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Thema: In Baden Baden

  1. #41
    Seebär05 ist offline Poweruser

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Aber warum geschlossen wird wurde doch hier auch nochmal aufgezeigt. Man kann altes nicht endlos flicken um einen aktuellen Standart zu erreichen.
    Wenn du dich an diesem Beispiel festbeißen willst, kann sein. Wenn du dich weiter informieren möchtest wirst du viele Kliniken finden die jetzt aus wirtschaftlichen Gründen schließen, da gibt es kein Geld für einen Neubau oder Modernisierung. Und die schließen jetzt. Das mag in Städten auch kein Problem sein mit mehreren Top Kliniken. Woanders schon. Und wenn man momentan händeringend Betten braucht ja dann kann man eben nicht schließen lassen. Hier müssen auch kleinere Kliniken Betten für Corona leer halten und das sind nicht alles ECMO Plätze. Daran gehen diese Kliniken zugrunde.

  2. #42
    Avatar von WhiseWoman
    WhiseWoman ist offline Es werde Licht.

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Aber warum geschlossen wird wurde doch hier auch nochmal aufgezeigt. Man kann altes nicht endlos flicken um einen aktuellen Standard zu erreichen.
    Stimmt, aber auch 2020 wurden Kliniken ersatzlos geschlossen ... also nicht wie im Beispiel Baden-Baden, wo es einen Neubau geben wird.
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    Нет худа без добра.

  3. #43
    opus ist offline Muddi h.c.

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Sina75 Beitrag anzeigen
    Bauen Sie jetzt ein Krankenhaus. 4 Krankenhäuser in der Umgebung werden dann dafür zugemacht und alles wird konzentriert.

    Da hat aber jemand was gelernt.
    Ja, plant man bei uns auch gerade. Es betrifft zwei 'alte' Häuser direkt, die zugemacht werden, und dann in Teilbereichen auch die umliegenden Häuser des Klinikverbundes.

    Es hat Vor- und Nachteile. Nur schlecht alleine ist die Idee jedoch nicht.

    Wirtschaftlicher ist sicher das Großklinikum, ausserdem flexibler und effizienter wenn es um kompliziertere oder bereichsübergreifende Behandlungen geht. Dass jedes Provinzkrankenhaus den Knochenbruch und die Schnittverletzung angemessen versorgen kann, das ist ebenfalls klar.

    Von der menschlichen Seite her, ist es beruhigender, wenn man sein Stammkrankenhaus 'vor der Tür' hat, wenn man weiß, dass man den Opa jederzeit ohne große Reise besuchen kann (wenn es denn mal wieder möglich ist) und wenn man weiß, wo die Krankengeschichte abgelegt ist und sich Ärzte und das Pflegepersonal an mich vielleicht sogar noch erinnern (oder ich mich an sie).Hier ist es gut, wenn es eine ortsnahe Anlaufstelle gibt und wenn man sich nicht gleich in eine anonyme Gesundheitsfabrik weit weg begeben muss.

    Dass spezielle Abteilungen, die besonders aufwändig sind, oder die einfach seltener gebraucht werden, zentralisiert werden, ist normal und aus Kostengründen nicht zu vermeiden. Nur, führte das oft dazu, dass jedes Krankenhaus seine Spezialecken bekam, verbunden mit dem Tourismus von Haus zu Haus im Krankenwagen, wenn dann mal jemand doch eine spezielle Diagnostik oder eine besondere Behandlung braucht. Ich erinnere mich an meine Zeit im Krankenwagendienst einer Grossstadt, dass ich da manchmal regelrechte Rundfahrten von der Spezialklinik der 'größten Baustelle' zu mehreren Fachkliniken im Ort gemacht habe. Das ist auch nicht optimal.

    Ich selber habe meine große Behandlung vor knapp drei Jahren in einem große Klinikum in Stuttgart bekommen und empfand es als sehr positiv, dass ich einfach zu Fuss zu allen Spezialabteilungen, deren ich einige brauchte (Neuro-MRT, HNO, Radioonkologie) , geschickt werden konnte. Das wäre in einem kleinen Haus so nicht möglich gewesen.

