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Thema: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

  1. #221
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Klopferline Beitrag anzeigen
    das ist doch jetzt blöd! Soll ich schreiben, daß die Vermittlerin ja auch kündigen kann (ja, dann hätte sie eine Sperre aber gekündigt werden, geht ja auch)



    Wie soll sie die angehen? Wie gesagt, ich glaube mal, was hier geschrieben wird?
    Ob sie mit dieser Dokumentation dann "raus" wäre, kann ich noch nichtmal beurteilen.
    Glaubst du ernsthaft, dass die Jugendämter zur Zeit nicht arbeiten?

    Nur weil das Gebäude (Rathaus/Landratsamt) geschlossen ist, heisst das doch nicht, dass der Betrieb eingestellt wurde.

    Natürlich kann man sich ans Jugendamt wenden. Und wem das zu groß ist (gibt da ja oft Berührungsängste), wendet sich halt an andere Familienhilfe (Kirche, proFamilia, AWO, rotes Kreuz).
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  2. #222
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist offline Bibbi siemazwanzich

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Ernsthaft? Wer krank geschrieben ist, muss in dieser Zeit Bewerbungen schreiben?
    ja

  3. #223
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    Glaubst du ernsthaft, dass die Jugendämter zur Zeit nicht arbeiten?

    Nur weil das Gebäude (Rathaus/Landratsamt) geschlossen ist, heisst das doch nicht, dass der Betrieb eingestellt wurde.

    Natürlich kann man sich ans Jugendamt wenden. Und wem das zu groß ist (gibt da ja oft Berührungsängste), wendet sich halt an andere Familienhilfe (Kirche, proFamilia, AWO, rotes Kreuz).
    das habe ich nicht behauptet und Tigerblume schrieb dazu bereits etwas.

  4. #224
    Miss_Cornfield ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Ich finde es immer sehr gut dass Du siehst, wie privilegiert Du bist und daher ja - sehr viel Menschen geht es derzeit schlechter als Dir. Vor allem wenn sie nicht nur im derzeitigen zweiten Lockdown die Balance zwischen Arbeit und Kindern stemmen müssen, sondern dies auch bereits im ersten Lockdown gemeistert haben.

    Denn in meinem Tellerrand ist diese Doppelbelastung der Hauptgrund dafür, weshalb es vielen Menschen nicht so gut geht. Oder die Menschen, die aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben, versuchen alles um wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Und ganz ehrlich - ich kann für diese Menschen wirklich verstehen dass es sich wie Hohn anhört, wenn für jemand anderem schon eine Handvoll Bewerbungen eine "Zumutung" darstellt. Alles vorausgesetzt dass keine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Ich sehe den schon. Ich sehe aber auch, dass ich da stehe, wo ich beruflich stehe, weil ich eben deutlich bessere Ressourcen auf vielen Ebenen habe als der Durchschnitt. Von Menschen, die auf ALG II angewiesen sind, reden wir da noch gar nicht.

    Menschen, die in Hartz 4 landen sind in aller Regel solche, mit multiplen Belastungen und Baustellen. Klingt hier ja auch an, gewalttätiger Expartner mit unbekanntem Aufenthaltsort, alleinerziehend, Migrationserfahrung,brüchige Erwerbsbiographie, schwierige Kinder.

    Ich argumentiere also umgekehrt. Wenn schon mir die Belastungen der Pandemie an die Substanz gehen, bei intakter und liebevoller Partnerschaft und Familie, bei finanzieller Sicherheit, bei verständnisvollen Arbeitgebern und Kindern, die problemlos in der Spur laufen: Wie mag es da erst anderen Menschen gehen.
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  5. #225
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    ja
    Wow! Das macht mich gerade sprachlos.
    Ok, dann bringt eine Krankschreibung nichts.

  6. #226
    Avatar von Lolaluna
    Lolaluna ist offline Legende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Alles arbeitsscheues Gesindel, ja
    Ich glaube das denken viele, eine AE mit zwei „großen“ Kindern, die ein Kind in die Notbetreuung schickt und sich auf Kosten der Gesellschaft bequem in der Hängematte ihr Leben einrichtet.

    Meistens ist die Situation und die Lebensumstände ganz andere, aber die Abwehrhaltung etwas zu tun und die Leichtigkeit der Aussage sich um eine AU zu bemühen, suggerieren nichts positives.

  7. #227
    Avatar von Makaria.
    Makaria. ist offline Poweruser

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Ernsthaft? Wer krank geschrieben ist, muss in dieser Zeit Bewerbungen schreiben?
    "krank geschrieben" heißt, er ist arbeitsunfähig - nicht zu allem und jedem nicht in der Lage. Ob Bewerbung schreiben darunter fällt, hängt halt vom Grund der AU ab. Mit 40 Fieber, im Krankenhaus wegen xyz, schlechtem AZ, ... muss sicher niemand von der Arbeitsagentur aus Bewerbungen schreiben. Wer mit gebrochenem Bein zu Hause sitzt, hingegen schon. Als Beispiele.

