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Thema: Englisches Schulsystem versus deutsches

  1. #11
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Hej nochmal!

    Oh, Agnes, da hast Du wunderbar beschrieben, was ich meine:
    Dieses frühe Lernen - seien es nun Buchstaben, Zahlen,. Noten oder Englisch-feix - ist eben nichts Wirkliches, denn in nullkommanichts habendie anderendas im richtigen Alter auch gelernt.
    Und dieser Vorsprung bedeutet also nichts - wozu also im KIGA damit anfangen
    Natürlich haben nusere Kinder auch Antworten bekommen,wen nsie nach einem Buchstaben fragten - aber mehr nicht.
    Es gibut soviel anderes in dieser Welt zu entdecken, was in der Schule meistens zu kurz kommt --- darauf haben wir das Augenmerk gelenkt.

    Übrigens wurde in unserem KIGA genau das gemacht, neben dem Spielen:
    Es wurde gesungen, vorgelesen, gebacken und gekocht, man ging in die Bibliothek in kleinen Gruppen, i den wald, es wurde gebastelt, Theater gespielt undundund.

    ich glaube, gerade in Dtld. fokusiert man auch immer so auf Sachinhalte und sieht die übergreifenden Vorteile bei vielen Dingen nicht --- Lernen lernen, Konzentration und Phantasie fördern, abstrakter denken, Informationen finden etc.

    Neben den beiden Beispielen vom Violinenkind und Medizinstudetne, die beide erfahren mußten, daß manches Wissen entweder nicht reingeht, wenn nicht die Zeit dafür ist und dann plötzlich innerhalb kürzester asitzt oder eben daß manche, was man jahrelang vermittelt bekam, innerhalb von kurzer Zeit von anderen aufgeholt wird.
    Neben diesen beiden Beispielen haben wir auch die deutschen und die dänischen Schüler:
    meine Freundin hier war manchmal traurig - wider besseres Wissen, wenn ihre schwägerin in Dtld. ihre Tochter mit den Söhnen meiner Freundin hier verglich: Ja, in den ersten Jahren konnte das Mädel rein fachlich bestimmt mehr, wie wahrscheinlich die meisten dt. Kinder gegenüberden meisten dän.
    Aber die haben das dann bald aufgeholt - beim Abitur merkt das vermutlich keiner mehr, und ich möchte wetten, daß die dänischen Kinder bis dahin nicht nur weniger Streß hatten und mehr Freude an der Schule, sondern auch gelernt haben, wie man im Team arbeitet, wie man sich Wissenerarbeitet, Informationen holt und lauter solche nicht so sehr mßbaren Dinge.
    Das kommt ihnen bisins Berufsleben zugute.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #12
    Babette267 Gast

    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von PMS Beitrag anzeigen
    Keine Sorge, der Schwaegerinnensohn geht immerhin in der Lokomotive Europas in den Kindergarten….
    Meine Kinder waren in internationalen Schulen, die arbeiteten z.T. auch nach dem britischen System. Ich kann dafuer keine Belege liefern, aber nach meiner Beobachtung nutzen Buchstaben und Zahlen so frueh nur einer kleinen Gruppe wirklich was. Die, die aus sich heraus schon frueh daran interessiert sind, sind natuerlich gut bedient. Das grosse Mittelfeld koennte genausogut auch zwei oder drei Jahre spaeter systematisch alphabetisiert werden. Und dann gibts noch die, denen das in meinen Augen regelrecht schadet. Das laeuft zwar alles wirklich spielerisch ab, aber wenn ein Kind noch nicht so weit ist, dann kriegt es halt jeden Tag vorgefuehrt, dass es etwas einfach nicht kann. Es wird ja auch in Lerngruppen eingeteilt, und irgendwann haben schon alle raus, wer Biff und Chip Buecher schon auf Stufe vier lesen kann und wer noch mit reinen Bilderbuechern hantiert. Kommt also aufs Kind an. Wobei man auch noch die Frage stellen koennte, welchen wirklichen Wissenszuwachs Kinder durch das Lesen langer Woerter in fruehem Alter haben - die Geschichten, die dieser Oxford Reading Tree im britischen System zum Lesenlernen ausgibt, sind naemlich auch noch ziemlich droege. Mit ner bloeden Lehrerin hat man ploetzlich nen Vierjaehrigen, der zwar schon Buchstaben und Zahlen angeboten kriegt, sich aber fuer doof haelt, weil er damit nix anfangen kann, keine Lust mehr auf Schule hat und erstmal dichtmacht. Beim Lehrpersonal sind die Talente ja leider durchaus auch breit gestreut.

