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Thema: Ein Hallo in die Runde :-)

  1. #21
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hej Agnes und Magnolie!

    Agnes, ich erwarte nichts, das hast Du gänzlich falsch verstanden.
    ich werde nur, eben auch, weil ich z.B,. in einem Lesekreis bin, mich sonst viel mit Literatur, Geschichte befasse etc. (mein ehem. beruf läßt mich nicht los, lächel) öfter als sonst andere vielleicht darauf gestoßen, daß da schlichtweg andere Vorstellungen existieren, andere Erfahrungen, daraus resultierend auch andere Einstellungen zu manchen Dingen..

    Das bezieht sich ebenso auf Terrorismus, Religion, Kindererziehung, rauengleichstellung, Ausländerfragen, Sprachen(lernen) etc. --- da merke ich einfach, daß ich manches einfach erklären muß, was ich beiden Umzügen in die diversen Bundesländer trotz vieler Unterschiede eben als gegeben voraussetzen konnte.

    ich erinnere mich z.B. auch an die Fußballweltmeisterschaft in Dtld. vor etlichen Jahren, die die Dänen ja auch verfolgten.
    Meine Freude über die Freude der Deutschen,diese Nationalfreude, konnten die gar nicht verstehen.
    Ich aber bin noch aus einer Zeit, wo es pscht-pscht bitte nicht erwünscht war, daß man den Kopf zu hoch rausstreckte als Deutsche, buchstäblich Flagge zeigte und stolz auf sein Land war.
    Sowas KÖNNEN Dänen (vermutlich wie Amerikaner?) gar nicht verstehen!
    Obwohl sie natürlich von Hitler, Nationalsozialismus etc. gehört haben.

    Magnolie:
    Natürilch spuken auch in westdeutschen Köpfen verquere DDR-Vorstellungen herum - umgekehrt übrigens mit Sicherheit auch.
    Trotzdem kan nja niemand nachvollziehen, was es hieß, in einem geteilten Land zu leben, der es nicht getan hat.
    Und da habe ich auch noch viel Wandel miterlebt, den Jüngere nicht mehr kennen.
    Diesen Wandel aber haben die Gleichaltrigen in meinem Lesekreis z.B. niemals wahrgenommen, so von außen.
    Die sind meistens sehr fasziniert von dem, was ich erzählen kann.

    Aso, ich kann mich wohl schwer erklären hier,denn natürlich habt Ihr dieselben Dinge - der eine spürt sie vlt. mehr,der andere weniger.
    ich denke manchmal , am besten läßt sich das noch damit vergleichen, daß man zu Menschen aus einer anderen Generation spricht.
    Es macht eben einen Unterschied, ob man den 2. Weltkrieg selbst erlebt hat oder nur aus Büchern und Filmen kennt.
    und wenn ich meinen Töchtern von den 68ern erzähe (die ich allerdings auch nur als Kind erlebte, aber die Stimmung, auch unter den Erwachsenen, ist mir da noch sehr vertraut) oder von der Mondlandung oder von den Beatles und deren Anfängen (und erwachsenen Reaktionen darauf) ... dann ist das für die eben genauso Geschichte von außen, wie für Dänen das geteilte Dtld. --- obwohl die in derselben Zeit lebten.
    Da ist es eben nicht dasAlter,d as sozusagen die andere Sicht auf die Dinge mit sich bringt, sondern die Örtlichkeit, in der man aufwuchs.


    In einem kleinen, homogenen Land wie DK stellt sich vieles durch die gemeinsame Geschichte (auch länger zurück als der 2. weltkrieg!!!) anders dar als in einem großen, erst spät zusammengewachsenen Land wie Dtld..
    Das alles hat ja auch geprägt.

    Das ist aber auch äußerst fasznierend, zu sehen, wie die lange Geschichte des einen Volkes total anders wirkt auf das andere -- bzw. wie anders dessen Geschichte die Menschen durch die Jahrhunderte geprägt hat.

    Klingt jetzt alles nicht sehr alltagstauglich, aber irgendwie merke ich die Auswirkungen eben doch oft mal in Kleinigkeiten - und das finde ich äußerst faszinierend, manchmal auch trennend bzw. erklärungsfordernd, ja, aber eben auch sehr spannend.

    Tja, wie gesagt, es ist schwer zu erklären, aber nochmal Agnes: ich setze ja nicht voraus, daß hier alles wie in Dtld. ist - übrigebns lebe ich ja nicht erst seit gestern hier.
    Im Gegenteil habe ich im deutsch-dänischen Forum oftmals den auswanderungswillingen Deutschen ("DK ist mein Traumland, nun will ich dort leben") versucht den Zahn zu ziehen, daß es ja eigentlich nur ein Wechsel in ein anderes Bundesland sei, denn "wir sind uns doch doch eigentlich sehr ähnlich".

