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Thema: Schweden

  1. #11
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Hej allesammen!

    Ich habe mich über Deinen Beitrag köstlich amüsiert, BilingualMom, obwohl er durchaus der Realität entspricht.
    Aber ich stimme - obwohl auch wegender beweggründe eher kritisch - auch falaffel zu:

    Wir sollten niemandem von seinen Träumen abbringen, und wie es für einen wirklich selber ist, weiß nur der Betreffende sebst.
    Über 2 Dinge kan mann noch soviel lesen, hören, schauen - man wird nie wissen,wie sie wirklich sind, bevor man sie nicht erlebt hat:
    Das eine ist Kinderb bekommen und haben und das andere Auswandern/Leben in einem fremden Land.

    Zu Schweden-Immobilien kann ich wenig sagen, hier in DK könnte man durchaus ein größeres Haus auf dem Lande haben, das evtl. auch in einem Dorf liegt (oder wäre das nun nicht einsam genug?)
    Wenn mann dann sehr aktiv auf Menschen zugeht (hier kommt natürlich wieder die Sprache ins Spiel!), findet man irgendwann auch Anschluß - wie schwer sowas auf dem Lande geht, kenne ich selbst aus Dtld., in DK war es ungleich schwerer (und dies, obwohl ich einen dän. Mann habe!)
    Kinder finden durchaus schneller Anschluß, man findet aber nicht zwangsläufig über die kinder Freunde - alle haben einen Vollzeitjob und sind auch sonst gut beschäftigt. Da empfiehlt sich BilingualMoms Umkehrfrage in Bezug auf das Natur-genießen auch mal auf die Integration umzuwandeln:
    Wieviele Ausländer jhabt Ihr selber in Dtld. shcon aktiv mitintegriert?

    ich habe hier, da in unserer kleinen Schule eine lettische und eine niederländ. Familie ankamen, wirklich aktiv dafür gearbeitet, daß man auf diese Familien in größerem Umfang zuging --- das war wirklich nicht leicht.
    Die niederländ. Mutter erzählte mir dann auch, die einzigen Bekannte, die sie hatten, waren wir und eine andere Familie, die aber auch schon mal in England gewohnt hatte und daher sicher eherwußte,wie man sichals Ausländer, neu im Land, fühlt.
    Beide Familien sind übrigens nicht mehr hier.


    Nun wil lich wirklich nicht Horrorszenarien malen, es gibt durchaus zufriedene Auswanderer - und wenn Ihr z.B. eine andere Pädagogik sucht, einen anderen Umgang mit Menschen überhaupt, dann könnte Skandinavien was für Euch sein.

    Ich glaube, uns anderen, die wir meistens aus beruflichen Gründen oder der Liebe wegen "ausgewandert sind, fältl es schwer nachzuvollziehen, daß man der Heimat den Rücken kehrt aus Abenteuerlust und naja, etwas ver-kehrten Vorstellungen.

    Auf meinem Lebensplan stand ganz sicher nicht DK, ich wäre in Dtld. sicher ebenso - nur anders - glücklich oder zufrieden geworden wie hier.
    Denn wie gesagt:
    Hier wie dort gibt es Dinge, die mir nicht gefallen.
    Aber hier wie dort gibt es natürlich auch Dinge, die ich dem anderen Land vorziehe.
    Das eine ist so gut wie das andere.
    Und so gesehen habe ich mich nie für DK und gegen Dtld. , sondern nur für den dänischen Mann entschieden - wäre er Grieche, Bosnier, Türke, säße ich jetzt ganz woanders.

    Daher:
    Überlegt es Euch gut, warum Ihr auswandert - und dann wartet nicht allzu lang. Wie alt sind Eure Kinder eigentlich, habe ich das jetzt überlesen?
    Es ist nicht ganz einfach, Teenager just in der Phase ihrer Identitätsfindung und Abkoppelung von den Eltern aus ihrer Clique herauszureißen und in eine neue Sprache und Umgebung zu verpflanzen.
    Je kleiner die Kinder, umso leichter fällt die Umstellung - und auch das Sprachenlernen.

    Laßt wieder von Euch hören - Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #12
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Auch gut, dabei hatte ich eigentlich gar nicht auf dich persoenlich angespielt, sondern die Gluecksforschung im Hinterkopf ;-))

    Demnach hat die politische Lage - needless to say - schon einen Einfluss auf die persoenliche Zufriedenheit: Wer in einem stabilen, sicheren Land lebt hat bessere Chancen gluecklich zu werden als jemand der staendig konkret von Buergerkriegen, Vertreibung, Gewalt etc. bedroht ist. Dass nicht jeder diese Stabilitaet zu schaetzen weiss, steht auf einem anderen Blatt. Aber immerhin koennen wir der TE nicht vorwerfen, nur besseres Wetter im Kopf zu haben. Solche Postings ("mehr Sonne, nettere Leute") hatten wir hier ja auch schon.

    Was finanzielle Stabilitaet angeht, gilt Aehnliches. Mit wenig Geld ist es schwieriger, gluecklich zu sein, aber ab einem Einkommen von ueber $100.000 im Jahr wird z. B. der Durchschnittsamerikaner von mehr Geld nicht noch gluecklicher.