    Frappierend fand ich immer, wenn Kinder aus Laendern dazustiessen, die traditionell spaet mit verschultem Lernen anfangen. Die hatten im Nullkommanix ihren "Rueckstand" aufgeholt. Zumal die Theorie bei den Briten auch so aussieht, dass die die Kinder erst mit 11 - oder so - auf einem Stand haben wollen. Und so war es dann auch, in der siebten Klasse hat man keinem mehr angemerkt, ob er mit drei oder sieben geschnallt hat, wie man Buchstaben im Kopf zusammenzieht. Und das ist meiner Meinung nach der grosse Vorteil des britischen Systems, so wie ich es kennengelernt habe: die Kinder kriegen Zeit fuer ihr eigenes Tempo. Nicht die fruehe Alphabetisierung. Viel Input ist nicht gleich viel Output.

    Was die Qualtiaet des deutschen Kindergartens angeht: Mathematisches Verstaendnis oder Spracherziehung kann ja wunderbar in Feldern gefoerdert werden, die auf den ersten Blick messy aussehen. Ich wuerde deshalb an STelle der Schwaegerin mehr auf solche Sachen gucken wie: machen die im Kindergarten schon mal Experimente, kriegen die viel vorgelesen, wie sprechen die Erzieherinnen (!), wird mal was gekocht, gesungen, lernen die neue Spiele,…. Das sind ja auch alles Lerninhalte, und in einem guten Kindergarten werden die vermittelt, auch ohne dass es nach Schule aussieht. Und die sollten das Kind halt nicht bremsen, wenn es dann doch zu den Fruehstartern in Sachen Schulstoff gehoert. Also wie immer, ne generelle Aussage ueber besser oder schlechter des einen oder anderen Systems kann man schlecht treffen - es kommt drauf an.
    Ich finde auch immer wichtig, was das Kind will. Sicher ist mein kleiner Neffe ein intelligentes Kerlchen, aber momentan stellt ihn tagelanges Spielen absolut zufrieden. Und immerhin hat er in den paar Monaten gelernt, sich völlig selbstverständlich und altersgerecht auf Deutsch auszudrücken. Bedenklich würde ich es nur finden, wenn sich da in den nächsten Jahren nichts tut. Für ältere Kigakinder finde ich Vorschulbildung schon wichtig. Außerdem habe ich meiner Schwägerin geraten, sich zu gegebener Zeit um eine Kann-Kind-Einschulung zu bemühen (er ist im August geboren). Da war zum Beispiel mein Bruder gar nicht unbedingt dafür.

  3. #13
    Babette267 Gast

    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej nochmal!

    Oh, Agnes, da hast Du wunderbar beschrieben, was ich meine:
    Dieses frühe Lernen - seien es nun Buchstaben, Zahlen,. Noten oder Englisch-feix - ist eben nichts Wirkliches, denn in nullkommanichts habendie anderendas im richtigen Alter auch gelernt.
    Und dieser Vorsprung bedeutet also nichts - wozu also im KIGA damit anfangen
    Natürlich haben nusere Kinder auch Antworten bekommen,wen nsie nach einem Buchstaben fragten - aber mehr nicht.
    Es gibut soviel anderes in dieser Welt zu entdecken, was in der Schule meistens zu kurz kommt --- darauf haben wir das Augenmerk gelenkt.

