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Thema: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

  1. #301
    Avatar von hermine123
    hermine123 ist offline old hand

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Das Argument des unproblematischen Kindergartenbesuchs kam aber erst, nachdem gefordert wurde, dass zu viele Menschen ihre Kinder in die Betreuung schicken, weil sie sie nicht selber betreuen wollen und die ganze Diskussion hier dreht sich darum, dass zu viele Berufe als systemrelevant eingestuft werden und deswegen zu viele Kinder in die Betreuung gehen können.

    Und nein, ich möchte niemanden Schuld geben, weder der Familie noch der Kinderbetreuungseinrichtung.

    Aber es gibt nunmal nicht sehr viele Möglichkeiten. Entweder man sperrt möglichst viel zu um zu verhindern, dass Infektionen von außen in die Familien getragen werden oder die Familien sorgen selbst dafür, dass , wenn eine Infektion eingeschleppt wird, diese möglichst wenig weitergegeben wird.
    Vielleicht muss man aber auch mal anerkennen, dass es nicht nur schwarz oder weiß gibt. Du selber bringst ja häufig an, dass niemand die Kollateralschäden z.B. bei der psychotherapeutischen Betreuung von Kindern im Auge hat. Ich lese aber sehr viele Stimmen, die das zugestehen und das Problem sehen.

    Wenn ich den Fall, den Tigerblume beschreibt, in meinem persönlichen Umfeld kennen würde, wäre ich vermutlich ebenso kritisch gegenüber der Betreuung von Kita-Kindern wie sie derzeit in der Notbetreuung stattfindet - weder Kinder noch Erzieher tragen Masken, die Gruppengrößen sind nicht begrenzt, es gibt keine verpflichtenden Tests. Und dann finde ich solche zynischen Aussagen wie Deine " dann müssen die Familien sich eben selber schützen" oder "dann muss eben alles zubleiben" nicht angemessen. Es gibt da durchaus noch etwas dazwischen und bei dem *********-Virus wohl leider auch keinen einzig richtigen Weg.

  2. #302
    Avatar von Tigerblume
    Tigerblume ist gerade online Legende

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Infektionstechnisch hatte sie zu viele Kontakte. Ist einfach so.
    Die Familie hatte überhaupt keine privaten Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts und ist direkt in Quarantäne bis zum Tod des Vaters.

  3. #303
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Ich wollte mal so insgesamt was zu den Eltern sagen, die ihre Kinder in Einrichtungen geben, obwohl sie nicht arbeiten.

    1. Gerade nicht arbeiten zu können, ist für viele psychisch sehr belastend. Eine Mehrbelastung, die haben arbeitende Eltern nicht. Eine solche psychische Belastung, wirkt sich unter anderem auf die Geduld aus, die du im Umgang mit deinem Kind aufbringen müsstest. Und insgesamt darauf wie du den Alltag 24/7 mit deinem Kinder/deinen Kindern gestalten kannst.
    2. Wer auch vor Corona schon arbeitslos war hat vermutlich schon lange eine Last damit zu tragen. Wen es nicht belastet dauerarbeitslos zu sein, der hat oft andere Belastungsfaktoren, die noch schlechtere Auswirkungen darauf haben, wie man sich 24/7 um seine Kinder kümmern kann.
    3. Sich 24/7 um seine Kinder zu kümmern ist anstrengend. Hausfrau sein ist schon ohne Corona ein harter Job. Jetzt noch viel mehr. Und schon so lange.
    4. Arbeit ist Ausgleich. Erwachsene denen das gerade fehlt, geht es oft nicht gut. Das fehlt und schwächt.
    5. Schule und KiGa ist Ausgleich. Kinder denen das gerade (siehe oben)
    6. Familien die gerade rund um die Uhr mit ihren Kindern zu Hause sitzen (und so wenig möglichkeiten der Beschäftigung haben) die leben oft einen Lebens- und Familienentwurf den sie 1. nicht wollten 2. nicht kennen und nicht gelernt haben und ihn 3. daher teilweise nicht gut umsetzen können
    7. Es gibt Eltern die nach 1 Jahr Corona also wirklich nicht in der Lage sind ihre Kinder zu hause zu lassen. Vielleicht wollen, oder vielleicht können sie nach außen nicht genau benennen was das Problem ist.
    8. Es gibt Kinder die nach 1 Jahr Corona wirklich nicht mehr zu Hause bleiben können, die raus müssen und sehr leiden.

