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  1. #1
    Avatar von Aura
    Aura ist offline Carpal Tunnel
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    4.376

    Standard "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Hallo, ich brauche mal einen Rat von Euch.

    Den Satz "Ich hasse dich!" bekomme ich in letzter Zeit sehr häufig von meiner Tochter (9) zu hören, wenn sie ihren Willen nicht durch bekommt. Heute schon vier mal. Am Anfang habe ich noch sehr cool darauf reagiert bzw. es ignoriert, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr, weil sie oft nach 10 Minuten wieder bei mir ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen. Aber ich merke dann eben, dass ich sauer auf sie bin und eben nicht normal weitermachen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich diesen Satz nicht mehr von ihr hören möchte, weil er mich doch verletzt, aber auch immer mehr wütend macht. Sie erkärte mir daraufhin, dass sie mich ja nicht hasst, sondern mein Verhalten. Tja, auf "ihr Zucker in den Po blasen", habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Lust... Ich sehe es nicht ein, ihr alles durchgehen zu lassen, nur damit sie mein Verhalten weniger "hasst".

    Mein Mann und ich haben uns vor über einem Jahr getrennt, und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich für meine Tochter die Böse bin, und Er der Gute, von dem sie alles bekommt (und von seiner Freundin). Mein Mann hat mich wegen einer anderen Frau verlassen und hat meiner Tochter damals auch erklärt, dass er mich nicht mehr lieb hat, aber sie, seine Tochter, für immer, bla bla. Ich habe den Alltag mit meiner Tochter und Er den Spaß. Schwer zu erklären. Ich kann ihr eben nicht alles bieten, was er ihr bieten kann. Auch hat er schon oft zu unserer Tochter gesagt, dass sie jederzeit zu ihm ziehen kann, wenn sie das möchte. Das wäre ganz allein ihre Entscheidung. Ich finde, da hab ich doch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht? Es ist eben nicht ganz allein ihre Entscheidung, oder? So oft bekomme ich zu hören, dass bei Papa alles besser ist und bei mir alles nur schlecht. Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.

  2. #2
    Avatar von Medusa
    Medusa ist offline Legende
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    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Hallo, ich brauche mal einen Rat von Euch.

    Den Satz "Ich hasse dich!" bekomme ich in letzter Zeit sehr häufig von meiner Tochter (9) zu hören, wenn sie ihren Willen nicht durch bekommt. Heute schon vier mal. Am Anfang habe ich noch sehr cool darauf reagiert bzw. es ignoriert, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr, weil sie oft nach 10 Minuten wieder bei mir ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen. Aber ich merke dann eben, dass ich sauer auf sie bin und eben nicht normal weitermachen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich diesen Satz nicht mehr von ihr hören möchte, weil er mich doch verletzt, aber auch immer mehr wütend macht. Sie erkärte mir daraufhin, dass sie mich ja nicht hasst, sondern mein Verhalten. Tja, auf "ihr Zucker in den Po blasen", habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Lust... Ich sehe es nicht ein, ihr alles durchgehen zu lassen, nur damit sie mein Verhalten weniger "hasst".

    Mein Mann und ich haben uns vor über einem Jahr getrennt, und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich für meine Tochter die Böse bin, und Er der Gute, von dem sie alles bekommt (und von seiner Freundin). Mein Mann hat mich wegen einer anderen Frau verlassen und hat meiner Tochter damals auch erklärt, dass er mich nicht mehr lieb hat, aber sie, seine Tochter, für immer, bla bla. Ich habe den Alltag mit meiner Tochter und Er den Spaß. Schwer zu erklären. Ich kann ihr eben nicht alles bieten, was er ihr bieten kann. Auch hat er schon oft zu unserer Tochter gesagt, dass sie jederzeit zu ihm ziehen kann, wenn sie das möchte. Das wäre ganz allein ihre Entscheidung. Ich finde, da hab ich doch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht? Es ist eben nicht ganz allein ihre Entscheidung, oder? So oft bekomme ich zu hören, dass bei Papa alles besser ist und bei mir alles nur schlecht. Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.
    Du hast ein schlechtes Gewissen und deine Tochter nutzt es für sich aus. Diesen Satz hat sie nicht zu dir zu sagen, da gibt es nichts zu entschuldigen.