    Übrigens wurde in unserem KIGA genau das gemacht, neben dem Spielen:
    Es wurde gesungen, vorgelesen, gebacken und gekocht, man ging in die Bibliothek in kleinen Gruppen, i den wald, es wurde gebastelt, Theater gespielt undundund.

    ich glaube, gerade in Dtld. fokusiert man auch immer so auf Sachinhalte und sieht die übergreifenden Vorteile bei vielen Dingen nicht --- Lernen lernen, Konzentration und Phantasie fördern, abstrakter denken, Informationen finden etc.

    Neben den beiden Beispielen vom Violinenkind und Medizinstudetne, die beide erfahren mußten, daß manches Wissen entweder nicht reingeht, wenn nicht die Zeit dafür ist und dann plötzlich innerhalb kürzester asitzt oder eben daß manche, was man jahrelang vermittelt bekam, innerhalb von kurzer Zeit von anderen aufgeholt wird.
    Neben diesen beiden Beispielen haben wir auch die deutschen und die dänischen Schüler:
    meine Freundin hier war manchmal traurig - wider besseres Wissen, wenn ihre schwägerin in Dtld. ihre Tochter mit den Söhnen meiner Freundin hier verglich: Ja, in den ersten Jahren konnte das Mädel rein fachlich bestimmt mehr, wie wahrscheinlich die meisten dt. Kinder gegenüberden meisten dän.
    Aber die haben das dann bald aufgeholt - beim Abitur merkt das vermutlich keiner mehr, und ich möchte wetten, daß die dänischen Kinder bis dahin nicht nur weniger Streß hatten und mehr Freude an der Schule, sondern auch gelernt haben, wie man im Team arbeitet, wie man sich Wissenerarbeitet, Informationen holt und lauter solche nicht so sehr mßbaren Dinge.
    Das kommt ihnen bisins Berufsleben zugute.

    Gruß Ursel, DK
    Es kommt auch immer auf die Zielgruppe an. Hier in NL beginnt das "Lernen" immer früher, weil man sich erhofft, so Rückstände aufholen zu können. Für intelligente Kinder ist es wahrscheinlich nicht wirklich entscheidend, ob man ihnen ein Jahr früher oder später bestimmte Dinge beigebracht hat, aber Kinder mit einem Rückstand in der Sprachentwicklung und im Allgemeinwissen haben Frühförderung dringend nötig. Es hat sich bei einer internationalen Studie auch gezeigt, dass vor allem Kinder aus bildungsfernerem Milieu sehr von früherem Schulstart und längeren Schultagen profitieren, während es bei Kindern aus gebildeten Schichten eigentlich ziemlich egal ist.
    In Deutschland orientiert man sich nach wie vor an einer Mittelschicht, in der die Kinder viel im Elternhaus lernen, wo es idealerweise einen Elternteil gibt, der den Kindern zur Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung steht.

  4. #14
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Hej babette!

    ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, daß Kinder mit sprachlichem Rückstand davon profitieren,d aß sie Buchstaben und Zahlen eher als andere lernen.
    denen würde ich vorlesen ,sie erzählen lassen, Sprachspiele etc. machen.

    ich erinnere mich an den Seufzer einer Vorshculklassenpädagogin (hier eine Extrauausbildung, die haben wirklich immer nur die 0. Klasse!), daß sie zwar mit den Kinder noch klltasch-Sing-Spiele mache, aber es ja iegetlich uz spät sei, wei lsowas für das Kleinkindalter ist.
    EBEN!
    DA lernen Kinder bei Hoppe-Reiter (und ihren anderssprachigen Entsprechungen) Sprachgefühl, Sprachphantasie, Wörter, Rhythmus, Motorik etc. - wichtig für alles ,was dann in der Schule kommt.
    Macht die Pädagogin es dann erst i nder 0. Klasse mit den 6-7-Jährigen, ist es nicht nur reichlich spät, geau dies SO zu lernen, die Kinder mögenes auch nicht mehr so wie mit 2 oder 3 Jahren.

    da ist es wieder:
    Nimm einem Menschen Mitte 20 zwei bis drei Jahre - er wird sie problemlos aufholen.
    Mach dies bei einem Kleinkind --- es verliert eniges, was es SO nicht mehr lernt.

