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Thema: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschland?

  1. #31
    Indigo ist offline empfangsbereit

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von PMS Beitrag anzeigen
    Die Kehrseite der Medaille ist bei diesen Schulen meiner Meinung nach, dass sie zu grossen Teilen von einem hoch-anspruchsvollen, um nicht zu sagen verwöhnten, Publikum in Anspruch genommen werden. Obwohl das erst mal conterintuitiv ist, herrscht da unter Umstaenden eine ziemlich grosse Homogenität und materieller Anpassungsdruck - das kann einem dann doch ziemlich querlaufen.
    Das stimmt -teilweise. Wir hatten bei den Klassen bzw. Schulen, die unsere Kinder bisher besuchten, immer das Glück, dass diese Dinge keine (große) Rolle spielten!
    Der "Vorteil" des 'hoch-anspruchsvollen' Klientels ist erst einmal, dass die Mehrheit (nicht alle!) der dortigen Kinder eine "gute Kinderstube" hatten, meist aus recht intakten Familien stammen, i.d.R. sehr sozial und tolerant gegenüber "fremdem" sind. Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Das ist für die neu angekommenen Kinder erst einmal von Vorteil, wenn sie sich nicht mit der üblichen "der / die Neue ist blöd.... weil er/sie eben neu hier ist" nicht auseinandersetzen müssen.

    Das mit der guten materiellen Ausstattung habe ich persönlich immer so erlebt, dass aufgrund des guten ökonomischen Status der Eltern die Kinder oft halt vieles einfach "hatten" (technischen Kram etc.) Das aber einfach "so war" und offenbar nicht weiter thematisiert wurde.
    Meine Kinder bekommen - aus pädagogischen Erwägungen - nicht "alles". Dennoch wurden sie nie deshalb von anderen gehänselt, ausgeschlossen etc.

    Diese Entwicklungen kommen mir sehr viel bekannter aus inner-deutschen (!) Schulen vor, wo die Eltern eben nicht so viel Geld haben und daher das Thema "Geld" und "Haben" - möglichst mehr als die anderen! - ein Dauerthema am Abendbrottisch zu sein scheint und Kinder sich zeitig über Statussymbole definieren! Dort ist "out", wer die falschen Klamotten anhat. In den Klassen meiner Kinder läuft jeder rum, wie er oder sie lustig ist - von Prada bis second hand-Schlabberklamotten ist da wirklich alles durcheinander präsent und stört sich offenbar nicht aneinander.

    Meine Kinder sind inzwischen sogar mit der (durchaus als "besonders" wahrgenommenen) Entscheidung der Eltern EINVERSTANDEN bzw. begrüßen das selbst, dass wir weiterhin ohne Fernseher, Riesen-Touch-PC, x Spielkonsolen, Markenklamotten, super Handies etc. unser Leben fristen

    Ich weiß allerdings von Kindern an anderen Schulen, dass dort - der kulturelle Hintergrund der Eltern ist da anders - Markensymbole ständig ein Thema sind und teils 12jährige schon Geburstagsparties im Stile von "wir mieten mal die ganze Diskothek an" stattfinden.
    Es scheint also wichtig zu gucken, in WELCHES Umfeld konkret die Kinder kommen. "Auslandsschule" allein ist sehr vielfältig, auch in der Hinsicht.
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  2. #32
    Indigo ist offline empfangsbereit

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von Margarete81 Beitrag anzeigen
    Ja, so habe ich diese Schulen bisher primär gesehen und erlebt, deshalb war das bisher eines für mich eines der Gegenargumente... Ich will eigentlich nicht, dass meine Kinder in so einer abgehobenen Parallelwelt aufwachsen...
    Ich ganz persönlich habe da in den bisherigen (Auslands-)Schulen meiner Kinder ganz andere Erfahrungen gemacht. Siehe meine Antwort auf PMS.
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  3. #33
    Indigo ist offline empfangsbereit

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Danke für die Links; ich kannte bisher nur Pollocks (recht veraltetes) Buch zum Thema TCKs.
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  4. #34
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    Das stimmt -teilweise. Wir hatten bei den Klassen bzw. Schulen, die unsere Kinder bisher besuchten, immer das Glück, dass diese Dinge keine (große) Rolle spielten!
    Der "Vorteil" des 'hoch-anspruchsvollen' Klientels ist erst einmal, dass die Mehrheit (nicht alle!) der dortigen Kinder eine "gute Kinderstube" hatten, meist aus recht intakten Familien stammen, i.d.R. sehr sozial und tolerant gegenüber "fremdem" sind. Ausnahmen bestätigen hier die Regel. Das ist für die neu angekommenen Kinder erst einmal von Vorteil, wenn sie sich nicht mit der üblichen "der / die Neue ist blöd.... weil er/sie eben neu hier ist" nicht auseinandersetzen müssen.

    Das mit der guten materiellen Ausstattung habe ich persönlich immer so erlebt, dass aufgrund des guten ökonomischen Status der Eltern die Kinder oft halt vieles einfach "hatten" (technischen Kram etc.) Das aber einfach "so war" und offenbar nicht weiter thematisiert wurde.
    Meine Kinder bekommen - aus pädagogischen Erwägungen - nicht "alles". Dennoch wurden sie nie deshalb von anderen gehänselt, ausgeschlossen etc.

    Diese Entwicklungen kommen mir sehr viel bekannter aus inner-deutschen (!) Schulen vor, wo die Eltern eben nicht so viel Geld haben und daher das Thema "Geld" und "Haben" - möglichst mehr als die anderen! - ein Dauerthema am Abendbrottisch zu sein scheint und Kinder sich zeitig über Statussymbole definieren! Dort ist "out", wer die falschen Klamotten anhat. In den Klassen meiner Kinder läuft jeder rum, wie er oder sie lustig ist - von Prada bis second hand-Schlabberklamotten ist da wirklich alles durcheinander präsent und stört sich offenbar nicht aneinander.

    Meine Kinder sind inzwischen sogar mit der (durchaus als "besonders" wahrgenommenen) Entscheidung der Eltern EINVERSTANDEN bzw. begrüßen das selbst, dass wir weiterhin ohne Fernseher, Riesen-Touch-PC, x Spielkonsolen, Markenklamotten, super Handies etc. unser Leben fristen

    Ich weiß allerdings von Kindern an anderen Schulen, dass dort - der kulturelle Hintergrund der Eltern ist da anders - Markensymbole ständig ein Thema sind und teils 12jährige schon Geburstagsparties im Stile von "wir mieten mal die ganze Diskothek an" stattfinden.
    Es scheint also wichtig zu gucken, in WELCHES Umfeld konkret die Kinder kommen. "Auslandsschule" allein ist sehr vielfältig, auch in der Hinsicht.
    Sehr gut formuliert. Kann ich nur unterschreiben.

    Materiell motivierten Anpassungsdruck gibt es in allen Schichten. Je schwerer der eigene Status errungen wurde und je groesser die Angst vor dem sozialen Abstieg, um so groesser ist meist der Konkurrenzkampf. Ich denke, die sog. "Parallelwelt der reichen verwoehnten Kids" ist eine Denkschablone, die vor allem in Deutschland gerne benutzt wird, wo Reichtum und Erfolg generell als anstoessig empfunden werden.
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  5. #35
    Indigo ist offline empfangsbereit

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Sehr gut formuliert. Kann ich nur unterschreiben.

    Materiell motivierten Anpassungsdruck gibt es in allen Schichten. Je schwerer der eigene Status errungen wurde und je groesser die Angst vor dem sozialen Abstieg, um so groesser ist meist der Konkurrenzkampf. Ich denke, die sog. "Parallelwelt der reichen verwoehnten Kids" ist eine Denkschablone, die vor allem in Deutschland gerne benutzt wird, wo Reichtum und Erfolg generell als anstoessig empfunden werden.
    Exkat so! Es erinnert mich an den (sehr alten) Spruch: "Geld HAT man, darüber SPRICHT man nicht!" - das wurde früher zur Abgrenzung alten Adels bzw. der Bourgeoisie gegen die "Neureichen" benutzt. Denn dieses Geprotze mit dem, was man "hat", wurde damals als unfein und ungebildet (im Sinne von Lebensart, Manieren) wahrgenommen.

    Und auch heute sehe ich dieses Betonen von Statussymbolen weniger unter wirklich sehr gut situierten Leuten, die außerdem oft auch sehr gut gebildet sind.
    Sondern in penetranter Art und Weise unter vielen Vertretern der (unteren) Mittelschicht.... Da ist ständig die Rede davon, wieviel irgendwas ("tolles") gekostet hat und ob man es irgendwo noch billiger kriegen könnte. Selbst Vorschulkinder habe ich schon erlebt, die mir irgend ein Spielzeug, ein Kleidungsstück hinhielten und mir den Preis davon nannten! Das MUSS doch also zuvor von den Eltern thematisiert worden sein?! Meines Erachtens ist das eine "gute" Methode, seine Kinder zu materieller Gier und den befürchteten Prahlerein mit Dingen zu erziehen.
    Ich gestehe, dass ich selbst die Preise von Alltagsgegenständen in dem Moment vergesse, wo ich das Teil für des Kaufens wert befunden habe..... Nie im Leben würde ich mit jemand, und schon gar nicht meinen Kindern, über solche Dinge reden!

