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Thema: Unterschiede in der Impfquote

  1. #1
    Avatar von MeineRasselbande
    MeineRasselbande ist offline Einfach kann doch jeder!

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    Standard Unterschiede in der Impfquote

    Die Unterschiede finde ich echt krass, gerade im Vergleich Bremen gegen Sachsen.

    https://de.statista.com/statistik/da...undeslaendern/

    Woran liegen die starken Unterschiede? Impfunwilligkeit der Bürger, Organisation der Impfung, weitere Wege, ländlichere Regionen etc.?

  2. #2
    Avatar von NaddlH
    NaddlH ist offline Menschenkind

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Man mag mich steinigen, aber ich führe das auf den hohen Anteil der AfD-WählerInnen zurück. Oder auf die Mentalität an sich, sich nicht mehr den "Volksparteien" zugehörig zu fühlen oder zumindest von ihnen nicht vertreten zu werden. Das müssen dann nicht mal Menschen sein, die die AfD wählen, sondern evtl. sogar gar nicht mehr wählen (oder andere Kleinparteien).
    Ich kann es nicht recht nachvollziehen, da ich 2000 aus Sachsen weg gezogen bin. Aber bei meinem Vater z.B. sehe ich schon die Politikverdrossenheit und eine Art rebellisches Wahlverhalten (auch wenn der 2x geimpft ist...). Aber die Randgruppierungen AfD, die Basis, etc. sind eben sehr impfkritisch bzw. impfablehnend.
    Deswegen würde ich es schon auf die Impfunwilligkeit der Bürger "schieben". Meine Eltern hatten leicht Zugang zur Impfung über den Hausarzt (Kleinstadt). Das Impfzentrum ist schlecht zu erreichen für Menschen ohne Auto, aber es gibt/gab Impfbusse dorthin. Über die Organisation der Impfung im Impfzentrum kann ich nichts sagen.
    frau_donnerklee gefällt dies

  3. #3
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zitat Zitat von MeineRasselbande Beitrag anzeigen
    Die Unterschiede finde ich echt krass, gerade im Vergleich Bremen gegen Sachsen.

    https://de.statista.com/statistik/da...undeslaendern/

    Woran liegen die starken Unterschiede? Impfunwilligkeit der Bürger, Organisation der Impfung, weitere Wege, ländlichere Regionen etc.?
    Nicht nur bundesweit, sondern auch innerhalb Bayerns gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Das gab es auch schon vor Corona bei anderen Impfungen. Die Haltung der Menschen könnte also schon eine Rolle spielen. Allerdings sind Ostdeutsche den üblichen Impfungen gegenüber aufgeschlossener als Westdeutsche, da passt es also gar nicht.

    https://www.br.de/nachrichten/wissen...t-wird,SCjTizg

    Immer wieder wurde in Bayern auch die Ferienzeit als Grund für die relativ niedrige Impfquote angeführt, aber das gilt jetzt sicher nicht mehr. Vielleicht gibt es dafür einen gewissen Aiwanger-Effekt

    Hier nochmal speziell zu Bayern und ohne Paywall, wen`s interessiert:
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/b...iker-1.5342543

  4. #4
    Miss_Cornfield ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Ich halte tatsächlich den Unterschied in der Bevölkerungsdichte (ländlicher Raum) für einen sehr wichtigen Faktor. Siehe dazu bspw. diese Statistik von Baden-Württemberg nach Landkreisen, die diese Theorie bestätigt: https://www.baden-wuerttemberg.de/fi...dkreise-BW.pdf .

    Bei einer geringeren Bevölkerungsdichte, einem Transport überwiegend per Auto und nicht per ÖPNV, einer großzügigeren Wohnsituation, mehr Platz, … mag so mancher seine persönliche Gefährdungssituation vielleicht anders einordnen als im städtischen Bereich.

