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Thema: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschland?

  1. #1
    Margarete81 ist offline Stranger

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    Standard Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschland?

    Liebe Mamas,

    ich lese hier schon eine Weile mit und vor allem die Diskussion neulich, ob die Kinder Heimweh nach Deutschland haben, hat mich sehr bewegt.
    Ich kann auch leider noch nicht so viele Tips beisteuern, bin nämlich sozusagen Anfänger. Unsere Große ist 2,5 Jahre, die Kleine 4 Monate. Bisher war es der Großen egal, wo wir sind - Hauptsache Mama und Papa sind da. Jetzt gehen die Probleme allerdings los, und wir stehen vor großen Entscheidungen.

    Wir sind beruflich in der GUS, entsandt mit einem befristeten Vertrag für noch maximal 2-3 Jahre. Im nächsten Jahr könnten wir die Weichen stellen, daraus eventuell eine lebenslange Karriere zu machen. Der Job ist toll, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Ausland passen uns grade auch gut in den Kram (ich arbeite voll, mein Mann frei von zu Hause aus, haben eine Nanny, Kinder können also zu Hause betreut werden).

    Nur - ich weiß nicht, was ich meinen Kindern antue, wenn wir alle 4-5 Jahre umziehen. Ich war jetzt zur Elternzeit ein halbes Jahr mit meiner Großen in der alten Heimat, bei Oma, Opa, Cousinen, Großfamilie, und der Abschied hat uns beiden das Herz gebrochen. Meine Große hat in Krabbelgruppe und Nachbarschaft erste zarte Freundschaften geschlossen, die gehen jetzt alle gemeinsam in den Kindergarten, und wir sind wieder weg. Ein großes Drama! Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich in dem Alter schon so einlebt. Zusätzlich hat sie ihr Russisch verlernt, so dass sie nun nicht mit der geliebten Nanny reden kann, auch nicht einfach.

    Ein beruflicher Neustart dort wäre für uns nicht leicht, mein Mann kommt auch aus einer anderen Region, in die er aber nicht möchte. Außerdem würden wir frühestens in zwei-drei Jahren dort hinziehen. Bis dahin sind unsere zweisprachigen Expat-Kinder schon ganz anders sozialisiert als die Kinder dort. Würden sie sich noch einfügen können?

    Ich kann mir grade echt nicht vorstellen, so ein Drama wie im Moment alle paar Jahre mit zwei Kindern durchzuziehen, das würde der Job aber mit sich bringen.
    Aber wie realistisch ist eine leichte Rückkehr und Integration nach Deutschland?

    Ich würde mich wirklich sehr über einen Austausch mit anderen Botschafts- etc. Mamis freuen!

    Beste Grüße,
    Margarete

  2. #2
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Bin keine Botschafts-Mami aber Tochter eines Berufssoldaten bzw. als ich kam eines ex-Berufssoldaten.

    Meine Schwester hat schwer gelitten, 3 Umzuege alleine in der Grundschulzeit. Sie hat ihr leben lang Schwierigkeiten gehabt Freundschaften zu schliessen und sich irgendwo wohl zu fuehlen.

    Es haengt sicher sehr vom Kind ab, aber solche Punkte sind wohl nicht zu unterschaetzen.

    Ich hatte mal ein Buch gelesen, "Travelling Spouses", von einer englischen Frau, deren Mann fuer die EU arbeitet. Es war zwar meist "nur" Europa aber es war dann so, dass die Kinder mit dem Wechsel zur weiterfuehrenden Schule, also 11-12, ins Internat nach England kamen.

    Mein Fall waere es nicht, ich denke nicht nur Kinder, auch Erwachsene brauchen einen festen Punkt.

    Vielleicht hat LaSelly noch etwas zu dem Thema, sie arbeitet, glaube ich, fuer den dt. Staat im Ausland.

  3. #3
    Margarete81 ist offline Stranger

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    danke für den Erfahrungsbericht!

    Bin selbst ein Kind vom Dorf und kann deshalb ganz schwer einschätzen, was das mit den Kindern macht. Deshalb bin ich für solche Erfahrungen dankbar. Auch wenn das natürlich nicht gerade ermutigend ist.

  4. #4
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Wir haben unsere Kinder einmal umgepflanzt (mit 0 bis 7 Jahren). Dann nochmal ein kleiner Umzug (neue Schule) nach zwei Jahren. Es reicht!

    Ich bin mir sicher, dass es ab jetzt schädlich wäre. Am ersten Schultag in der neuen Schule haben sie uns gefragt "also, wie lange bleiben wir diesmal?" Uund wir haben ihnen versprochen, dass sie es sind, die ausziehen werden, wenn sie studieren gehen Auch Deutschland wäre für sie ein Neuanfang!

