Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27
  1. #1
    Juline4 ist offline Stranger
    Registriert seit
    01.08.2010
    Beiträge
    1

    Standard Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Hallo, ich hoffe dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Die Schule meines Sohnes (3.Klasse) hat gedroht das Sonderschulverfahren einzuleiten, wenn sich sein Verhalten nicht ändert. Ich möchte hier jetzt gar nicht auf die Schulsituation eingehen und warum ich glaube, dass das der vollkommen falsche Weg ist, sondern einfach nur mal fragen: Haben wir hier in NRW auch noch etwas Mitspracherecht oder müssen wir akzeptieren, wenn unser Sohn auf die Sonderschule geschickt wird. Ich habe hier im Netz ein wenig gelesen und da stand mal, dass man als Eltern höchstens Widerspruch einlegen kann, was aber wohl nichts bringt und auf einer anderen Seite stand dass man gegen die Eröffnung des Verfahrens nichts tun kann, aber hinterher den Entscheidungen zustimmen muss. Was stimmt denn nun? Ich hoffe, dass mir jemand antwortet. Danke.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von Juline4 Beitrag anzeigen
    Hallo, ich hoffe dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Die Schule meines Sohnes (3.Klasse) hat gedroht das Sonderschulverfahren einzuleiten, wenn sich sein Verhalten nicht ändert. Ich möchte hier jetzt gar nicht auf die Schulsituation eingehen und warum ich glaube, dass das der vollkommen falsche Weg ist, sondern einfach nur mal fragen: Haben wir hier in NRW auch noch etwas Mitspracherecht oder müssen wir akzeptieren, wenn unser Sohn auf die Sonderschule geschickt wird. Ich habe hier im Netz ein wenig gelesen und da stand mal, dass man als Eltern höchstens Widerspruch einlegen kann, was aber wohl nichts bringt und auf einer anderen Seite stand dass man gegen die Eröffnung des Verfahrens nichts tun kann, aber hinterher den Entscheidungen zustimmen muss. Was stimmt denn nun? Ich hoffe, dass mir jemand antwortet. Danke.
    Das steht im Schulgesetz NRW.

    Soweit ich weiß, haben die Eltern nur ein Anhörungs- , kein Zustimmungsrecht.

    Ich gehe mal gucken......

    §19 SchulG NRW kennt nur die Beteiligung der Eltern und sagt nichts darüber, dass sie Zustimmungsrechte haben.

    Sieht also schlecht aus, wenn du kein Widerspruchsrecht hast.
    Geändert von Gaxx (01.08.2010 um 19:48 Uhr)

  3. #3
    SarahMama ist offline Legende
    Registriert seit
    27.11.2006
    Beiträge
    15.151

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von Juline4 Beitrag anzeigen
    Hallo, ich hoffe dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Die Schule meines Sohnes (3.Klasse) hat gedroht das Sonderschulverfahren einzuleiten, wenn sich sein Verhalten nicht ändert. Ich möchte hier jetzt gar nicht auf die Schulsituation eingehen und warum ich glaube, dass das der vollkommen falsche Weg ist, sondern einfach nur mal fragen: Haben wir hier in NRW auch noch etwas Mitspracherecht oder müssen wir akzeptieren, wenn unser Sohn auf die Sonderschule geschickt wird. Ich habe hier im Netz ein wenig gelesen und da stand mal, dass man als Eltern höchstens Widerspruch einlegen kann, was aber wohl nichts bringt und auf einer anderen Seite stand dass man gegen die Eröffnung des Verfahrens nichts tun kann, aber hinterher den Entscheidungen zustimmen muss. Was stimmt denn nun? Ich hoffe, dass mir jemand antwortet. Danke.
    Das AOSF Verfahren kann auch ohne das OK der Eltern eingeleitet werden.

    Ihr werdet aber gehört und eure Meinung mit beim Ergebnis berücksichtigt.

    Gegen das Ergebnis des Schulamtes kannst du Widerspruch einlegen wenn es die nicht passt.

    Ob du damit was erreichen kannst kann ich nicht sagen zur Not bleibt nur der Weg übers Gericht.
    http://http://www.wunschkinder.net/forum/ti...ah/0/0/0/0.png

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von SarahMama Beitrag anzeigen
    Das AOSF Verfahren kann auch ohne das OK der Eltern eingeleitet werden.

