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Thema: Ein Hallo in die Runde :-)

  1. #61
    lemik ist offline old hand

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von LaSelly Beitrag anzeigen
    A pro pos in einem Forum wie diesem hier begegnet einem mehr Toleranz und Lockerheit: YES!! Schrieb ich im Schwangerenforum Juli vor zwei Tagen zum thema Bodys, dass ich weiß unpraktisch finde, u.a. weil mein Kleiner gern auf dem Bauch durchs Haus rutscht und dann schnell schmuddelig aussieht. Boah, das war das Geschrei groß. Ging soweit, dass eine schrieb "das Arme Kind, unter all dem Dreck...". Nur eine Dame kam von sich drauf, dass es auch Länder gibt, die staubiger und dreckiger sind als D. .... Es konnte sich par tout kaum einer vorstellen, dass wir hier 2x am Tag feucht durchwischen und nach ein bis zwei Stunden schon wieder eine leichte Staubschicht auf den Fließen liegt. Zum einen liegt Manila am Meer ist bekannt für seinen Smog, zum anderen haben wir ein zum großen Teil "offenes" Haus, d.h. keine richtigen Fensterscheiben....

    Ich war total erschlagen von den Reaktionen und dachte nur "Mensch, bei den "Auslandsfamilien" hier hätte sich das jeder denken können und selbst wenn nicht, hätte sich niemand über eventuell nicht geleckt reine Böden bei anderen Leuten aufgeregt."

    Irre ich mich da?
    Ich empfinde das aber z.B. als "typisch Forum", nicht "typisch deutsch". Ich habe eine Weile im 2009er-Forum mitgelesen, in der Schwangerschaft jetzt im Februar-Forum - mitgeschrieben habe ich in beiden Foren so gut wie nie, weil mir die Themen einfach nicht liegen und ich nicht selten staune, ueber was man sich da Gedanken macht (was hier voellig selbstverstanedlich "mitlaeuft") und was fuer eine Wissenschaft da aus Erziehung und Schwangerschaft gemacht wird. Mir ist das voellig fremd, ich kann da nichts zu beitragen, kenne das aber auch weder von den Muettern hier vor Ort noch von den jungen Muettern, die ich in Deutschland kenne. Ich empfinde es durchaus auch so, dass es in Deutschland verhaeltnismaessig intolerant zugeht, wenn es um Erziehung etc. geht - auch einer der Gruende, weshalb ich mir, wie schon so oft geschrieben, nicht vorstellen kann, mit Kind(ern) in Deutschland zu leben -, aber so extrem, wie man das hier im Forum lesen kann (um was sich manche Gedanken oder besser schon Sorgen machen und wie unnatuerlich, wenig intuitiv an Schwangerschaft, Geburt, Erziehung herangegangen wird!) kenne ich das aus meinem "real life" nicht.

  2. #62
    Avatar von LaSelly
    LaSelly ist offline Poweruser

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zum Flaggehissen: für meinen Vater ist das aus einem ganz anderen Grund ein Graus. In der DDR gab es ja von oben verordnetes Flaggehissen an bestimmten Feiertagen. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir eine große DDR-Flagge am Küchenfenster rausgehängt haben...
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/62193.gif

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/71060.gif

    Mit den neuen AGBs auf Eltern.de bin ich NICHT einverstanden. Ich gestatte nicht meine Bilder/Texte zu vervielfältigen, in anderen Medien zu veröffentlichen oder an Dritte weiterzugeben.

  3. #63
    suus ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej Suus!

    Scheint,als ob die Regeln ziemlich gleich sind - das mit Sonnenauf- und -untergang gilt hier auch.

    Natürlich gibt es auch offizielle Daten, an denen gehißt werden darf - das machen aber die wenigsten Privatpersonen.
    An Besetzungs- und Befreiungstag (das wird hier auch noch immer markiert) und an royalen Gedenktagen, meist eben Geburtstagen, wird natürlich an offiziellen Stellen gehißt (Rathaus und Co), aber Privatleute machen das eben an eigenen geburtstagen, Konfirmation etc.