    Ich finde, dass es an einem medizinischen Mittelbau fehlt, etwa einer Polyklinik als universelle Anlaufstelle, wo man jederzeit spontan vorsprechen kann und wo das weitere Vorgehen geplant oder kleineres auch schon erledigt wird.
    Dem Philosoph ist nichts zu doof

  4. #44
    Seebär05 ist offline Poweruser

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von opus Beitrag anzeigen
    Ja, plant man bei uns auch gerade. Es betrifft zwei 'alte' Häuser direkt, die zugemacht werden, und dann in Teilbereichen auch die umliegenden Häuser des Klinikverbundes.

    Es hat Vor- und Nachteile. Nur schlecht alleine ist die Idee jedoch nicht.

    Wirtschaftlicher ist sicher das Großklinikum, ausserdem flexibler und effizienter wenn es um kompliziertere oder bereichsübergreifende Behandlungen geht. Dass jedes Provinzkrankenhaus den Knochenbruch und die Schnittverletzung angemessen versorgen kann, das ist ebenfalls klar.

    Von der menschlichen Seite her, ist es beruhigender, wenn man sein Stammkrankenhaus 'vor der Tür' hat, wenn man weiß, dass man den Opa jederzeit ohne große Reise besuchen kann (wenn es denn mal wieder möglich ist) und wenn man weiß, wo die Krankengeschichte abgelegt ist und sich Ärzte und das Pflegepersonal an mich vielleicht sogar noch erinnern (oder ich mich an sie).Hier ist es gut, wenn es eine ortsnahe Anlaufstelle gibt und wenn man sich nicht gleich in eine anonyme Gesundheitsfabrik weit weg begeben muss.

    Dass spezielle Abteilungen, die besonders aufwändig sind, oder die einfach seltener gebraucht werden, zentralisiert werden, ist normal und aus Kostengründen nicht zu vermeiden. Nur, führte das oft dazu, dass jedes Krankenhaus seine Spezialecken bekam, verbunden mit dem Tourismus von Haus zu Haus im Krankenwagen, wenn dann mal jemand doch eine spezielle Diagnostik oder eine besondere Behandlung braucht. Ich erinnere mich an meine Zeit im Krankenwagendienst einer Grossstadt, dass ich da manchmal regelrechte Rundfahrten von der Spezialklinik der 'größten Baustelle' zu mehreren Fachkliniken im Ort gemacht habe. Das ist auch nicht optimal.

    Ich selber habe meine große Behandlung vor knapp drei Jahren in einem große Klinikum in Stuttgart bekommen und empfand es als sehr positiv, dass ich einfach zu Fuss zu allen Spezialabteilungen, deren ich einige brauchte (Neuro-MRT, HNO, Radioonkologie) , geschickt werden konnte. Das wäre in einem kleinen Haus so nicht möglich gewesen.

    Ich finde, dass es an einem medizinischen Mittelbau fehlt, etwa einer Polyklinik als universelle Anlaufstelle, wo man jederzeit spontan vorsprechen kann und wo das weitere Vorgehen geplant oder kleineres auch schon erledigt wird.
    Das eine sollte das andere nicht ausschließen. Eine Odyssee wenn einem schlicht die Fruchtblase platzt 70km kann auch zu echten Problemen führen. Das spezielle Fälle besser in den großen Kliniken aufgehoben sind ist schon lange klar, ist aber kein Grund die kleinen Häuser alle zu schließen denn nicht jeder Patient braucht 5 verschiedene Spezialisten. Und nicht jeder Corona Patient unbedingt ECMO.

    Unser Uniklinikum hat übrigens einige der Spezial Abteilungen bis auf ein Minimum runterfahren müssen wegen Corona, da müßten wie überall Betten frei gehalten werden und das hat man damit erreicht das man Stationen halbiert hat. Was das bedeutet muss ich sicher nicht erklären, da hätte es schon geholfen wenn kleinere Kliniken das mitgepuffert hätten.

