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Thema: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

  1. #71
    Foxlady_ ist offline Poweruser

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von -AppErol- Beitrag anzeigen
    Das passt aber nicht zum empfundenen Druck. Der wird nämlich erst später größer, wenn jemand länger arbeitslos ist.
    Naja, wer was als Druck empfindet wenn man von ihm Bewerbungen fordert wird sehr unterschiedlich sein. Ganz ehrlich, für mich klingt es nach der Forderung nach sozialer Hängematte weil grad Corona ist.

  2. #72
    JimmyGold. 1 ist offline Wirtende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Diamant Beitrag anzeigen
    Das könnte auch arg nach hinten los gehen. Ich habe durchaus sowas ans Arbeitsamt zurück gemeldet.
    Ich auch.

    Konsequenzen hat das allerdings keine- so jedenfalls die Aussage der Sachbearbeiterin des AA, die mir das mal im Vertrauen gesteckt hat.

    Ich habe sogar schon mal eine Bewerbung, in der stand, dass man die nur geschickt habe, weil man muss, weitergeleitet.

    (ob das an den jeweils vor Ort handelnden Personen liegt, weiß ich nicht- aber ich verspreche mir von meiner Rückmeldung nix mehr)

  3. #73
    Avatar von stpaula_75
    stpaula_75 ist offline Poweruser

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    Irgendwie widersprichst Du Dir - wenn es nur um "ein paar Wochen" geht, dann ist es doch ideal sich jetzt zu bewerben und den Job in ein paar Wochen anzutreten. Zumal in allen BL (außer meinem ) derzeit sogar in den GS wieder beschult wird.
    .... aber nicht unbedingt alle Klassen. Meine 4. Klässlerin hat nach wie vor keinen Präsenzunterricht und auch keine nahe Aussicht auf ebensolchen. Aber das nur am Rande.

  4. #74
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von -AppErol- Beitrag anzeigen
    unter 12 kann ja viel heißen. Wie alt genau?

    Letztlich muss sie nur Bewerbungen nachweisen. Hat sie eine abgeschlossene Ausbildung? Also Unterlagen fertig machen, wegschicken, in Liste eintragen ebenso wie das Ergebnis, beim nächsten Termin mit der Arbeitsvermittlerin vorzeigen.

    Ist sie schon aufgefordert worden eine bestimmte Anzahl Bewerbungen pro Monat nachzuweisen? Oder wie genau sieht der Druck denn aus?
    7 und 10 Jahre alt.

    Sie hat eine Ausbildung die in Deutschland nicht anerkannt wird und hat vor der Pandemie eine Qualifizierungsmaßnahme übers Jobcenter gemacht.

    Die persönliche Ansprechpartnerin ruft sie mehrmals wöchentlich an und macht ihr Dampf.

    Hilfe, 70 Antworten - jetzt les ich erstmal.

  5. #75
    Avatar von Klopferline
    Klopferline ist offline Altlast

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von JimmyGold. 1 Beitrag anzeigen
    Ich auch.

    Konsequenzen hat das allerdings keine- so jedenfalls die Aussage der Sachbearbeiterin des AA, die mir das mal im Vertrauen gesteckt hat.

    Ich habe sogar schon mal eine Bewerbung, in der stand, dass man die nur geschickt habe, weil man muss, weitergeleitet.

    (ob das an den jeweils vor Ort handelnden Personen liegt, weiß ich nicht- aber ich verspreche mir von meiner Rückmeldung nix mehr)
    das stimmt so pauschal defnitiv nicht.
    Bei meiner Steuerberaterin hat sich eine Bewerberin derart unmöglich benommen, das war wirklich unglaublich. Daraufhin hat sie das genau so dem Jobcenter auch gemeldet. Es gab auch Zeugen, weil die Bewerberin beim Verlassen der Kanzlei nochmal so richtig "auftrumpfte"
    Aufgrund der folgenden Sanktionen stand diese Bewerberin mit 2 Brüdern vor der Tür und wollte die Steuerberaterin "zur Korrektur" veranlassen.

    Auch bei mir wurde immer nachgefragt, wie es sich mit den zur Bewerbung aufgeforderten Personen verhält, wer hat sich wie gemeldet, wie waren Bewerbungsgespräche etc. Unser Betreuer beim Jobcenter berichtete, daß es kaum Rückmeldungen gäbe, sich potentielle AG die Arbeit nicht machen würden und deshalb keine Konsequenzen folgen.