    Hier wird z.B. wenn deine Kinder ihren Schulabschluss bestanden haben die Flagge gehisst und der Schulranzen mit auf den Mast gehaengt.

    Kleines Klugscheißen am Rande:
    So schief kann es gehen, wenn man "denglischt":
    "das ist an Koninginnedag - also zum "Geburtstag" der Queen."
    Ich denke doch, daß Ihr zum Tag der NL-Königin und nicht der GB-Königin = Queen die Flagge hißt.
    Kluscheiß-off.

    Kein Problem... und natuerlich meinte ich die NL-Koenigin

    Nichts für ungut, aber solche Dinge fallen mir eben auf...lächel.

    Gruß Ursel, DK
    ...

  4. #64
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Schulranzen am Mast?!
    Dass Flagge verbrennen ein "wuerdevolles Ende" fuer eine Flagge ist, sollte man diversen Flagge-Verbrenn-Experten auf Demonstrationen (inbesondere unter Extremisten) mal sagen! Vielleicht wird das dann abgeschafft....
    Meinen Eltern zu Ehren wurde in Frankreich mal an ihrem Ferienhaus die "deutsche" Fahne gehisst.....sie hatten sich allerdings versehen und die belgische erwischt. - Naja, Franzosen sind ehrer an vertikale Streifen gewoehnt!

  5. #65
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Hej allesammen!

    Suus, Schulranzen an Flagge ist ja niedlich.
    ich habe nur mal nach Silvester einen ausrangierten tannebaum am Fahnenmast der Gegenübernachbarn gesehen.
    Den hatten die an Silvesterdurchs Dorf ziehenden und Streiche machenden Jugendlichen dort aufgehängt.
    Fand ich lustiger als verschmierte Fensterscheiben!

    Flagge gehißt, wenn man das Abitur feiert mit eiem Fest, ist aber hier auch üblich, nur ohne Scuhlrucksack.

    Die dt. Flagge an enem dän. Ferienhaus, oeia... Das ginge wohl gar nicht.
    Abert Sreifen verwechseln kennenwir hier auch:
    Da spielen sie Olympiade in der Schule und meine Tochter war im dt. Trupp, sehr sinnig, der aber auch unter der belg. Flagge antrat.
    Pech.

    Muß man alles nicht so quergestreift, äh kleinkariert sehen - oder doch?
    Wo läge wohldie Toleranzgrenze der Dänen, wenn denen die Schweizer Rotweiz-gekreuzte Flagge als dän. verkauft würde??

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  6. #66
    Avatar von Katou
    Katou ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    DK-Ursel, zum letzten Satz: Wie wahr, wie wahr!

    Von Leuten aus anderen Laendern bekomme ich immer zu hoeren, die Deutschen sollten sich endlich wieder getrauen auch etwas Natinalstolz zu zeigen. Deutschland habe doch vieles Gute hervorgebracht und wir haetten alle einen Komplex weil wir uns immer nur auf die Nazizeit reduzieren wuerden. Viele finden unser Benehmen sehr seltsam. Das hab ich uebrigens auch mal in Frankreich von einer Schuelergruppe zu hoeren bekommen, nach einer Diskussionsrunde mit einem ehemaligen Resistance- Kaempfer und KZ-Ueberlebenden. Andere Nationen scheinen viel mehr zu differenzieren als wir.
    nicht immer, es ist mir zwar nur einmal so auffällig rübergekommen aber ich fands doch verletztend und konnte leider Aufgrund meiner Sprachlosigkeit nichts dazusetzen,

    ich war ende November bei dem Vorgespräch zur Taufe meines Sohnes in der Kirche(wie leben in Frankreich), wir sollten uns vorstellen, da ich aus meiner Nationalität keinen Hehl mache sagte ich auch ich sei Deutsche, da kam von dem freiwilligen Herrn (der also das Vorgespräch hielt) prompt "ah Hitler". Ich habe mich hinterher geärgert über mich das ich ihn nicht darüber aufklärte das jener Mensch Österreicher war.
    Gsd war es wie gesagt nur das eine Mal das ich so eine negative Erfahrung machen musste aber das sitzt doch noch immer in mir.
    Geändert von Borboleta (10.01.2013 um 16:43 Uhr)
    la précision allemande+charme lusitanien x 2 + 1