    Interessanterweise gilt das auch fuers Kinderkriegen: Am gluecklichsten sind statistisch die Muetter von ein oder zwei Kindern. Danach nimmt die Lebenszufriedenheit eher wieder ab. Nothing personal;-)) Ausnahmen bestaetigen natuerlich die Regel.

    Interessante Aspekte, kann ich gut nachvollziehen (auch das mit den Kinden, feix!). Was mich am brennendsten interessieren wuerde : Wie wird denn "Glueck" definiert?????

  3. #13
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Interessante Aspekte, kann ich gut nachvollziehen (auch das mit den Kinden, feix!). Was mich am brennendsten interessieren wuerde : Wie wird denn "Glueck" definiert?????
    Das beruht wohl auf Selbstauskunft darueber, wie gluecklich sich jemand findet.
    Wobei ich mich auch frage, ob die Art der Fragestellung nicht je nach kultureller Praegung hochgradig suggestiv ist. Wenn man z. B. einen Deutschen fragt, ob er sich selbst als eher gluecklich oder eher ungluecklich einschaetzen wuerde, kommt als Antwort vermutlich haeufiger "eher gluecklich", denn ungluecklich zu sein und es auch noch zuzugeben outet einen ja irgendwie als Versager. Wenn man Deutsche hingegen neutral fragt "Wie geht's?" kommt eher: "Ach Gott ja, es muss ja gehen. Ich komm' ja grad' wieder vom Doktor und naja, was soll' ich sagen...Seufz".
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  4. #14
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Hej nochmal!

    Ja, aber wie kommen denn diese Umfragen zustande, wonach gerade die Dänen immer wieder als glücklichstes Volk (oder doch eins derer) abschneiden???

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  5. #15
    Fairie ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Gut, dass es das Internet gibt. Da kann man ja problemlos und voellig hypothetisch Geahelter, Immobilienpreise etc. recherchieren. In der zdf-Mediathek findest du ueberigens einen interessanten Beitrag in der Serie "Auswandern auf Probe": Auswandern auf Probe - Teil 3 - Auswandern auf Probe - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
    Die eine Haelfte der Sendung befasst sich mit einem deutschen Fotografen, der gerne auf Hawaii Fuss fassen wuerde, in der anderen Haelfte geht's um eine deutsche Hebamme mit Auswanderungswunsch Schweden.
    Die Sendung hab ich auch gesehen. Und ich fand, die Frau war nicht wirklich bereit, nach Schweden auszuwandern. Und was du sagst über die Wetterverhältnisse und die Extra-Arbeit bei Schnee usw., das stimmt auch. Aus dem Grunde wohne ich auch in Stockholm. Woanders gibt es kaum Arbeitsstellen. Zum Glück gibt es auch rund um Stockholm viel schöne Natur.

    Sicher, Kinder gibt es überall, aber die freien Stellen sind halt nicht so viele auf dem Land. Und auf dem Land gucken sie dich schon schief an, wenn du aus Stockholm kommst. Und die Häuser mit Holzfassade, die fast alle hier haben - an den Häusern ist immer viel zu renovieren. Wir werden unseres nächstes Jahr verkaufen, ich hab keine Lust mehr auf anstreichen, Rasen mähen, usw.....

  6. #16
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Schweden

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej nochmal!

    Ja, aber wie kommen denn diese Umfragen zustande, wonach gerade die Dänen immer wieder als glücklichstes Volk (oder doch eins derer) abschneiden???

    Gruß Ursel, DK
    Wir haven doch schon herausgefunden, dass es Länder gibt, in dem die Landesbürger sehr glücklich sind... das aber nicht für Ausländer gilt
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  7. #17
    Avatar von _nieke_
    _nieke_ ist offline Legende

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    Standard Re: Schweden

    Dr Gruppendruck macht es möglich
    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej nochmal!

    Ja, aber wie kommen denn diese Umfragen zustande, wonach gerade die Dänen immer wieder als glücklichstes Volk (oder doch eins derer) abschneiden???

    Gruß Ursel, DK
    herzlichst nieke

    Sehnsucht habe ich immer nach Hamburg...
    Johannes Brahms



  8. #18
    Avatar von fimo
    fimo ist offline old hand

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    Standard Re: Schweden

    Puh, so lange Antworten, auf alles gehe ich jetzt nicht ein. Aber trotzdem danke!

    Zitat Zitat von lemik Beitrag anzeigen
    Huch - es ist also vor allem der Wunsch nach einem größeren Eigenheim, der euch nach Schweden zieht?!

    Nein, es ist nur ein Aspekt.....hach, ich finde es so schwer, das in Worte zu fassen ohne falsch oder nur als "Bullerbü-Romantiker" verstanden zu werden (ohne das ich gänzlich abstreiten will, dass es natürlich schon ein klein bisschen zutrifft ). Es geht nicht einfach nur um größer, sooo viel größer muss es nicht sein, es geht eher um das "Gesamtpaket".

    ..........

