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Thema: An die Amerikaner hier im Forum

  1. #21

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    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von sabinepolola Beitrag anzeigen
    Sag mal, noch eine Frage zu den Charterschulen: Bis wann ist denn da generell Anmeldefrist?

    Ich hoffe aber sehr, eine nähere Schule zu finden, wäre halt einfacher, dann auch Anschluss zu finden. Ach, es liegt mir schon ein wenig schwer im Magen mit der Kleinen, wenn sie da am Anfang niemand kennt und sich einsam fühlt.

    Und wenn die Schulen nur bis um 14.30 gehen, gibt's dann dort auch Nachmittagsaktivitaeten? Oder wie machen das dann die berufstaetigen Eltern?

    Wird in den Schulen fuer die Kinder gekocht?

    Bin ja schon sehr gespannt auf das neue Leben dort...
    fuer unsere magnet schools ist im januar annahmeschluss der bewerbung, ausgelost wird irgendwann im februar, bescheid bekommt man im maerz.
    unsere elementary school bietet eine after school betreuung an, allerdings kostenpflichtig ( ca. $750/monat, je nach gebuchten stunden).
    gekocht wird weniger. eher gibt es essen von einem lieferservice, welches zur lunchzeit im mensastyle ausgegeben wird. naehrwert geht gegen null. meine nehmen was von zu hause mit, haben aber immer ein bisschen geld auf ihrem lunch account fuer milch oder mal 'nen cookie.

  2. #22
    sabinepolola Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Tja, die Firma meines Mannes ist in manchen Dingen nicht so besonders gut organisiert, da haben wir uns schon mehrmals drüber ärgern müssen.

    Ich hoffe sehr, dass sich das ganze Anfang nächster Woche als Missverständnis herausstellt.

    Bisher hat mein Mann ja auch noch nichts unterschrieben, wir können also im schlimmsten Fall noch einen Rueckzieher machen. Aber die Firma möchte, dass er in 2 Wochen schon mal rueberfliegt, um die zukünftigen Geschäftspartner und Kollegen kennenzulernen.

    Uff, und das mit den Schulen hört sich auch kompliziert an. Aber super, soviele Infos von euch zu bekommen, damit wir schon mal wissen, auf was wir uns einstellen müssen.

    Homeschooling wirds aber definitiv nicht werden, wäre ja schrecklich fuer uns beide, so ganz ohne Sozialkontakte...

  3. #23
    sabinepolola Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Uff, Januar ist ja wirklich zu früh. Obwohl wir da, wenn alles klappt, den house-searching-trip machen würden, da könnten wir uns ja gleich mit umsehen. Kann man sich auch mal auf Geratewohl anmelden und später doch fuer ne andere Schule entscheiden?

    Und wann beginnt in den USA das Schuljahr? Beziehungsweise auch, von wann bis wann sind Sommerferien? Oder ist das von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich?

    Über das Von-zu-hause-Mitnehmen würde sich meine Tochter bestimmt freuen. Die ist so superheikel, dass sie fast immer das Schulessen verweigert :)

  4. #24
    livg76 ist offline Member

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    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Hallo Sabine,

    daran kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Ich habe mal überlegt, und mein Praktikum im Westin Hotel war 1998 ;-))....

    Aber wir sind vielleicht nächstes Jahr Anfang Mai in Chicago. Dann kannst du mir vielleicht ein paar Tipps geben, was man gut mit 3 Kindern zwischen 2 und 9 Jahren machen kann!

    LG von Liv
    Liv

    Sohn 12/2003, Tochter 05/2005, Sohn 09/2010


  5. #25
    sockeye Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    hi there

    ich wollte mich nur kurz mal einmischen: es gibt zwischen canada und us reciprocity abkommen, vielleicht solltest du dich zusaetzlich zum visum auch mal in dieser richtung schlaumachen?
    keine ahnung ob sich das auf die austellung der visa auswirken koennte- aber ich denke mir mal, arbeitserlaubnis in can, das ist doch schon was *g* und eine andere komplett andere situation als wenn man/frau aus D einwandert?