  6. #76
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von choernch Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bin ich immer dafür, dass jemand seinen Lebensunterhalt durch Arbeit verdient und das ist auch mit Kindern möglich.

    Dass bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, z.B. Hort / KiTa und dass auch die Arbeitszeiten passen müssen, ist verständlich.

    Aber dass Arbeit grundsätzlich als nicht möglich empfunden wird, kann ich nicht verstehen. Arbeit ist doch auch für die Mutter gut .
    Da bin ich ganz bei Dir und das steht ganz grundsätzlich völlig außer Frage, es geht lediglich um die momentane Situation mit geschlossenen Schulen.

  7. #77
    Avatar von stpaula_75
    stpaula_75 ist offline Poweruser

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Wir wissen halt nicht, was „Kinder außer Rand und Band“ bedeutet. Es gibt ja auch Kinder, die können nicht „einfach so“ an einer Hortbetreuung o.ä. teilnehmen.

    Aber so oder so, bewerben schadet nicht. Das würde vielleicht(kann man natürlich nicht wissen) auch eine Verbesserung der psychischen Situation bringen, wenn die Hürde der Bewerbung mal genommen ist.
    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Aber wenn sie arbeitet, hätte sie Anspruch auf Notbetreuung. Vielleicht nähme es ja auch schon Druck raus, wenn sie mal raus kommt, mal was anderes macht, mal die Kinder abgeben kann.

    Und von der Bewerbung bis zur Einstellung ist es oft auch noch ein weiter Weg. Da kann es nicht schaden, wenn man sich jetzt schon bewirbt.

  8. #78
    Avatar von schatzysmami
    schatzysmami ist offline ~Boarding completed~

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Da bin ich ganz bei Dir und das steht ganz grundsätzlich völlig außer Frage, es geht lediglich um die momentane Situation mit geschlossenen Schulen.
    Bei unter 12jährigen gehe ich davon aus, dass sie dann Notbetreuungsanspruch hätte.

    Oder was ist mit dem Vater?
    Es grüßt schatzysmami mit
    ITler (05), Sportler (11) & Tanzmaus (17)

  9. #79
    Avatar von schatzysmami
    schatzysmami ist offline ~Boarding completed~

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Tigerblume Beitrag anzeigen
    Eine arbeitslose alleinerziehende Mutter (2 Kinder unter 12) wird vom Jobcenter stark unter Druck gesetzt sich zu bewerben.

    Ihr aktuelles Problem ist, dass dieser Druck ihr psychisch stark zusetzt und sie sich aber momentan aufgrund der Schulschließungen außerstande sieht sich zu bewerben und einer Berufstätigkeit nachzugehen.

    Ich kenne beide Kinder gut genug um bestätigen zu können, dass diese außer Rand und Band sind und einer permanenten Aufsicht und Betreuung bedürfen weil sonst komplett Land unter ist.

    Kann das Jobcenter sie in der gegenwärtigen Situation wirklich zwingen eine Berufstätigkeit aufzunehmen?
    Wie alt sind die Kinder? Was machte die Mutter bisher beruflich? Was ist mit dem Kindsvater?
    Es grüßt schatzysmami mit
    ITler (05), Sportler (11) & Tanzmaus (17)

  10. #80
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist offline Legende

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    Standard Re: ALG II Frage - Vermittlungsdruck und Kinder unter 12

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    - das verstehe ich jetzt nicht? Es geht doch noch gar nicht ums Arbeiten - da wäre sie bei uns zum Beispiel zudem sogar ein klarer Fall für die Notbetreuung - sondern im ersten Schritt lediglich darum ein paar Bewerbungen zu schreiben. Und ja - das geht auch noch mit den problematischsten "außer Rand und Band" Kindern.
    Das jüngere Kind war wegen totaler Verweigerung von Homeschooling eine Woche in der Notbetreuung. Sie musste ihn jeden Tag abholen.

    Ich weiß, für alles gibt es Lösungen. Aber nicht jeder hat ausreichend Ressourcen jede Situation zu meistern.

    Jugendamt klingt super, wenn man aber weiß dass dort seit Oktober die Haustüre verriegelt ist (sogar für die eigenen Mitarbeiter!) und Präsenztermine ausschließlich für 42er Fälle statt finden, dann lässt das tief blicken. Meine Nachbarin schreibt Hilfepläne ausschließlich im HO nach Aktenlage. Die Pandemie treibt an vielen Stellen sehr seltsame Blüten.

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