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Thema: Ein Hallo in die Runde :-)

  1. #11
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hallo :)

    Herzlich willkommen bei uns. Unsere Kore ist auch gerade in der Trotzphase - wunderbar. Ich wundere mich immer wieder, wie sehr ich das Kind liebe, dass ich noch nie handgreiflich wurde... und ich kann sagen, dass die Miss gerade in einer sehr entspannten Phase ist, es gibt also zwischen Trotzalter und Pubertaet immer wieder mal Verschnaufpausen

    Ich hab mich hier anfangs auch oft als ziemlich exotisch gefuehlt, aber mit der Zeit immer mehr Frauen getroffen, die es so wie ich sehen. Ausserdem hab ich das familiaere Umfeld teils umgepraegt...
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  2. #12
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hej!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen!

    In diesen Mehrsprachenforen geht es immer sehr friedlich und tolereant und aufgeschlossen zu, wohl, weil wir alle wissen, wie schnell man "anders" ist, daher kannst Du hier das sicher finden, was dir bei Euch ein bißchen abgeht.

    "Anderssein" kennen wir wie gesagt ja alle, und da kann die Reaktion der Umgebung schon von Ungläubigkeit über Unverständnis bis hin zu krasser Ablehnung gehen, übrigens sogar im ach so toleranten DK, denn Ausländer, "andere" Menschen haben es hier schwer, es braucht lange, bis "man" ankommt, und wer aus der gesellschaftlichen Norm hüpft, wird mißtrauisch beäugt.

    Ich z.B. habe meine Kinder nach landläugiger Meinung viiiiiel zu lange am eigenen Rockzipfel gehabt und sie erst im KIGA "abgeliefert", sprich Tagesmutter/Krippe ab d. ca. 6. Monat kam bei mir nichti n Frage - das hat mir etliche negative Kommentare, offen wie versteckt, eingebracht.

    Also, bleib Du nur bei Deiner festen Haltung und steh für das ein, was Du als richtig empfindest.
    Es ist unendlich schwierig, die eigene Erziehung zu "vergessen", Dänen tun dies übrigens auch nicht, wenn sie im Ausland sind (ach nee?), lächel, daher kollidieren wir eben manchmal mitder Außen-, ich derzeit aber auch sehr mit meiner Innenwelt.

    Ja, im Ausland leben ist etwas Besonderes, und es ist gut, daß sich hier und anderswo Menschen getroffen haben, die das kennen und verstehen --- also noch einmal:
    Willkommen hier!

    Ein gutes 2013 - Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  3. #13
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hallo!

    Die Pfefferkuchen meiner ostpreussischen Oma haben ihren Weg nach Galilaea gefunden (wenn die DAS wuesste!)....und nun verlangen diverse arabische Bekannte nach dem Rezept. Ist das nicht klasse?!
    rodakino und suus gefällt dies.

  4. #14
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Was ich mit den Pfefferkuchen sagen wollte: Es ist schoen zu sehen, dass man einen Einfluss auf sein Umfeld hat und neues, anderes angenommen wird. - Und seien es Kekse. Wenn ich gruendlich dran arbeite, gehoert das vielleicht in ein paar Jahren zur Weihnachtstradition?!
    Das troestet dann auch ueber das Gefuehl, das einen manchmal ueberkommt, wenn man merkt, dass man von "aussen" in eine eigeschworene Gemeinschaft gekommen ist. Alle kennen sich von kleinauf, sind zusammen in die Schule gegangen, haben die gleichen Hochzeiten gefeiert...ich kann das nicht genau umschreiben, aber man denkt dann halt, man kann doch nie "richtig" dazugehoeren, weil diese gemeinsamen Erfahrungen fehlen. - Man ist und bleibt fuer manche ein "Exot" und manche vergessen auch, dass man innerhalb von 10 Jahren sein Sprachkenntnisse verbessert und meinen noch immer auf dem "du-mich-verstehen"-Level kommunizieren zu muessen.
    Aber ich bin stolz drauf, dass manches inzwischen "abfaerbt", dass man nicht nur selbst seine Sichtweise aendert, sondern auch die anderen beeinflusst. ein bisschen "frischer Wind" tut jeder Gesellschaft gut.
    In diesem Sinne ins Kosovo: Nur nicht locker lassen!

  5. #15
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Ich weiß genau, was du meinst.

    Ich freu mich zum Beispiel, wenn Amerikaner das deutsche Modell des Kindergeburtstags übernehmen. Bei amerikanischen Geburtstagen gibt es den Kuchen immer zum Schluss. Das ist oft Abendessenzeit und daher Quatsch. Viel besser ist Kuchen nachmittags, am Anfang der Party. Das sehen hier manche ein, die bei uns mitgefeiert haben, und feiern dann auch in der "deutschen Reihenfolge".
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  6. #16
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    hej allesammen!