    Mein Mann und ich haben schon in den ersten Zeiten unserer (Fern-)Beziehung oft erlebt, wie trennend so mancher Kulturunterschied war.
    Später waren wir schlauer, anfangs fast ebenso unbedarft wie die oben Erwähnten, was dann nach zahllosen Diskussionen zu dem Satz meines Mannes führte:
    "Wenn ich aus Timbuktu käme, könnte ich Regenwürmer als Vorspeise essen - du würdest dich nicht wundern: Das macht man da ebenso, andere Kultur, würdest du eben denken.
    Aberweil wir eben fälschlicherweise angenommen haben, Dänen und Deutschen sei ziemlich gleich, erkennen wir manches nicht als kulturellen Unterschied, was es aber letztendlich ist."
    Und so ist das.
    Wenn man dem auf die Spur kommt, ist das (Zusammen)Leben leichter und eigentlich sehr spannend.

    Also, wenn ich jemals etwas vorausgesetzt haben sollte, dann in der allerersten Zeit meiner Beziehung zu meinem Mann -- aber das ist so lange her, daß das kaum noch gelten kann, lach.

    Übrigens versteht mein Mann , der ja auch einige Jahre in Dtld. gelebt hat, dies auch.
    Wir beide finden, daß man das Land des anderen, aber in großer Hinsicht auch sein eigenes Land umso besser kennenlernt, je länger man im Land des anderen lebt.
    Und die Augen offen für sowas zu haben, finde ich nun nocht verkehrt.
    Das hat m.E,. nichts mit Voraussetzen zu tun.

    Wir sind eben historisch sehr interessiert und merken immer wieder,w ie spannend -- und wichtig - Geschichte ist!

    Ob ich nun verständlicher rüberkam - ich bezweifele es, schicke es aber dennoch ab.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #22
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Das war ein sehr weiser Satz von deinem Mann! "Hollaender sind wie Deutsche, Daenen auch, Schweizer und Oesterreicher auch ungefaehr, bloss die Sprache..." - So oder aehnlich denken doch vermutlich viele, auch ich selbst mal. - Und dann wird man eines Besseren belehrt. - Komisch, bei den Polen kaeme man nicht auf die Idee, oder?!
    Ich hab aufgrund der voellig unterschiedlichen Kulturen keine Gemeinsamkeiten erwartet und war dann umgekehrt froh, doch welche zu entdecken. Das ist gewiss die gesuendere, konfliktfreiere Herangehensweise, die man auch bei Nachbarlaendern anwenden sollte!

  3. #23
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von 0Agnes0 Beitrag anzeigen
    Ich weiß genau, was du meinst.

    Ich freu mich zum Beispiel, wenn Amerikaner das deutsche Modell des Kindergeburtstags übernehmen. Bei amerikanischen Geburtstagen gibt es den Kuchen immer zum Schluss. Das ist oft Abendessenzeit und daher Quatsch. Viel besser ist Kuchen nachmittags, am Anfang der Party. Das sehen hier manche ein, die bei uns mitgefeiert haben, und feiern dann auch in der "deutschen Reihenfolge".
    Das klingt gut. Ich kannte das deutsche Konzept gar nicht, ich bin so jung weg. Hier ist das immer ein bisschen chaotisch, da gibt es die ganze Zeit was zu Essen, das steht da als Buffet rum und irgendwann gibt es dann halt die Torte.
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  4. #24
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Das war ein sehr weiser Satz von deinem Mann! "Hollaender sind wie Deutsche, Daenen auch, Schweizer und Oesterreicher auch ungefaehr, bloss die Sprache..." - So oder aehnlich denken doch vermutlich viele, auch ich selbst mal. - Und dann wird man eines Besseren belehrt. - Komisch, bei den Polen kaeme man nicht auf die Idee, oder?!
    Ich hab aufgrund der voellig unterschiedlichen Kulturen keine Gemeinsamkeiten erwartet und war dann umgekehrt froh, doch welche zu entdecken. Das ist gewiss die gesuendere, konfliktfreiere Herangehensweise, die man auch bei Nachbarlaendern anwenden sollte!
    Also hier in unserer Multikultikleinstadt fiel mir mal auf, dass die Voelkchen, die ich am wenigsten verstehe, die Daenen und die Englaender sind. Ein wandelndes Raetsel sind mir diese Leute. Ich habe da immer den Eindruck, das Kleingedruckte zwischen den Zeilen ist der eigentliche Text und ich hab keine Lupe.

