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Thema: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

  1. #51
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Poweruser

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von Jana_76 Beitrag anzeigen
    Wir haben der Großen beigebracht, dass sie bleiben soll, wo sie ist, wenn sie uns verliert.
    Nicht bewegen und nach uns rufen.
    Wir haben ihr erklärt, dass es besser ist, wenn nur einer sich bewegt und der andere nicht. Sonst läuft man immer aneinander vorbei.

    Einmal hat sie sich im Supermarkt verlaufen. Und es hat super funktioniert.
    Bei der Kleinen arbeiten wir noch dran.
    Bei meinem rationalen Denk-Kind würde es wohl auch funktionieren.
    Das Verschwindekind ist eins, das immer was tun muss, sich erstmal alles zutraut, immer selbst Lösungen finden will (und sie meist auch findet). Ich bin nicht sicher, ob dieses Kind sich daran halten würde.

    Aber ich finde es auf jeden Fall echt sinnvoll, das in der Familie immer wieder mal anzusprechen. Auch unser vorsichtiges Kind ist schon mal kurz verlorengegangen, das kann einfach passieren.
    Makaria. und stpaula_75 gefällt dies.

  2. #52
    Jana_76 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Bei meinem rationalen Denk-Kind würde es wohl auch funktionieren.
    Das Verschwindekind ist eins, das immer was tun muss, sich erstmal alles zutraut, immer selbst Lösungen finden will (und sie meist auch findet). Ich bin nicht sicher, ob dieses Kind sich daran halten würde.

    Aber ich finde es auf jeden Fall echt sinnvoll, das in der Familie immer wieder mal anzusprechen. Auch unser vorsichtiges Kind ist schon mal kurz verlorengegangen, das kann einfach passieren.
    Ja, das sehe ich auch so. Wir fanden es wichtig, dass solche Situationen besprochen werden. Auch jetzt, wo die Große selbstständiger wird, gehört ein "Plan B" für uns dazu.
    Bei der Kleinen spontanagierenden Dame, wird es sicher nicht so einfach laufen, aber man kann es nur versuchen.


  3. #53
    joyceM ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von nykaenen88 Beitrag anzeigen
    Ruf zurück, wenn du uns rufen hörst. Hat meiner nicht gemacht, er ist geblieben, wo er war, das war aber leider erst zurück statt weiter und dann einmal falsch abgebogen. Er hat mich immer mal wieder gehört, aber nicht geantwortet. Das haben dann erst Wanderer gemacht, die ich vorher angesprochen hatte und die ihn dann auf ihrem Weg gesehen haben. Er konnte mir dann auch nicht sagen, warum er nicht geantwortet hat. Er dachte, ich finde ihn schon, wenn er mich hört muss ich ja in der Nähe sein.
    Meiner war mal in einem großen Bekleidungsladen weg. Mein Großer. Er muss so zweieinhalb gewesen sein und gerade zu dieser Zeit war dieses englische Kleinkind aus einem Einkaufszentrum entführt und ermordet worden. Ich habe ihn laut gerufen und es kam nichts. Dann entdeckte ich ihn in einem runden Kleiderständer. Da saß er still. Er hat auch nicht geantwortet. Ich bin fast wahnsinnig geworden. Und habe geweint, als ich ihn im Arm hatte.

  4. #54
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Ich könnte mir vorstellen, dass Angst und Stille einen verstummen lässt. Wenn man Angst hat, hat man manchmal Angst vor lauten Geräuschen. Wenn ich durch den stillen Wald laufe, ängstigt mich die Vorstellung laut loszurufen. Wenn ich also mit Angst im Wald sitze, würde es mich wohl enorme Überwindung kosten zu rufen. Als Kind denkt man vielleicht nur "gleich haben sie mich gefunden".
    Zitat Zitat von sojus Beitrag anzeigen
    Ja, stimmt, das habe ich im Umfeld auch schon mitbekommen, dass ein Kind nicht zurückgerufen hat, nicht einmal, als die Polizei nach ihm gesucht hat. Vielleicht ist da auch das schlechte Gewissen ein Thema, und die Angst, geschimpft zu werden und für all den Aufwand verantwortlich zu seín.