    12/2008
    04/2014
    07/2019 bald

  7. #67
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Das finde ich sehr ungewoehnlich. War sehr oft in Frankreich, habe auch mit aelteren Herrschaften nur gute Erfahrungen gemacht. Wie alt war denn der Mann? Vielleicht war der unmittelbar betroffen? Das ist mir hier allerdings auch schon begenet und ich akzeptiere die Abneigung dann voll und ganz: Der Vater des Ex-Chefs meines Mannes war KZ-Ueberlebender und hatte seine gesamte Familie verloren. Dass der was gegen mich hatte, war fuer mich okay. Da kann ich nichts anderes erwarten. Ich hab mich bei den seltenen Treffen moeglichst nett und hoeflich angestellt und das war's. - Mit seinem Sohn verstehe ich mich sehr gut.

  8. #68
    Avatar von Chinchilla64
    Chinchilla64 ist offline Legende

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Das finde ich sehr ungewoehnlich. War sehr oft in Frankreich, habe auch mit aelteren Herrschaften nur gute Erfahrungen gemacht. Wie alt war denn der Mann? Vielleicht war der unmittelbar betroffen? Das ist mir hier allerdings auch schon begenet und ich akzeptiere die Abneigung dann voll und ganz: Der Vater des Ex-Chefs meines Mannes war KZ-Ueberlebender und hatte seine gesamte Familie verloren. Dass der was gegen mich hatte, war fuer mich okay. Da kann ich nichts anderes erwarten. Ich hab mich bei den seltenen Treffen moeglichst nett und hoeflich angestellt und das war's. - Mit seinem Sohn verstehe ich mich sehr gut.
    Oh Mann! Das muss in Israel schwierig sein. Ich hab zwar auch eine Freundin, die dauernd nach Israel fährt und die meint, es sei gar nicht soo schlimm mit der Ablehnung von Deutschen. Aber ich kann mir denken, dass es trotzdem sehr unangenehm werden kann. Ich hab hier in Schweden einige alte Damen getroffen, die im KZ waren. Ich hab nämlich mal in der Altenpflege gearbeitet. Zwei polnische Frauen, die in Ravensbrück waren. Die eine meinte sogar, ich sei wie eine Tochter für sie. Das fiel mir schon fast schwer, zu verstehen, dass die so nett zu mir waren.

    Aber ich hab es auch mal in Irland erlebt, dass eine junge Frau mich hasserfüllt anguckte und einfach ging, als sie hörte ich sei Deutsche. Sie war Jüdin, bestätigte dann jemand auf meine Frage. Deshalb war ich auch danach super-vorsichtig damit, überhaupt zu erzählen, dass ich Deutsche bin, wenn ich Leute treffe, wo man vermuten kann, das sie jüdisch sind. So wie bei meiner amerikanischen Studienkollegin Rachel. Da hab ich auf ihr Heft geguckt nach dem Nachnamen..... Rosenthal. Okay..... vorsichtig.... Aber sie hatte nichts gegen Deutsche und sprach sogar davon, dass sie mal nach Berlin wollte.

  9. #69
    ich29 ist offline newbie

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Uh, da hat mein Vater durchaus viele Geschichten zu erzählen. Seine Familie ist schon zu Zeiten Katharina´s der Großen nach Russland gegangen (Katharina hat ja viele Deutsche "eingeladen"). Als dann der Krieg ausgebrochen ist, sind sie alle nach Sibirien verschleppt worden und als "Feinde des russischen Volkes" dort in Lagern festgehalten worden. Den Großteil seiner Kindheit hat mein Vater hinter Stacheldrahtzaun verbracht. Später sind sie dann in den Ural geschickt worden. Und mein Vater durfte nie Wehrdienst leisten und wurde ständig vom KGB überwacht, insbesondere, nachdem seine Familie in den 70ern zurück nach Deutschland gegangen ist. Und trotz allem hat er eine Russin (meine Mama) geheiratet. Ich selbst hatte (zum Glück) noch keine negativen Erlebnisse wegen meiner deutschen Nationalität. Meine Mama ist aber schon mal übelst von deutschen Herrschaften beschimpft worden.
    Aber im Kosovo muss ich sehr drauf achten, was ich sage. Genau in dieser Gemeinde waren nämlich Russen stationiert und die haben sich auf gut Deutsch unter aller Sau benommen. Parolen "Russen raus" stehen hier an jeder zweiter Mauer.