  3. #3
    Gast

    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Hallo, ich brauche mal einen Rat von Euch.

    Den Satz "Ich hasse dich!" bekomme ich in letzter Zeit sehr häufig von meiner Tochter (9) zu hören, wenn sie ihren Willen nicht durch bekommt. Heute schon vier mal. Am Anfang habe ich noch sehr cool darauf reagiert bzw. es ignoriert, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr, weil sie oft nach 10 Minuten wieder bei mir ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen. Aber ich merke dann eben, dass ich sauer auf sie bin und eben nicht normal weitermachen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich diesen Satz nicht mehr von ihr hören möchte, weil er mich doch verletzt, aber auch immer mehr wütend macht. Sie erkärte mir daraufhin, dass sie mich ja nicht hasst, sondern mein Verhalten. Tja, auf "ihr Zucker in den Po blasen", habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Lust... Ich sehe es nicht ein, ihr alles durchgehen zu lassen, nur damit sie mein Verhalten weniger "hasst".

    Mein Mann und ich haben uns vor über einem Jahr getrennt, und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich für meine Tochter die Böse bin, und Er der Gute, von dem sie alles bekommt (und von seiner Freundin). Mein Mann hat mich wegen einer anderen Frau verlassen und hat meiner Tochter damals auch erklärt, dass er mich nicht mehr lieb hat, aber sie, seine Tochter, für immer, bla bla. Ich habe den Alltag mit meiner Tochter und Er den Spaß. Schwer zu erklären. Ich kann ihr eben nicht alles bieten, was er ihr bieten kann. Auch hat er schon oft zu unserer Tochter gesagt, dass sie jederzeit zu ihm ziehen kann, wenn sie das möchte. Das wäre ganz allein ihre Entscheidung. Ich finde, da hab ich doch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht? Es ist eben nicht ganz allein ihre Entscheidung, oder? So oft bekomme ich zu hören, dass bei Papa alles besser ist und bei mir alles nur schlecht. Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.
    Du wirst gehasst und ich bin gemein, wenn ich mal Tochter's Wunsch nicht erfüllen kann.
    Andererseits will meine gar nicht zu ihrem Vater.
    Nu ja...liegen auch etliche Kilometer dazwischen.
    Warum sollen sich (ein wenig) Spaß UND Alltag mit Kind gegenseitig ausschließen?
    Ich muss nicht mit ihrem Vater konkurrieren. Dafür bin ich lockerer als er es bei unserem Zusammenleben war.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Hallo, ich brauche mal einen Rat von Euch.

    Den Satz "Ich hasse dich!" bekomme ich in letzter Zeit sehr häufig von meiner Tochter (9) zu hören, wenn sie ihren Willen nicht durch bekommt. Heute schon vier mal. Am Anfang habe ich noch sehr cool darauf reagiert bzw. es ignoriert, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr, weil sie oft nach 10 Minuten wieder bei mir ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen. Aber ich merke dann eben, dass ich sauer auf sie bin und eben nicht normal weitermachen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich diesen Satz nicht mehr von ihr hören möchte, weil er mich doch verletzt, aber auch immer mehr wütend macht. Sie erkärte mir daraufhin, dass sie mich ja nicht hasst, sondern mein Verhalten. Tja, auf "ihr Zucker in den Po blasen", habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Lust... Ich sehe es nicht ein, ihr alles durchgehen zu lassen, nur damit sie mein Verhalten weniger "hasst".

    Mein Mann und ich haben uns vor über einem Jahr getrennt, und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich für meine Tochter die Böse bin, und Er der Gute, von dem sie alles bekommt (und von seiner Freundin). Mein Mann hat mich wegen einer anderen Frau verlassen und hat meiner Tochter damals auch erklärt, dass er mich nicht mehr lieb hat, aber sie, seine Tochter, für immer, bla bla. Ich habe den Alltag mit meiner Tochter und Er den Spaß. Schwer zu erklären. Ich kann ihr eben nicht alles bieten, was er ihr bieten kann. Auch hat er schon oft zu unserer Tochter gesagt, dass sie jederzeit zu ihm ziehen kann, wenn sie das möchte. Das wäre ganz allein ihre Entscheidung. Ich finde, da hab ich doch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht? Es ist eben nicht ganz allein ihre Entscheidung, oder? So oft bekomme ich zu hören, dass bei Papa alles besser ist und bei mir alles nur schlecht. Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.