    An - je nachdem, welche du wählst - Auslandsschulen hast du in der Regel gut gebildete Eltern mit halbwegs Manieren. "Angeben" mit ihrem Geld ist dort nicht so opportun. Das zeigt sich häufig dann auch in der Erziehung ihrer Kinder.
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  6. #36
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von Indigo Beitrag anzeigen
    An - je nachdem, welche du wählst - Auslandsschulen hast du in der Regel gut gebildete Eltern mit halbwegs Manieren. "Angeben" mit ihrem Geld ist dort nicht so opportun. Das zeigt sich häufig dann auch in der Erziehung ihrer Kinder.
    Ja. Ich bin selbst in eine deutsche Auslandsschule gegangen, und dass manche meiner Klassenkameraden aus sehr wohlhabenden Familien kamen, waere mir von selbst nie aufgefallen, weil das unter uns Kindern einfach kein Thema war. Dass die Frau, die diese Kinder von der Schule abholte, nicht die Mutter, sondern das Kindermaedchen war, und der Mann draussen im Auto nicht der Papa, sondern der Fahrer, haette ich nie bemerkt, wenn meine Eltern nicht davon gesprochen haetten. Auf der anderen Seite gab's dort auch Kinder, die so gut wie nie in Urlaub fuhren und auch kein Geld dabei hatten, um sich am Schulkiosk Suessigkeiten zu kaufen (sowas gab's damals tatsaechlich noch!). Das war genauso wenig Thema unter den Schuelern.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  7. #37
    PMS
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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Sehr gut formuliert. Kann ich nur unterschreiben.

    Materiell motivierten Anpassungsdruck gibt es in allen Schichten. Je schwerer der eigene Status errungen wurde und je groesser die Angst vor dem sozialen Abstieg, um so groesser ist meist der Konkurrenzkampf. Ich denke, die sog. "Parallelwelt der reichen verwoehnten Kids" ist eine Denkschablone, die vor allem in Deutschland gerne benutzt wird, wo Reichtum und Erfolg generell als anstoessig empfunden werden.
    Ist das so? Und gleich "generell"? Ich glaube, da haben wir ein klitzekleines Denkschabloenchen in Gebrauch.
    I'm not going to vacuum 'til Sears makes one you can ride on.
    -Roseanne Barr-

  8. #38
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von PMS Beitrag anzeigen
    Ist das so? Und gleich "generell"? Ich glaube, da haben wir ein klitzekleines Denkschabloenchen in Gebrauch.
    Sorry, aber meine persoenlichen Denkschabloenchen sind von meiner persoenlichen Erfahrung gepraegt. Ich kenne einige Auslandsdeutsche, die schon alleine deswegen nicht mehr in DE leben moechten, weil sie es leid sind, sich staendig fuer ihren beruflichen Erfolg und Lebensstandard rechtfertigen muessen.

    Bei meinem letzten Job in DE wurde ich von einer jungen Mitarbeiterin angepflaumt, warum ich mich eigentlich in meinen Job so reinkniee. In Anbetracht des Einkommens meines Mannes koenne ich doch viel bequemer zuhause bleiben und Platz fuer jemanden machen, der auf den Job angewiesen sei.

    Als sich hier in meinem Bekanntenkreis langsam herumsprach, dass meine Tochter demnaechst auf eine Privatschule ueberwechselt, gratulierten uns meine australischen und internationalen Freunde und fanden das "exciting". Der einzige Vortrag darueber, wie abgeschottet Kinder doch auf Privatschulen aufwuechsen und dann so schlecht im "richtigen Leben" zurechtkaemen, kam von einer - du darfst es raten - Deutschen. Ich habe hoeflich darauf verzichtet zu fragen, woher sie ihre Erkenntnisse ueber den Lebensweg von Privatschuelern nimmt, denn sie selbst hat eine Privatschule vermutlich noch nie von innen gesehen.

    Doch, ich denke, Sozialneid ist unter Deutschen mehr verbreitet und auch gesellschaftlich mehr akzeptiert als z. B. in USA oder in Australien.
    Carmen_13 gefällt dies
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  9. #39
    PMS
    PMS ist offline Strange

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Sorry, aber meine persoenlichen Denkschabloenchen sind von meiner persoenlichen Erfahrung gepraegt. Ich kenne einige Auslandsdeutsche, die schon alleine deswegen nicht mehr in DE leben moechten, weil sie es leid sind, sich staendig fuer ihren beruflichen Erfolg und Lebensstandard rechtfertigen muessen.

    Bei meinem letzten Job in DE wurde ich von einer jungen Mitarbeiterin angepflaumt, warum ich mich eigentlich in meinen Job so reinkniee. In Anbetracht des Einkommens meines Mannes koenne ich doch viel bequemer zuhause bleiben und Platz fuer jemanden machen, der auf den Job angewiesen sei.

