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Thema: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

  1. #11
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Zitat Zitat von 0Agnes0;
    Andererseits ist zB die Müttersterblichkeit in den USA höher als in D
    Angst, Vorsorge, Überängstlichkeit, Vertrauen... sehr schwierige, hochemotionale Themen.
    Die Saeuglingssterblichkeit auch, und zwar drastisch. Das hat aber nur zum Teil mit der schlechten gesundheitlichen Versorgung grosser Bevoelkerungsgruppen zu tun. Die Reproduktionsmedizin in USA "produziert" Hochrisikoschwangerschaften, die z.B. in DE gar nicht erlaubt waeren. In DE werden sehr wahrscheinlich auch mehr schwer behinderte Kinder abgetrieben als in USA, so dass die nicht Lebensfaehigen hinterher auch nicht in der Statistik der Saeuglingssterblichkeit auftauchen.

    Ich hab die Zahlen nicht im Kopf, war aber ganz geschockt, als ich mal wo gelesen habe, dass DE leider auch bei den Abtreibungen behinderter Kinder international ziemlich weit vorne rangiert.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  2. #12
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Die Saeuglingssterblichkeit auch, und zwar drastisch. Das hat aber nur zum Teil mit der schlechten gesundheitlichen Versorgung grosser Bevoelkerungsgruppen zu tun. Die Reproduktionsmedizin in USA "produziert" Hochrisikoschwangerschaften, die z.B. in DE gar nicht erlaubt waeren. In DE werden sehr wahrscheinlich auch mehr schwer behinderte Kinder abgetrieben als in USA, so dass die nicht Lebensfaehigen hinterher auch nicht in der Statistik der Saeuglingssterblichkeit auftauchen.

    Ich hab die Zahlen nicht im Kopf, war aber ganz geschockt, als ich mal wo gelesen habe, dass DE leider auch bei den Abtreibungen behinderter Kinder international ziemlich weit vorne rangiert.
    Oh, interessant.
    Ja, Abtreibungen behinderter Kinder in D, ganz übliche Statistik. Hat mich umgehauen, als ich es mal gesehen habe.
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  3. #13
    juju ist offline Stranger

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Ich wollte dieses Thema nochmal gerne neu aufgreifen, da es bestimmt andere Interessierte hierzu gibt.

    Mein Mann und ich leben seit einem Jahr in MA. Unsere Tochter kam letztes Jahr im Oktober hier in Boston in der 26. SSW still zur Welt. Wäre ich in Deutschland schwanger gewesen, wäre dies nicht passiert.
    Meine Meinung zur Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist dementsprechend vernichtend. Die Amerikanische Versorgung ist sehr gut, wenn ein Notfall vorliegt (bzw. es wie in meinem Fall schon zu spät ist), aber in der Prävention sind sie erschreckend schlecht.

    Ich bin über die Uni, an der mein Mann angestellt ist, krankenversichert. Schwangerschaft, etc. wird dort zu 100% gedeckt, mit der einzigen Einschränkung, dass man immer zuerst in die OB/GYN-Abteilung der Gemeinschaftsklinik der Uni geht und dort gegebenenfalls dann an einen Spezialisten weiter überwiesen wird.
    Ich hatte bei jeden montalichen Kontrolltermin eine andere Midwife. Die Termine dauerten immer nur knapp 5 Minuten, während dessen mir bei jeglicher Art von Beschwerden gesagt wurde, dass das normal sei. In der 20. SSW hatte ich einen Riss in der Fruchtblase, der trotz Arztbesuches nicht erkannt wurde. Kurzer pH-Test, kein Ultraschall. Noch schlimmer, ich wurde bei diesem Besuch von der Midwife angemotzt, dass ich ihre kostbare Zeit mit Nichtigkeiten verplempere. Durch den vielen Wechsel der Midwives wurden Beschwerden oder Symptome nie neu aufgegriffen.
    Ich lief sechs Wochen lang mit einem Riss in der Fruchtblase umher, habe bei drei verschiedenen Terminen zu drei verschiedenen Midwives gesagt, dass die Kindsbewegungen sich verringert haben und keine enzige fand einen Ultraschall nötig.
    In der 26. SSW wurde ich mit Blutungen ins KKH eingeliefert, da sich die Plazenta abzulösen begonnen hatte. Im KKH wurde beim Ultraschall festgestellt, dass ich kein Fruchtwasser mehr hatte und meine Kleine seit einiger Zeit schon auf dem Trockenen liegt. Ein Bluttest ergab, dass meine Leukozyten stark erhöht waren. Wegen Verdacht auf Infektion und des Blutverlustes wurde die Geburt sofort eingeleitet und meine Tochter kam einen Tag später still zur Welt.