    Ansonsten sehe ich es wie chris124 - lernt erstmal die Sprache fließend zu sprechen.

    Das wäre für uns auch Voraussetzung.

    In der Zeit, in der ihr die Sprache lernt, könnt ihr dann auch überlegen, ob ein "großes Haus in der Natur" (was sich für mich, mit Verlaub, nach einer verklärten Bullerbü-Romantik anhört) die Nachteile (deutlich höhere Lebenshaltungskosten bei +/- gleichem Einkommen, Distanz zur Familie, fehlende Kontakte vor Ort, Alltag in einer Fremdsprache, andere Mentalität, andere Traditionen, schlechtes Gesundheitssystem, ...) wirklich aufwiegt.
    Das ist eben der Gedanke, der mich momentan beschäftigt...

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen

    ..........

    Wie gut man mit dem Landleben zurechtkommt, ist ueberwiegend eine Frage der Mentalitaet. Unter "Bullerbue-Phantasie" stellt man sich ja eher froehliche Kinder vor, die auf sonnedurchfluteten Wiesen tollen und am Bach plaetschern. Solche Tage gibt es, aber es gibt deutliche mehr graue Dauerregen- und kalte, dunkle Wintertage. Natuerlich steht der Sache nichts im Wege, sich auch im Winter draussen aufzuhalten, aber sofern man nicht einen leicht durchfuehrbaren Wintersport wie z. B. Langlauf betreibt, wird das mit der Zeit nicht nur deinen Kindern, sondern dir selbst langweilig. Frag' dich mal ganz ehrlich, wie oft du an deinem jetzigen Wohnort ohne Grund (also nicht zum Einkaufen etc.) einfach nur so in der Umgebung deiner Wohnung im Winter spazieren gehst. Wenn du jetzt sagst "praktisch nie, denn da gibt es ja nichts zu sehen", wird es dir in deinem schwedischen Winter-Wonderland bald genauso ergehen. Ich kenne Leute, die ihren "naturnahen" Lebenstil vehement verteidigen, aber in der Realitaet wegen ein paar Naegeln aus lauter Langeweile eine stundenlange Fahrt in den naechsten Heimwerkermarkt in Kauf nehmen.

    Das immerhin kann ich insofern entkräften, als das ich tagtäglich bei jedem Wetter stundenlang draußen bin. Ich arbeite im Wald. Dennoch kann ich natürlich nicht vorhersehen, wie gut wir auf Dauer mit den kälteren, längeren Wintern klar kämen.

    Wenn du gut allein sein und dich alleine beschaeftigen kannst, ist das ein grosser Vorteil. Hobbies, die man ohne groesseren Spezialbedarf mit seinem Kindern zusammen betreiben kann (Handarbeiten, kuenstlerisches und musikalisches Arbeiten, Computerprogrammieren etc.), sind nicht nur ein Vorteil, sondern praktisch unerlaesslich. Einsamkeit kann zum echten Problem werden, und wenn Langeweile hinzukommt, ist es oft zur Depression kein grosser Schritt mehr.

    Technisch und handwerklich begabt zu sein .......

    Das ist meine bessere Hälfte immerhin auch....

    .........
    Danke für den Link, werde ich mir anschauen.

    @ DK-Ursel, um noch auf einen Punkt deines Posts einzugehen: Das Alter des Kindes ist glaube ich ein Grund, warum uns der Gedanke gerade so umtreibt. Sie ist zwei und man merkt jetzt schon, je älter sie wird desto schwerer würde es uns fallen, sie aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen. Es sollen noch weitere Kinder folgen. Und darum, denkt man eben gerade, jetzt oder nie?!

  9. #19
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Hej nochmal!

    Klar, kleine Kinder gewöhnen sich leichter ein und wachsen dann ganz natürlich "als kleine Schweden" auf.

    Ganz klare Ziele für Euch soltlen jetzt sein:
    Sprache wenigstens theoretisch lernen, soviel wie möglich Zweit in Schwedenverbringen, die Gegend aussuchen wo es Euch gefällt - aber auch, wo es eben dann Arbeit für Euch gibt!
    Rausbekommen, inwieweit die Ausbildung anerkannt wird.

    Und wen nIhr dann wirklich wollt, dann wagt den Schritt - wieso nicht?
    Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann ein Leben in Schweden passen.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  10. #20
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Schweden

    Zitat Zitat von Fairie Beitrag anzeigen
    Die Sendung hab ich auch gesehen. Und ich fand, die Frau war nicht wirklich bereit, nach Schweden auszuwandern.
    Aber immerhin sprach sie offenbar genug Schwedisch um direkt in einen ziemlich anspruchsvollen Job einsteigen zu koennen. Wirklich beurteilen kann ich das ja nicht, aber wie sie da mit der Behoerde wegen ihrer Zulassung telefoniert hat, und dann auch noch vor laufender Kamera - Hut ab! Jeder, der in einer Fremdsprache funktionieren muss, weiss ja, dass Telefonieren nochmal was anderes ist als persoenliches Kommunizieren, und wenn's um Buerokratie geht, sowieso. Solche Sachen ueberlasse ich noch heute gerne meinem Mann;-)
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

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