    Zitat Zitat von MeineRasselbande Beitrag anzeigen
    Die Unterschiede finde ich echt krass, gerade im Vergleich Bremen gegen Sachsen.

    https://de.statista.com/statistik/da...undeslaendern/

    Woran liegen die starken Unterschiede? Impfunwilligkeit der Bürger, Organisation der Impfung, weitere Wege, ländlichere Regionen etc.?
    Melonenbaum gefällt dies

  5. #5
    Avatar von tiramiau
    tiramiau ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    Ich halte tatsächlich den Unterschied in der Bevölkerungsdichte (ländlicher Raum) für einen sehr wichtigen Faktor. Siehe dazu bspw. diese Statistik von Baden-Württemberg nach Landkreisen, die diese Theorie bestätigt: https://www.baden-wuerttemberg.de/fi...dkreise-BW.pdf .

    Bei einer geringeren Bevölkerungsdichte, einem Transport überwiegend per Auto und nicht per ÖPNV, einer großzügigeren Wohnsituation, mehr Platz, … mag so mancher seine persönliche Gefährdungssituation vielleicht anders einordnen als im städtischen Bereich.
    Der Theorie mit dem ländlichen Raum und der Bevölkerungsdichte kann ich nicht recht zustimmen, da in Schleswig-Holstein die Impfquote sehr gut ist und da gibt es ja auch sehr viele ländliche Gegenden.
    MeineRasselbande gefällt dies
    tiramiau mit kletterkind (11/04) und kleinem frettchen (03/10)

  6. #6
    Avatar von Effendi
    Effendi ist offline irgendwie

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Nicht nur bundesweit, sondern auch innerhalb Bayerns gibt es ein Nord-Süd-Gefälle. Das gab es auch schon vor Corona bei anderen Impfungen. Die Haltung der Menschen könnte also schon eine Rolle spielen. Allerdings sind Ostdeutsche den üblichen Impfungen gegenüber aufgeschlossener als Westdeutsche, da passt es also gar nicht.

    https://www.br.de/nachrichten/wissen...t-wird,SCjTizg

    Immer wieder wurde in Bayern auch die Ferienzeit als Grund für die relativ niedrige Impfquote angeführt, aber das gilt jetzt sicher nicht mehr. Vielleicht gibt es dafür einen gewissen Aiwanger-Effekt

    Hier nochmal speziell zu Bayern und ohne Paywall, wen`s interessiert:
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/b...iker-1.5342543
    Das Nord-Süd-Gefälle in Bayern spricht aber meines Erachtens eher dafür dass sich die Leute in falscher Sicherheit wiegen. In Nordbayern wurde über Sonderkontingente viel geimpft als die Zahlen hoch und die Gefahr real waren.

    "Du bist der oanzige Mensch, der den ganz´n Tag nur Schotter red´t und am Am´d no sympatisch is - des is a Begabung! Des hab i da scho amoi g´sagt...
    Damit konnst D´as weit bringa, grad in unsara Zeit!

  7. #7
    Miss_Cornfield ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Da finde ich ja folgende Zahlenspielereien interessant – wie viel Menschen in Schleswig-Holstein leben in der Metropolregion Hamburg und sind danach eher einer Großstadt zuzurechnen? Wie hoch ist der prozentuale Anteil an genesenen Corona Patienten in Schleswig-Holstein in Relationen zur Bevölkerung im Vergleich zu den Zahlen in Sachsen? Da die Inzidenz in Sachsen meistens weit über der von Schleswig-Holstein gelegen haben dürfte, könnte dies auch ein Grund dafür sein – die genesen Patienten tauchen natürlich nicht in der Impfstatistik auf. Und Schleswig-Holstein ist wesentlich touristischer geprägt, so dass viele Menschen dort sich wahrscheinlich bereits mit auch aus eigenem wirtschaftlichen Interesse haben impfen lassen. Ein Anreiz, den es in dieser Dimension in Sachsen nicht geben wird.

    Zitat Zitat von tiramiau Beitrag anzeigen
    Der Theorie mit dem ländlichen Raum und der Bevölkerungsdichte kann ich nicht recht zustimmen, da in Schleswig-Holstein die Impfquote sehr gut ist und da gibt es ja auch sehr viele ländliche Gegenden.