    Die Obduktionsberichte der Plazenta und des Babys ergaben, dass ich wirklich einen Riss in der Fruchtblase hatte, der zu einer schweren Infektion der Plazenta (Grad 3, höchste Stufe!) geführt hatten und - was ich mir niemals verzeihen werde - die Infektion war bis in die Lungen meines Babys vorgedrungen. Meine Tochter ist über Wochen langsam in mir erstickt. Und niemand hat es gemerkt. Da die Länge des GMH nie gemessen wurde, konnte mir nicht gesagt werden, ob die Bakterien, die die Infektion ausgelöst hatten, durch einen verkürzten GMH (Zervixinsuffizienz) in den Uterus gelangt waren und so den Riss ausgelöst hatten, oder ob der Riss zuerst da war, woraufhin sich der GMH verkürzt hatte. In der OB/GYN Praxis gab es Ultraschallgeräte. Hätte eine der Midwives sich einfach nur mal die Zeit genommen, hätte man sofort gemerkt, dass da kein Fruchtwasser mehr ist.

    Zwei Tage nach der Geburt bekam ich zu allem Überfluss noch eine Präeklampsie, die durch die Ablösung der Plazenta ausgelöst wurde.

    Mein Fazit: solange die Schwangerschaft nach Buch verläuft, seid ihr in den USA gut aufgehoben. Da allerdings ausser Herztöne abhören und Bauch messen bei den montalichen Vorsorgeterminen nichts sonst gemacht wird, wird sehr vieles, was verhindert werden könnte, erst gar nicht bemerkt, bis es schon zu spät ist. Seid froh über all die Daueruntersuchungen, die ihr in Deutschland bekommt. Ich hätte sie mir hier in den USA bei Gott sehnlichst gewünscht.
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  4. #14
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Hej!

    es tut mir sehr leid, was Euch zugestoßen ist, zumal ich es in etwa nachempfinden kann:
    Ich habe in der 25. Woche eine Tochter verloren, und sogar unser Arzt hier hat gemeint, es sei mein Glück gewesen, daß dies bei einem "Urlaub" in Dtld. passierte (wo wir zudem Gott sei Dank ortskundig waren), hier hätte ich das alles nämlich garantiert nicht überlebt.
    Selbst in Dtdl. mit kurzem Weg zur Klinik stand es auf der Kippe.

    Ob es an "mangelnder" Vorsorge wie bei der lag, weiß ich nicht, glaube ich hier nicht einmal, da es plötzlich passierte; aber ich kann auch nur sagen, daß die Deutschen wohl immer noch auf sehr hohem Niveau jammern, denn wenn man von dort aus Abstriche im Gesundheitswesen macht, ist das immer noch besser als hier, wo es eben von einem deutlich niedrigeren Niveau geschieht.

    Ich wünsche Euch viel Kraft, das traurige Erlebnis zu verarbeiten - das ist ja auch nicht leicht, wenn man noch ziemlich neu im Land ist und die meisten Menschen dort noch nicht näher kennt.

    Alles Gute!
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  5. #15
    marlis33 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    juju oh, das ist ja traurig und wirklich erschreckend, was du erleben musstest. Darf ich mal fragen, es wurde überhaupt kein Ultraschall bis zur 26 SSW gemacht? Nichtmal der Grosse, Feinultraschall, in der 20 SSW (der ja schon mal ne halbe Std. dauern kann)?
    LG, Marlis

  6. #16
    juju ist offline Stranger

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Zitat Zitat von marlis33 Beitrag anzeigen
    juju oh, das ist ja traurig und wirklich erschreckend, was du erleben musstest. Darf ich mal fragen, es wurde überhaupt kein Ultraschall bis zur 26 SSW gemacht? Nichtmal der Grosse, Feinultraschall, in der 20 SSW (der ja schon mal ne halbe Std. dauern kann)?
    LG, Marlis
    Hallo Marlis