    Ich finde uebrigens, dass man im Ausland viele merkwuerdige Landsleute trifft. Fallen einem die komischen Deutschen im Ausland mehr auf, oder halten die sich alle da auf? Oder werden wir im Ausland einfach alle komisch???
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  5. #25
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Also Insulaner sind doch immer komisch!! Von daher brauchst du dich ueber die Englaender nicht zu wundern und Daenemark ist ne Halbinseln mit gaaaanz vielen Inseln drumrum!
    (- Ihr wisst hoffentlich , wie's gemeint ist!)

  6. #26
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Also Insulaner sind doch immer komisch!! Von daher brauchst du dich ueber die Englaender nicht zu wundern und Daenemark ist ne Halbinseln mit gaaaanz vielen Inseln drumrum!
    (- Ihr wisst hoffentlich , wie's gemeint ist!)


    Du hast gerade meinen Mann beledigt. Er ist Rhodier

    Wie ist das denn mit Australiern und Islaendern? Japaner sind definitiv komisch - sehr!!! Hmmmmmm, Iren? Neuseelaender? Wer lebt denn noch so auf Inseln? LaSelly, wie sind Philippiner? Ob Kubaner wohl komisch sind? Mir faellt gerade auf, dass auffaellig wenig Leute von Inseln nach Rhodos gewandert sind. Die finden ihre eigenen Inseln sicher schoener.
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  7. #27
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hej Rodakino!

    " Mir faellt gerade auf, dass auffaellig wenig Leute von Inseln nach Rhodos gewandert sind. Die finden ihre eigenen Inseln sicher schoener. "

    Odersie kontnen nicht rüberschwimmen (duckundwech)

    Gruß Ursel, DK - habe gerade mit meinem Mann den "Tatortreiniger" gesehen und daher etwas albern
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  8. #28
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    ich versteh schon was Du meinst ;-). Und ja, ich finde, das von Dir beschriebene ist aber auch noch heute so:

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Ich aber bin noch aus einer Zeit, wo es pscht-pscht bitte nicht erwünscht war, daß man den Kopf zu hoch rausstreckte als Deutsche, buchstäblich Flagge zeigte und stolz auf sein Land war.
    Sowas KÖNNEN Dänen (vermutlich wie Amerikaner?) gar nicht verstehen!
    Obwohl sie natürlich von Hitler, Nationalsozialismus etc. gehört haben.
    ich könnte mir in Deutschland nie vorstellen, außerhalb der Fußball-WM/-EM oder Olympischen Spielen mit National-identifizierenden Sachen rumrennen (z.B. im Urlaub im Ausland). Man ist da irgendwie gleich abgestempelt. Hier haben viele Flaggen am Haus, rennen in Canada-Shirts/Klamotten rum und sind stolz. Eine tolle Erfahrung (und auf meiner Lieblingsjacke steht auch ganz fett CANADA drauf und die ziehe ich laufend an *g*. Aber das Thema hatte ich hier auch mal mit einigen Leuten.

  9. #29
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Ich glaub dir ja, dass du nicht denkst, in einem nördlichen Bundesland der BRD zu leben

    Vermutlich sind unsere Positionen sehr nah beinander. Bloß erkläre ich mich nicht und sehe auch keinen Sinn darin. Ich denke mir immer, ich ecke bestimmt schon genug an durch die kulturellen "Fehltritte", die mir noch nicht auffallen, da muss ich nicht auch noch Unterschiede in der Sozialisierung betonen und erklären. Ich antworte höchst zögerlich, wenn ich direkt gefragt werde. Ein Vergleich ist einfach zu komplex, setzt zu viel voraus. Also lohnt es sich kaum anzufangen. Und ungefragt kommen von mir keine Sätze, die mit "in Deutschland..." anfangen. Das ist eine Frage der amerikanischen Höflichkeit, in manchen Momenten einfach den Mund zu halten. Was nützt es den Amis, wenn ich über deutsche Mülltrennung referiere? Mein Wissen hat hier keine Relevanz.
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  10. #30
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hej Agnes!

    Mal abgesehen davon, daß auch "unnützes" Wissen manchmal wider Erwarten nützlich sein kann (s. die Kuchengebaren beim Kindergeburtstag) und ich eh nicht dauernd nachforsche, ob mir etwas "nützt", was ich gerade erfahre, lerne, ..., abgesehen davon also laufe ich ja auch nicht dauernd herum und erkläre allen, daß "wir in Dtld. aber ..." alles anders und so und so machen.
    Nur wie ich schrieb, allein durch meinen Lesekreis (bzw. die Bücher, die wir dort lesen) ergeben sich oft Themen dazu.
    Oder jetzt mit meinen Rentern, die Deutsch lernen.

    Ich finde das auch nicht schlimm.
    Auf Unterschiede zu sprechen kommen, mit denen ich hier leben muß, erklärt vielleicht manchem Dänen die Ausländer, die Deutschen und speziell mich auch ein bißchen mehr.