    Über die Pfefferkuchen und Kindergeburtstage schmunzele ich - und grübele, womit ich evtl. abgefärbt haben könnte.
    Aber bis ich da was gefunden habe (vielleicht!), stolpere ich über Deinen Satz, Falaffel:

    "Das troestet dann auch ueber das Gefuehl, das einen manchmal ueberkommt, wenn man merkt, dass man von "aussen" in eine eigeschworene Gemeinschaft gekommen ist. Alle kennen sich von kleinauf, sind zusammen in die Schule gegangen, haben die gleichen Hochzeiten gefeiert.."

    Naja, dieses gefühl ist mir ja bereits seit meinem Abi/Studienbeginn abhanden gekommen.
    Egal wo ich hinkam: die anderen kannten sich meistens länger.

    Was mir hier im Ausland dan neher fehlt - und ich dann dort in Dtld. in all den Jahren, egal ob NRW oder BW oder Niedersachsen oder HH - hatte/habe, ist das gemeinsame "Gedächtnis.
    Also die gemeinsame Geschichte, Kurltur (und natürlich wederum Sprache).

    ich merke z.B. i mlesekreis:
    Wenn ich hier über z.B. über die DDR erzähle oder den 2. Weltkrieg, dann haben die hier Ansöässigen halt ganze andere Erfahrungen/Erinnerungen damit - wenn überhaupt (und das "wenn überhaupt" bezieht sich jetzt nicht auf´s Alter!!)

    Klar wissen alle:
    Die DDr war eine Diktatur, ein Stasi-Staat.
    Aber niemand kann sich eben vorstellen, wie die Verhältnisse in so einem geteilten Land waren; was es heißt, Verwandte dort zu haben, die einen nie besuchen dürfen.

    Klar, alle haben irgendwie den 2. weltkrieg im Kopf, aber die wissen gar nicht, wie es ist, wenn zuhause di eeigenen Eltern noch von Flucht erzöhlten (btzw. daß da überhaupt DEUTSCHE ebenso grausam umgekommen sind wie andere).
    Bomben in HH - naja, bestenfalls hat man das mal eben am Rande gehört, es hat einen nie berührt, es ist eine historische Schlagzeile wie für uns heute der Jugoslawien- oder Vietnamkrieg - weit weg und unpersönlich eben.
    Hunger?
    Haben die Dänen im 2. Weltkrieg weitgehend nicht gehabt.
    Nachkriegsjahre im eisigen, aber ausgebombten und ausgehungerten Dtld. --- ich kenne das noch aus Erzähkungen meiner Verwandten, die es knapp überlebt haben.
    Hier weiß davon so gut wie keiner was.

    Viele kleine Dinge, die ich eben als Deutsche kenne und sie hier als Dänen - völlig andere Perspektive.
    DAS ist eben der große Unterschied beim Auswandern ins Ausland im Gegensatz zum Umzug von Bundesland zu Bundesland, was ich ja auch mehrmals getan habe:
    Die gemeinsame Geschichte als Volk ist auch weg.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  7. #17
    leavy ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von 0Agnes0 Beitrag anzeigen
    Ich weiß genau, was du meinst.

    Ich freu mich zum Beispiel, wenn Amerikaner das deutsche Modell des Kindergeburtstags übernehmen. Bei amerikanischen Geburtstagen gibt es den Kuchen immer zum Schluss. Das ist oft Abendessenzeit und daher Quatsch. Viel besser ist Kuchen nachmittags, am Anfang der Party. Das sehen hier manche ein, die bei uns mitgefeiert haben, und feiern dann auch in der "deutschen Reihenfolge".
    Hihi ich weiss genau was Du meinst
    Meine Kleine hatte letztens Geburtstag. Unseren ersten hier. Ich bin ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, dass man das auch irgendwie anders machen koennte als in Deutschland. Wir haben fuer 15:00 Uhr eingeladen, dann gab's direkt Kuchen, danach war Aktion angesagt um 18:30 gabs dann Abendessen, 19:00 Abholung. Eine befreundete Mutter ist da geblieben und meinte nachher, dass faende sie aber prima dass es bei uns den Dessert vor dem Essen gaebe. Da hab ich dann erst mal nachgefragt. Resume: Wir machen es aber weiter so !!!! Anders rum find ich's naemlich echt bloed !

  8. #18
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hi !

    SO lange dauern die Kindergeburtstage hier gar nicht. - Eigentlich. Befuerchte, da bewegt sich gerade was in "westliche Verhaeltnisse"....