    So könntest Du sicher einen Erwachsenen behandeln, aber nicht eine 9-Jährige, die mit der Trennung nicht klar kommt.

    Rein rechtlich kannst du jetzt noch bestimmen, daß sie bei Dir bleibt.
    Aber mit 14 (war das 14?) kann sie selber entscheiden.

    Wohnte sie bei Deinem Expartner, dann würde sie recht schnell feststellen, daß auch dort nicht alles besser ist.
    Aber dann wärst Du die Wochenend-Mutter, bei der alles "besser ist".

    Der größte Wunsch für diese Kinder ist, daß Mama und Papa wieder zusammenkommen, damit sie wieder das sorglose Leben haben, daß sie auch vor der Trennung hatten.

    Leider geht dies nicht, und um das zu akzeptieren braucht es viel Zeit.

    Da benehmen sie sich schonmal ganz furchtbar daneben.

    Mein Sohn wird bald 13, er lebt seit einem jahr bei seinem Vater.
    Wenn er hier ist, dann ist es manchmal sehr schwer, mit ihm zurecht zu kommen, weil er sein selbstbestimmtes Leben, das er beim Papa hat, hier auch leben will.

    Da wären aber noch seine Geschwister. Chaos vorgezeichnet.
    Und dann noch die Pubertät :D

    Es ist nicht einfach, aber es ist auch nicht zum verzweifeln.
    Oft muß man sich zusammenreißen, um auch Verständnis für das Kind aufzubringen.

    Deine Tochter weiß momentan nicht so recht, wo sie hingehört, deshalb benimmt sie sich auch so.
    Vermute ich jedenfalls.

    Du bist mit Sicherheit nicht "die Böse". Aber Du bist eben der Alltag und Papa ist wie urlaub.
    Kommt ihr jedenfalls so vor.

    Wie heißt es so schön: Kinder brauchen Grenzen.
    Setze ihr die, aber zeig ihr auch, daß Du sie lieb hast.
    Ganz wichtig.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.
    meine Güte, das ist ein KIND

  6. #6
    Avatar von FrauMahlzahn
    FrauMahlzahn ist offline Dark Star
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    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Zitat Zitat von _Rosenrot Beitrag anzeigen
    meine Güte, das ist ein KIND

    *zustimm*

    Ich musste auch lernen, dass Kinder manchmal eben so sind und das man das nicht persönlich nehmen soll.

    Kinder wissen oft noch nicht, wohin mit ihrer Wut und Verzweiflung, da sollte man als Erwachsener drüber stehen können

    Trotz Allem sage ich meiner Großen schon Bescheid, wenn meine persönliche Grenze erreicht ist.
    Im Alter bereut man vor allem die Sünden, die man nicht begangen hat.
    (William Somerset Maugham)

  7. #7
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein
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    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Wie kann man so ein inflationär gebrauchtes "Ich hasse Dich!"" ernst nehmen, noch dazu von einem KIND?

    Im übrigen würde ich mit dem Kind durchaus über den Unterschied von Alltag und Wochenende reden, woher soll sie das denn wissen, wenn´s ihr keiner sagt?

  8. #8
    Avatar von penelope
    penelope ist offline gescheiterte Legende
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    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Ich verstehe, dass dir die Situation an die Substanz geht. Würde ich "in Konkurrenz" mit dem Vater ständig den Kürzeren ziehen, würde mich das auch zerreiben.
    Trotzdem. Sie ist erst 9 Jahre alt. "Ich hasse dich" ist zwar schon eine der extremen Äußerungen, aber derlei "Beschimpfungen" darf und muss man sich nicht so zu Herzen nehmen, zumal sie ja auch sagt, dass sie damit dein Verhalten/die Situation benennt, aber nicht dich als Person.
    Für deine Tochter ist es sicher auch nicht einfach.

