruhe zuhause, damit er sich eingewöhnen kann.
    4. Zur eigentlichen Frage: ja , ich denke schon, dass das Stressreaktionen waren. Zum einen auf die Unruhe, die vielen Menschen, zum anderen auf Dinge, die ihm in seinem 4-monatigen Leben davor passiert sind und von denen ihr nichts wisst. Außerdem kennt ihr seine Persönlichkeit nicht, seine Eltern nicht. Um was für eine (Misch)Rasse handelt es sich? Es gibt halt schon Rassen, die tendenziell mehr Schutztrieb aufweisen als andere. Da ihr alle noch nicht zu seiner "Famiie" gehört habt, wäre das u.U. eine weitere Erklärung, warum er Fremde anknurrt, die an sein Körbchen kommen. Und wie gesagt-ihr wisst nicht, welche Erfahrungen er schon gemacht hat. siehe Punkt 2.
    5. Ich finde es prinzipiell richtig, ihn abzugeben. (und ich hätte ihn prinzipiell nicht geholt. Es gibt in deutschen Tierheimen viele Hunde, die auch für Familien geeignet sind, über deren Geschichte man dann einiges erfährt, die man vorher in Ruhe kennenlernen kann.)
    Liebe Grüße

    Sofie

  9. #9
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Ich hab inzwischen zwei Hunde adoptiert, die infolge unglücklicher Biographien zunächst schwierig waren.

    Dass da viel zu viel Trubel war, haben hier ja schon mehrere geschrieben, und das bedarf keiner Wiederholung.

    Du schreibst dazu nichts näher, aber ich vermute mal, dass bei euch ständig jeder - vor allem deine Kinder - in irgendeiner Form auf diesen Hund reagiert hat. Das ist grundsätzlich problematisch, verunsichert und stresst den Hund zusätzlich.

    Ein Hund, der sich in neuer Umgebung und in einem neuen „Rudel“ zurechtfinden soll, sollte nicht ständig mit Beachtung und Aufmerksamkeit belohnt werden. Schon gar nicht für unerwünschte Verhaltensweisen.

    Ein Hund findet sich viel besser zurecht, wenn er zunächst mal weitestgehend ignoriert wird, und höchstens bei unerwünschtem Verhalten ein kurzes, aber deutliches Nein zu hören bekommt.

    Wenn er dann von sich aus erwünschtes Verhalten zeigt, Blickkontakt sucht, freundliches Interesse zeigt, kann man ihn loben und sich mit ihm beschäftigen, aber nicht zu lange und zu intensiv.
    SofieAmundsen und WillyWeber gefällt dies.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  10. #10
    JimmyGold. 1 ist offline Wirtende

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    Standard Re: Mal ne Frage an Hundeerfahrene...

    Zitat Zitat von Frau.Holle Beitrag anzeigen
    Natürlich war es richtig den Hund wieder abzugeben, wenn ihr merkt, dass ihr nicht klar kommt. Ich würde das sogar sehr fürsorglich und im Sinne des Tieres sehen. Mach dir keine Gedanken deshalb.

    Zur Kiste denke ich "Sch... drauf". Es geht nicht darum, ob eine Kiste da war sondern darum, ob der Hund sich sicher fühlen konnte. Vermutlich konnte er das nicht. Das hängt aber doch nicht dran, ob er räumlich begrenzt wird, sondern ob er sich in einen Bereich zurück ziehen kann ohne dass er dort gestört wird. Vermutlich ist das bei euch räumlich und auf Grund der Menge der anwesenden Leute schwierig. Je nachdem wie lang die Reise war (meiner hatte blutig gelegene Kniegelenke von der Tansportbox und hätte gesichert in so etwas keine Ruhe gefunden) ist ja nicht einmal sicher, dass die Box überhaupt eine Alternative gewesen wäre. Bei uns ändert sich dieser Ruheplatz auch nach Jahren immer mal wieder. Momentan ist es der Raum unter einem Ikea-Lack-Tisch, eingeklemmt zwischen Sofa, Wand und Heizung mit einem Kissen drunter und noch einem Sessel schräg davor. Wenn er da liegt, fasst keiner rein. Wenn er dagegen im Hundebett oder auf dem Sofa liegt, geht durchaus mal wer zum kuscheln dazu aber unterm Tischchen ist halt Ruh.

    Ich denke, ihr habt richtig gehandelt, ihn erst einmal (?) abgegeben zu haben und solltet vor einem neuen Versuch genau überlegen, wie der Hund den Rückzugsort bekommen kann, den er braucht.

    Und: grundsätzlich wäre es sicherlich besser, im Vorfeld zu gucken, ob der Hund zur Familie passt. Das ist bei einem Hund, der gerade erst ankommt, natürlich nie gegeben. Wir hatten großes Glück (und ich habe die Kinder auch vorher entsprechend eingenordet) aber davon kann man nunmal nicht ausgehen.
    Ich finde, man darf auch nicht vergessen, dass wir hier die "armen Tierschutzhunde" bekommen, die nunmal in der Lage waren, sich im Herkunftsland gegen Artgenossen und im Zweifel auch gegen Menschen durchzusetzen. Das sind schon die "stärksten", die dann tatsächlich für den Transport bereit gemacht werden. Dass da auch mal ein eher extrovertierter dabei ist, kann schon vorkommen.
    Irgendwie scheiße, einen Hund aus dem Ausland zu holen, hier offenbar alles falsch zu machen (als vermeintlich Hundeerfahrene) und ihn dann abzugeben.
    Super gelaufen für das Tier *io*

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