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Thema: Klauen in der Schule

  1. #11
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Hej PMS!

    Wenn das Klauen sich auf so eine einmalige Sache beschränkt und eindeutig der Gedanke "so ein Glitzerding toll, das möchte ich haben" im Vordergrund steht, ist Euer Vorgehen sicher sinnvoll.
    Da lernt das Kind dann hoffentlich, daß man auf manche Dinge warten muß, sie jedenfalls nicht den Mitschülern wegnehmen darf, nur weil man selber gern auch so ein Glitzerding hätte.

    Im vorliegenden Fall, denke ich aber, es liegt anders.
    Wie bei uns damals klaut das Kind nicht einmalig und anscheinend ja auch nicht Dinge, die es dringend braucht, die ihm ins Auge stechen, die es nicht hat.
    Anscheinend hat sie mehrere Sachen der gleichen Art gestohlen, bei uns hatte das Kind die Sachen selber auch.
    Und mich macht eben auch diese Geschichte von früher stutzig, als sie ganz offensichtlich Geschichten erzählte, um Aufmerksamkeit zu erregen.
    da steckt mehr dahinter, und es wäre schade, wenn alle bei den Diebstählen steckenblieben.
    Und genau darum muß die Lehrerin eingeschaltet werden, denn als Mutter kann ich ja nur den uns zugefügten Schaden ansprechen, meinetwegen die noch die Sorge ums Kind äußern - Lehrer können da die Summe der Vorfälle ansprechen PLUS Lösungsvorschläge --- Psychologe, Jugendamt, was-weiß-ich-für Hilfe anbieten.

    Ansonsten hatte ich ja auch schon meine Zweifel am Vorgehen geäußert - daran kann die Lehrerin in der Tat noch arbeiten, auch für ältere Kinder ist es nicht angenehem, vor allen bloßgestellt zu werden - für wen eigentlich überhaupt?

    Gute Nacht - Ursel, DK
    Geändert von DK-Ursel (01.08.2013 um 00:53 Uhr)
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #12
    PMS
    PMS ist offline Strange

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej PMS!

    Wenn das Klauen sich auf so eine einmalige Sache beschränkt und eindeutig der Gedanke "so ein Glitzerding toll, das möchte ich haben" im Vordergrund steht, ist Euer Vorgehen sicher sinnvoll.
    Da lernt das Kind dann hoffentlich, daß man auf manche Dinge warten muß, sie jedenfalls nicht den Mitschülern wegnehmen darf, nur weil man selber gern auch so ein Glitzerding hätte.

    Im vorliegenden Fall, denke ich aber, es liegt anders.
    Wie bei uns damals klaut das Kind nicht einmalig und anscheinend ja auch nicht Dinge, die es dringend braucht, die ihm ins Auge stechen, die es nicht hat.
    Anscheinend hat sie mehrere Sachen der gleichen Art gestohlen, bei uns hatte das Kind die Sachen selber auch.
    Und mich macht eben auch diese Geschichte von früher stutzig, als sie ganz offensichtlich Geschichten erzählte, um Aufmerksamkeit zu erregen.
    da steckt mehr dahinter, und es wäre schade, wenn alle bei den Diebstählen steckenblieben.
    Und genau darum muß die Lehrerin eingeschaltet werden, denn als Mutter kann ich ja nur den uns zugefügten Schaden ansprechen, meinetwegen die noch die Sorge ums Kind äußern - Lehrer können da die Summe der Vorfälle ansprechen PLUS Lösungsvorschläge --- Psychologe, Jugendamt, was-weiß-ich-für Hilfe anbieten.

    Ansonsten hatte ich ja auch schon meine Zweifel am Vorgehen geäußert - daran kann die Lehrerin in der Tat noch arbeiten, auch für ältere Kinder ist es nicht angenehem, vor allen bloßgestellt zu werden - für wen eigentlich überhaupt?