    Ich habe schon mindestens 3 Mütter am Telefon gehabt die spontan innerhalb von 3 Sekunden in Tränen (der Erleichterung) ausgebrochen sind, als sie gerafft haben, dass sie von mir jetzt einfach in 2 Minuten eine Mail mit einem Brief an den Kiga bekommen und ihr Kind ab sofort in die Einrichtung gehen dürfen (Ich habe mir schon die Problematik erklären lassen. Wobei ich das nciht mache um rauszuhören, ob ich den Wunsch nach einer Bestätigung für die Notgrupppe verweigern sollte, sondern ich höre genau nach, um hoffentlich rauszuhören, wenn die Familie noch mehr Unterstützung braucht)

    Dürfte ich nicht arbeiten, wäre ich ich 24/7 mit kleinen Kindern zu Hause würde ich durchdrehen. Meine ist 14 das ist schon wieder etwas anderes. Aber mit kleinen Kindern und nicht funktionierendem Homeschooling...sorry aber das kann man keinem Menschen zumuten. Das geht einfach nicht. Es zerbrechen gerade massenweise Kinder und Mütter und Väter und Eltern/Familien (es kommen Uneinigkeiten, nciht einzuhaltende Erwartungen an den andern Elternteil auf. Eltern streiten-darunter leiden Kinder. Eltern streiten- darunter leiden Mann und Frau. Eltern streiten- das macht in vielen Fällen dauerhaft etwas mit der Beziehung dieser Eltern)

    Edit: Wobei das mit "mit 14 ist es was anderes" stimmt so pauschal gar nicht. pubertierende Teenager sind auch nicht die beste Lockdown-Begleitung und ich habe allein in der letzten Woche 2 Anträge auf stationäre Unterbringung erhalten. 13-jährige und 14-jähriger (2 verschiedene Familien) sollen untergebracht werden. Die Eltern bzw. in einem Fall die alleinerziehende Mutter schaffen es nciht mehr. Vor Corona gabs ncoh keine nennenswerten Schwierigkeiten. Klar die Teenager sind vor Corona vielleicht auch pubertär noch nicht richtig durchgestartet...aber ich glaube kaum, dass die Familien an dem Punkt wären,wenn corona und die Schulschließungen nicht gewesen wären. Das ist schlimm. Da werden Kinder jetzt aus der Familie gehen, da sind Eltern-Kind Beziehungen zerrüttet. Jugendliche die ihre eltern gerade bräuchten haben sie nicht.
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    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

  4. #304
    Seebär05 ist offline Poweruser

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von Effendi Beitrag anzeigen
    Ja, die ersten Wochen haben wir uns auch gar nicht gesehen, dann lange nur draußen, jetzt nach der Erstimpfung der Großeltern und mit zusätzlichen Test auch drinnen wieder. Über ein Jahr kein Kontakt wäre keine Option gewesen.
    Meine Nichte und Neffe die direkt neben meinen Eltern wohnen und es gewohnt sind zwischen den Grundstücken zu wechseln hatten immer vollen Kontakt, das wäre für beide Seiten grausam gewesen die nicht mehr durchs Gartentür zu lassen.
    Ich wundere mich wirklich dass hier so viele einer so grausam gestraften Familie ein fahrlässiges Handeln unterstellen, weil die Kinder die Großeltern angesteckt haben.
    Das ist tragisch, keine Frage. Trotzdem kann man sich doch wundern, daß dann nach 4 Infektionen und einem Todesfall dann gleich noch 2 Leute zu den infizierten Kindern in Kontakt waren und dann vermutlich keine oder zuwenig Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Da sind ja noch 2 Infizierte dazu gekommen. Das ist doch schlimm. Schuld hat damit nichts zu tun. Aber es ist dann auch noch für 2 andere Erwachsene übel ausgegangen. Da ist doch irgend etwas schiefgegangen.

  5. #305
    Avatar von salvadora
    salvadora ist offline Legende

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Das ist tragisch, keine Frage. Trotzdem kann man sich doch wundern, daß dann nach 4 Infektionen und einem Todesfall dann gleich noch 2 Leute zu den infizierten Kindern in Kontakt waren und dann vermutlich keine oder zuwenig Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Da sind ja noch 2 Infizierte dazu gekommen. Das ist doch schlimm. Schuld hat damit nichts zu tun. Aber es ist dann auch noch für 2 andere Erwachsene übel ausgegangen. Da ist doch irgend etwas schiefgegangen.
    Wenn man sich einfach und effizient gegen dieses Virus schützen könnte, wären die Zahlen nicht so, wie sie sind.
    Wir haben immer noch über 10.000 Fälle täglich. Meinst du, da geht jedes Mal irgend etwas schief? Im Sinne, dass die alle vermeidbar wären?