    Dass sie die Koffer packen kann, solltest du ihr allerdings nie wieder sagen. Das ist schlimmer als ihre Hassausbrüche.
    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Hallo, ich brauche mal einen Rat von Euch.

    Den Satz "Ich hasse dich!" bekomme ich in letzter Zeit sehr häufig von meiner Tochter (9) zu hören, wenn sie ihren Willen nicht durch bekommt. Heute schon vier mal. Am Anfang habe ich noch sehr cool darauf reagiert bzw. es ignoriert, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr, weil sie oft nach 10 Minuten wieder bei mir ankommt und so tut, als wäre nie was gewesen. Aber ich merke dann eben, dass ich sauer auf sie bin und eben nicht normal weitermachen kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich diesen Satz nicht mehr von ihr hören möchte, weil er mich doch verletzt, aber auch immer mehr wütend macht. Sie erkärte mir daraufhin, dass sie mich ja nicht hasst, sondern mein Verhalten. Tja, auf "ihr Zucker in den Po blasen", habe ich aber ehrlich gesagt auch keine Lust... Ich sehe es nicht ein, ihr alles durchgehen zu lassen, nur damit sie mein Verhalten weniger "hasst".

    Mein Mann und ich haben uns vor über einem Jahr getrennt, und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich für meine Tochter die Böse bin, und Er der Gute, von dem sie alles bekommt (und von seiner Freundin). Mein Mann hat mich wegen einer anderen Frau verlassen und hat meiner Tochter damals auch erklärt, dass er mich nicht mehr lieb hat, aber sie, seine Tochter, für immer, bla bla. Ich habe den Alltag mit meiner Tochter und Er den Spaß. Schwer zu erklären. Ich kann ihr eben nicht alles bieten, was er ihr bieten kann. Auch hat er schon oft zu unserer Tochter gesagt, dass sie jederzeit zu ihm ziehen kann, wenn sie das möchte. Das wäre ganz allein ihre Entscheidung. Ich finde, da hab ich doch ein Wörtchen mitzureden, oder nicht? Es ist eben nicht ganz allein ihre Entscheidung, oder? So oft bekomme ich zu hören, dass bei Papa alles besser ist und bei mir alles nur schlecht. Mittlerweile reagiere ich auf solche Äußerungen von ihr nur noch wütend, in dem ich ihr sage, dass sie gerne ihre Koffer packen und zu ihm ziehen kann, wenn es ihr bei ihm so viel besser gefällt. Soll er sich doch mit ihr auseinandersetzen. Ich habe diese Erpresserei, dieses weniger wert sein, so satt.

    Papa ist der Heilige, ich das Fußvolk.

  9. #9
    Avatar von Aura
    Aura ist offline Carpal Tunnel
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    4.376

    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    Danke für Eure Meinungen!

    Es geht nicht darum, dass ich den Satz "Ich hasse Dich" zu ernst nehme und er mir schier das Herz zerreisst - ich konnte ja auch eine zeitlang ganz lässig damit umgehen - nur empfinde ich ihn mittlerweile einfach als "Beschimpfung". Er kommt einfach einer "du blöde Kuh" gleich. Der Satz und der Ton dabei gefallen mir einfach nicht und das sage ich meiner Tochter auch. Dass ich als Mutter versage, wenn ich ihr sage "du kannst gerne deine Koffer packen und zu deinem Vater ziehen", das ist mir durchaus bewusst, und das tut mir auch leid. Ich habe meiner Tochter schon oft erklärt, dass ich sie sehr liebe und es mir leid tut, wenn ich auch mal im Ton daneben gegriffen habe. Ich bin aber mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo ich finde, dass ich mir, so schlimm die Trennung für meine Tochter auch ist, nicht alles gefallen lassen muss. Heute war das Maß einfach voll. Und Medusa, du hast Recht, ich habe oft ein schlechtes Gewissen. Mein Mann und seine Freundin kümmern sich sehr gut um sie, wenn sie bei ihnen ist; sie unternehmen oft Dinge, für dich ich einfach kein Geld habe. Und es ist halt für mich nicht sehr angenehm, das von meiner Tochter vorgehalten zu bekommen, obwohl ich ihr durchaus klar gemacht habe, dass es bei Papa so und bei mir so ist. Und wenn mein Mann ihr immer wieder sagt, du kannst gerne zu mir ziehen, ist das so, als ob er ihr damit Verständnis für ihre schlechte Lage bei mir suggeriert.
    Geändert von Aura (25.04.2010 um 18:10 Uhr)