    DK-Ursel: Das Beduerfnis hab ich nie verspuert. Hoechstens im Hinblick auf Literatur. Es ist doch etwas deprimierend, wenn jemand mit den Namen "Goethe" oder "Schiller" nichts anfangen kann, ich hab lange Hesse gelesen....aber damit kann ich leben. Den Austausch ueber unterschiedliches Wissen, andere Erfahrungen von Geschichte finde ich bereichernd. Und die von dir beschriebenen lebendigen Geschichtserfahrungen sind doch spaetestens in der Generation unserer Kinder genauso weit weg. Ich finde es spannend festzustellen, dass es hier einen "Generationssprung" gab: waehrend mein Mann in etwa so aufwuchs wie mein Vater im Nachkriegsdeutschland (die Zwei haben da einiges gemeinsam!), wachsen unsere Kinder in einem modernen Hightech-Land mit I-Pod und Co auf. - Meine Generation fehlt quasi oder hat sich selbst ueberholt.
    Die von mir beschriebenen Gefuehle betreffen eigentlich alle "Eingeheirateten", aber eben nicht so extrem (nach meinem Empfinden). Irgendeinen Bekannten hat jeder, stellt ploetzlich Verwandtschaften fest, arbeitet zusammen etc. - Ausserdem gehoeren alle zur gleichen Minderheit. Vermutlich ist es eher das. DAS ist der Unterschied. Ich kann manches Gefuehl einfach nicht nachvollziehen, weil ich es nie erlebt habe. Mein Mann gehoert zu einer Minderheit, die 1,5 % der israel. Bevoelkerung ausmacht. - DAS schweisst zusammen. Und ich bin da reingeplatzt (uebrigens nicht als einzige Auslaenderin). - Inzwischen profitiere ich aber auch davon: mancherorts "erkennt" man sich sofort und solidarisiert sich. - Es ist auch nur ein sehr subjektiver Eindruck, der mich ab und zu ueberkommt (bevorzugt zu Festen und Feiertagen, an denen meine dtsch. Familie fehlt).

    Es ist schon seltsam. Ich hab mich hier auf was eingelassen, was mir in Deutschland NIE eingefallen waere oder der totale Graus gewesen waere: im Dorf meines Mannes wohnen, mit den Schwiegereltern unter einem Dach....das waere doch fuer deutsche Paare genuegend Zuendstoff bis zur Scheidung...oder??? Ich erinnere mich noch gut an einen saarlaendischen Freund, der sich so in etwa seine Zukunft vorstellte, bei Mama und Papa im Bergbauland...und mich damit ENTSETZTE. Und dann mach ich genau DAS, bloss woanders. Aber unter anderen Vorausetzungen: Mein Mann schaut auch ueber den Tellerrand und traut sich ueber Landesgrenzen hinaus (bei Saarlaendern beginnt das Ausland in der Pfalz), hierzulande gibt es kaum eine Alternative sich niederzulassen (es sei denn zum Arbeiten in einer Grossstadt). - Und erstaunlicherweise kochen wir alle unser eigenes Sueppchen ohne dem anderen seins zu versalzen und naehren uns regelmaessig im Gemeinschaftstopf.
    Geändert von falaffel (02.01.2013 um 22:42 Uhr)

  9. #19
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Ich habe eine Idee dazu. Nämlich glaube ich, dass es erleichternd ist, wenn man manches gar nicht erwartet. Ursels Problem zum Beispiel käme mir gar nicht in den Sinn, weil ich gar nicht voraussetze, dass jemand so aufgewachsen ist wie ich. Ich setze einfach mal als Standard NICHTS voraus und bin dann froh über das, was man doch teilt oder was andere wissen oder das Interesse, das sie mitbringen. Aber mir würde im Traum nicht einfallen, eine Deckungsgleichheit zu erwarten. Der zweite Weltkrieg sah aus amerikanischer Perspektive ganz anders aus als aus der deutschen, das ist unvergleichlich. Ich erwarte auch von niemandem, sich in meine Lage zu versetzen.
    Wenn man aber nichts mehr erwartet, dann ist man freier, und plötzlich werden Dinge möglich, die daheim nicht möglich gewesen wären. Es ist etwas anderes, ob man im Bergbauland bei den Schwiegereltern wohnt oder außerhalb von Europa. Weil eh klar ist, dass man nicht stromlinienförmig reinpasst. Das erwarten die anderen nicht und vor allem man selbst nicht. Und man wird freier, genauer hinzuschauen, was man möchte.
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  10. #20
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    naja, was ich von Westdeutschen mitbekommen habe, welch teilweise falsche Bilder die in ihren Köpfen über die DDR haben, ist das nicht unbedingt wesentlich besser.

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    ich merke z.B. i mlesekreis:
    Wenn ich hier über z.B. über die DDR erzähle oder den 2. Weltkrieg, dann haben die hier Ansöässigen halt ganze andere Erfahrungen/Erinnerungen damit - wenn überhaupt (und das "wenn überhaupt" bezieht sich jetzt nicht auf´s Alter!!)

    Klar wissen alle:
    Die DDr war eine Diktatur, ein Stasi-Staat.
    Aber niemand kann sich eben vorstellen, wie die Verhältnisse in so einem geteilten Land waren; was es heißt, Verwandte dort zu haben, die einen nie besuchen dürfen.
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