    Gute Nacht - Ursel, DK
    Ob die Lehrerin die Richtige ist, um einem Kind Hilfe angedeihen zu lassen, das weiss man halt erst, nachdem man sie angesprochen hat. Fuer mich ist das naemlich nicht von vornherein ausgemacht, dass ein Lehrer sowas auf jeden Fall geschickt oder effizient loest. So wie die Geschichte sich hier darstellt, darf man glaube ich Zweifel haben.
    Aber ich kenne mich mit diesen Sachen zu wenig aus. Vielleicht ist ein Schuss vor den Bug auch genau das, was das Maedchen brauchte.
    Ich hoffe, dass dieses Vorgehen ihre Situation nicht noch verschlimmert hat und sie in der Klasse in eine Position manövriert, aus der sie nicht mehr rauskommt.
    I'm not going to vacuum 'til Sears makes one you can ride on.
    -Roseanne Barr-

  3. #13
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Zitat Zitat von PMS Beitrag anzeigen
    Ob die Lehrerin die Richtige ist, um einem Kind Hilfe angedeihen zu lassen, das weiss man halt erst, nachdem man sie angesprochen hat. Fuer mich ist das naemlich nicht von vornherein ausgemacht, dass ein Lehrer sowas auf jeden Fall geschickt oder effizient loest. So wie die Geschichte sich hier darstellt, darf man glaube ich Zweifel haben.
    Aber ich kenne mich mit diesen Sachen zu wenig aus. Vielleicht ist ein Schuss vor den Bug auch genau das, was das Maedchen brauchte.
    Ich hoffe, dass dieses Vorgehen ihre Situation nicht noch verschlimmert hat und sie in der Klasse in eine Position manövriert, aus der sie nicht mehr rauskommt.
    Von vornherein ausgemacht ist es sicher ist, dass ein Lehrer so eine Sache effizient loest. Ich finde aber schon, dass ein Lehrer der erste Ansprechpartner in einer solchen Situation ist. Die Lehrerin kennt die Kinder schliesslich besser als irgendjemand anderer vom Schulpersonal und kann sich daher auch am ehesten ein Urteil erlauben. Ich weiss, das klingt jetzt arrogant, aber die Lehrerin weiss z. B., dass meine Tochter nicht der Typ ist, der ein anderes Kind mir nichts dir nichts eines Diebstahls bezichtigt. Gleichzeitig kennt die Lehrerin ja auch die Geschichte des anderen Maedchens. Es ist ja moeglich, dass die Lehrerin von frueheren Diebstaehlen wusste, aber eben aus Ruecksicht auf die Privatsphaere des Kindes mir gegenueber nichts sagen durfte. Lehrer duerfen sich ohne Einverstaendnis der betreffenden Eltern gegenueber Dritten nicht ueber Leistungen, disziplinarische Probleme, familiaere Situation usw. ihrer Schueler aeussern.

    Ausserdem habe ich auch absolut keinen Grund dazu, dieser Lehrerin nicht zu vertrauen. Ich habe ja auch selbst schon in Schulen gearbeitet und weiss, dass es fuer die Lehrer sehr merkwuerdig ist, wenn sie im Falle eines Problems einfach uebergangen werden, indem Eltern gleich zum Direktor, zum Vertrauenslehrer oder gar zur Polizei und zum Anwalt rennen. Ein Lehrer empfindet das im besten Fall als ruecksichtslos, und im schlimmsten Fall als klares Misstrauensvotum. Das hat diese Lehrerin absolut nicht verdient, und damit waere in diesem Fall auch keinem der Beteiligten geholfen.

    Was das Blossstellen dieses Maedchens angeht, war ich offenbar nur die erste Mutter, die etwas gesagt hat. Unter den Kindern war es ja bekannt, dass das Maedchen stiehlt. Warum von den Eltern noch nie jemand etwas unternommen hat, kann ich auch nur mit der australischen Mentalitaet erklaeren, an die ich mich selbst noch nicht so richtig gewoehnt habe. Australier legen im Allgemeinen Wert darauf, mit anderen Leuten gut auszukommen und keinen Aerger zu haben. Man kann das "friedfertig" oder auch "konfliktscheu" nennen.

    Ich denke schon, dass dieser "Schuss vor den Bug" angebracht war. Ein eindeutiges Fehlverhalten kann man nur ansprechen, indem man den Finger in die Wunde legt. Dass man dabei blossgestellt wird, ist eine notwendige Konsequenz von Fehlverhalten. ich finde man schuldet es sowohl dem Dieb als auch den andreen Kindern, dass Klauen nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird. Schliesslich sollen in der Schule ja auch Werte vermittelt werden.

    Die Bestohlenen stehen nun vor der paedagogisch durchaus wertvollen Aufgabe, dem Maedchen zu verzeihen und die Sache ad acta zu legen. Das Maedchen seinerseits hat nun die Moeglichkeit, das Vertrauen der anderen Kinder zurueckzugewinnen. Ich finde, das sind durchaus natuerliche und sinnvolle Erfahrungen fuer Kinder, die man als Erwachsener einem Kind nicht einfach aus falscher Ruecksichtnahme ersparen sollte. Dinge unter den Teppich zu kehren, ist nur anfaenglich sanfter, langfristig aber die schlechteste Loesung.

    Dass das Kind sich nicht bereichern wollte, sondern ganz andere Probleme hat, davon gehe ich mit ziemlicher Sicherheit aus. Aber auch in dem Fall finde ich einen Schuss vor den Bug angemessen, vor allem als "Message" an die Eltern. Eltern koennen auch nicht mehr einfach weiter beschwichtigen und wegschauen, wenn die Verhaltensauffaelligkeiten ihrer Kinder offensichtlich und aktenkundig werden. Auch ein Schulpsychologe, Kinderarzt oder Sozialarbeiter kann eher etwas erreichen, wenn die Probleme eines Kindes nachvollziehbar und dokumentiert sind.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  4. #14
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Hej BilingualMom!

    ich bin vollständig bei Dir, seh einig und hätte es nicht besser schreiben können.
    Schule und Elternhaus müssen uzsammen arbeiten, jeder kennt das Kind aus einemanderen Lebensbereich, nur zusammen ergibt es ein ganzes Bild.
    Ich verstehe also wirklich nicht, wie man (Klassen-)Lehrer in einer solchen Situation außenvor lassen kann.
    Wen sollte man dann ansprechen?
    Gut, bei einmaliger Klauerei wären die Eltern oder das Kind noch die richtigen, aber in diesem speziellen Fall nützt das wohl wenig.

    Natürlich muß das KLind lernen, das sein Verhalten nicht dazu geeignet ist, die Probleme zu lösen, die es hat.
    Es reicht deshalb nicht, es mit dem Diebstahl zu konfrontieren und ihm zudem noch die Kameradschaft (das Vertrauen) der anderen zu entziehen. Es muß ja auch - positiv - quasi einen Lösungsersatz aufgezeigt bekommen, der uzdem natürlich effizienter als die kindlichen Maßnahmen ist.

    Ich hoffe, Ihr könnt dem Kind helfen.
    Bei uns war es dann so, daß das Kind qualifizierte Hilfe vom Jugendamt bekam und letztendlich die Schule wechselte, damit es einen weitgehend unbelasteten Neuanfang machen konnte.
    Ohne Hilfe wäre die Schraube wohl weitergegangen.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

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    Aus Tschechien

  5. #15
    PMS
    PMS ist offline Strange

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Von vornherein ausgemacht ist es sicher ist, dass ein Lehrer so eine Sache effizient loest. Ich finde aber schon, dass ein Lehrer der erste Ansprechpartner in einer solchen Situation ist. Die Lehrerin kennt die Kinder schliesslich besser als irgendjemand anderer vom Schulpersonal und kann sich daher auch am ehesten ein Urteil erlauben. Ich weiss, das klingt jetzt arrogant, aber die Lehrerin weiss z. B., dass meine Tochter nicht der Typ ist, der ein anderes Kind mir nichts dir nichts eines Diebstahls bezichtigt. Gleichzeitig kennt die Lehrerin ja auch die Geschichte des anderen Maedchens. Es ist ja moeglich, dass die Lehrerin von frueheren Diebstaehlen wusste, aber eben aus Ruecksicht auf die Privatsphaere des Kindes mir gegenueber nichts sagen durfte. Lehrer duerfen sich ohne Einverstaendnis der betreffenden Eltern gegenueber Dritten nicht ueber Leistungen, disziplinarische Probleme, familiaere Situation usw. ihrer Schueler aeussern.

    Ausserdem habe ich auch absolut keinen Grund dazu, dieser Lehrerin nicht zu vertrauen. Ich habe ja auch selbst schon in Schulen gearbeitet und weiss, dass es fuer die Lehrer sehr merkwuerdig ist, wenn sie im Falle eines Problems einfach uebergangen werden, indem Eltern gleich zum Direktor, zum Vertrauenslehrer oder gar zur Polizei und zum Anwalt rennen. Ein Lehrer empfindet das im besten Fall als ruecksichtslos, und im schlimmsten Fall als klares Misstrauensvotum. Das hat diese Lehrerin absolut nicht verdient, und damit waere in diesem Fall auch keinem der Beteiligten geholfen.

    Was das Blossstellen dieses Maedchens angeht, war ich offenbar nur die erste Mutter, die etwas gesagt hat. Unter den Kindern war es ja bekannt, dass das Maedchen stiehlt. Warum von den Eltern noch nie jemand etwas unternommen hat, kann ich auch nur mit der australischen Mentalitaet erklaeren, an die ich mich selbst noch nicht so richtig gewoehnt habe. Australier legen im Allgemeinen Wert darauf, mit anderen Leuten gut auszukommen und keinen Aerger zu haben. Man kann das "friedfertig" oder auch "konfliktscheu" nennen.

    Ich denke schon, dass dieser "Schuss vor den Bug" angebracht war. Ein eindeutiges Fehlverhalten kann man nur ansprechen, indem man den Finger in die Wunde legt. Dass man dabei blossgestellt wird, ist eine notwendige Konsequenz von Fehlverhalten. ich finde man schuldet es sowohl dem Dieb als auch den andreen Kindern, dass Klauen nicht einfach unter den Teppich gekehrt wird. Schliesslich sollen in der Schule ja auch Werte vermittelt werden.

    Die Bestohlenen stehen nun vor der paedagogisch durchaus wertvollen Aufgabe, dem Maedchen zu verzeihen und die Sache ad acta zu legen. Das Maedchen seinerseits hat nun die Moeglichkeit, das Vertrauen der anderen Kinder zurueckzugewinnen. Ich finde, das sind durchaus natuerliche und sinnvolle Erfahrungen fuer Kinder, die man als Erwachsener einem Kind nicht einfach aus falscher Ruecksichtnahme ersparen sollte. Dinge unter den Teppich zu kehren, ist nur anfaenglich sanfter, langfristig aber die schlechteste Loesung.

    Dass das Kind sich nicht bereichern wollte, sondern ganz andere Probleme hat, davon gehe ich mit ziemlicher Sicherheit aus. Aber auch in dem Fall finde ich einen Schuss vor den Bug angemessen, vor allem als "Message" an die Eltern. Eltern koennen auch nicht mehr einfach weiter beschwichtigen und wegschauen, wenn die Verhaltensauffaelligkeiten ihrer Kinder offensichtlich und aktenkundig werden. Auch ein Schulpsychologe, Kinderarzt oder Sozialarbeiter kann eher etwas erreichen, wenn die Probleme eines Kindes nachvollziehbar und dokumentiert sind.
    Unter den Teppich kehren wollte ich eigentlich auch nichts. Ich finde nur, dass mir die Vorgehensweise dieser Lehrerin nicht so sehr gelungen vorkommt. Wie gesagt, sie hat da fuer meine Begriffe zu frueh zu viel Oeffentlichkeit geschaffen und das Durchsuchen der Tasche in Deinem Beisein und in Abwesenheit des Kindes ist definitiv nicht in Ordnung. Was waere denn gewesen, wenn die anderen Kinder sich schlichtweg geirrt hätten? Denkbar waere das ja. Von dem Signal in bezug auf "Wir lassen unsere Finger von anderer Leute Sachen" mal ganz abegesehen. Eigentlich haette sie sich bei Dir fuer die Information bedanken muessen, Dir nen schoenen Tag wuenschen, und dann die Sache bearbeiten.

    Die anderen Eltern haben sich vielleicht auch nicht gemeldet, weil sie unter den Teppich kehren wollten. Moeglich waere ja, dass sie einfach Hemmungen hatten, aufgrund von "alle Kinder sagen" ein anderes Kind des Diebstahls zu bezichtigen. Denen koennte die Beweislage schlicht zu duenne gewesen sein. Dass sie es dann letztlich nicht war, spricht nicht gegen ein korrektes Verfahren.

    Ehrlich gesagt, ich haette jetzt ein bisschen Sorge, was unter der Obhut speziell dieser Lehrerin passiert, wenn mein Kind mal vom rechten Weg abkommt. Einen Vertrauensvorschuss haette sie von mir sicher bekommen. Nur sind wir jetzt schon einen Schritt weiter, ich waere in Zukunft vorsichtiger, was sie betrifft. Bitte, vorsichtigER.
    I'm not going to vacuum 'til Sears makes one you can ride on.
    -Roseanne Barr-

  6. #16
    PMS
    PMS ist offline Strange

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej BilingualMom!

    ich bin vollständig bei Dir, seh einig und hätte es nicht besser schreiben können.
    Schule und Elternhaus müssen uzsammen arbeiten, jeder kennt das Kind aus einemanderen Lebensbereich, nur zusammen ergibt es ein ganzes Bild.
    Ich verstehe also wirklich nicht, wie man (Klassen-)Lehrer in einer solchen Situation außenvor lassen kann.
    Wen sollte man dann ansprechen?
    Gut, bei einmaliger Klauerei wären die Eltern oder das Kind noch die richtigen, aber in diesem speziellen Fall nützt das wohl wenig.

    Natürlich muß das KLind lernen, das sein Verhalten nicht dazu geeignet ist, die Probleme zu lösen, die es hat.
    Es reicht deshalb nicht, es mit dem Diebstahl zu konfrontieren und ihm zudem noch die Kameradschaft (das Vertrauen) der anderen zu entziehen. Es muß ja auch - positiv - quasi einen Lösungsersatz aufgezeigt bekommen, der uzdem natürlich effizienter als die kindlichen Maßnahmen ist.

    Ich hoffe, Ihr könnt dem Kind helfen.
    Bei uns war es dann so, daß das Kind qualifizierte Hilfe vom Jugendamt bekam und letztendlich die Schule wechselte, damit es einen weitgehend unbelasteten Neuanfang machen konnte.
    Ohne Hilfe wäre die Schraube wohl weitergegangen.

    Gruß Ursel, DK
    Natuerlich muessen Schule und Elternhaus zusammenarbeiten. Dass die Lehrerin angesprochen werden muss, ergibt sich schon alleine daraus, dass das ganze auf ihrem Spielfeld passiert, da ist niemand anders zustaendig und sie kann sich den besten Ueberblick verschaffen. Ich denke aber, bei allem noetigen und wichtigen Vertrauensvorschuss, muss man leider der Tatsache ins Auge blicken, dass es eben auch unter Lehrern mehr und weniger talentierte Konfliktloeser gibt.
    I'm not going to vacuum 'til Sears makes one you can ride on.
    -Roseanne Barr-

  7. #17
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Inzwischen hat's nochmal neue Entwicklungen gegeben:
    Die andere Mutter, mit der ich mich ueber die Sache unterhalten hatte, erfuhr von ihrer Tochter, dass sie ihrerseits zusammen mit einem anderen Kind den Rucksack dieses Maedchens durchsucht, Sachen von sich gefunden und zurueckgenommen hatten. Das war schon vor mehreren Tagen und noch bevor ich zur Lehrerin ging. Diese Aktion finde ich auch nicht richtig, aber das ist nun wirklich nicht meine Sache. Die andere Mutter haette davon vermutlich nie erfahren, wenn sie nicht gezielt nachgefragt haette. Ich habe ein sehr enges Verhaeltnis zu meiner Tochter, die mir eigentlich auch immer alles erzaehlt, auch Dinge, die sie an sich nicht gut oder richtig findet. Aber ich verstehe natuerlich, dass manche Kinder ihren Eltern nicht soviel erzaehlen.

    Das Maedchen hatte ja nun Glueck im Unglueck, denn ohne diese Aktion haette die Lehrerin noch mehr "Beweismaterial" im Rucksack gefunden. Wirklich bereinigt ist die Sache dadurch leider nicht, denn dieses Kind luegt offenbar so abgebrueht, dass sie nur zugibt, was man ihr direkt beweisen kann. Sie hatte ja behauptet, den Anhaenger meiner Tochter gefunden zu haben und von anderen Sachen nichts zu wissen. Fuer eine Siebenjaehrige ziemlich besorgniserregend.

    Ich werde jedenfalls nichts weiter unternehmen, sondern mich nur bei der Mutter erkundigen, ob das Kind zur Geburtstagsparty kommt. Ich weiss nicht, ob und was diese Mutter von der Sache erfahren hat, moechte aber klarstellen, dass von meiner und meiner Tochter Seite die Sache erledigt ist.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  8. #18
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Guten Morgen!

    Nur mal eben so:
    Ich finde es schon etwas heftig - bei allem Respekt, den ich vor Dir habe und bei allem Verständnis dafür, daß Ihr als Bestohlene auch keine Ewigkeits-Geduldsschnur habt - daß Du eine Siebenjährige als abgebrüht bezeichnest, vor allem, weil sie eben versucht, sich auf ihre, unbeholfene Art, zu schützen und womöglich Hilfe zu suchen.
    Wie abgebrüht müßte dann das Mädchen sein, von dem ich berichtete:
    Die stritt sogar offenkundige Beweise ab!!!

    Auch wenn ich das auch nicht gut finde, aber das Kind versucht, sich zu schützen - wer weiß übrigens, was ihm zuhause blüht?
    Ob es nicht gerade darum so auffällig ist?
    Andererseits möchte ich jetzt nicht den Eltern die Schuld zuschieben; oft handeln sie im besten Wissen - vielleicht sogar so, wie wir es auch täten, und für dieses eine Kind ist es genau das Falsche.
    Nicht jeder hat Psychologie/Pädagogik studiert, nicht jeder handelt als Eltern danach.

    Besorgniserregend ist alles, was Du über das Kind erzählst - vor dem Vordergrund der ersten Geschichte ist diese Diebstahlsgeschichte eine wirklich besorgniserregende Steigerung.
    Abgebrüht?
    Naja, klauen an sich ist ja schon "abgebrüht".

    Sag mal, mir kommt gerade in den Sinn, hatte sie die gefundenen Sachen immer jeweils am Tag der Entdeckung geklaut oder trug sie sie womöglich tagelang mit sich herum?
    In unserem Fall hat das Mädchen manchmal alles so offen benutzt, daß jeder merken konnte: Das ist doch nicht ihrs, das gehört doch ...

    Klarer Fall von "ich möchte entdeckt werden, helft mir doch bitte!".

    Siebenjährige Kindersind nichtabgebrüht, ich denke, das Mädchen ist genau das Gegenteil, nämlich in einer schlimmen Notlage, aus der es allein nicht mehr rauskommt, und wer nur den Diebstahl ahndet, behandelt Symptome., keine Ursache.
    Wer weiß,was ihr dann einfällt, um Hilfe zu bekommen, um auf sich aufmerksam zu machen?!!

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  9. #19
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Guten Morgen!

    Nur mal eben so:
    Ich finde es schon etwas heftig - bei allem Respekt, den ich vor Dir habe und bei allem Verständnis dafür, daß Ihr als Bestohlene auch keine Ewigkeits-Geduldsschnur habt - daß Du eine Siebenjährige als abgebrüht bezeichnest, vor allem, weil sie eben versucht, sich auf ihre, unbeholfene Art, zu schützen und womöglich Hilfe zu suchen.
    Wie abgebrüht müßte dann das Mädchen sein, von dem ich berichtete:
    Die stritt sogar offenkundige Beweise ab!!!

    Auch wenn ich das auch nicht gut finde, aber das Kind versucht, sich zu schützen - wer weiß übrigens, was ihm zuhause blüht?
    Ob es nicht gerade darum so auffällig ist?
    Andererseits möchte ich jetzt nicht den Eltern die Schuld zuschieben; oft handeln sie im besten Wissen - vielleicht sogar so, wie wir es auch täten, und für dieses eine Kind ist es genau das Falsche.
    Nicht jeder hat Psychologie/Pädagogik studiert, nicht jeder handelt als Eltern danach.