  10. #10
    Gast

    Standard Re: "Ich hasse dich!" Ich glaube, ich verliere meine Tochter!

    ist ist ganz natuerlich, dass du ein schlechtes gewissen hast, dass du deiner tochter nicht so viel bieten kannst wie dein ex mann und freundin- und das gleichzeitig dann der aerger/wut aus die beiden wieder hoch ( und deine stimmung auf den null punkt bringt, stimmts? was gleichzeitig deine beziehung zu deiner tochter erschwert ...)

    kannst du nicht versuchen, dir eine nische zu suchen in den unternehmungen mit deiner tochter?

    so in etwa:
    ins cafe gehen - nur getraenk wenns auch kosterngruenden sein muss? kaffeeklatsch unter damen, dein volles interesse auf sie gerichtet.

    einfach mit dem bus irgendwo rausfahren, etwas anschauen...

    oder : heute machen wir eine privat party fuer uns zwei, bereiten wir uns ein kleines bueffet nur fuer uns zwei....

    oder ueberrasche sie mit spontan entschluessen : heute packen wir mittagessen ein und machen picknick im park ?
    (sei darauf vorbereitet, dass sie erst mal nein sagt und das ist doof - aber gib nicht auf).


    deine chance ist, dass du deiner tochter die volle aufmerksamkeit geben kannst wenn sie mit dir zusammen ist. (bei exmann muss sie die mit freundin teilen, moeglicherweise auch mit weiterem nachwuchs -und irgendwann merkt sie das auch )

    deine kreativitaet ist gefragt - und eine chance- nach unternehmungen zu suchen, die kein oder sehr wenig geld kosten und trotzdem quality time mit deiner tochter zu verbringen .

    versuche deine negative (?) grundstimmung - ist ja voll verstaendlich in deiner situation - zu ueberwinden, zugungsten deiner beziehung mit deiner tochter!

    viel glueck






    Zitat Zitat von Aura Beitrag anzeigen
    Danke für Eure Meinungen!

    Es geht nicht darum, dass ich den Satz "Ich hasse Dich" zu ernst nehme und er mir schier das Herz zerreisst - ich konnte ja auch eine zeitlang ganz lässig damit umgehen - nur empfinde ich ihn mittlerweile einfach als "Beschimpfung". Er kommt einfach einer "du blöde Kuh" gleich. Der Satz und der Ton dabei gefallen mir einfach nicht und das sage ich meiner Tochter auch. Dass ich als Mutter versage, wenn ich meiner Tochter sage "du kannst gerne deine Koffer packen und zu deinem Vater ziehen", das ist mir durchaus bewusst, und das tut mir auch leid. Ich habe meiner Tochter schon oft erklärt, dass ich sie sehr liebe und es mir leid tut, wenn ich auch mal im Ton daneben gegriffen habe. Ich bin aber mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo ich finde, dass ich mir, so schlimm die Trennung für meine Tochter auch ist, nicht alles gefallen lassen muss. Heute war das Maß einfach voll. Und Medusa, du hast Recht, ich habe oft ein schlechtes Gewissen. Mein Mann und seine Freundin kümmern sich sehr gut um sie, wenn sie bei ihnen ist; sie unternehmen oft Dinge, für dich ich einfach kein Geld habe. Und es ist halt für mich nicht sehr angenehm, das von meiner Tochter vorgehalten zu bekommen, obwohl ich ihr durchaus klar gemacht habe, dass es bei Papa so und bei mir so ist. Und wenn mein Mann ihr immer wieder sagt, du kannst gerne zu mir ziehen, so ist das so, als ob er ihr damit Verständnis für ihre schlechte Lage bei mir suggeriert.

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