  5. #45
    Fimbrethil ist gerade online Baumhuhn

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich eine Erklärung. Statt die Krankenhäuser so auszustatten das sie es können macht man sie lieber zu. Sowas können wohl nur die Chinesen, ein riesen Krankenhaus aufzubauen um Leben zu retten. Hier werden lieber Betten reduziert. Ein KH hier hat aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen, nicht weil sie nicht könnten. Geld reinpumpen in der derzeitigen Lage, wo kommen wir denn da hin.
    Meinst du, wenn die 3 mal im Jahr ECMO machen, ist das für den Patienten sicher?
    Mit so was würde ich nur in einem großen Haus behandelt werden wollen.

    Unser KH vor Ort ist mittelgroß, für die meisten Sachen fühle ich mich da gut aufgehoben. Dennoch gibt es Dinge, wo sie verlegen an die Unikliniken o.ä.
    Und das ist gut, dass sie wissen, wo ihre Grenzen sind.
    In einer kleinen Klitsche würde ich tatsächlich nur den glatt gebrochenen Arm o.ä. behandelt haben wollen.

  6. #46
    Fimbrethil ist gerade online Baumhuhn

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Ja weiß ich. Und woher hatten die Chinesen die ganzen Fachärzte oder braucht vielleicht nicht jeder Covid Patient ECMO?
    ECMO ist die allerletzte Option.
    Die Patienten werden nicht beatmet (vielleicht zusätzlich), sondern das Blut wird außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert.

  7. #47
    WATERPROOF ist offline Renitent.

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Fimbrethil Beitrag anzeigen
    ECMO ist die allerletzte Option.
    Die Patienten werden nicht beatmet (vielleicht zusätzlich), sondern das Blut wird außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert.
    ECMO ist wie Dialyse, nur mit Sauerstoff.

  8. #48
    Fimbrethil ist gerade online Baumhuhn

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von WATERPROOF Beitrag anzeigen
    ECMO ist wie Dialyse, nur mit Sauerstoff.
    kurz und knapp

  9. #49

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von WhiseWoman Beitrag anzeigen
    Stimmt, aber auch 2020 wurden Kliniken ersatzlos geschlossen ... also nicht wie im Beispiel Baden-Baden, wo es einen Neubau geben wird.
    In Baden-Baden werden nicht 4 Kliniken in der Stadt geschlossen, sondern Krankenhäuser aus Baden-Baden, Rastatt und Bühl geschlossen. Die Schließung betrifft über 200.000 Menschen und eine größere Fläche. Und hier ist nicht Stadt, die Krankenhäuser sind auch für das Murgtal zuständig. Noch ist ein Rettungshubschrauber vor Ort stationiert, der muss aber zurück nach Karlsruhe.
    LG
    Momo


    mit S(04/08) und T(02/11)

  10. #50
    JimmyGold. 1 ist offline Wirtende

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    Standard Re: In Baden Baden

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Das eine sollte das andere nicht ausschließen. Eine Odyssee wenn einem schlicht die Fruchtblase platzt 70km kann auch zu echten Problemen führen. Das spezielle Fälle besser in den großen Kliniken aufgehoben sind ist schon lange klar, ist aber kein Grund die kleinen Häuser alle zu schließen denn nicht jeder Patient braucht 5 verschiedene Spezialisten. Und nicht jeder Corona Patient unbedingt ECMO.

    Unser Uniklinikum hat übrigens einige der Spezial Abteilungen bis auf ein Minimum runterfahren müssen wegen Corona, da müßten wie überall Betten frei gehalten werden und das hat man damit erreicht das man Stationen halbiert hat. Was das bedeutet muss ich sicher nicht erklären, da hätte es schon geholfen wenn kleinere Kliniken das mitgepuffert hätten.
    Du vermischt hier einiges, finde ich.

    Entweder sprechen wir über den Normalbetrieb ohne die zusätzliche Belastung durch Corona oder wir reden über die Sonder-Situation durch das Virus.

    In der Regel überlegt man sich ja schon vor der Niederkunft, wo und wie man entbindet.
    Bei zeitlich sehr dringenden Notfällen kommt dann eben der Helikopter statt dass man ggf. selbst noch 20 km bis zur nächsten Klinik fährt.

    Dass es für beide Modelle Vor- und Nachteile gibt, ist natürlich trotzdem so.

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