    Doch, der Feinultraschall in der 20. SSW wurde gemacht. Das passierte auch nach meinem Verdacht, dass da was vor sich hin tropft. Allerdings wurde bei diesem Ultraschall der GMH auch nicht vermessen, sondern nur das Baby (Knochen, Gehirn, Organe, etc.) Ich hatte ebenfalls in der 13. SSW einen First Look Ultraschall machen lassen, da ich zum Zeitpunkt der Geburt 35 Jahre alt gewesen wäre. Auf diesen musste ich aber ausdrücklich bestehen.
    Leider wird man für offizielle Ultraschalls in eine andere Klinik geschickt, die auch nur ganz genau das untersuchen, was ihnen aufgetragt wurde. Ich hatte nach der Geburt fünf Wochen lang meinen Wochenfluss und fing dann plötzlich wieder sehr stark an zu bluten. Erst dachte ich, es wäre meine Mens, aber als es nach 6 Tagen immer noch aus mir rauslief, als hätte man mich abgestochen, ging ich zur GYN und wurde zum Ultraschall überwiesen, um nachschauen zu lassen, ob Gewebe von der Plazenta in der Gebärmutter zurückgeblieben ist. Die Ärztin hat nichts gefunden und auf meine Frage hin, warum ich dann so stark blute, antwortete sie, sie weiss es nicht. Sie wurde nur dazu aufgefordert zu schauen, ob ich noch Gewebe von der Plazenta in der Gebärmutter habe.

  7. #17
    juju ist offline Stranger

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej!

    es tut mir sehr leid, was Euch zugestoßen ist, zumal ich es in etwa nachempfinden kann:
    Ich habe in der 25. Woche eine Tochter verloren, und sogar unser Arzt hier hat gemeint, es sei mein Glück gewesen, daß dies bei einem "Urlaub" in Dtld. passierte (wo wir zudem Gott sei Dank ortskundig waren), hier hätte ich das alles nämlich garantiert nicht überlebt.
    Selbst in Dtdl. mit kurzem Weg zur Klinik stand es auf der Kippe.

    Ob es an "mangelnder" Vorsorge wie bei der lag, weiß ich nicht, glaube ich hier nicht einmal, da es plötzlich passierte; aber ich kann auch nur sagen, daß die Deutschen wohl immer noch auf sehr hohem Niveau jammern, denn wenn man von dort aus Abstriche im Gesundheitswesen macht, ist das immer noch besser als hier, wo es eben von einem deutlich niedrigeren Niveau geschieht.

    Ich wünsche Euch viel Kraft, das traurige Erlebnis zu verarbeiten - das ist ja auch nicht leicht, wenn man noch ziemlich neu im Land ist und die meisten Menschen dort noch nicht näher kennt.

    Alles Gute!
    Hallo Ursel

    Vielen Dank für deine liebe Nachricht. Es tut mir sehr leid zu hören, dass auch ihr euch von eurer Tochter habt verabschieden müssen. Darf ich fragen, was passiert ist?

    Ja, wir kennen hier noch nicht viele Leute und vorallem ich leide oft darunter, niemanden zu haben, mit dem ich darüber sprechen kann. Ich hatte während der Schwangerschaft einige andere Mamis kennen gelernt über einen Mutterclub an der Uni meines Mannes. Leider waren es halt alles nur erste Bekanntschaften, die sich nach der stillen Geburt wieder abgewendet haben. Erst neulich stand ich hier vor dem Fussgängersteifen und wartete auf grün, als ich aus den Augenwinkeln bemerkte, dass da eine andere Fussgängerin auch auf grün wartete. Sie stand aber komischerweise fünf Meter hinter mir, was mich etwas verwundert hat, bis ich merkte, es war eine der Mütter aus dem Mutterclub.

    Vor ein paar Wochen habe ich eine Frau kennen gelernt, mit der ich mich kürzlichen zum Kaffee getroffen habe. Zusammen mit ihrer 2-jährigen Tochter. Ich habe ihr nicht erzählt, dass wir unsere Tochter verloren haben, obwohl sie mich nach unseren Plänen bzgl. Kindern gefragt hat, aus Angst, dass sie sich wieder von mir abwendet. SIe könnte ja denken, dass ich ihr ihre Tochter wegnehmen will.

  8. #18
    Avatar von PinkMagnolia
    PinkMagnolia ist offline gekommen um zu reisen

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Mein Beileid, juju. Ich hoffe, Du lebst Dich noch gut ein.

    Wir sind im Juli in die USA gezogen (Colorado, nach 4.5 Jahren Kanada). Wir wohnen recht laendlich mitten im Wald (war genauso gewollt, davor haben wir in Berlin und Vancouver gewohnt) und lieben es. Wir haben tolle Nachbarn, man hilft sich, trifft sich auch, aber laesst sich gegenseitig ansonsten in Ruhe. Genau das, was wir uns gewuensch haben.

    Ich wuensche Euch sehr, dass ihr ueber den Tod Eurer Tochter "hinwegkommt" (welch bloede Redewendung, aber mir faellt grad echt nichts besseres ein, entschuldige) und eine evtl. naechste Schwangerschaft besser vrlaueft mit einfuehlenderem medizinischen Personal.