    Zitat Zitat von putzipoo Beitrag anzeigen
    Hallo Agnes,

    Wir sind ja prinzipiell auch immer offen fuer alle Eventualitaeten, deshalb frage ich da jetzt interessehalber noch mal genauer nach. Wenn wir in die USA gingen, waere es keine Entsendung, sondern eine ganz normale Abwerbung. Ich koennte mir unter gar keinen Umstaenden vorstellen laenger als sagen wir einmal 6 Monate zuhause zu bleiben. Von daher waere auf jeden Fall Voraussetzung, dass in dem betreffenden Package auch ein Arbeitsvisum fuer mich enthalten ist. Weisst Du, wie das Visum heisst, dass mein Mann in dem Fall fuer mich verlangen muesste?
    Geändert von sockeye (06.11.2012 um 01:21 Uhr)

  6. #26
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von sabinepolola Beitrag anzeigen
    Uff, Januar ist ja wirklich zu früh. Obwohl wir da, wenn alles klappt, den house-searching-trip machen würden, da könnten wir uns ja gleich mit umsehen. Kann man sich auch mal auf Geratewohl anmelden und später doch fuer ne andere Schule entscheiden?

    Und wann beginnt in den USA das Schuljahr? Beziehungsweise auch, von wann bis wann sind Sommerferien? Oder ist das von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich?

    Über das Von-zu-hause-Mitnehmen würde sich meine Tochter bestimmt freuen. Die ist so superheikel, dass sie fast immer das Schulessen verweigert :)
    Die Sommerferien sind von Bundestaat zu Bundestaat unterschiedlich geregelt. Im Allgemeinen kann man von ca. drei Monaten Sommerferien ausgehen, die irgendwann zwischen Mai und September stattfinden. Ueber dies und anderes kann man sich aber im Voraus sehr gut ueber die Websites der jeweiligen Schulbezirke informieren.

    Die oeffentlichen Schulen muessen jedes Kind in ihrem jeweiligen Einzugsbereich nehmen. Das heisst, man kann sich erst anmelden, wenn man die jeweilige Adresse nachweisen kann. Da es in den USA kein allgemeines Meldewesen gibt, bringt man hierfuer andere Papiere, aus denen die Adresse der Eltern hervorgeht, z. B. einen Mietvertrag oder aehnliches. Im Notfall tut's eine Telefonrechnung. Was man zur Anmeldung mitbringen muss, kann man auch im Internet nachlesen. Nach der Anmeldung kann's innerhalb von Tagen losgehen.

    Bei Privatschulen kann man sich hingegen schon mal aufs Geratewohl anmelden. Im Hinblick auf Wartelisten gilt ja auch: Je frueher, desto besser. Es ist recht verbreitet, seine Kinder gleich bei meheren Schulen anzumelden - in der Hoffnung, dass man bei wenigstens einer davon unterkommt. Die Privatschulen gehen gegen diese Mehrfachanmelderei an, indem sie meistens saftige Anmeldegebuehren verlangen, die nicht zurueckerstattet werden, wenn man es sich anders ueberlegt. Viele Eltern scheuen diese Kosten aber trotzdem nicht. Du wirst generell in USA einen sehr grossen Unterschied zum in Deutschland verbreiteten Anspruchsdenken feststellen. Amerikaner finden es selbstverstaendlich, dass Qualitaet ihren Preis hat, und zwar auch bei Bildung und Erziehung.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  7. #27
    sabinepolola Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Die Sommerferien sind von Bundestaat zu Bundestaat unterschiedlich geregelt. Im Allgemeinen kann man von ca. drei Monaten Sommerferien ausgehen, die irgendwann zwischen Mai und September stattfinden. Ueber dies und anderes kann man sich aber im Voraus sehr gut ueber die Websites der jeweiligen Schulbezirke informieren.

    Die oeffentlichen Schulen muessen jedes Kind in ihrem jeweiligen Einzugsbereich nehmen. Das heisst, man kann sich erst anmelden, wenn man die jeweilige Adresse nachweisen kann. Da es in den USA kein allgemeines Meldewesen gibt, bringt man hierfuer andere Papiere, aus denen die Adresse der Eltern hervorgeht, z. B. einen Mietvertrag oder aehnliches. Im Notfall tut's eine Telefonrechnung. Was man zur Anmeldung mitbringen muss, kann man auch im Internet nachlesen. Nach der Anmeldung kann's innerhalb von Tagen losgehen.