    Mein Beruf hätte weiterhin internationale Mobilität vorausgesetzt und der Preis war mir zu hoch, daher bin ich ausgestiegen.

  5. #5
    livg76 ist offline Member

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Bei uns reicht es auch. Ich könnte mir im Moment auch keinen Umzug vorstellen. Unsere Kinder waren 5 1/2 und 4 als wir von Südfrankreich nach Montreal gezogen sind. Besonders der Grosse hat unter der Entfernung zur Familie (Grosseltern etc) gelitten und ihm fällt die Trennung jeden Sommer immer noch schwer. Er braucht immer ein paar Tage, um wieder richtig glücklich zu sein. Für meine Tochter war es damals im Alter von 4 Jahren überhaupt kein Problem.

    Ich denke, es kommt viel auf den Charakter des Kindes an und natürlich das jeweilige Alter. Auch werden deine Kinder ja wahrscheinlich auf internationale Schulen gehen. Dort ist der viele Wechsel Normalität. Das hilft auch ein bisschen.

    Ich wollte als Kind immer woanders leben und habe dann auch alle Schüleraustausche mitgemacht und in der 11. Klasse ein Jahr in einer Gastfamilie in den USA gelebt.
    Liv

    Sohn 12/2003, Tochter 05/2005, Sohn 09/2010


  6. #6
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Meine Tochter ist acht, und wir sind seit ihrer Geburt schon zwei Mal umgezogen, und da kommen noch drei Umzuege jeweils vor Ort hinzu.

    Mal davon abgesehen, dass Umzuege immer fuer alle Beteiligten anstrengend sind, verkraftet meine Tochter das ausgesprochen gut. Bei uns sind die Ausgangsbedingungen vielleicht auch ein bisschen anders, weil wir eine international zusammengewuerfelte Familie sind, und Deutschland nur mein Heimatland - nicht das meines Mannes - ist. Meine Tochter hat dort nie gelebt und faehrt nur besuchsweise nach Deutschland. Insofern sind wir nirgendwo so richtig verwurzelt.

    Ich schliesse mich auch livg76 an, dass es sehr vom Charakter des Kindes - und natuerlich auch dem seiner Eltern - abhaengt. Wir finden Umzuege auch jedesmal wieder spannend und aufregend. Wir reisen auch gerne und haben Interesse an anderen Laendern, sind alle drei mehrsprachig und pflegen internationale Freundschaften.

    Ich hab' hier im Forum schon mal ziemlich Haue bekommen, weil ich der Ansicht bin, dass kleinere Kinder Trennungen von Freunden und Verwandten meistens viel leichter verkraften als groessere Kinder und Erwachsenen, solange die Kernfamilie stabil ist. Auch wenn Ausnahmen die Regel bestaetigen, sehe ich bei den Freundschaften meiner Tochter oft so ein "Aus den Augen, aus dem Sinn"-Verhalten, von dem auch andere Eltern in aehnlicher Situation berichten. Sie schreibt ihren frueheren Freundinnen, spricht ueber sie und schickt auch mal ein Geschenk, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie leidet, nachtrauert oder gruebelt.

    Was neue Umgebungen und neue Schulen angeht, habe ich bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Natuerlich ist jeder Neuanfang schwer, aber man waechst ja auch an seinen Aufgaben. Es ist wichtig, mit seinen Kindern immer im Gespraech zu bleiben, und selbst weder etwas zu beschoenigen noch die Dinge unoetig zu dramatisieren. Ich muss meiner Tochter z. B. manchmal sagen, dass ich wirklich nicht weiss, ob und wann wir XY wiedersehen werden, aber dass wir jetzt gleich ein Email schreiben koennen. Sie sieht ja auch, dass es meinem Mann und mir nicht anders geht. Man bleibt mit manchen Menschen in Kontakt, auch wenn man sie jahrelang nicht sieht, es kommen neue Freundschaften hinzu, andere schlafen dagegen ein.
    putzipoo, suus, LaSelly und 2 anderen gefällt dies.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  7. #7
    Margarete81 ist offline Stranger

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    ja, genauso sieht das mein Mann auch und begründet es damit, dass er selbst drei Schulwechsel in seiner Heimatstadt ja auch gut überstanden hat Hinkt meiner Meinung nach etwas, der Vergleich! ;-)

    Ich wäre ja auch nicht da gelandet wo ich jetzt bin, wenn ich net ein Abenteuer- und Reisegen hätte. Aber in der Kindheit bin ich eben nie umgezogen, und meine beste Freundin hab ich aus der eigenen Krabbelgruppe (die jetzt lustigerweise auch mit Kleinkind im Ausland ist, so dass unsere Kinder gegenseitig sehen, das andere auch so leben).

    Ja, aber wie weiß ich denn nun, ob meine Kinder da den Charaker für haben und das gut vertragen werden
    Weiß ich erst hinterher, oder?

    Und wie traumatisch kann eine Übersiedlung heim zu mir aufs Land sein, wo unsere Kinder dann Exoten sind?
    Hach, wenn's mich nur nicht so quälen würde!

    Unser Drama daheim ist übrigens vorbei, liebt jetzt ihre Nanny wieder heiß und innig, auch ohne verbale Verständigung.

  8. #8
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Hej allesammen!

    Ich kann da wenig aus der Praxis beitragen,seit ich in Dk bin bin ich nicht mehr umgezogen, vorher "nur" von Bundesland zu Bundesland...Und dies ohne Kinder.
    Mein Ding wäre es nicht.
    ABER:
    Es gibt solche und solche Beisppiele.
    Manche Kinder finden es spannend, vor allem auch im Rückblick als Bereicherung und fühlen sich schnell überall wieder ein.
    Andere leiden.

    ich kenne eine Familie, wo die Mutter dann sehr bewußt auf ihre "Karriere" (was auf Dänisch auch einfach nur Beruf heißen kann) verzichtet hat, um eben die kinder viel aufzufangen, um da zu sein als Fels in der Brandung.

    "Ja, aber wie weiß ich denn nun, ob meine Kinder da den Charaker für haben und das gut vertragen werden
    Weiß ich erst hinterher, oder?"

    Ich denke, die Antwort ist schlichtweg JA.
    Aber so ist das mit vielen anderen Dingen doch auch:
    Wie wirken sich mehrere Schulwechsel aus?
    Und sol das Kind lieber auf´s Gymnasium, auf eine Ganztagsschule, in ein INternat - oder was?
    ist es besser, sich gleich zu trennen oder wegen der Kinder noch zusammenzubleiben?
    Zieht man lieber auf´s Land mit den vielen Möglichkeiten, sich im freien Spiel zu entfalten oder doch in die Stadt, wo es mehr Kulturangebote gibt?
    Läßt man sein Kind lieber Violine lernen oder Klavier?
    Oder ist es nicht sowieso ein sportlicherer Typ und könnte im Judo, Fußball, beim Schwimmen richtig glücklich werden?

    Wer will das alles schon vorher genau wissen?

    Das Leben besteht aus Wahlen, und immer, wenn wir JA zu etwas sagen, sagen wir auch NEIN zu vielem.
    ABER manchmal wiegt das, was JA mit sich bringt, eben die vielen berechtigten NEINs auch auf.
    Und manchmal wächst jemand genau an dem, woran der nächste schweitert.
    Übrigens:
    Das gilt ja sogar unter Geschwistern, die dermaßen verschieden sein können, daß Du dem einen Kind einen Gefallen tust, wenn Du ih,m ein abwechslungsreiches Leben mit vielen Sationen bietest, und dem anderen genau nicht.
    Was dann?

    Also -- ich dekne, Ihr solltet nicht nur nach dem Gedeih und Verderb der Kinder schielen.
    Da bräuchten wir eine Glaskugel...
    (Wir reden ja nicht von Umzügen in den tiefsten Dschungel, in absolutes Kriegsgebiet etc, in Bereiche, wo es weder Schule noch Gesundheitswesen gibt - da spächen dann schon etliche Dinge gegen das Wohl eines Kindes --- und doch könnte ja sogar hier noch manches positiv gesehen werden!!!)

    Schaut nach, wo die Plus- und Minuspunkte sonst liegen, ob Ihr die alle als Familie (er-)tragen könnt und ob Ihr Erwachsenen soviel Lust dazu habt, daß Ihr auch überschüssige Energie habt, kritische Situationen aufzufangen.
    Und dann entscheidet.

    Viel Glück dabei - Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  9. #9
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von Margarete81 Beitrag anzeigen
    Liebe Mamas,

    ich lese hier schon eine Weile mit und vor allem die Diskussion neulich, ob die Kinder Heimweh nach Deutschland haben, hat mich sehr bewegt.
    Ich kann auch leider noch nicht so viele Tips beisteuern, bin nämlich sozusagen Anfänger. Unsere Große ist 2,5 Jahre, die Kleine 4 Monate. Bisher war es der Großen egal, wo wir sind - Hauptsache Mama und Papa sind da. Jetzt gehen die Probleme allerdings los, und wir stehen vor großen Entscheidungen.

    Wir sind beruflich in der GUS, entsandt mit einem befristeten Vertrag für noch maximal 2-3 Jahre. Im nächsten Jahr könnten wir die Weichen stellen, daraus eventuell eine lebenslange Karriere zu machen. Der Job ist toll, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten im Ausland passen uns grade auch gut in den Kram (ich arbeite voll, mein Mann frei von zu Hause aus, haben eine Nanny, Kinder können also zu Hause betreut werden).