    Als sich hier in meinem Bekanntenkreis langsam herumsprach, dass meine Tochter demnaechst auf eine Privatschule ueberwechselt, gratulierten uns meine australischen und internationalen Freunde und fanden das "exciting". Der einzige Vortrag darueber, wie abgeschottet Kinder doch auf Privatschulen aufwuechsen und dann so schlecht im "richtigen Leben" zurechtkaemen, kam von einer - du darfst es raten - Deutschen. Ich habe hoeflich darauf verzichtet zu fragen, woher sie ihre Erkenntnisse ueber den Lebensweg von Privatschuelern nimmt, denn sie selbst hat eine Privatschule vermutlich noch nie von innen gesehen.

    Doch, ich denke, Sozialneid ist unter Deutschen mehr verbreitet und auch gesellschaftlich mehr akzeptiert als z. B. in USA oder in Australien.
    Und eine Meinung ueber die abgeschottete Parallelwelt, in der die Klientel internationaler Schulen sich zum Teil (!) befindet, kann natürlich nicht aus persönlicher Erfahrung heraus entstanden sein und nur von jemandem stammen, der eine Privatschule noch nie von innen gesehen hat. Aha.
    Ich finde, Du verallgemeinerst.
    I'm not going to vacuum 'til Sears makes one you can ride on.
    -Roseanne Barr-

  10. #40
    Avatar von LaSelly
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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von PMS Beitrag anzeigen
    Mit kleinen Kindern geht das meiner Meinung nach noch am leichtesten, die schwimmen noch so schoen in der Familienstimmung mit.
    Ich treffe hier und auch vorher in Berlin immer wieder hochmobile Familien aus allen moeglichen Laendern und höre sehr gemischte Geschichten. Manche Kinder machen das scheinbar prima mit, andere haben Schwierigkeiten. Zu welcher Sorte die eigenen gehören, weiss man halt erst hinterher.
    Vor den Sommerferien geht ja immer die grosse Umzieherei los, und da haben dann manche ganz schoen den Kaffee auf, auch manche Erwachsene uebrigens. Vor allem, wenn sie nicht diejenigen sind, deren Karriere durch den naechsten Umzug weitergeht. Alle zwei, drei, vier Jahre die ganzen Pluennen in Kisten durch die Gegend schicken, nebenher schon mal bisschen Suaheli lernen, die 16jaehrige Tochter therapieren, die natuerlich ausgerechnet drei Wochen vor Abreise den Mann ihres Lebens auf dem Schulhof getroffen hat und nun bleiben will, den 17jaehrigen vom Schulabbruch abhalten, weil er keinen Bock auf die sechste/siebte/ xte Bildungsanstalt im Expatghetto hat - das gehoert alles dazu erzaehlt, wenn man richtig hingucken will.
    Auf der anderen Seite steht natuerlich ein wahnsinnig interessantes Leben, auf einem wirtschaftlich in der Regel deutlich hoeheren Niveau als zu Hause und die berufliche Weiterentwicklung, die bei allen Schwierigkeiten ja auch viele Vorteile fuer die ganze Familie hat. Und eben die Moeglichkeit, dass die eigenen Kinder gar keine Probleme haben werden. Oder erst in Tokio, während Nairobi, Moskau, Oslo und zwischendurch dreimal Berlin locker ueber die Buehne gingen.
    Also: Man weiss es nicht. Aber wenn das nun mal der Beruf ist, den man hat, und den man auch irgendwann mal nicht mehr einfach ueber Bord werfen kann, dann gehoert diese Unsicherheit dazu. Ist ja nicht so, dass Probleme gesichert ausbleiben, wenn man von der Wiege bis zur Bahre in Hintertupfingen bleibt.
    Da muss ich ja gar nichts mehr schreiben :D Bei meinen Kollegen und deren Kindern sehe ich auch die ganze Bandbreite: Kinder, die das super wegstecken und auch im Nachhinein es toll finden, welche, die daran total zerbrechen und alles dazwischen.

    Meine Kinder sind auch erst 2 Jahre und 4 Monate alt, kann also aus eigener Erfahrung noch nichts sagen

    Ich fand das Buch "Third Culture Kids" sehr hilfreich. Wo sind "Third Culture Kids" zu hause? In der "Third Culture" der Berufsnomaden, Expats, Militärs in der Nationalität, Aussehen, Herkunftssprache kaum eine Rolle mehr spielt und der ewige Wechsel zur verbindenen Eigenschaft wird.
    Liebe Grüße aus Manila
    von LaSelly

    http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/62193.gif

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