    Wer meint, der persönliche Betreuer bei der AA habe ihn nur auf dem Kieker und das sei alles ungerechtfertigte Schikane, kann einen Betreuerwechsel machen. Ich hab noch nie erlebt, dass es daran lag...
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  8. #228
    Letitia ist offline enthusiast

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Mit Sicherheit eher gar nicht gefragt. Das Jobcenter bezahlt dem Arbeitgeber der sie einstellt wohl eine "Prämie", hat aber schon vor der Pandemie nicht zum Arbeitsverhältnis geführt.
    Warum lässt man sich da zu so was umschulen? Damit man weiterhin schön in Ruhe gelassen wird?

  9. #229
    Avatar von Makaria.
    Makaria. ist offline Poweruser

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Wow! Das macht mich gerade sprachlos.
    Ok, dann bringt eine Krankschreibung nichts.
    Doch, natürlich. Wenn eine entsprechende behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt und deren Behandlung dann angegangen wird (und dementsprechend der zuständige Facharzt für die AA ein Attest schreibt, dass Bewerbungen derzeit nicht möglich sind, weil der Focus auf xyz liegen muss oder sonstwas), dann bringt das natürlich was. Nämlich dass das Problem angegangen wird.
    Wenn es um eine Gefälligkeits-AU geht, um 2 Wochen "Ruhe" zu haben, eher nicht.
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  10. #230
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    7 und 10 Jahre alt.

    Sie hat eine Ausbildung die in Deutschland nicht anerkannt wird und hat vor der Pandemie eine Qualifizierungsmaßnahme übers Jobcenter gemacht.

    Die persönliche Ansprechpartnerin ruft sie mehrmals wöchentlich an und macht ihr Dampf.

    Hilfe, 70 Antworten - jetzt les ich erstmal.
    Ich lese die nächsten 200 Antworten jetzt auch nicht, habe nur manche deiner Antworten überflogen. Ok, ich habe gefunden es sind gerade keine Ressourcen bei der Mutter vorhanden, aufgrund der Gewalt könnte beim jüngeren eine Traumatisierung vorliegen, die Notbetreuung gerade unmöglich macht. Sie hat die Maßnahme abgeschlossen, selbsstverständlich hat auch das Jobcenter Rechtfertigungsdruck, ob die eingesetzten Gelder sinnvoll verwendet wurden. Daher ist es manchmal wichtig, dass x Prozent aus einer solchen Maßnahme tatsächlich innerhalb von y Monaten in die Arbeitswelt zurückkehren können.

    Wenn das jüngere Kind nicht in die Notbetreuung geht, wäre vielleicht eine Bescheinigung vom Kinderarzt hilfreich, die beim Jobcenter eingereicht werden könnte? Möglicherweise wäre es auch eine Idee bei einem sozialen Träger vorstellig zu werden, wenn beim Jugendamt gerade so essig ist. Viele reden von Caritas, Diakonie, aber es gibt auch noch andere, den Kinderschutzbund z.B. oder Erziehungsberatungsstelle, psychosozialer Dienst. Oder eben den hausarzt, der genauso konsultiert werden kann. Der kann zwar erst mal nur krankschreiben, aber möglicherweise hat er auch einen guten Tipp.

    Aber ich frage nochmal: Hat sie "nur" Telefonate oder die schriftliche Anordnung, x Bewerbungen pro Monat zu schreiben? Hat sie eine Androhung der Kürzung des Leistungsbezugs? Wenn nicht, dann kannst du ihr sagen, dass sie sich nicht so stressen lassen muss. Da ist noch Luft unter der Decke. Das kann schon erst mal etwas beruhigen.

    Zum Thema sich bei potenziellen AGs mit einer Bewerbung zu verscherzen, wenn man die zugesagte Stelle dann nicht antreten kann: Klar ist das erst mal ein Hindernis. Ich würde an deiner Stelle aber auch überlegen, ihr nicht allein im Vermeidungsverhalten Unterstützung anzubieten, sondern auch dabei, zB eine Bewerbung zu schreiben und abzuschicken. Sie kann parallel ja trotzdem schauen, dass sie klarstellt, dass ihr jüngster gerade nicht fremdbetreubar ist.

    Das Jugendamt muss übrigens reagieren, wenn jemand eine Gefährdungsmeldung macht. Sprich das mal mit ihr durch. Eventuell wäre auch hier ein Weg raus aus der Misere der geschlossenen Türen. Hier haben übrigens manche Jugendämterabteilungen komplett offen, manche haben alles zu, manche schicken so oft es möglich ist in HO.... da ist gerade von Stadtteil zu Stadtteil alles anders.
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    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

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