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Thema: Zur S.au gemacht beim Arzt

  1. #381

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Dinge die für die Behandlung relevant sind muss du natürlich sagen. Alles ander wäre ja auch Schwachsinn.

    Ich bin schlicht froh dass ich Ärzte habe mit denen ich in wesentlichen Punkten überein stimme.
    Auch in Bezug auf die Corona-Impfung

    Ansonsten bin ich natürlich auch froh dass ich selten zum Arzt muss, aber so ein paar Dinge (Gyn, Zahnarzt, Augenarzt...) finden ja doch auch ohne "müssen" statt
    Naja, es ist ja auch in meinem Sinne, Dinge, die für eine Behandlung relevant sind, dem Arzt zu sagen. Ansonste müsste ich dann halt auch in Kauf nehmen, dass eine Behandlung nicht so erfolgreich verläuft.

    Ich bin mit den Ärzten, zu denen ich gehe, auch zufrieden. Bis jetzt war es so, dass weder mich der Impfstatus des Ärzteteams noch die Ärzte mein Impfstatus sonderlich interessiert hat.

    Über die Coronaimpfung habe ich mit meiner Hausärztin gesprochen und habe die erste Impfung gegen den Rat der Ärztin genommen und die Zweitimpfung auf Anraten der Ärztin nicht genommen.

    Ich finde mittlerweile den Rechtfertigungsdruck, der teilweise kommt, unangenehm.

  2. #382
    WATERPROOF ist offline Renitent.

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Ja. Aber wenn ein Behandler z.B. bei einem HIV Infizierten eine Nadelstichverletzung bekommt, der ihn aber anlügt und die Post-Expositionsprophylase unterbleibt, dann ist das gefährliche Körperverletzung, wenn es bei dem Arzt zu einer HIV Infektion kommt.
    Abgesehen von der rechtlichen Seite ist so ein Verhalten hochgradig unsozial.

    Zitat Zitat von rosenma Beitrag anzeigen
    Quelle Dt. Aidshilfe: Pflicht zur Mitteilung einer HIV Infektion:


    Ein HIV Patient sollte in der Regel allen behandelnden Ärzten die Tatsache seiner Infektion mitteilen. Der Patient kann meist nicht einschätzen, ob seine Beschwerden mit der Infektion zu tun haben oder ob Wechselwirkungen mit seiner antiretroviralen Therapie bei Medikamentenverordnungen durch andere Ärzte zu erwarten sind. Leider gibt es auch heute noch versteckte oder offene Ablehnung und Diskriminierung auch im medizinischen Bereich. Wenn ein Patient auf Grund solcher Erfahrungen einem behandelnden Arzt seine Infektion nicht angibt, stört er damit zwar das Vertrauensverhältnis, das zwischen Arzt und Patient bestehen sollte, rechtlich verpflichtet ist er jedoch nicht, die Tatsache der HIV Infektion seinem behandelnden (Zahn)Arzt mitzuteilen. Grundsätzlich muss ein Arzt bei jedem Patienten Maßnahmen treffen, die eine Übertragung von ansteckenden Krankheiten verhindern, da die Möglichkeit besteht, dass ein Patient von der Tatsache einer infektiösen Krankheit nichts weiß.

  3. #383
    rastamamma ist offline Urgestein

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Zitat Zitat von --Christine-- Beitrag anzeigen
    Ich finde mittlerweile den Rechtfertigungsdruck, der teilweise kommt, unangenehm.
    Da sind wir schon mal einer Meinung.

  4. #384
    Avatar von Felba
    Felba ist offline juttapalme

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Zitat Zitat von WATERPROOF Beitrag anzeigen
    Ja. Aber wenn ein Behandler z.B. bei einem HIV Infizierten eine Nadelstichverletzung bekommt, der ihn aber anlügt und die Post-Expositionsprophylase unterbleibt, dann ist das gefährliche Körperverletzung, wenn es bei dem Arzt zu einer HIV Infektion kommt.
    Abgesehen von der rechtlichen Seite ist so ein Verhalten hochgradig unsozial.
    Du verlässt dich doch als Arzt bei einer NSV nicht auf eine Aussage des Nadelstichspenders. Kann doch sein, dass der eine frische HIV-Infektion hat und gar nichts davon weiß, weil er sich seit seinem letzten Test angesteckt hat. Da frage ich nicht, ob er HIV hat, da kläre ich auf, dass jetzt eine Blutentnahme zur Statuserhebung erfolgt. Umso besser, wenn er es gleich mitteilt. Und klar wäre es mehr als ungut, wenn er es leugnet, dann wäre meine Behandlung dieses Patienten an dieser Stelle (abseits eines Notfalls) vorbei.
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  5. #385
    WATERPROOF ist offline Renitent.