    Besorgniserregend ist alles, was Du über das Kind erzählst - vor dem Vordergrund der ersten Geschichte ist diese Diebstahlsgeschichte eine wirklich besorgniserregende Steigerung.
    Abgebrüht?
    Naja, klauen an sich ist ja schon "abgebrüht".

    Sag mal, mir kommt gerade in den Sinn, hatte sie die gefundenen Sachen immer jeweils am Tag der Entdeckung geklaut oder trug sie sie womöglich tagelang mit sich herum?
    In unserem Fall hat das Mädchen manchmal alles so offen benutzt, daß jeder merken konnte: Das ist doch nicht ihrs, das gehört doch ...

    Klarer Fall von "ich möchte entdeckt werden, helft mir doch bitte!".

    Siebenjährige Kindersind nichtabgebrüht, ich denke, das Mädchen ist genau das Gegenteil, nämlich in einer schlimmen Notlage, aus der es allein nicht mehr rauskommt, und wer nur den Diebstahl ahndet, behandelt Symptome., keine Ursache.
    Wer weiß,was ihr dann einfällt, um Hilfe zu bekommen, um auf sich aufmerksam zu machen?!!

    Gruß Ursel, DK
    Ob das Kind in einer schlimmen Notlage ist - jetzt im Sinne von einer aeusseren Situation, auf die es selbst keinen Einfluss hat - kann ich nicht beurteilen. Mir kommt sie in jedem Fall verhaltensauffaellig vor. Beides kann natuerlich auch gleichzeitig der Fall sein und sich gegenseitig bedingen.

    Der Ausdruck "abgebrueht" war ungeschickt gewaehlt, aber du haettest mal sehen sollen, wie sie mir freundlich ins Gesicht laechelte als sie erklaerte, sie habe den Anhaenger meiner Tochter nicht genommen. Oder wie sie froehlich im Wechselschritt nach ihrem Gespraech mit Direktorin und Lehrerin zurueck in den Sportunterricht hopste. Ich hab' ja auch schon mit Kindern gearbeitet, und in einer solchen Situation wuerde man selbst vom froehlichsten, selbstbewusstesten Siebenjaehrigen ein gewisses Mass an Verlegenheit oder Unsicherheit erwarten. Da fehlt jede normale emotionale Reaktion.

    Sie hat bei einer anderen Gelegenheit einem Maedchen einen Radiergummi gestohlen und ihn ganz offen benutzt. Das andere Kind hat ihn sich einfach zurueckgeholt. Sie nimmt auch den anderen Kindern waehrend des Mittagsessens Sachen aus der Lunchbox, und wenn diese sich wehren, erklaert sie ihre Opfer schlichtweg fuer "gemein". So eine Reaktion wuerde man von einem Anderthalbjaehrigen, aber sicher nicht von einem Zweitklaessler erwarten.

    Ich kann jetzt nicht darueber spekulieren, ob die emotionale Entwicklung dieses Kindes im Kleinkindalter stehengeblieben ist oder sich aus anderen Gruenden unguenstig entwickelt. Das Maedchen erscheint nicht geistig behindert oder anderweitig beeintraechtigt, so dass man davon ausgehen kann, dass sie durchaus falsch von richtig unterscheiden kann. Die Psychologie und Neurologie raetselt ja noch heute darueber, warum bei manchen Menschen Gefuehle wie Empathie offenbar nicht vom rationalen Verstand beeinflusst werden, aber so selten scheint das nicht zu sein.

    Aber was kann man konkret tun, wenn einem ein anderes Kind verhaltensauffaellig vorkommt? Da ist ein konkreter Vorfall wie die Sache mit den Diebstaehlen vielleicht noch eine ganz gute Moeglichkeit, sich zu Wort zu melden.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  10. #20
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Klauen in der Schule

    Bilingualmom, ich les bloss mit. Es wundert mich aber wieder, wonach ich schonmal gefragt hatte: Gibt es in australischen Schulen keine Sozialarbeiter oder eine "Yoedzet" wie hier????? Das waere bei uns DIE Anlauf- und Schaltstelle fuer solche Faelle!!!

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