    Gerade die Dänen erwarten von Einwanderern starke Assimiliation (und verwechseln dies wie so viele mit Integration), da ist es nützlich, ihnen manchmal deutlich zu machen, daß das nicht funktioniert, nicht einmal bei einer integrierten Deutschen wie mir.

    Und ich selber stelle gerade immer wieder fest, wie sehr ich eben auch durch meine dt. Erziehung, mein langes Leben in Dtld. geprägt wurde.
    Vielleicht ist das bei denen, die jünger ausgewandert als ich es, anders, aber allein bei der Betrachtung der Schule/Ausbildung kämpfe ich oft noch mit "2 Seelen ach in meiner Brust".
    Da kann der Kopf noch so sehr mit der dänischen Pädagogik sympathisieren - vom Gefühl her muß ich mich dann immer noch überzeugen, daß es eben auch so gut geht, wie die Dänen es machen.
    In mir steckt noch viel deutsche Mutter...das merke ich gerade, wo wir einen Teenager mit massiven Identitäts- und daraus resultierend anderen Problemen haben.

    Ein Bemerken der Unterschiede führt ja nicht zwangsläufig zu Konfrontation (ich sage jdoch beileibe nicht, daß wir Deutsche es besser machen - eigentlich sogar in vielen Bereichen eher im Gegenteil!), es geht eben darum, daß wir - andere Völker - es ANDERS machen.
    (Und ANDERSSEIN ist in DK immer noch durch das sog. "Jantelov" ziemlich verpönt -- auch wenn das Jantelov ("Du sollst bloß nicht glauben, du bist wer!") langsam bei den Jüngeren verblaßt, so sind die eben auch davon gepprägt, da haben die Dänen sicher ihre 2 Seelen ach ...)

    Ein Bemerken der Unterschiede kann ja erst zu viel besserem Verständnis für einander führen.

    Ich renne auch nicht rum und analysiere und suche dauernd, aber wenn mir etwas "komisch" vorkommt - ja, auch heute noch passiert das hier! - suche ich die Ursache auch in den Kulturunterschieden.
    Das, Agnes, muß ich doch auch nicht laut vor den anderen tun, sondern mit mir selber - und dort zur Sprache bringen, wo es Thema wird: also z.B. bei der Diskussion über ein Buch, bei einem Gespräch über den weiteren Ausbildungsgang meiner Tochter, oder - um nochmal auf die Fußball-WM zu sprechen zu kommen, wenn jemand nicht versteht, daß ich mich so über diese fahnenreiche Freude der Deutschen als Volk freue (und dies absolut nicht versteht, hier haben wir ja schon ein Fahnenmeer, wenn die Königin zu einer Vorstellung ins Theater geht!).
    Fahnen im Kuchen zur Taufe meiner Großen damals - das war es, was meinen Bruder am meisten beeindruckte - er erzählte später, daß er das zuhause in Dtld. am häufigsten hervorhob.
    Wer käme (oder kam vor 20 Jahren) in Dtld. auf so eine Idee???
    Hier wäre ein Fest ohnedän. Flagge im Garten gehißt, ohne Fähnchenreihe am Garten / an der Einfahrt enlang, ohne Fähnchen in Kuchen und Käseplatte gar nicht denkbar und kein Fest!

    Ich finde sowas spannend.
    Ich finde auch, man respektiert gerade so die unterschiede der einzelnen Kulturen - sofern man eben icht herablassend auf die eine oder andere schaut oder von ihr spricht - und man versteht sich gegenseitig besser.
    Daß ich damit nicht missionieren gehe, ist klar.
    Aber im passenden Zusammenhang bringt mich auch nichts und niemand dazu, meine dt. Vergangenheit und Seele, sprich meine Identität zu verleugnen.
    Was, wenn wir mal ins Mehrsprachenforum schauen, auch Blödsinn wäre - ich bringe meinen Kindern mit der dt. Sprache ja auch ein Stück dt. Kultur nahe; betonen wir nicht immer wieder, daß genau das zusammengehört????
    Für mich auf jeden Fall!

    Ich denke also, Du hast mich gründlich mißverstanden,. tut mir leid, wenn ich mich nicht besser erklären konnte.

    Übrigens:
    Dieses "ich ecke bestimmt schon genug an durch die kulturellen "Fehltritte", die mir noch nicht auffallen, " kann ja durchaus besser "verstanden" werden, wenn die Menschen sich bewußter sind, daß es eben für einen Ausländer nicht so leicht ist, seine Vergangenheit abzulegen wie ein Hemd.
    Das meine ich (auch), mit "für Verständnis werben".

    Es kommt eben auf die Art an, wie man das macht.

    Gruß Ursel, DK
    Geändert von DK-Ursel (04.01.2013 um 09:41 Uhr)
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

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