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Thema: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

  1. #321
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Ja logisch. Nichts anderes habe ich behauptet. Und in DEM Fall hier der TE würde da recht schnell auch reagiert werden da noch keine Regelungen zum Kind da sind.
    Nein, das kann Monate dauern. In Coronazeiten auch durchaus mal länger.
    Und auch nochmal: nicht dass JA regelt. Nur ein Gericht kann das auf Antrag regeln. Dieser liegt ja auch vor (Antrag auf alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht).
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    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  2. #322
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Neutralität? Es geht um das Wohl des Kindes, nicht um Neutralität einem Elternteil gegenüber.
    Es liegt bei dem geschilderten Fall keine Kindeswohlgefährdung vor und schon 100mal keine bei der das JA von sich aus tätig würde. Ist so. Es gibt gar keine Grundlage. Und wie meinst du, sollte es ablaufen, wenn jede Sorge/Vermutung, jeder solche Nebensatz zu einer umfassenden Überprüfung und gerichtsverhandlung führen würde? Weißt du was in Trennungsberatungen alles vermutet und von der Tante des Freundes gehört wurde? Es ist hier eindeutig die Pflicht der Mutter aktiver zu werden, wenn sie tatsächlich Bedenken in diese Richtung hat.
    Zitat Zitat von nykaenen88 Beitrag anzeigen
    Äh, die Oma mütterlicherseits erzählt, dass der Vater ihr mal gegenüber erwähnt hat, im Falle einer Trennung würde er am liebsten mit dem Kind in sein Herkunftsland ziehen, weil ihn hier nix mehr hält. Und das führt dann dazu, dass genau was passieren sollte? Natürlich sollte das JA den Vater zu dieser Aussage befragen, aber wenn der das abstreitet? Ja, er würde gerne, hat er mal im Streit gesagt, aber ihm ist klar, dass das nicht geht und wirklich vor hatte er das natürlich nie...
    Dann soll das JA der Oma Glauben schenken?
    (Und ja, ich weiß, dass es das gibt, aber das deutet sich meist in mehr als einer Aussage an)
    Ehrlich gesagt passiert wahrscheinlcih nicht mal das. Im geschilderten Fall befinden wir uns im absolut freiwilligen Beratungskontext. Für gewöhnlich mit Komm-Struktur. Wenn die Oma erzählt, da hat sie gehört das vielleicht jemand irgendwas...dann wird genauer nachgefragt und der Oma gesagt, dass es die möglichkeit gibt, dass sie, oder die Kindsmutter eine Gefährdungsmeldung beim JA aufgeben. Und dass es eben die Regelung des Aufenthaltsbestimmungsrechtes im Eilverfahren gibt. Wenn weder Oma, noch Mutter daraufhin eine meldung beim JA machen, dann wird der Vater nicht befragt. Wenn die Schilderungen der Oma/Mutter echt gefährlich klingen, dann würde ich es nicht so stehen lassen und die Oma/Mutter in Richtung Gefährdungsmeldung schubsen. Wenn sie es nicht tun und das was ich gehört habe aber nciht so stehen lassen kann, dann nehme ich es als Meldung auf. Wenn mir etwas zu Ohren kommt, was gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährung beinhaltet, dann muss ich natürlich aktiv werden. Aber der Nebensatz über Dritte von einer Oma...ne wirklcih nciht. Und wenn weder Oma noch Mutter die Lage so ernst einschätzen,dass sie auf das Anraten hin eine Meldung aufgeben wollen, dann erst recht nicht.
    Eine weitere Möglichkeit wäre, die Komm-struktur mal zu übergehen. Das mache ich, wenn dringend Redebedarf besteht, der andere Part aber nicht von sich aus an einem Gespräch interessiert ist. Dann ruf ich eventuell mal einfach an und versuche den anderen einzubestellen. Aber auch nur in ganz wenigen und ausgewählten Fällen...kann nämlcih nach hinten losgehen, wenn du dir einfach die Handynummer von jemandem über die Ex-Frau, die er hasst besorgst.
    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Ja logisch. Nichts anderes habe ich behauptet. Und in DEM Fall hier der TE würde da recht schnell auch reagiert werden da noch keine Regelungen zum Kind da sind.
    Foxlady sorry,aber es ist nicht so. Da schätzt du den Auftrag und die Möglichkeiten des JA einfach falsch ein. Und du unterschätzt die Verantwortung eines sorgeberechtigten Elternteilen. Die Mutter muss den beiläufig gefallenen Satz bewerten und sich entscheiden eine Meldung zu machen oder nicht. Der Satz ist zu wenig, als dass das JA es als gewichten Anhaltspunkt für eine Kindswohlgefährdung werten könnte. Und die Mutter ist auch die die aktiv werden muss, wenn sie will das schnell irgenwas vor Gericht geregelt wird. Das kann auch nicht das JA.

    Das JA kann dann etwas tun, wenn es gewichtige Anhaltspunkte für ein Kindswohlgefährung hat (und hier steckt ein Prüfungsapparat dahinter, bei dem viele Dinge als "keine gewichtigen Anhaltspunkte für eine Kindswohlgefährung" gewertet werden, die viele (oft auch das JA) gerne als gewichtig ansehen würden.

    Das JA kann dann etwas tun, wenn eine GEfährungsmeldung getätigt wurde.
    Das JA kann dann etwas tun, wenn die Mutter vor Gericht einen Antrag gestellt hat. Das was das JA dann tut ist je ein Gespräch mit den Elternteilen, je nach Alter mit dem Kind führen und dann eine Einschätzung abgeben..wenn man die Familien nicht kennt, kann es durchaus passieren, dass man von einem Elternteil geblendet wird.