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Zitat Zitat von Felba Beitrag anzeigen
    Du verlässt dich doch als Arzt bei einer NSV nicht auf eine Aussage des Nadelstichspenders. Kann doch sein, dass der eine frische HIV-Infektion hat und gar nichts davon weiß, weil er sich seit seinem letzten Test angesteckt hat. Da frage ich nicht, ob er HIV hat, da kläre ich auf, dass jetzt eine Blutentnahme zur Statuserhebung erfolgt. Umso besser, wenn er es gleich mitteilt. Und klar wäre es mehr als ungut, wenn er es leugnet, dann wäre meine Behandlung dieses Patienten an dieser Stelle (abseits eines Notfalls) vorbei.
    Selbstverständlich macht man einen Test. Bei beiden Beteiligten. Aber die Post-Expositionsprophylaxe muss möglichst zeitnah erfolgen. Genaugenommen sofort. Der Test dauert etwas. Allein, weil nicht jedes Labor den macht und er erstmal hingebracht werden muss.
    Post-Expositionsprophylaxe hat aber auch echte Nebenwirkungen.
    Deswegen machst du sie nur bei einer bekannten Infektion.

    Erzähl mir jetzt nicht, dass bei euch bei jeder NSV die gemacht wird.

    Für die Unfallversicherung macht man beim Betroffenen 2 HIV Test: einen am Tag es Unfalls, einen 6 Wochen später.
    Beim Patienten macht man 1 HIV Test am Unfalltag. Der Betroffene kann den Test aber verweigern. Blut abnehmen ist ja eine Körperverletzung.

    Im meinem Posting ging es darum, dass bewusste Verschweigen eine strafrechtliche Konsequenz hat.
    Es hat auch eine strafrechtliche Konsequenz, wenn die Ansteckung über einen Sexualkontakt erfolgt.

  6. #386
    Avatar von Felba
    Felba ist offline juttapalme

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Zitat Zitat von WATERPROOF Beitrag anzeigen
    Selbstverständlich macht man einen Test. Bei beiden Beteiligten. Aber die Post-Expositionsprophylaxe muss möglichst zeitnah erfolgen. Genaugenommen sofort. Der Test dauert etwas. Allein, weil nicht jedes Labor den macht und er erstmal hingebracht werden muss.
    Post-Expositionsprophylaxe hat aber auch echte Nebenwirkungen.
    Deswegen machst du sie nur bei einer bekannten Infektion.

    Erzähl mir jetzt nicht, dass bei euch bei jeder NSV die gemacht wird.

    Für die Unfallversicherung macht man beim Betroffenen 2 HIV Test: einen am Tag es Unfalls, einen 6 Wochen später.
    Beim Patienten macht man 1 HIV Test am Unfalltag. Der Betroffene kann den Test aber verweigern. Blut abnehmen ist ja eine Körperverletzung.

    Im meinem Posting ging es darum, dass bewusste Verschweigen eine strafrechtliche Konsequenz hat.
    Es hat auch eine strafrechtliche Konsequenz, wenn die Ansteckung über einen Sexualkontakt erfolgt.
    Ich mache sicherlich nicht KEINE Postexpositionsprophylaxe, weil mir der Patient erzählt, er habe kein HIV, sondern ich mache das vom Risiko abhängig. Material (Blut, Pleurapunktat, ...), Nadelgröße, etc.

    Dass es strafrechtliche Konsequenzen hat, wenn man das mutwillig verschweigt, weiß ich, das trifft aber eher im privaten Bereich zu. Im medizinischen Bereich würde ich wahrscheinlich fragen, weil bei sicher HIV-positiv meine persönliche Risikoabschätzung dann weitgehend entfällt, aber auf ein "nein, ich habe keine HIV-Infektion" würde ich mich nicht verlassen.
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  7. #387
    WATERPROOF ist offline Renitent.

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    Standard Re: Zur S.au gemacht beim Arzt

    Ich mache es genauso wie du.
    Ich habe auch nie geschrieben, dass ich mich auf die Aussage von wem auch immer verlasse.
    Ich habe lediglich auf Rosenmas Posting geantwortet, dass ein vorsätzliches Verschweigen einer Infektion eine strafrechtliche Konsequenz hat.

    Im tatsächlichen Fall wird es noch wesentlich komplizierter, es kommt z.B. auch auf die Virenlast an. Das Risiko ist ja nicht immer gleich.


    Zitat Zitat von Felba Beitrag anzeigen
    Ich mache sicherlich nicht KEINE Postexpositionsprophylaxe, weil mir der Patient erzählt, er habe kein HIV, sondern ich mache das vom Risiko abhängig. Material (Blut, Pleurapunktat, ...), Nadelgröße, etc.

    Dass es strafrechtliche Konsequenzen hat, wenn man das mutwillig verschweigt, weiß ich, das trifft aber eher im privaten Bereich zu. Im medizinischen Bereich würde ich wahrscheinlich fragen, weil bei sicher HIV-positiv meine persönliche Risikoabschätzung dann weitgehend entfällt, aber auf ein "nein, ich habe keine HIV-Infektion" würde ich mich nicht verlassen.
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