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Thema: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

  1. #21
    livg76 ist offline Member

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Coucou,

    ich habe meinen französischen Mann in Deutschland kennengelernt. Er konnte anfangs kein Deutsch und ich nur ein bisschen Schulfranzösisch... Also haben wir auf Englisch gesprochen. Da er aber dann länger in Deutschland bleiben wollte, hat er neben der Arbeit Deutschkurse gemacht und wir haben angefangen, auf Deutsch zu sprechen. 2 Jahre später sind wir nach Paris gezogen und ich habe dort angefangen, zu arbeiten. Seitdem sprechen wir Französisch miteinander.

    Jetzt, 12 Jahre später versteht er gut Deutsch und kann sich auch unterhalten. Er spricht auch Deutsch am Telefon. Aber es ist natürlich nicht mehr so fliessend, wie kurz nach der Zeit in Deutschland.

    Ich versuche, die meiste Zeit mit den Kindern Deutsch zu sprechen, ausser wenn französischsprachige Kinder hier sind oder bei den Hausaufgaben. Die beiden Grossen antworten mir aber viel auf Französisch.

    Nachmittags müssen sie auch noch Englisch sprechen, da unsere Nanny von den Philippinen kommt und nur Englisch spricht ;-))

    Viele liebe Grüsse,

    Liv
    Liv

    Sohn 12/2003, Tochter 05/2005, Sohn 09/2010


  2. #22
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Zitat Zitat von schneckele13 Beitrag anzeigen
    Dein Mann ist wirklich vorbildlich
    JAHA!

  3. #23
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Zitat Zitat von schneckele13 Beitrag anzeigen
    Na ja, aber Du hast ja auch wegen Deinem Mann griechisch gelernt, oder?
    Nein, ich hab Griechisch gelernt, weil ich in Griechenland leben wollte. Ich weiss nicht, ob ich die Zeit und Kraft gehabt haette, Griechisch zu lernen, wenn wir in Italien geblieben waeren oder nach Deutschland gegangen waeren (was er eigentlich wollte).

    Waeren wir in Italien geblieben, ich haette halt wie er auch jetzt mit dem Deutsch, im Lauf der Jahre durch Besuche, Zuhoeren und Nachfragen einen gewissen Wortschatz erworben, mit dem man sich dann rudimentaer verstaendigen kann. Dass ich Zeit, Kraft und Geld fuer einen Griechischkurs gehabt haette, bezweifle ich. So etwas wie die VHS gibt es ja weder hier noch in Italien.

    Ich sags mal so, er wuerde Deutsch gerne schon koennen, aber der Weg dahin ist halt muehsam...
    putzipoo gefällt dies
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  4. #24
    Avatar von rodakino
    rodakino ist offline Legende

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    rodakino: Er spricht ja auch eine Sprache, die nun absolut NICHT mit Deutsch verwandt und selbst sehr komplex ist. ABER er versteht vermutlich wesentlich mehr als er spricht, oder? Bei zwei weit entfernten Sprachen ist es fuer die Partner, denk ich, wirklich schwer, OHNE Sprachkurs Deutsch zu beherrschen, jedenfalls aktiv. Bei Englisch, Franzoesisch (okay, das ist eine romanische Sprache, aber immerhin die des Nachbarlandes und Schulsprache), auch Daenisch erwarte ich eher, dass der Partner Sprachkenntnisse uebernimmt.
    Nun zu uns: Mein Mann spricht deutsch und er versteht noch viel mehr. Erstens ist er sehr sprachbegabt und schnappt auch in anderen Sprachen sofort alles moegliche auf. ausserdem hat er in Deutschland mal ein paar Monate einen Volkshochschulkurs besucht. In Deutschland - und bei Familienbesuch hier- gibt er sich mit meiner Verwandtschaft groesste Muehe deutsch zu sprechen, zumal nicht alle Englisch koennen (wenn er mit englisch Begabten spricht, laeuft die Kommunikation aber meist englisch) . Fuer komplexere Diskussionen reicht es nicht, aber das muss ja nicht sein. Er liest den Kindern auch auf deutsch vor, wenn sie deutsche Buecher anschleppen, allerdings protestieren sie meist nach ein paar Saetzen.....
    Wenn ich mich an offiziellen Sprachniveaus orientiere, wuerde ich ihn produktiv irgendwo im B-Bereich ansiedeln, rezeptiv im C-Bereich. Er braeuchte ein paar Wochen nonstop in Deutschland (ohne Dolmetscher und Frau-vorschieben) und waere perfekt.