    Jenachdem wie belastet Elternteile wirken, oder jenachdem wie verzwickt die Lage wirkt, versuche ich natürlich beide her zubekommen und wenn nicht berate ich entsprechend. Aber mehr ist nicht drin und das hat nichts mit "Hände in den Taschen" zu tun.
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    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

  3. #323
    Foxlady_ ist offline Poweruser

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    Standard Re: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

    Du widersprichst dich in deiner langen Ausführung und sagst letzten Endes nichts anderes als ich. Denn ich habe nirgends behauptet das der JA Mitarbeiter einfach selbst Entscheidungen treffen soll.

    Ich habe das in meiner Arbeit schon 2x erlebt. Aber scheinbar habe ich da "unfähige" Mitarbeiter erlebt, die das letzten Endes doch gut und richtig begleitet haben.
    .

  4. #324
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Du widersprichst dich in deiner langen Ausführung und sagst letzten Endes nichts anderes als ich. Denn ich habe nirgends behauptet das der JA Mitarbeiter einfach selbst Entscheidungen treffen soll.

    Ich habe das in meiner Arbeit schon 2x erlebt. Aber scheinbar habe ich da "unfähige" Mitarbeiter erlebt, die das letzten Endes doch gut und richtig begleitet haben.
    Wo widerspricht sie sich?
    Ich lese heraus, dass sie sehr wohl etwas anderes sagt als du.



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    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
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  5. #325
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Frage zu Unterhaltsnachweis, Auskunftsverweigerung, WBS...

    Zitat Zitat von Foxlady_ Beitrag anzeigen
    Du widersprichst dich in deiner langen Ausführung und sagst letzten Endes nichts anderes als ich. Denn ich habe nirgends behauptet das der JA Mitarbeiter einfach selbst Entscheidungen treffen soll.

    Ich habe das in meiner Arbeit schon 2x erlebt. Aber scheinbar habe ich da "unfähige" Mitarbeiter erlebt, die das letzten Endes doch gut und richtig begleitet haben.

    Ist in Ordnung, ich muss dir nichts beweisen.
    Ich habe eine klare Meinung, die auf rechtlichem Grund und praktischer Erfahrung fußt. Ich werde jetzt nicht suchen, ob ich irgendwo etwas geschrieben habe, was man als widersprüchlich deuten könnte.

    Es ist ein wirklich großes Problem, dass viele Leute falsche Erwartungen an das JA haben und durch einzelne geschilderte/miterlebte Fälle ihre Meinung über die Arbeit und Möglichkeiten des JA bilden. Die Fälle sind äußerst individuell, ohne die kleinsten Details zu kennen und ohne die genaue Arbeitsweise und den rechtlichen Auftrag des JA zu kennen, kann man das Handeln des JA nicht nachvollziehen. Auch Kooperationspartner bekommen diese kleinsten Details nicht mit, denn es besteht ab einem gewissen Punkt auch bei Gefährdungsmeldungen wieder Schweigepflicht und Schutz der Daten. Aus diesem Grund bekommt nicht mal die Schule die eine Meldung tätigt mit, was am Ende raus kommt und warum das JA wie entscheidet, auch die Oma die meldet oder sonst wer nicht.
    Selbst Kooperationspartner (Schulen, andere Ämter, Psychiatrien usw. ) sind deswegen oft frustriert, oder denken das JA macht nichts, oder zu viel. Aber sie kennen die Hintergründe nciht und oft auch nicht den gesetzlichen Auftrag des JA, der sich so richtig fast nur erschließt, wenn man ihn eine zeitlang selbst ausführt. So zumindest meine persönliche Erfahrung. Auch mir begegnen immer wieder Sachlagen, bei denen ich zunächst meinen Auftrag bei der Leitung erfragen muss. Selbst den Leitung begegnen Sachlagen, bei denen sie sich beraten müssen, wie unser Auftrag in dem Moment ist. Die Fülle der möglichen Problemlagen und Familienkonstellationen ist einfach zu groß und der Auftrag stets individuell, sodass man auch nach Jahren im JA nicht in jeder Situation sofort bescheid wissen kann.

    Im geschilderten Fall, und nur auf diesen beziehe ich mich, denn man kann keine Fälle vergleichen. Kann nciht sagen, "aber bei einem anderen Fall mit diesem Problem habe ich gehört"... Das wären nicht Äpfel und Birnen, sondern Blutwurst und vegane Blumenkohlschnitzen die man da vergleichen würde. In diesem Fall so wie er hier geschildert ist, macht das "nichts tun" des JA Sinn und ist nachvollziehbar.

    Du sprachst davon, dass das Amt ganz schnell reagieren würde, wenn es davon hört, dass der Vater gesagt hat er würde das Kind verschleppen. Und da sage ich ganz klar. Nein. Nein, wegen einem solchen Satz reagiert das JA nicht ganz schnell. Es führt weiterhin seine stinknormale Beratung durch, welche immer beinhaltet alle Optionen, welche in der derzeitigen Lebenssituation möglich sind, zu unterbreiten (Gefährdungsmeldung tätigen, Gericht oder oder). Ob etwas davon getan wird, liegt bei den Eltern, wird nicht kontrolliert oder so.

    Die Fälle, die du vielleicht mitbekommen hast, bei denen das JA schnell gehandelt hat, die gibt es sicher. Die sind aber anders als das was wir hier gehört haben. Hier haben wir von einem normalen Beratungskontext ohne akuten gewichtigen Gefährdungspunkten gehört, da reagiert das JA nicht.
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