    Das muss ich, glaube ich, hier auch noch mal anprechen.
    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

  5. #55
    Avatar von sojus
    sojus ist offline Poweruser

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von katha333 Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass Angst und Stille einen verstummen lässt. Wenn man Angst hat, hat man manchmal Angst vor lauten Geräuschen. Wenn ich durch den stillen Wald laufe, ängstigt mich die Vorstellung laut loszurufen. Wenn ich also mit Angst im Wald sitze, würde es mich wohl enorme Überwindung kosten zu rufen. Als Kind denkt man vielleicht nur "gleich haben sie mich gefunden".
    Stimmt, das ist gut vorstellbar. Guter Gedanke.

    Das Kind in meinem Umfeld war allerdings in der Stadt verschwunden, da trägt der Ansatz nicht so richtig. Außer der letzte Satz natürlich.

  6. #56
    Avatar von wenhei
    wenhei ist offline eigentlich immer Optimist

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von katha333 Beitrag anzeigen
    Ich könnte mir vorstellen, dass Angst und Stille einen verstummen lässt. Wenn man Angst hat, hat man manchmal Angst vor lauten Geräuschen. Wenn ich durch den stillen Wald laufe, ängstigt mich die Vorstellung laut loszurufen. Wenn ich also mit Angst im Wald sitze, würde es mich wohl enorme Überwindung kosten zu rufen. Als Kind denkt man vielleicht nur "gleich haben sie mich gefunden".
    Es gibt doch so eine Studie. In jungen Jahren gehen die Kinder immer davon aus, dass der Gegenüber genau den gleichen Kenntnisstand hat, wie man selber. Man hat eine Gruppe von Kindern (im Kindergartenalter) und zeigt ihnen, dass das blaue Auto in der untersten Schublade liegt. Dann schickt man ein Kind raus und legt das Blaue Auto in die oberste Schublade. Dannach fragt man die Kinder, auf welche Schulblade das Kind, das draußen steht, nach dem Hereinrufen zeigen wird, wenn man es fragt, wo das Auto liegt.
    Erst ab einem bestimmten Alter (ich weiß nicht mehr wann), waren die Kinder in der Lage, zu unterscheiden, was sie selber mitbekommen haben und was das Kind draußen nicht mitbekommen haben kann. Jüngere Kinder haben immer auf die Schublade gezeigt, in dem das Auto aktuell liegt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Kinder in solchen Extramsituationen wieder in dieses Denkscshema zurückfallen und überzeugt sind, sie müssen sich nicht melden, die anderen wissen doch, wo es ist.
    Fräulein Wenhei Gertrude Esilabeth von Hühnerstein!

    Träumerle (04/04) Hibbelmors (03/06) Grinsebacke (01/08) Madame Zufrieden (05/10)
    Purtzel (05/12)

  7. #57
    Avatar von katha333
    katha333 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Ah auch eine interessante These
    Zitat Zitat von wenhei Beitrag anzeigen
    Es gibt doch so eine Studie. In jungen Jahren gehen die Kinder immer davon aus, dass der Gegenüber genau den gleichen Kenntnisstand hat, wie man selber. Man hat eine Gruppe von Kindern (im Kindergartenalter) und zeigt ihnen, dass das blaue Auto in der untersten Schublade liegt. Dann schickt man ein Kind raus und legt das Blaue Auto in die oberste Schublade. Dannach fragt man die Kinder, auf welche Schulblade das Kind, das draußen steht, nach dem Hereinrufen zeigen wird, wenn man es fragt, wo das Auto liegt.
    Erst ab einem bestimmten Alter (ich weiß nicht mehr wann), waren die Kinder in der Lage, zu unterscheiden, was sie selber mitbekommen haben und was das Kind draußen nicht mitbekommen haben kann. Jüngere Kinder haben immer auf die Schublade gezeigt, in dem das Auto aktuell liegt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Kinder in solchen Extramsituationen wieder in dieses Denkscshema zurückfallen und überzeugt sind, sie müssen sich nicht melden, die anderen wissen doch, wo es ist.
    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

  8. #58
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Egozentrismus. Dafür gibt es ja viele Beispiele, das kannte ich noch nicht, danke!
    Zitat Zitat von wenhei Beitrag anzeigen
    Es gibt doch so eine Studie. In jungen Jahren gehen die Kinder immer davon aus, dass der Gegenüber genau den gleichen Kenntnisstand hat, wie man selber. Man hat eine Gruppe von Kindern (im Kindergartenalter) und zeigt ihnen, dass das blaue Auto in der untersten Schublade liegt. Dann schickt man ein Kind raus und legt das Blaue Auto in die oberste Schublade. Dannach fragt man die Kinder, auf welche Schulblade das Kind, das draußen steht, nach dem Hereinrufen zeigen wird, wenn man es fragt, wo das Auto liegt.
    Erst ab einem bestimmten Alter (ich weiß nicht mehr wann), waren die Kinder in der Lage, zu unterscheiden, was sie selber mitbekommen haben und was das Kind draußen nicht mitbekommen haben kann. Jüngere Kinder haben immer auf die Schublade gezeigt, in dem das Auto aktuell liegt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Kinder in solchen Extramsituationen wieder in dieses Denkscshema zurückfallen und überzeugt sind, sie müssen sich nicht melden, die anderen wissen doch, wo es ist.
    Valrhona gefällt dies
    Liebe Grüße

    Sofie

  9. #59
    Avatar von nykaenen88
    nykaenen88 ist offline Legende

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von wenhei Beitrag anzeigen
    Es gibt doch so eine Studie. In jungen Jahren gehen die Kinder immer davon aus, dass der Gegenüber genau den gleichen Kenntnisstand hat, wie man selber. Man hat eine Gruppe von Kindern (im Kindergartenalter) und zeigt ihnen, dass das blaue Auto in der untersten Schublade liegt. Dann schickt man ein Kind raus und legt das Blaue Auto in die oberste Schublade. Dannach fragt man die Kinder, auf welche Schulblade das Kind, das draußen steht, nach dem Hereinrufen zeigen wird, wenn man es fragt, wo das Auto liegt.
    Erst ab einem bestimmten Alter (ich weiß nicht mehr wann), waren die Kinder in der Lage, zu unterscheiden, was sie selber mitbekommen haben und was das Kind draußen nicht mitbekommen haben kann. Jüngere Kinder haben immer auf die Schublade gezeigt, in dem das Auto aktuell liegt.

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Kinder in solchen Extramsituationen wieder in dieses Denkscshema zurückfallen und überzeugt sind, sie müssen sich nicht melden, die anderen wissen doch, wo es ist.
    Passt auf jeden Fall zu meinem Kind, welches im Wald weg war. Mit 6, nicht mit 2 oder 3. Das merkt man oft, wenn er von was erzählt, wo wir gar nicht dabei waren. Er erzählt einfach so, als hätten wir daneben gestanden.
    Liebe Grüße

    Matti
    _________________
    verhütungsfrei seit 03/06
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  10. #60
    Avatar von Sylta
    Sylta ist offline sturmerprobt

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    Standard Re: Das verschwundene und wiedergefundene Mädchen

    Zitat Zitat von Stadtmusikantin Beitrag anzeigen
    Ich habe mich sehr gefreut, dass sie gefunden wurde und habe immer an meine Enkelin (7,5 J.) gedacht. Ein Alptraum für Kind und Eltern.
    Wind in den Haaren, Sonne im Blick. Ein echtes Inselmädchen!




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