    Uebrigens ist mir neulich auch eine Fragestellung wie die von schneckele durch den Kopf gegangen. Ich hab mich naemlich gefragt: Wieviel Deutsch kann eure Verwandtschaft inzwischen? Bei uns variiert das zwischen sehr gutes Verstaendnis und sehr "sprachresistent".
    Ja, er versteht viel mehr, als er spricht. Und Ich finde auch, dass es einen grossen Unterschied macht, ob man als Schwede oder Franzose Deutsch lernt, oder als Araber oder Grieche. Alleine die andere Schrift ist ermuedend. Ich merke das auch, wenn ich griechische Texte lese, ich werde so viel schneller muede davon und muss die Augen viel mehr auf scharf stellen. Auch ist die Prosodie so voellig anders. Er hat beim Zuhoeren immer das Gefuehl ich wueder nie Luft holen, weil er die Pausen gar nicht erkennt. Er erwartet sie einfach woanders, der arme Kerl. Die Miss trainiert mit ihm jetzt gerne Vokabeln. Sie sagt ein Wort auf Griechisch und er muss es auf Deutsch sagen. Weil sie meistens so Sachen nimmt wie "Augen" oder "Mittagessen", kann er fast immer richtig antworten. Wenn ich mitspiele, lernt er dann auch was Neues. Auf Deutsch vorlesen kann er ueberigens toll. Seine Aussprache ist wirklich gut, er versteht bloss kaum ein Wort von dem, was er liest

    Was die Verwandschaft angeht. Mein Vater lernt jetzt Griechisch und meine Mutter hat einen Englischkurs gemacht (dass sie an Griechisch scheitern wuerde war ihr klar, Englisch ueberfordert sie schon fast). Die Verwandten hier in Griechenland koennen wenig bis gar kein Deutsch, bis auf einen Cousin, der hat einen Kurs gemacht, aber nicht wegen uns, sondern aus beruflichen Gruenden. Mein Schwiegervater hat aber sein Englisch wieder aufpoliert fuer meine Eltern.
    Με αγάπη από το νησί...

    Mit lieben Gruessen von der Insel :)

    Miss X. (06); Kore (10)

  5. #25
    Avatar von Triceratops
    Triceratops ist offline Poweruser

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Er kann nur einige Phrasen und vesrteht einige Dinge, aber nicht viel. Das liegt schlicht daran, dass er jeden Tag im Jahr arbeitet. Ich wollte auch gar nicht, dass wenn er dann mal Zeit hat und wir was unternehmen koennen, sich hinsetzt und Deutsch lernt. Waer schoen, wenn er mehr koennte, geht aber nun mal einfach nicht. Er unterhaelt sich mit meinen Eltern und meinen deutschen Freunden einfach auf Englisch.

    Zitat Zitat von schneckele13 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    mich wuerde mal interessieren, ob Eure Partner deutsch sprechen? Sehr gut, etwas, ein bisschen, gar nicht? Falls ja, wann gelernt?
    Ich komme darauf, da wir hier ein deutsch-franzoesisches Paar kennengelernt haben, wo er so gar kein deutsch spricht. Er hatte schon Muehe uns "ein frohes neues Jahr" zu wuenschen.
    Ok, ich wuerde jetzt nicht erwarten, dass man mit eine Goethe-Interpretation diskutieren kann, aber so gar kein deutsch zu sprechen, wenn es die Muttersprache des Partners ist und die Kinder, Schwiegereltern, Freunde etc. der Frau es sprechen, verstehe ich irgendwie nicht. Wenigstens die Basics kann man sich doch aneignen (Hallo, wie gehts, alles gute zum Geburtstag etc) ...?

  6. #26
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Triceratops: Die Arbeitszeiten kommen mir bekannt vor! Man muss das mal klipp und klar sagen: Die meisten berufstaetigen Menschen in unseren Laendern haben schlicht und einfach keine Zeit "zum Spass" sprachen zu lernen.
    Rodakino: Ich waer so gluecklich, wenn ich meinen Kindern arabische Buecher vorlesen koennte!
    Mit den Sprachkenntnissen der Verwandtschaft dachte ich hauptsaechlich an die in unmittelbarer Umgebung: Wieviel von unserem Deutsch, dass sie ja zwangslaeufig zu hoeren bekommen, verstehen sie? Ich hab bei meiner einen Schwagerin das Gefuehl, die hoert da einfach nicht hin. Sonst kann es bei vorhandenen Englischkenntnissen eigentlich nicht sein, dass sie auch nach uebeer 14 Jahren nichts versteht. Ich schalte in anwesenheit anderer zwar oft auf Arabisch um, aber nicht immer, wenn ich ausschliesslich mit meinen Kindern spreche (muss z.B. zum Schimpfen ja auch nicht sein, oder?) Schwaegerin und Schwager N.2 und drei verstehen viel mehr, er war schon zu Besuch in Deutschland und hat Spass dran, manche Redewendungen aufzugreifen. Sie ist Englischlehrerin, leitet sich vieles davon ab. Oft reicht ein "Schluesselwort" und sie weiss, was ich sage (z.B. "nach Hause"). - Muss man nicht zwangslaeufig ein BISSCHEN aufnehmen, wenn in der Naehe staendig deutsch gesprochen wird??? "Nachttisch", "Quatsch" und "zackzack" habe uebrigens Eingang ins "Verwandtschaftsvokabular" gefunden!- ach ja, und "Ab nach Hause!"

  7. #27
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Hej allesammen!

    Kaum bin ich ein paa rtage weg, sind hier soviele interessante Fragen zu beantworten und Themen zu diskutieren.

    Bei uns ist es so:

    Ich habe meinen Mann in Dtld., aber auf Englisch kennengelernt.
    Sein bißchen Schuldeutsch war weg.

    Als er dann aber nach 2 Jahren beständig zu mir zog, haben wir auf Deutsch umgeschaltet.
    Daher ist sein deutsch sehr gut, wenn gleich er sich u mdie richtige Deklination nicht sehr kümmert.
    Das ist für mich aber absolut okay.

    Schwiegermutter sprach Deutsch mit mir, obwohl sie sicher genauso gut Englisch hätte knnen und dürfen !
    Sie hatte nachdem krieg geschworen, nie mehr Deutsch zu reden - tja, so kan nes gehen.
    und ich war erstaunt, wieviel sie konnte - da muß man doch sagen, daß mit einer guten Basis, etwas Sprachtalent und dt. TV-Serien (damals viel verbreitet hier, nicht synchronisert und auf dem einzigen TV-Kanal auch nicht uz umgehen!) haben eben doch viel gebracht.

    Die restliche Familie kann halt mehr oder weiniger Sculdeutsch und wendet es NIE bei mir an.
    Erwarte ich aber auch nicht.

    Was das Sprachenlernen angeht, wenn man vor allem nie einen Zugang zu der Sprache des anderen hatte:
    Das IST schwer.
    Ich habe mir zwar damals in Süddeutschland recht viel Dänisch autodidaktisch beigebebracht und bekam ganz nette kleine Briefchen über Wetter, Arbeit und Freizeit hin, aber Sprechen und einen wirklich guten Wortschatz habe ich doch erst bekommen, als ich hier zu leben begann, und dabei bin ich doch später jedes Jahr auch im Urlaub hier gewesen.
    Wenn ich sehe, was manche Deutschlehrer an der hiesigen Folkeskole können, dann erwarte ich wirklich nicht mehr viel von Menschen, die das Thema niemals beruflich ansprechen müssen.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  8. #28
    suus ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Ich glaube ja, dann gibt es immer noch nen Unterschied zwischen echt sprechen koennen, oder wenigstens etwas verstehen. Und auch kommt dazu, ob es fuer den Partner einfach nur schwer ist, die Sprache zu lernen und er sich aber fuer die Kultur interessiert. Oder besteht einfach generell kein Interesse (zweiteres faende ich naemlich echt schade).

  9. #29
    Avatar von Triceratops
    Triceratops ist offline Poweruser

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Das sehe ich auch so. In der Freizeit eine Sprache lernen waere in unseren Laendern wohl sowas wie ein Luxushobby

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Triceratops: Die Arbeitszeiten kommen mir bekannt vor! Man muss das mal klipp und klar sagen: Die meisten berufstaetigen Menschen in unseren Laendern haben schlicht und einfach keine Zeit "zum Spass" sprachen zu lernen.
    Rodakino: Ich waer so gluecklich, wenn ich meinen Kindern arabische Buecher vorlesen koennte!
    Mit den Sprachkenntnissen der Verwandtschaft dachte ich hauptsaechlich an die in unmittelbarer Umgebung: Wieviel von unserem Deutsch, dass sie ja zwangslaeufig zu hoeren bekommen, verstehen sie? Ich hab bei meiner einen Schwagerin das Gefuehl, die hoert da einfach nicht hin. Sonst kann es bei vorhandenen Englischkenntnissen eigentlich nicht sein, dass sie auch nach uebeer 14 Jahren nichts versteht. Ich schalte in anwesenheit anderer zwar oft auf Arabisch um, aber nicht immer, wenn ich ausschliesslich mit meinen Kindern spreche (muss z.B. zum Schimpfen ja auch nicht sein, oder?) Schwaegerin und Schwager N.2 und drei verstehen viel mehr, er war schon zu Besuch in Deutschland und hat Spass dran, manche Redewendungen aufzugreifen. Sie ist Englischlehrerin, leitet sich vieles davon ab. Oft reicht ein "Schluesselwort" und sie weiss, was ich sage (z.B. "nach Hause"). - Muss man nicht zwangslaeufig ein BISSCHEN aufnehmen, wenn in der Naehe staendig deutsch gesprochen wird??? "Nachttisch", "Quatsch" und "zackzack" habe uebrigens Eingang ins "Verwandtschaftsvokabular" gefunden!- ach ja, und "Ab nach Hause!"

  10. #30
    Queretaro ist offline enthusiast

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    Standard Re: Frage an die, deren Partner nicht deutsch ist

    Mein Mann versteht mittlerweile ganz gut Deutsch, spricht aber nur ganz wenig und nur, wenn er gerade Lust dazu hat. Das sind dann Standardfloskeln mit meiner Familie oder kurze Saetze mit unseren Kindern. Er hat mal angefangen, Deutsch zu lernen, es aber relativ schnell wieder gelassen. Er ist beruflich stark eingespannt und auch immer mal wieder auf Reisen, so dass wir beide die vorhandene Zeit lieber fuer Familie und Freizeitaktivitaeten investieren.

    Wir haben uns uebrigens hier in Mexico kennengelernt, ich konnte schon einigermassen Spanisch, so dass wir von Anfang an Spanisch miteinander gesprochen haben. Doof ist es fuer mich nur, wenn wir diskutieren und mir spanische Woerter fehlen. Da wuensche ich mir manchmal, dass wir Deutsch miteinander sprechen koennten. Kommt aber zum Glueck nicht so haeufig vor ;-)...

    Ich erwarte von meinem Mann aber auch gar nicht, dass er wegen mir oder fuer mich Deutsch lernt. Was ich durchaus erwarte und einfordere, ist Geduld und viel Kommunikation: ich muss naemlich immer noch das ein oder andere Mal nachfragen, was er gesagt hat/meint und das kann ja auch nerven. Und zum anderen klingen manche Sachen aus "meinem Munde" fuer einen Mexikaner eher hart oder schon etwas angreifend, wenn es fuer mich ganz normal ist. Das haengt eben damit zusammen, dass wir Deutschen eher konkret sind und die Dinge "benennen" und nicht wie hier, eine huebsch ausgeschmueckte Geschichte draus gemacht wird...

    Die Basics, die du angesprochen hast, kann er uebrigens.... Und in der Familie spricht sonst auch keiner Spanisch, meine SChwiegers lernen mit den Kindern ein paar Woerter/Ausdruecke (meine SChwiegermutter sagt jetzt immer "Guten Appetit" anstelle von "buen provecho") und meine Eltern koennen etwas Spanisch. Mit dem Rest meiner Familie spricht mein Mann Englisch, was er perfekt beherrscht.

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