  6. #306
    Wikapis ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Das ist tragisch, keine Frage. Trotzdem kann man sich doch wundern, daß dann nach 4 Infektionen und einem Todesfall dann gleich noch 2 Leute zu den infizierten Kindern in Kontakt waren und dann vermutlich keine oder zuwenig Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Da sind ja noch 2 Infizierte dazu gekommen. Das ist doch schlimm. Schuld hat damit nichts zu tun. Aber es ist dann auch noch für 2 andere Erwachsene übel ausgegangen. Da ist doch irgend etwas schiefgegangen.
    Was denn bitte für Schutzmaßnahmen? Wenn ich mir jetzt vorstelle ich gehe wegen so einer Situation zu dem Kind oder das Kind kommt zu mir, ich würde doch ein Kind das sowas durchgemacht hat dann nicht isolieren, egal was das für ein Virus ist. Ich würde auch kein Abstand halten sondern das Kind trotzdem in den Arm nehmen trösten und ihm beistehen und das da zwei hin sind kann ich auch verstehen vielleicht brauchte ja nun auch der Mensch der sich um das Kind nun kümmern musste halt.

    Das Virus ist gefährliche und was da passiert ist das ist schlimm aber wenn wir dann noch die Menschlichkeit gegenüber anderen, besonders gegenüber Kindern erst an zweite Stelle stellen in so einem Fall, so möchte ich nicht werden.
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  7. #307
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Tja, dann muss eben alles zu bleiben.
    Ich verstehe nicht, was du mir sagen willst. Es muss alles zu bleiben, weil es unrealistisch ist, dass ich meinen Enkel über ein Jahr nicht treffe? Hä?
    Liebe Grüße

    Sofie

  8. #308
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von hermine123 Beitrag anzeigen
    Wenn ich den Fall, den Tigerblume beschreibt, in meinem persönlichen Umfeld kennen würde, wäre ich vermutlich ebenso .
    Ich finde nicht, dass man dazu einen persönlichen Fall kennen muss. Das Risiko, sich in der Kita anzustecken ist DA, dass das infizierte Kind andere anstecken kann, ist ebenso bekannt wie die Tatsache, dass Infizierte einen schweren bis tödlichen Verlauf haben können.
    Die Abwägung, die jeder Einzelne treffen muss, ist also, ob er sein Kind in die Kita schickt oder nicht, ob er neben der Haushaltskernfamilie mit seinem Kind weitere Kontakte pflegt oder nicht.
    Für die allermeisten Kinder dürfte der Kitabesuch wichtig für ihre psychische und soziale Entwicklung sein, für manche noch wichtiger als für andere (und welche das sind, wird schwer einzuschätzen sein). für viele Eltern dürfte der Kitabesuch wichtig sein um nicht am Rad zu drehen, für manche wichtiger als für andere (und welche das sind, dürfte schwer einzuschätzen sein), für die allermeisten AN dürfte der Kitabesuch wichtig sein, für manche wichtiger als für andere (und welche das sind, wird jetzt versucht anhand einer Liste rauszustellen).
    Dann bleibt die Abwägung der Wahrscheinlichkeit: Infektion/schwerer Verlauf vs die Nachteile beim Kitaverzicht. Und hier wird und muss jeder seine persönliche Abwägung treffen.
    Dann andere Eltern/Berufsgruppen etc. dafür verantwortlich zu machen, dass das Risiko fürs eigene Kind steigt wegen zu hoher Besuchszahlen halte ich nicht für zielführend.
    hermine123 und stpaula_75 gefällt dies.
    Liebe Grüße

    Sofie

  9. #309
    Avatar von SofieAmundsen
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    Standard Re: Heilpraktiker gelten in Berlin als systemrelevant

    Zitat Zitat von Seebär05 Beitrag anzeigen
    Das ist tragisch, keine Frage. Trotzdem kann man sich doch wundern, daß dann nach 4 Infektionen und einem Todesfall dann gleich noch 2 Leute zu den infizierten Kindern in Kontakt waren und dann vermutlich keine oder zuwenig Schutzmaßnahmen getroffen wurden. Da sind ja noch 2 Infizierte dazu gekommen. Das ist doch schlimm. Schuld hat damit nichts zu tun. Aber es ist dann auch noch für 2 andere Erwachsene übel ausgegangen. Da ist doch irgend etwas schiefgegangen.
    Was ist denn da schiefgegangen? Dass sich Angehörige um das Kind im psychischen Ausnahmezustand gekümmert haben und nicht Pfleger*innen im Ganzkörperkondom?
    Liebe Grüße

    Sofie

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