    Ihr werdet aber gehört und eure Meinung mit beim Ergebnis berücksichtigt.

    Gegen das Ergebnis des Schulamtes kannst du Widerspruch einlegen wenn es die nicht passt.

    Ob du damit was erreichen kannst kann ich nicht sagen zur Not bleibt nur der Weg übers Gericht.
    In welches Gesetz hast du geschaut?
    Ich lese da nichts über ein mögliches Widerspruchsverfahren, das von den Eltern angestrengt werden kann.

  5. #5
    Avatar von H-U-G-O
    H-U-G-O ist offline Wasser-Aqua-Ersatznick
    Registriert seit
    14.02.2010
    Beiträge
    7.111

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    So ne Schule leitet sowas ja nicht aus Langeweile ein--bei uns haben sich die Eltern eines Knaben auch "quergestellt" und gemeint: der ist doch ganz normal---aber der Knabe geht trotzdem seit einem Jahr auf die Sonderschule für verhaltensauffällige Kinder......

    und 25 "unauffällige" Kinder sind seit dem glücklich :)

  6. #6
    Halina ist offline Legende
    Registriert seit
    12.06.2003
    Beiträge
    9.960

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von Juline4 Beitrag anzeigen
    Hallo, ich hoffe dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Die Schule meines Sohnes (3.Klasse) hat gedroht das Sonderschulverfahren einzuleiten, wenn sich sein Verhalten nicht ändert. Ich möchte hier jetzt gar nicht auf die Schulsituation eingehen und warum ich glaube, dass das der vollkommen falsche Weg ist, sondern einfach nur mal fragen: Haben wir hier in NRW auch noch etwas Mitspracherecht oder müssen wir akzeptieren, wenn unser Sohn auf die Sonderschule geschickt wird. Ich habe hier im Netz ein wenig gelesen und da stand mal, dass man als Eltern höchstens Widerspruch einlegen kann, was aber wohl nichts bringt und auf einer anderen Seite stand dass man gegen die Eröffnung des Verfahrens nichts tun kann, aber hinterher den Entscheidungen zustimmen muss. Was stimmt denn nun? Ich hoffe, dass mir jemand antwortet. Danke.
    Die Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs heißt erst einmal, dass einer besteht. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn sein Verhalten so ist, dass es in der bisherigen Form für Klasse und Lehrerin nicht mehr tragbar ist, dann besteht einer.

    Eine andere Frage ist dann, wie man dem gerecht wird. Das heißt nämlich keinesfalls, dass das Kind eine Förderschule besuchen muss. Das Stichwort dazu ist "Inklusion". Ihr könnt euch für eine integrative Lösung entscheiden. Dann müssen Maßnahmen gefunden werden, die die Problematik wirksam bearbeiten. In seiner Klasse.

    Das müsst ihr allerdings durchsetzen. Im Moment wird das an vielen Orten eingeklagt. Deshalb sind die Zuständigen schon ein bißchen weichgekocht, so dass man recht gute Chancen hat.

    Widerspruch kann man auch einlegen. Das kann man gegen jeden Verwaltungsakt. Genauso wie man dagegen klagen kann. Es geht dann allerdings nur um Verfahrensfehler. Nicht um die Entscheidung an sich. Ist also nicht sehr erfolgversprechend.

  7. #7
    SarahMama ist offline Legende
    Registriert seit
    27.11.2006
    Beiträge
    15.151

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von Gaxx Beitrag anzeigen
    In welches Gesetz hast du geschaut?
    Ich lese da nichts über ein mögliches Widerspruchsverfahren, das von den Eltern angestrengt werden kann.
    Gesetze kann ich dir jetzt so nicht sagen.

    Wir haben den AOSF ja von uns aus angefordert und das Amt hat unserer Wahl zugestimmt.

    Ich weiß das du Klagen kannst wenn dir das Ergebnis nicht passt.

    Aber frage bitte mal auf "Rehakids" nach die können dir das bestimmt sagen.
    http://http://www.wunschkinder.net/forum/ti...ah/0/0/0/0.png

    Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. (Richard von Weizsäcker)

  8. #8
    Bilga ist offline trockene Schokoholikerin
    Registriert seit
    24.11.2006
    Beiträge
    4.117

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Ohne Grund, ob du den nun siehst oder nicht, wird so ein Verfahren nicht eingeleitet.