    Wenn Du magst, misch einfach hier im Forum mit :-)

    Zitat Zitat von juju Beitrag anzeigen
    Hallo Ursel

    Vielen Dank für deine liebe Nachricht. Es tut mir sehr leid zu hören, dass auch ihr euch von eurer Tochter habt verabschieden müssen. Darf ich fragen, was passiert ist?

    Ja, wir kennen hier noch nicht viele Leute und vorallem ich leide oft darunter, niemanden zu haben, mit dem ich darüber sprechen kann. Ich hatte während der Schwangerschaft einige andere Mamis kennen gelernt über einen Mutterclub an der Uni meines Mannes. Leider waren es halt alles nur erste Bekanntschaften, die sich nach der stillen Geburt wieder abgewendet haben. Erst neulich stand ich hier vor dem Fussgängersteifen und wartete auf grün, als ich aus den Augenwinkeln bemerkte, dass da eine andere Fussgängerin auch auf grün wartete. Sie stand aber komischerweise fünf Meter hinter mir, was mich etwas verwundert hat, bis ich merkte, es war eine der Mütter aus dem Mutterclub.

    Vor ein paar Wochen habe ich eine Frau kennen gelernt, mit der ich mich kürzlichen zum Kaffee getroffen habe. Zusammen mit ihrer 2-jährigen Tochter. Ich habe ihr nicht erzählt, dass wir unsere Tochter verloren haben, obwohl sie mich nach unseren Plänen bzgl. Kindern gefragt hat, aus Angst, dass sie sich wieder von mir abwendet. SIe könnte ja denken, dass ich ihr ihre Tochter wegnehmen will.

  9. #19
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Liebe juju,

    Es ist fürchterlich, was dir passiert ist. Ich wünsche dir von Herzen, dass du es schaffst, diese Erfahrung zu verarbeiten.
    Kannst du mit deinem Mann reden?
    Es ist schon schwierig, in fremder Umgebung eine Schwangerschaft mit allem, was damit verbunden ist, zu meistern. Wenn es so tragisch endet, ist es traumatisch.
    Obwohl die Deutschen medizinisch fit sind und Ursel in ihrem Fall davon profitiert hat, bin ich mir nicht sicher, ob dir das in deinem Fall geholfen hätte. Ist das amerikanische System tatsächlich so schlecht oder hattest du in deiner Umgebung schlicht eine schlechte Versorgung? War es etwas, das schwer zu erkennen ist? Auch anderswo läuft es manchmal schief, ich kenne da einige mit traumatischen Erfahrungen...
    Das System, dass man für bestimmte Untersuchungen zu irgendwem geschickt wird und dann auch nichts anderes gemacht geschweige denn gesagt wird, kenne ich auch. Das nervt.Noch mehr nerven Ärzte, die 80% der Zeit mit dem Füttern ihres Computers und 20% mit dem Anhören und Untersuchen ihres Patienten verbringen.
    Kannst du Ärzte auswählen? Nach Empfehlungen anderer gehen?

    Wirklich nachfühlen kann dir nur jemand, der ähnliche Erfahrungen gemacht hat wie du. Es ist schwierig für Leute in deiner Umgebung die selbst ein gesundes Kind haben, dir zu begegnen. Sie wissen nicht, wie sie auf dich reagieren sollen, haben gewissermaßen ein schlechtes Gewissen dir gegenüber,wollen dich nicht verletzen und dich mit einem Baby konfrontieren.
    Da liegt es bei dir auf sie zuzugehen.
    Guck mal hier in andere Foren, frag ruhig auch bei den "Großfamilien" an.Da sind sehr nette Leute mit ähnlichen Erfahrungen. Die speziellen Foren werden weniger besucht. Oder unter "Baby", da gibt es glaub ich auch was. Vielleicht hilft dir ein Austausch in einem Foren. Man sitzt niemandem gegenüber, kann in Ruhe überlegen.
    Es ist immer schwer, anderswo Fuß zu fassen. Ich denke, jeder von uns hat schon sehr einsame Momente erlebt. Ich erlebe die auch nach 20 Jahren, auch mit einer großen Familie um mich herum. Es gibt auch Dinge, die sind offensichtlich mentalitätsbedingt und darüber kannman sich mit seinem Umfeld kaum austauschen. Hier wohl.
    Arbeitest du? Kommst du "raus"? Das ist wichtig!
    Bleibt ihr auf Zeit?
    Ich wünsche dir alles Gute!

