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Thema: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

  1. #361
    Ernestine ist offline addict

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt schon, aber bist du ok damit, wenn wir das vertagen?
    :-)
    Ja, klar.

  2. #362

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    Ganz schön überheblich finde ich das. Außerdem keine Antwort auf meine Fragen.
    Überheblich? Weil ich sage, dass ich anderer Meinung bin?
    Wie nennst du eine Minderheit, die der Mehrheit eine gendergerechte Sprache überstülpen will?
    LG
    Momo


    mit S(04/08) und T(02/11)

  3. #363
    PerditaX. ist offline elferant

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von Momo73 Beitrag anzeigen
    Überheblich? Weil ich sage, dass ich anderer Meinung bin?
    Wie nennst du eine Minderheit, die der Mehrheit eine gendergerechte Sprache überstülpen will?
    Nein. Überheblich, weil du unterstellst, dass Leuten aus nicht-akademischen Berufen dieses Thema grundsätzlich kein Anliegen ist. Das finde ich überheblich.

    Ich sehe nicht, wo jemand etwas übergestülpt bekommt. Da ist eine Diskussion und ein Prozess im Gange. Es gibt weder Gender- noch Impfpflicht. Die allermeisten Menschen gendern nicht.
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  4. #364
    Soraya78 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    In einer reinen Männerdomäne ist also das Nennen von Frauen und Männern etwas, das dort die (lass mich raten, überwiegend Männer?) zum lachen bringt? Sternchen oder auch das "altmodische", dass man immer Frauen und Männer nennt? Was gibt es da zu lachen? Und inwiefern widersprechen sich gendern und Kompetenz?
    "Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Ich habe von den Produktmanager:innen die Rückmeldung bekommen, dass die Kundinnen und Kunden aktuell Probleme mit xyz haben. Die Sachbearbeiter:innen aus der Qualitätssicherung haben dies bestätigt.
    Wir werden uns jetzt noch mit den Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb abstimmen und kurzfristig eine Lösung erarbeiten..."

    Das ist für mich echt unlesbar und bei mir im Betrieb würde so eine Mail sehr belächelt werden. Die überwiegend männlichen Kollegen würden mir wahrscheinlich schnell den Titel "Emanze" zusprechen und dann hätte ich große Probleme, überhaupt noch ernst genommen zu werden.

    Das finde ich weder gut noch richtig!!!

    Aber in der Realität fahre ich am Besten damit, mich selber "Senior Project Manager" zu nennen und auf die deutsche, gegenderte Bezeichnung zu verzichten.
    Am Ende geht es darum, auf Augenhöhe mitzuspielen und das funktioniert nicht, wenn ich den alltäglichen Sprachgebrauch verändere und meine Weiblichkeit nochmal extra verbal hervorhebe. Damit sinkt tatsächlich die Akzeptanz.
    Ich arbeite eben mit alten, weißen Männern und trotz aller Widrigkeiten, mache ich das wirklich gerne.

  5. #365
    Euterpe ist gerade online Carpal Tunnel

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von Soraya78 Beitrag anzeigen
    "Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Ich habe von den Produktmanager:innen die Rückmeldung bekommen, dass die Kundinnen und Kunden aktuell Probleme mit xyz haben. Die Sachbearbeiter:innen aus der Qualitätssicherung haben dies bestätigt.
    Wir werden uns jetzt noch mit den Mitarbeiter:innen aus dem Vertrieb abstimmen und kurzfristig eine Lösung erarbeiten..."

    Das ist für mich echt unlesbar und bei mir im Betrieb würde so eine Mail sehr belächelt werden. Die überwiegend männlichen Kollegen würden mir wahrscheinlich schnell den Titel "Emanze" zusprechen und dann hätte ich große Probleme, überhaupt noch ernst genommen zu werden.

    Das finde ich weder gut noch richtig!!!