    Ich habe es sogar so erlebt das dieses Verfahren erst nach massivem darauf bestehen von mir eingeleitet worden ist. Aber meine Kinder sind auch nicht auffällig sondern gehören zu der Sorte die jeder Lehrer wohl gerne ein paar mehr in der Klasse hätten, zumindest ist das die Aussage aller Lehrer die meine Kinder bisher hatten.

    Also.. warte das Verfahren ab und sieh es als Chance, nicht als Angriff. Könnte ja auch rauskommen das die derzeitigen Lehrer sich in deinem Kind täuschen.


    Zitat Zitat von Juline4 Beitrag anzeigen
    Hallo, ich hoffe dass mir hier jemand weiterhelfen kann. Die Schule meines Sohnes (3.Klasse) hat gedroht das Sonderschulverfahren einzuleiten, wenn sich sein Verhalten nicht ändert. Ich möchte hier jetzt gar nicht auf die Schulsituation eingehen und warum ich glaube, dass das der vollkommen falsche Weg ist, sondern einfach nur mal fragen: Haben wir hier in NRW auch noch etwas Mitspracherecht oder müssen wir akzeptieren, wenn unser Sohn auf die Sonderschule geschickt wird. Ich habe hier im Netz ein wenig gelesen und da stand mal, dass man als Eltern höchstens Widerspruch einlegen kann, was aber wohl nichts bringt und auf einer anderen Seite stand dass man gegen die Eröffnung des Verfahrens nichts tun kann, aber hinterher den Entscheidungen zustimmen muss. Was stimmt denn nun? Ich hoffe, dass mir jemand antwortet. Danke.
    Geändert von Bilga (01.08.2010 um 20:23 Uhr)

    *~*~*

    28. Mai 1998 - 21. Juli 2011

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Zitat Zitat von Halina Beitrag anzeigen
    Widerspruch kann man auch einlegen. Das kann man gegen jeden Verwaltungsakt. Genauso wie man dagegen klagen kann. Es geht dann allerdings nur um Verfahrensfehler. Nicht um die Entscheidung an sich. Ist also nicht sehr erfolgversprechend.
    Eben, wegen der Form kann man Widerspruch bzw. Einspruch (in NRW sind Widerspruchsverfahren weitgehend abgeschafft worden und man muss Klage einreichen) einlegen.

    Das ist gerade bei "Schulsachen" so, es geht darum, der Schulbehörde Verfahrensfehler nachzuweisen, damit der Verwaltungsakt aufgehoben werden kann und die Sache an sich neu bewertet und aufgerollt werden kann.
    Bei Noten z.B. freut sich jeder Rechtsanwalt, wenn er mal wieder einem Lehrer Schlamperei nachweisen kann.

    Wenn also der Schuaufsichtsbehörde und den betreffenden Schulen keine Formfehler nachgewiesen werden können, steht die Entscheidung.
    Ich denke auch, dass die da höllisch aufpassen, dass sowas nicht passiert. Diese Verfahren sind ja auch teuer.

    Ich muss aber dazu sagen, dass sich die Entscheidung sicher keiner leicht macht.
    Da müssen ja mehrere Gutachten vorliegen, auch von der aufnehmenden Förderschule.

    Manchmal sehen die Eltern auch zu sehr schwarz.
    Ich kenne 2 Kinder, die nach einem Jahr wieder zurück in die Regelschule konnten.

    Das steht ja inzwischen auch im Vordergrund.
    Es muss in sehr kurzen Abständen über die Fortschritte des Kindes berichtet und immer wieder auf die Rückführung geachtet werden.

    Deshalb ist es hier in NRW so, dass die Fluktuation der Schüler an den Förderschulen sehr hoch ist, wenigstens an denen für Erziehungshilfe.

  10. #10
    Hubselzweg ist offline Gesperrt
    Registriert seit
    01.05.2010
    Beiträge
    1.436

    Standard Re: Haben Eltern die Möglichkeit sich gegen ein Sonderschulverfahren zu wehren?

    Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf

    Das gilt für uns so.

    Du kannst da zwar Widerspruch einlegen, aber das wird nicht viel bringen.

    Ich weiß ja nicht, aus welchem Grund ihr euch dagegen sträubt.

    Wenn es in erster Linie darum geht, dass ihr nicht wollt, dass er eine "Förderschule" besucht, müsst ihr euch um eine integrative Lösung bemühen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •