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  1. #1
    Gast

    Frage Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Meine 12jährige hat panische Angst vor Spritzen.

    Jezt waren wir alle zum Grippe-Impfungstermin bei unserer Hausärztin.
    Tochter hat die Zähne zusammengebissen (sie war kurz vorm Hyperventilieren, hatte kalten Schweiß und zitterte wie Espenlaub) und es über sich ergehen lassen.

    Zu dem Problem sagte die Ärztin, unter diesen Umständen würde sie befürworten, dass Tochter nächstes Jahr erstmal aussetzt mit der Impfung, weil ihrer Erfahrung nach die Ängste bei Patienten eher zu- als abnehmen würden, wenn sie dauernd damit konfrontiert würden.

    Ich habe immer gedacht, dass mit steigender Impffrequenz die Ängste wegen der Gewohnheit (sorry für die unklare Formulierung) abnehmen würden.

    Außerdem steht ja noch die HPV-Impfung an.

    Würdet Ihr das Kind erstmal einige Jahre in Ruhe lassen, auch wenn es medizinisch angezeigt ist, sich impfen zu lassen?

    Meine Hausärztin meinte noch, sie wäre nicht überraschst, viele hätten diese Impfängste und würden sich deshalb nicht impfen lassen, nicht nur gegen Grippe nicht, sondern auch nicht bei anderen Impfstoffen wie Td.

    Ich bin absoluter Impfbefürworter, was man auch an unseren ellenlangen Impfpässen sieht.

    Psychotherapie o.ä. hält meine Hausärztin erstmal für überzogen.

    Bisher war ich dazu geneigt, zu sagen "Watt mutt, datt mutt."

    Was meint Ihr?

  2. #2
    Avatar von BigMama
    BigMama ist offline Urgestein
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Ich würde mir an Deiner stelle überlegen, ihr die Zuständigkeit für impfungen zu übertragen.
    Dann kann SIE entscheiden, "wat mutt" und was nicht.
    Es ist Dir ja nicht verboten, echte Überzeugungsarbeit im Sinne Deiner Impfbegeisterung zu leisten, und langfristig vielleicht sinnvoller (bzw. eher in Deinem Sinne, ich steh zu Impfungen ja anders), wenn sie es selbst wirklich will, bevor Du nix mehr mitzureden hast.

    Aber ich tu mir da natürlich mit meiner Einstellung, was MIR "medizinisch sinnvoll" erscheint, leichter beim Loslassen.

  3. #3
    Avatar von Sibitte
    Sibitte ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)


  4. #4
    Jennon_ the rat ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)


  5. #5
    Jennon_ the rat ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Zitat Zitat von Sibitte Beitrag anzeigen
    Aus psychologischer Sicht:
    Vermeidung zementiert die Angst, das würde heissen, dass das was deine Ärztin sagt nicht stimmt.
    Wenn sie tatsächlich panische Angst vor Spritzen hat, dass sie schon am hyperventilieren ist (oder kurz davor), dann würde sich schon eine Hypersensibilisierungstherapie anbieten. Nicht dass es irgendwann zur Generalisierung kommt und sie irgendwann gar nicht mehr zum Arzt hingehen möchte, weil sie angst/unbehagen davor hat.
    Meine Meinung.
    ja, dass die vermeidung der impfungen alles noch schlimmer macht, befürchte ich auch. es kann ja auch sein, dass man dem kind gerade damit vermittelt, dass seine ängste teilt.

    unsere kinderärztin hat letztens ein kind zum spielen eingeladen, damit es sich an sie gewöhnt, weil der kleine kerl furchtbare angst vor ärzten hat.
    laut mutter wollten sie das öfter so machen, damit arztbesuche 1. nicht nur negativ besetzt sind und 2. sie "normaler" für ihn werden.
    deswegen war ja auch mein vorschlag, sie zu den terminen von der mama mitzunehmen, damit sie merkt, dass es etwas normales ist und nichts schlimmes passiert.

    lg
    jennon

  6. #6
    Avatar von MajaMayer
    MajaMayer ist offline willyseine
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Zitat Zitat von Gaxx Beitrag anzeigen
    Was meint Ihr?
    Ohne Deiner Ärztin ihre Erfahrung absprechen zu wollen: angstbesetze Situationen zu vermeiden ist der falsche Umgang mit solchen Ängsten - das födert sie leider.

    Wenn Deine Tochter das möchte, dann kann man ein solches Problem relativ leicht mit einer Kurzzeit-Verhaltenstherapie angehen. Dauert 20 Sitzungen und könnte schon reichen, um die Angst zu überwinden bzw. Techniken zu erlernen, damit gut klar zu kommen (und nicht mehr in die Hyperventilation zu kommen beispielsweise).
    LG
    Maja



    Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
    und der Himmel ein Opal
    weiss ich, dass das meine Zeit ist,
    weil die Welt dann wie ein Weib ist,
    und die Lust schmeckt nicht mehr schal.
    (Konstantin Wecker)


    http://www.youtube.com/watch?v=HNKvRIRBdy4&NR=1


    http://www.youtube.com/watch?v=FRLBS...eature=related

  7. #7
    Avatar von Sibitte
    Sibitte ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Zitat Zitat von Jennon_ the rat Beitrag anzeigen
    ja, dass die vermeidung der impfungen alles noch schlimmer macht, befürchte ich auch. es kann ja auch sein, dass man dem kind gerade damit vermittelt, dass seine ängste teilt.

    unsere kinderärztin hat letztens ein kind zum spielen eingeladen, damit es sich an sie gewöhnt, weil der kleine kerl furchtbare angst vor ärzten hat.
    laut mutter wollten sie das öfter so machen, damit arztbesuche 1. nicht nur negativ besetzt sind und 2. sie "normaler" für ihn werden.
    deswegen war ja auch mein vorschlag, sie zu den terminen von der mama mitzunehmen, damit sie merkt, dass es etwas normales ist und nichts schlimmes passiert.

    lg
    jennon
    darauf basiert ja auch eine desensibilisierungstherapie. man gewöhnt den Patienten langsam an die umgebung, auf die besuche bis er irgendwann ohne angst zum arzt kann. oder bis er zumindest so weit ist, dass die angst keine macht mehr über das eigene körper hat.

    1. habe ich das mal gelernt
    2. habe ich auch so eine Therapie wg. Zahnarztangst gemacht.
    Den Arzt zu meiden hat meine Angst nur verstärkt, heute gehe ich sogar gerne dahin.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)

    Zitat Zitat von Gaxx Beitrag anzeigen
    Bisher war ich dazu geneigt, zu sagen "Watt mutt, datt mutt."

    Was meint Ihr?
    Das Selbe.

    Wenn es wichtig ist dann muss man da durch. Egal wie.
    Man wird so eine Angst vermutlich nie los, also muss man sich irgendwann ja sowieso dazu aufraffen.

    Es ist ganz schlimm für Deine Tochter, das glaub ich

    Unnütze Impfungen würde ich mir aber sparen.

    Armes Mädel.

    So wie es ihr mit Impfungen geht, geht es mir mit Zahnarzt

  9. #9
    Avatar von keklik
    keklik ist offline frühvergreist + ramschig
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)


  10. #10
    sachensucher ist offline Legende
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    Standard Re: Panik vor Spritzen/Impfungen (Impfthema)


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