  8. #8
    Avatar von tiramiau
    tiramiau ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    Da finde ich ja folgende Zahlenspielereien interessant – wie viel Menschen in Schleswig-Holstein leben in der Metropolregion Hamburg und sind danach eher einer Großstadt zuzurechnen? Wie hoch ist der prozentuale Anteil an genesenen Corona Patienten in Schleswig-Holstein in Relationen zur Bevölkerung im Vergleich zu den Zahlen in Sachsen? Da die Inzidenz in Sachsen meistens weit über der von Schleswig-Holstein gelegen haben dürfte, könnte dies auch ein Grund dafür sein – die genesen Patienten tauchen natürlich nicht in der Impfstatistik auf. Und Schleswig-Holstein ist wesentlich touristischer geprägt, so dass viele Menschen dort sich wahrscheinlich bereits mit auch aus eigenem wirtschaftlichen Interesse haben impfen lassen. Ein Anreiz, den es in dieser Dimension in Sachsen nicht geben wird.
    Zu 1: Die Impfquote in HH liegt deutlich niedriger als in S-H, was aber auch daran lag, dass es in HH zwischendurch kaum Impfstoff gab. Wie viele Menschen nah an HH leben, weiß ich allerdings nicht...
    Die 2. Frage ist interessant, aber auch da: Keine Ahnung. Die tauchen ja aber in keiner Impfstatistik auf.
    Zu 3. : Das kann in Bezug auf Sachsen durchaus zutreffen, stimmt es aber bei anderen BL?
    tiramiau mit kletterkind (11/04) und kleinem frettchen (03/10)

  9. #9
    Miss_Cornfield ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zum ersten Punkt kann ich als Hamburgerin natürlich bestätigen, dass wir eine Phase mit sehr wenig Impfstoff hatten. Was unter anderem auch daran lag, dass die Impfstoffmenge natürlich an der Einwohnerzahl angelegt wurde, aber sehr viele Beschäftigte in der Prio 1 und 2 aus den Nachbarbundesländern einpendeln und daher auch in Hamburg geimpft wurden. So bin ich mit Prio 3 bspw. auch erst einmal geimpft. Dazu kommt natürlich auch, dass bei uns die Impfpriorisierung als glaube ich letztes Bundesland aufgehoben wurde.
    Und so groß ist der Unterschied bei der Erstimpfung tatsächlich nicht -Schleswig-Holstein mit 65,4 und Hamburg mit 63,4.

    Zitat Zitat von tiramiau Beitrag anzeigen
    Zu 1: Die Impfquote in HH liegt deutlich niedriger als in S-H, was aber auch daran lag, dass es in HH zwischendurch kaum Impfstoff gab. Wie viele Menschen nah an HH leben, weiß ich allerdings nicht...
    Die 2. Frage ist interessant, aber auch da: Keine Ahnung. Die tauchen ja aber in keiner Impfstatistik auf.
    Zu 3. : Das kann in Bezug auf Sachsen durchaus zutreffen, stimmt es aber bei anderen BL?

  10. #10
    Avatar von rosenma
    rosenma ist offline Legende

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    Standard Re: Unterschiede in der Impfquote

    Zitat Zitat von Miss_Cornfield Beitrag anzeigen
    Da finde ich ja folgende Zahlenspielereien interessant – wie viel Menschen in Schleswig-Holstein leben in der Metropolregion Hamburg und sind danach eher einer Großstadt zuzurechnen? Wie hoch ist der prozentuale Anteil an genesenen Corona Patienten in Schleswig-Holstein in Relationen zur Bevölkerung im Vergleich zu den Zahlen in Sachsen? Da die Inzidenz in Sachsen meistens weit über der von Schleswig-Holstein gelegen haben dürfte, könnte dies auch ein Grund dafür sein – die genesen Patienten tauchen natürlich nicht in der Impfstatistik auf. Und Schleswig-Holstein ist wesentlich touristischer geprägt, so dass viele Menschen dort sich wahrscheinlich bereits mit auch aus eigenem wirtschaftlichen Interesse haben impfen lassen. Ein Anreiz, den es in dieser Dimension in Sachsen nicht geben wird.
    Ich könnte mir vorstellen, dass die Leute in den ehemaligen Hochinzidenzgebiet glauben, wer sich trotz der hohen Zahlen nicht angesteckt hat, braucht auch keine Impfung. Außerdem gibt es in den östlichen BL eine gewisse Skepsis der Regierung ggü.
    Time ist the fire in which we burn.

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