    Bei Privatschulen kann man sich hingegen schon mal aufs Geratewohl anmelden. Im Hinblick auf Wartelisten gilt ja auch: Je frueher, desto besser. Es ist recht verbreitet, seine Kinder gleich bei meheren Schulen anzumelden - in der Hoffnung, dass man bei wenigstens einer davon unterkommt. Die Privatschulen gehen gegen diese Mehrfachanmelderei an, indem sie meistens saftige Anmeldegebuehren verlangen, die nicht zurueckerstattet werden, wenn man es sich anders ueberlegt. Viele Eltern scheuen diese Kosten aber trotzdem nicht. Du wirst generell in USA einen sehr grossen Unterschied zum in Deutschland verbreiteten Anspruchsdenken feststellen. Amerikaner finden es selbstverstaendlich, dass Qualitaet ihren Preis hat, und zwar auch bei Bildung und Erziehung.
    Danke für deine Antwort. Ich bin ja schon mal sehr gespannt. Was ich aber witzig finde, ist Agnes' Ausführung, dass es auch sehr gute öffentliche Schulen gibt, die dann ja eigentlich den grossen finanziellen Unterschied zu den privaten nicht rechtfertigen, oder?
    Habt Ihr persönlich Euer Kind / Eure Kinder auf einer privaten oder öffentlichen?

    Am liebsten wäre es mir, eine sehr gute Schule gleich in der Nähe unseres zukünftigen Wohnortes zu finden, damit da auch Nachbarskinder hingehen, ob privat oder öffentlich, ist mir dann egal (weil ja in den nächsten zwei Jahren eh der Arbeitgeber die Kosten übernimmt). Ich hab schon im Internet etwas gesucht, und einige gutbewertete Schulen gefunden, die dann aber doch in einigen Kommentaren voll zerrissen werden. Hmm.

    Am besten wird es sein, mich auf den eigenen Eindruck zu verlassen, wenn wir die Schulen besuchen (und dann hoffen, dass wir dort auch dran kommen, scheint ja gar nicht so einfach zu sein bei den privaten...)

    Zumindest ist das Problem mit der Arbeitserlaubnis mittlerweilen gelöst, mein Mann wird ein E1-Visum haben (weshalb das und nicht L1, weiss ich nicht). Aber mit dem darf ich dann auch arbeiten, und die Firma meines Mannes wird sich von hier aus schon mal um alles kümmern. Schön.

  8. #28
    sabinepolola Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von livg76 Beitrag anzeigen
    Hallo Sabine,

    daran kann ich mich nicht mehr so gut erinnern. Ich habe mal überlegt, und mein Praktikum im Westin Hotel war 1998 ;-))....

    Aber wir sind vielleicht nächstes Jahr Anfang Mai in Chicago. Dann kannst du mir vielleicht ein paar Tipps geben, was man gut mit 3 Kindern zwischen 2 und 9 Jahren machen kann!

    LG von Liv
    Hallo Liv,
    Na klar, im Mai sind wir bestimmt schon die vollen Chicago-Kenner

  9. #29
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von sabinepolola Beitrag anzeigen
    Danke für deine Antwort. Ich bin ja schon mal sehr gespannt. Was ich aber witzig finde, ist Agnes' Ausführung, dass es auch sehr gute öffentliche Schulen gibt, die dann ja eigentlich den grossen finanziellen Unterschied zu den privaten nicht rechtfertigen, oder?
    Habt Ihr persönlich Euer Kind / Eure Kinder auf einer privaten oder öffentlichen?

    Am liebsten wäre es mir, eine sehr gute Schule gleich in der Nähe unseres zukünftigen Wohnortes zu finden, damit da auch Nachbarskinder hingehen, ob privat oder öffentlich, ist mir dann egal (weil ja in den nächsten zwei Jahren eh der Arbeitgeber die Kosten übernimmt). Ich hab schon im Internet etwas gesucht, und einige gutbewertete Schulen gefunden, die dann aber doch in einigen Kommentaren voll zerrissen werden. Hmm.

    Am besten wird es sein, mich auf den eigenen Eindruck zu verlassen, wenn wir die Schulen besuchen (und dann hoffen, dass wir dort auch dran kommen, scheint ja gar nicht so einfach zu sein bei den privaten...)

    Zumindest ist das Problem mit der Arbeitserlaubnis mittlerweilen gelöst, mein Mann wird ein E1-Visum haben (weshalb das und nicht L1, weiss ich nicht). Aber mit dem darf ich dann auch arbeiten, und die Firma meines Mannes wird sich von hier aus schon mal um alles kümmern. Schön.
    Sicher gibt es oeffentliche Schulen, die sich vor Privatschulen nicht zu verstecken brauchen. Kuerzlich gingen auch Meldungen durch die Presse, dass viele der hochgelobten Charter-Schools keineswegs so gut sind wie die Leute glauben.

    Fuer Qualitaet in der Bildung gibt es zum einen objektive Massstaebe, und dann eben auch persoenliche Prioriateten. Beispielsweise wird die Trennung von Kirche und Staat in oeffentlichen Schulen sehr ernst genommen. Nun sind aber viele Amerikaner religioes und entscheiden sich daher fuer kirchliche Privatschulen. Oder man koennte anfuehren, dass in oeffentlichen Schulen vergleichsweise wenig Wert auf Fremdsprachen gelegt wird. Wenn mich das nicht stoert, ist das kein Problem. Ein mehrsprachige Familie mit hoeheren Anspruechen ist dagegen in einer internationalen (Privat-)Schule besser bedient.

    Ein wichtiger, objektiver Unterschied zwischen privaten und oeffentlichen Schulen ist, dass oeffentliche Schulen jeden nehmen muessen, waehrend Privatschulen eben eine handverlesene Klientel nach ihrem Gusto haben, und problematische Schueler nach Bedarf loswerden koennen. Meine Tochter geht in eine (sehr gute;-)) oeffentliche Schule, wobei wir letztes Jahr drauf und dran waren, sie dort herauszunehmen. Es war ein neues verhaltensgestoertes Kind hinzugekommen, das regelmaessig gewalttaetige Wutanfaelle bekam. Die Schule hat sich zwar sehr bemueht, die Sache in den Griff zu bekommen, kann aber ein solches Kind nicht einfach hinauswerfen. Es wurde den Eltern nur dringend empfohlen, das Kind in eine auf Verhaltensprobleme spezialisierte Schule zu schicken. Gluecklicherweise nahmen die Eltern den Rat schliesslich an, sonst haette ich meine Tochter vermutlich von der Schule genommen, weil sie Angst vor diesem Jungen hatte, und die ganze Situation ungluecklich und unsicher war.

    Es wird viel ueber den "No Child Left Behind Act" des frueheren Praesidenten Bush Senior gelaestert, aber immerhin hat man dadurch recht objektive Qualitaetsmassstaebe fuer Schulen gewonnen, die einen Vergleich ermoeglichen. Die "Report Card" jeder Schule ist oeffentlich - z. B. im Internet - einsehbar. Dort kann man nachsehen, welcher Prozentsatz der Schueler ueber- oder unterdurchschnittlich in verschiedenen Fachbereichen abschneidet, und ob ueber die Jahre Fortschritte oder eher Verschlechterungen zu verzeichnen sind. Und nun kann man natuerlich leicht mit der Rassismus-Keule kommen, aber da in USA Rassezugehoerigkeit nach wie vor stark an Einkommensverhaeltnisse gebunden ist, ist eine Schule mit hohem "African American" und "Hispanic"-Anteil sehr wahrscheinlich eine "arme" Schule mit sozialen Problemen. Auch hohe Schuelerfluktuation, der Anteil von "economically disadvantaged students" und der Anteil der Schueler, die subventioniertes oder kostenloses Mittagessen bekommen, ist sehr aussagekraeftig. Auch wenn man ueber dieses Thema wegen Political Correctness nur hinter vorgehaltener Hand spricht: Kaum ein Amerikaner wuerde ausgerechnet an seinem Kind mit Sozialromantik experimentieren. Daher sollltet ihr euch beim House-Hunting eure Hausaufgaben in Sachen Schule-Recherchen vorher machen und dann gezielt in Gegenden mit guten oeffentlichen Schule suchen. Auf eine Privatschule wechslen koennt ihr dann immernoch.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  10. #30
    sabinepolola Gast

    Standard Re: An die Amerikaner hier im Forum

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Sicher gibt es oeffentliche Schulen, die sich vor Privatschulen nicht zu verstecken brauchen. Kuerzlich gingen auch Meldungen durch die Presse, dass viele der hochgelobten Charter-Schools keineswegs so gut sind wie die Leute glauben.

    Fuer Qualitaet in der Bildung gibt es zum einen objektive Massstaebe, und dann eben auch persoenliche Prioriateten. Beispielsweise wird die Trennung von Kirche und Staat in oeffentlichen Schulen sehr ernst genommen. Nun sind aber viele Amerikaner religioes und entscheiden sich daher fuer kirchliche Privatschulen. Oder man koennte anfuehren, dass in oeffentlichen Schulen vergleichsweise wenig Wert auf Fremdsprachen gelegt wird. Wenn mich das nicht stoert, ist das kein Problem. Ein mehrsprachige Familie mit hoeheren Anspruechen ist dagegen in einer internationalen (Privat-)Schule besser bedient.

    Ein wichtiger, objektiver Unterschied zwischen privaten und oeffentlichen Schulen ist, dass oeffentliche Schulen jeden nehmen muessen, waehrend Privatschulen eben eine handverlesene Klientel nach ihrem Gusto haben, und problematische Schueler nach Bedarf loswerden koennen. Meine Tochter geht in eine (sehr gute;-)) oeffentliche Schule, wobei wir letztes Jahr drauf und dran waren, sie dort herauszunehmen. Es war ein neues verhaltensgestoertes Kind hinzugekommen, das regelmaessig gewalttaetige Wutanfaelle bekam. Die Schule hat sich zwar sehr bemueht, die Sache in den Griff zu bekommen, kann aber ein solches Kind nicht einfach hinauswerfen. Es wurde den Eltern nur dringend empfohlen, das Kind in eine auf Verhaltensprobleme spezialisierte Schule zu schicken. Gluecklicherweise nahmen die Eltern den Rat schliesslich an, sonst haette ich meine Tochter vermutlich von der Schule genommen, weil sie Angst vor diesem Jungen hatte, und die ganze Situation ungluecklich und unsicher war.

    Es wird viel ueber den "No Child Left Behind Act" des frueheren Praesidenten Bush Senior gelaestert, aber immerhin hat man dadurch recht objektive 7Qualitaetsmassstaebe fuer Schulen gewonnen, die einen Vergleich ermoeglichen. Die "Report Card" jeder Schule ist oeffentlich - z. B. im Internet - einsehbar. Dort kann man nachsehen, welcher Prozentsatz der Schueler ueber- oder unterdurchschnittlich in verschiedenen Fachbereichen abschneidet, und ob ueber die Jahre Fortschritte oder eher Verschlechterungen zu verzeichnen sind. Und nun kann man natuerlich leicht mit der Rassismus-Keule kommen, aber da in USA Rassezugehoerigkeit nach wie vor stark an Einkommensverhaeltnisse gebunden ist, ist eine Schule mit hohem "African American" und "Hispanic"-Anteil sehr wahrscheinlich eine "arme" Schule mit sozialen Problemen. Auch hohe Schuelerfluktuation, der Anteil von "economically disadvantaged students" und der Anteil der Schueler, die subventioniertes oder kostenloses Mittagessen bekommen, ist sehr aussagekraeftig. Auch wenn man ueber dieses Thema wegen Political Correctness nur hinter vorgehaltener Hand spricht: Kaum ein Amerikaner wuerde ausgerechnet an seinem Kind mit Sozialromantik experimentieren. Daher sollltet ihr euch beim House-Hunting eure Hausaufgaben in Sachen Schule-Recherchen vorher machen und dann gezielt in Gegenden mit guten oeffentlichen Schule suchen. Auf eine Privatschule wechslen koennt ihr dann immernoch.
    Sehr interessant. Mein Mann fliegt nächste Woche zum ersten Mal rueber, ich hab ihm jetzt schon aufgegeben, dass er die Schulbezirke der besten Schulen in Erfahrung bringen muss.

    Ich moechte mich nochmal bei dir und allen anderen, die geschrieben haben, fuer die vielen wertvollen Infos bedanken.

    LG
    Sabine

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