    Aber in der Realität fahre ich am Besten damit, mich selber "Senior Project Manager" zu nennen und auf die deutsche, gegenderte Bezeichnung zu verzichten.
    Am Ende geht es darum, auf Augenhöhe mitzuspielen und das funktioniert nicht, wenn ich den alltäglichen Sprachgebrauch verändere und meine Weiblichkeit nochmal extra verbal hervorhebe. Damit sinkt tatsächlich die Akzeptanz.
    Ich arbeite eben mit alten, weißen Männern und trotz aller Widrigkeiten, mache ich das wirklich gerne.
    und wenn du deine Mail so formulierst:

    "Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    Ich habe von den Produktverantwortlichen die Rückmeldung bekommen, dass die Kundinnen und Kunden aktuell Probleme mit xyz haben. Die Qualitätssicherung hat dies bestätigt.
    Wir werden uns jetzt noch mit dem Vertrieb abstimmen und kurzfristig eine Lösung erarbeiten..."

    wird vermutlich keiner lächeln.
    Es ist sogar kürzer und verständlicher.

  6. #366
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    In einer reinen Männerdomäne ist also das Nennen von Frauen und Männern etwas, das dort die (lass mich raten, überwiegend Männer?) zum lachen bringt? Sternchen oder auch das "altmodische", dass man immer Frauen und Männer nennt? Was gibt es da zu lachen? Und inwiefern widersprechen sich gendern und Kompetenz?
    Gendern weißt aufs Geschlecht hin - hat mit Kompetenz halt auch nichts zu tun.

  7. #367
    rastamamma ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von PerditaX. Beitrag anzeigen
    Rasta, ich verstehe dich immer nicht. Du denkst so anders als ich, ich weiß nicht, was du meinst.
    Das meinte ich:

    Zitat Zitat von Sepia Beitrag anzeigen
    Würde da aber "Lehrer" und "Professoren" stehen, erscheint es den meisten Menschen keineswegs seltsam, weil sie dies sprachlich gewöhnt sind. Und wenn man das weitertreibt, steuert das dann schon bei Kindern die Erwartungen und wo sie sich "zugehörig" fühlen.
    Die meisten Leute sind diese Formulierung also gewöhnt - und schubladieren da Männer und Frauen rein, oder etwas nicht? - und Kinder lernen diese Formulierung (und fühlen sich dann zugehörig oder doch nicht?).

    Wenn die meisten die männliche Form als gültig für alle Geschlechter lesen, dann bringt es was genau, wenn man da auch noch die weibliche und die sächliche einfügt? Das weißt doch auf Unterschiede aufgrund des Geschlechts hin - und sowas hat meiner Meinung nach halt im Berufsleben gerade NICHTS zu suchen.

  8. #368
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von Ernestine Beitrag anzeigen
    Ich stimme dir zu, dass Abwertung auch in den eigenen Gedanken entsteht. Die eigenen Gedanken sind zwar eingebunden in einen kulturellen Kontext, dennoch ist es ist die Frage, wie der einzelne damit umgeht.
    Mit anderen Worten: Fragst du das eine Frau auch, die sich sexistische Bemerkungen verbittet?
    Oder einen farbigen Menschen (wie ist der Singular von PoC?), der sich gegen das N-Wort wehrt?

    Die Diskussion gerät in bedenkliche Schieflage, wenn nicht der einzelne Mensch gesehen, sondern er aufgrund unveränderlicher Eigenschaften einer negativ bewerteten Gruppe zugewiesen wird.
    Herrschaftszeiten, ich wollte einfach wissen, warum sich der Gurkentrupperich durch diese Bezeichnung abgewertet fühlt. Nicht mehr und nicht weniger. Es interessierte mich einfach. Auch um seine Argumentation besser einschätzen zu können. Also genau das, was dein letzter Satz sagt: Schieflage, wenn in Diskussionen nicht einzelne Menschen gesehen werden.
    Warum der Gurkentrupperich dich liked aber mir nicht antwortet, verstehe wer will. Schade finde ich es trotzdem.
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    We can choose to see the best in one another.
    Barack Obama, 11/9/16
    Wenn ihr Großhirn mit der Amygdala eines Pubertisten diskutiert, kann das nur schief gehen!
    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  9. #369
    Avatar von -AppErol-
    -AppErol- ist offline love & peace

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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von gurkentruppe Beitrag anzeigen
    In welcher Stellenanzeige oder Studienbeschreibungen werden denn heute keine weibliche Berufsbezeichnungen mehr genutzt?
    Schlage die Zeitung auf und schau mal, wie oft eine Bezeichnung mit dem Zusatz (m/w/d) dahintersteht. Ich schätze mal.... 80-90%?
    Ich finde auch Studien mit Grundschülern wenig hilfreich, um zu verstehen, wie pubertierende Mädchen ihre Studien- oder Berufswahl treffen. Mädchen haben im Durchschnitt die besseren Schulabschlüsse und erleben sich ja auch in der Schule oftmals gegenüber den Jungen als organisierter und leistungsmäßig ausgewogener.
    In der Grundschule bildet sich dieses System aber aus. Am Ende der Grundschulzeit haben Kinder verinnerlichte Rollenklischees, welche Berufe für sie überhaupt in Frage kommen. Und klar kann man nur Antworten auf Fragen bekommen, die man überhaupt in der Lage ist zu denken. In reinen Mädchenklassen kann sich das mit den Klischees und Erwartungen nochmal ändern (hier sind übrigens auch Mädchen besser in Mathe und Physik als ihre Geschlechtsgenossinnen in geschlechtsgemischten Klassen), aber da reine Mädchenklassen eher die Ausnahme sind, ist es eben der größte Teil der Kinder, die mit in der Grundschulzeit gebildeten Berufsrollenklisches durchs Leben marschiert.

    Ich finde dieses Bild des Mädchens, dass sich nichts zutraut und bestärkt werden muss, total überholt. Oftmals sind es doch die Jungen, die sich einigeln und zum Verdruss ihrer Eltern ständig angetrieben werden müssen. Klar, gibt es in jedem Geschlecht solche und solche. Aber wenn man sich einfach nur Statistiken über Abschlüsse und Durchschnittsnoten anschaut, kann man doch einfach Mädchen nicht mehr als das benachteiligte Geschlecht ansehen, dass keine Aufmerksamkeit, Chancen und Sichtbarkeit erhält.
    Jungs wie Mädchen sollten bestärkt werden. Ob die heutigen Mädchen tatsächlich nicht mehr benachteiigt sind, wird sich wohl erst in frühestens sagen wir 20 Jahren an Gendergehaltsgaps und Parität in Vorstandsetagen zeigen. Zudem hatten auch vor 20 Jahren Mädchen schon bessere Abschlüsse und höhere Qulifikationen und heute trotzdem weniger Geld und weniger Chefinnenposten. Also kann das allein ja kein Grund sein, mit den Bestrebungen aufzuhören.



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    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

  10. #370
    Avatar von -AppErol-
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    Standard Re: Alte weiße Männer ärgern sich über das Gendern. Folge 2:

    Zitat Zitat von Ernestine Beitrag anzeigen
    Ich hatte es so verstanden: Es ging um die Wechselwirkungen der Positionen, Sichtweisen, Bedingungen und Erfahrungshintergründen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen, die gesellschaftliche Entwicklung ermöglichen und die - aus meiner Sicht, das interpretiere ich hinzu - prinzipiell gleichberechtigt sein müssen. In der Genderforschung geht es aber vordringlich um die Perspektive von Frauen als unterdrückter Gruppe, in letzter Zeit erweitert um genderdiverse Menschen. Ich denke, das lässt sich aus der Historie der Disziplin auch belegen - früher hießen trugen die Institute Varianten von "Frauenforschung" im Namen. Auch in der Diskussion hier wurde die männliche Perspektive implizit und explizit abgedrängt.

    Ich stimme dem User "Gurkentruppe" zu, wenn er das problematisch findet. Man kann natürlich argumentieren, dass dadurch - (vorgeblich) gerechterweise - ein historischer Ausgleich zur Diskriminierung stattfindet und Männer heute sozusagen die Schuld ihrer Väter abtragen.
    Dagegen kann man allerdings einige Argumente anführen, angefangen mit der Frage nach individueller oder kollektiver Schuld u.v.a.m.
    Wenn das Ziel eine gleichberechtigte Gesellschaft sein soll, ist es nicht gut, einfach die Vorzeichen zu verkehren.
    Das sehe ich als Effekt der Negierung von Nachteilen durch die privilegierte Gruppe.
    Da hat sich Passmann jetzt mal der männlichen Gruppe gewidmet und dann wird aber auch gemault. Ist irgendwie auch komisch.



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    Barack Obama, 11/9/16
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    aus einem Vortrag der hiesigen Erziehungsberatung 11/13/19

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