  10. #70
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Ein Hallo in die Runde :-)

    Zitat Zitat von Chinchilla64 Beitrag anzeigen
    Oh Mann! Das muss in Israel schwierig sein. Ich hab zwar auch eine Freundin, die dauernd nach Israel fährt und die meint, es sei gar nicht soo schlimm mit der Ablehnung von Deutschen. Aber ich kann mir denken, dass es trotzdem sehr unangenehm werden kann. Ich hab hier in Schweden einige alte Damen getroffen, die im KZ waren. Ich hab nämlich mal in der Altenpflege gearbeitet. Zwei polnische Frauen, die in Ravensbrück waren. Die eine meinte sogar, ich sei wie eine Tochter für sie. Das fiel mir schon fast schwer, zu verstehen, dass die so nett zu mir waren.

    Aber ich hab es auch mal in Irland erlebt, dass eine junge Frau mich hasserfüllt anguckte und einfach ging, als sie hörte ich sei Deutsche. Sie war Jüdin, bestätigte dann jemand auf meine Frage. Deshalb war ich auch danach super-vorsichtig damit, überhaupt zu erzählen, dass ich Deutsche bin, wenn ich Leute treffe, wo man vermuten kann, das sie jüdisch sind. So wie bei meiner amerikanischen Studienkollegin Rachel. Da hab ich auf ihr Heft geguckt nach dem Nachnamen..... Rosenthal. Okay..... vorsichtig.... Aber sie hatte nichts gegen Deutsche und sprach sogar davon, dass sie mal nach Berlin wollte.
    Hier in den USA sind natürlich auch viele Nachkommen von Emigranten, politisch Verfolgte und Juden. Mehrere unserer Nachbarn zum Beispiel. Das fühlt sich für mich immer komisch an... denn wir sind wegen unseres Jobs hergekommen und deren Eltern wegen Verfolgung
    Manche hier können jiddisch, darüber kann man sich unterhalten (hab ich mal spaßeshalber gelernt, und ist ja dem Deutschen sehr ähnlich). Für manche scheint unser Deutsch untereinander auch frühe Kindheitserinnerungen zu wecken (weil Oma und Opa deutsch miteinander sprachen), das sagen die dann auch.
    Wobei das alles in den USA (Ostküste!) weniger ein Problem ist als ich dachte. Den gebildeten Leuten ist klar, dass praktisch alle Vorfahren aus NOT hergekommen sind (warum sonst verlässt man seine Heimat und gibt sein letztes Geld für 4 Wochen aufceinem stinkenden Schiff aus?), und Holocaust ist hier nur ein Grund von vielen, der Blick ist internationaler, da kann man sich zwischen anderen Verfolger- Nationen "verstecken" und dann gibt's noch Schwarze und Native Americans. Auch die wirtschaftliche Not von Iren während der Hungersnot, oder Nachfahren von hessischen Söldnern muss man als persönliche Katastrophe für den Emigranten anerkennen. (Ohne dadurch den Holocaust kleinzureden!!! aber was die Nachkommen von Flüchtlingen aus aller Welt hier angeht, sind die USA auf Leid gebaut und praktisch jeder hat so eine Geschichte von den eigenen Vorfahren präsent. Daher bin ich oft bedrückt, wenn ich Vorfahren-Geschichten höre, und das nicht nur beim Holocaust. Ich habe viele explizit gefragt, und dass wir Deutsche sind, verbinden sie nicht sofort mit Holocaust, der eher in den Sumpf trauriger Ereignisse der Weltgeschichte eingeht (So hat mir das mal jemand erklärt)
    Geändert von 0Agnes0 (11.01.2013 um 12:40 Uhr)

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