    Nur - ich weiß nicht, was ich meinen Kindern antue, wenn wir alle 4-5 Jahre umziehen. Ich war jetzt zur Elternzeit ein halbes Jahr mit meiner Großen in der alten Heimat, bei Oma, Opa, Cousinen, Großfamilie, und der Abschied hat uns beiden das Herz gebrochen. Meine Große hat in Krabbelgruppe und Nachbarschaft erste zarte Freundschaften geschlossen, die gehen jetzt alle gemeinsam in den Kindergarten, und wir sind wieder weg. Ein großes Drama! Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich in dem Alter schon so einlebt. Zusätzlich hat sie ihr Russisch verlernt, so dass sie nun nicht mit der geliebten Nanny reden kann, auch nicht einfach.

    Ein beruflicher Neustart dort wäre für uns nicht leicht, mein Mann kommt auch aus einer anderen Region, in die er aber nicht möchte. Außerdem würden wir frühestens in zwei-drei Jahren dort hinziehen. Bis dahin sind unsere zweisprachigen Expat-Kinder schon ganz anders sozialisiert als die Kinder dort. Würden sie sich noch einfügen können?

    Ich kann mir grade echt nicht vorstellen, so ein Drama wie im Moment alle paar Jahre mit zwei Kindern durchzuziehen, das würde der Job aber mit sich bringen.
    Aber wie realistisch ist eine leichte Rückkehr und Integration nach Deutschland?

    Ich würde mich wirklich sehr über einen Austausch mit anderen Botschafts- etc. Mamis freuen!

    Beste Grüße,
    Margarete
    Ich bin da ganz bei Liv und BilingualMom.

    Wenn die Eltern voll hinter ihrem "Nomadenleben" stehen, es als Bereicherung empfinden und es den Kindern als positiv vermitteln, dann kommen die Kinder normalerweile gut mit dieser Art zu leben klar.

    Obwohl wir keine Expats sind, haben meine Töchter (6 und 7) mit uns bereits in drei verschiedenen Laendern gelebt. Der letzte Umzug fand vor Eintritt in die Schule statt. Schulwechsel haben die beiden also noch nicht miterlebt, jedoch hat meine Grosse vier verschiedene Kindergärten besucht und meine Kleine drei. Sie haben die Umzüge und die damit verbundenen Anpassungen sehr gut weggesteckt. Beide sind sehr offen und aufgeschlossen, kommen schnell mit anderen Kindern und Erwachsenen ins Gespräch und finden leicht Anschluss. Vielleicht waeren sie auch ohne die Umzüge so kontaktfreudig geworden wie sie heute sind, aber ich bilde mir ein, dass die Tatsache, dass sie sich mehrmals an eine neue Umgebung anpassen mussten, positiv auf sie abgefaerbt hat.

    Wenn die Kinder auf internationale oder deutsche Schulen gehen, wie bei Expats ja meistens der Fall, befinden sie sich zudem unter ihresgleichen. Auf diesen Schulen herrscht eine staendige Rotation, es gibt keine eingeschworene Klassengemeinschaft wie an normalen Schulen, man ist nie lange "the new kid", weil staendig Neue hinzukommen. Es ist viel einfacher, sich in so eine heterogene Schulgemeinschaft einzufügen, als in eine Regelschule, wo sich die Schüler von der ersten Klasse an kennen.

    Es mag auch Fälle geben, wo die Kinder diese Wechsel weniger gut verkraften, so wie anscheinend auch Wusels Schwester. Ich kenne jedoch nur positive Erfahrungsberichte. Ich habe hier in Montreal eine gute Bekannte, die ihre Schulzeit an Staedten wie München, Singapur und Pretoria verlebt hat. Weder sie noch ihre drei Geschwister haben darunter gelitten, ganz im Gegenteil. Ansonsten kenne ich mehrere Expat-Familien, deren Kinder die hiesige deutsche Schule von Montréal besuchen, von deren Seite es auch nur Positives zu berichten gibt.
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    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  10. #10
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran

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    Standard Re: Was ist schwerer für die Kinder, lebenslang Rotation oder Rückkehr nach Deutschla

    Zitat Zitat von Wusel72a Beitrag anzeigen

    Mein Fall waere es nicht, ich denke nicht nur Kinder, auch Erwachsene brauchen einen festen Punkt.
    Ich denke auch, dass man irgendwie einen festen Punkt braucht, ich denke jedoch nicht, dass dieser Punkt an einen Ort gebunden sein muss. Der feste Punkt kann doch auch die Familie sein, mit der man alles gemeinsam erlebt. So ist es jedenfalls bei mir.
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    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

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