  10. #20
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Wisst Ihr wie die Schwangerschaftsvorsorge in den USA ist?

    Hej Juhu und Falaffel!

    Falaffel, Dein beitrag ist äußerst konstruktiv.
    Genau das wollte ich aus Erfahrung schreiben:
    Viele Menschen wissen einfach nicht, wie sie einem Menschen,der gared einen Schicksalsschlag verkraftet, begegnen sollen.
    ichdenke nicht, die andere mutter fürchtet, Du nimmst ihr das Kind weg - aber es macht uns eben stumm, vor allem,wenwnir selber das Glück geschenkt bekommen, das anderen verwehrt bleibt.
    Um menen errechneten Geburtstatermin - der auch mein Geburtstag war - herum bekamen 2 Frauen ihre babys, die eine, uns gegenüber, ist so alt wie ich und ich haderte sehr mitdem schicksal.
    Die andere wohnt dort, wo wir zuletzt n Dtld. gewohnt hatten und shcickte eine Geburtstanzeige, obwohl sie auch schireb, daß sie das eigentlich unpassend fand nach dem, was und 3 Monate zuvor passiert war.-
    Aber .. das Leben geht nun mal weiter, ich sage auch: zum Glück, und Schweigen hätte ich noch schlimmer gefunden, so weh mir gerade diese beiden Babys dann lange Zeit taten.

    Natürlich gehen auch Geburten in Dtld. nicht immer gut aus, aber dennoch war es eindeutig der Mehrtechnik und dem schnellen Weg zu verdanken + einem extrem guten Gynäkolgen,der mich operierte (obwohl er fast Feierabend hatte und dann eben keinen Routineeingriff, wie zuerst vermutet bekam, sondern wirklich kämpfen mußte, damit ich nicht auch noch hops ging), also alledem war zu verdanken, daß ich überlebt habe.
    Das Kidn wär wohl absolut nicht zu retten gewesen.
    Da hatte ich kurzfristig die Plazenta gelöst und mir ging es sehr schnell mitten in der Fußgängerzone sehr schlecht.
    In der Klink wurde gleich der Tod des Kindes festgestellt und eine natürlich Geburt verhinderte der dazukommende Chefarzt dessen Worte ich nur noch durch einen Schleier hörte:
    "Was? So lange wollt Ihr machen?
    da liegt kein Segen drauf!" Da liegt kein Segen drauf --- das höre ich immer noch, das hat mir wohl auch das Leben gerettet.
    Ich habe mich trotzdem in DK niemals schlecht behandelt gefühlt oder unterversorgt.
    Jo, evtl .da, wo ich vor der ersten geburt versuchte, etwas über Preßwehen und Netzhgautablösung herauszufinden w,ei lich auch ohne Geburt scho nNetzhautprobleme in Dtld. gehabt hatte.
    DA schien mir doch, ich war die einzige mit diesen problemenw, as ja völlig absurd ist - aber weder Hebamme noch Arzt noch sonstwer kanntendie Problematik!!!
    Auch jetzt empfinde ich die Kontrolle diesbezügl. als lächerlich - wie eben überhaupt viel Vorsorge weniger bis gar nicht stattfindet.
    Als eine Freundin aus Dtld. mir aufgrund eigener trauriger Erfahrungen dirngend riet, ja regelmäßig zur Darmkrebskontrolle zu gehen, dachte ich nur: Du hast gut reden.
    JETZT gibt es die auch für alle ab 50 - aber das ist noch nicht lange so.

    Die beste vorsorge kann icht vehrindern, daß man trotzdem probleme bekommt.
    Und über weniger Technikgebaren NACH der Geburt war ich eigentlich auch froh, das Kind in einen technisch überwachten Raum abzugeben, wie es eine Freundin tat, die zur fast selben Zeit ihren ersten Sohn bekam wie ich meine erste Tochter, hätte mir also sehr widerstrebt.
    Beide Kinder waren ja untersucht und keine Risikokinder.
    DA fand ich die viele Technik als störend und lästig und hätte mich in Dtld. versucht zu wehren.

    Man weiß letztendlich nie, wie es anders gelaufen wäre.
    Hätte-hätte- Fahrradkette.
    Aber es klingt schon sehr nach Versäumnissen,wenn ich lese, was Du erlebst hast Juhu.

    ich wünsche Dir alles GUte - hoffentlich kannst Du die Erfahrung bearbeiten und eines Tages als Erinnerung ein Stückchen weiter weglegen.
    Aber ich weiß durchaus, wie es ist, wenn ein Stuhl leer bleiben soll...
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

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