    Und ich haölte uzdem auch enorm viel von e rFormel:
    Wenn ich JA zu was sage, ich gleichzeitig NEIN zu was anderem.
    Das gilt es dann eben auch sehrgenau abzuwägen.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  5. #15
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    So, dies ist meine Erfahrung nach 3 Jahren Kindergarten (Tochter startete mit 11 Monaten) und 2 1/3 Jahre Schule:

    Die Kindergaerten und Vorschulen unterliegen einem Kurrikulum, ernst gemeint, Kinder werden von frueh an eingestuft und haben Ziele.

    Kindergaerten sind meist fuer Eltern, wo beide arbeiten, Kinder, wo die Mutter daheim ist, gehen mit 2-3 Jahren in die Vorschule. b dem 3. Geburtstag beginnen auch die vom Staat bezahlten Stunden, z.Zt. 15 Stunden/Woche. Kindergaerten haben eine Vorschulklasse, wo die Kinder dann mit 3 wechseln.

    In der Vorschule wird viel Wert auf Zahlen und Buchstaben gelegt, aber eher auf erkennen als auf Lesen, Schreiben und Rechnen. Je nach Einrichtung gibt es mehr strictere (meist die, die an Privatschulen angelehnt sind oder zu diesen gehoeren) oder ruhig angehen lassen. Viel wird ueber Spiele gemacht, das Angebot an Gesellschaftsspielen fuer 3jaehrige ist um einiges besser als in Deutschland. Zusaetzlich kommen Farben, Formen, Mengen usw.

    Aber: die Kinder entscheiden und es wird eher so gemacht, dass sich ein Erzieher mit 4 Kindern hinsetzt und ein Spiel spielt. Am naechsten Tag sind es 4 andere Kinder usw.

    Tochter fing mit 2 an, sich auf einmal mit Zahlen und Buchstaben zu beschaeftigen. Schilder mit den Strassennamen sind hier auf Kniehoehe angebracht, ideal fuer ein Kleinkind. Normalerweise hat der Weg vom Kindergarten ca. 30 Minuten, wir mussten an jedem Schild und an den meisten Autos stehen bleiben und uns die Schilder anschauen, Schnecken laufen schneller. Ihr Erzieher meinte damals, es waere ungewoehnlich, aber wir sollten nicht denken, sie sei ueberdurchschnittlich intelligent, vermutlich waere dies einfach eine Phase. Sie mag jetzt Mathe lieber als Schreiben, kann aber gut lesen.

    Mit 4 kam sie in die Grundschule, das erste Jahr ist "Reception", fuer mich eine Mischung aus Kindergarten und 1. Klasse. Dort wird Lesen, Schreiben und Zahlenverstaendnis gelehrt. Hier merkt man wohl stark den Unterschied zwischen Kindern, die zu einer Vorschule oder Kindergarten gingen und denen, die es nicht hatten. Aber: die Unterschiede sind generell enorm. Es gibt Kinder die am Anfang schon lesen konnten und Kinder die am Ende des 1. Jahres noch auf Buecher mit 1 Satz pro Seite waren.

    Fast Forward: Kind ist jetzt 6.5 und in Year 2, also 3. Klasse. Ich denke, es gibt noch Unterschiede, zwischen ihr und einem deutschen Erstklaessler, vor allem im lesen, dort ist sie der Tochter von Freunden in D meilenweit voraus. Was aber auch daran liegen mag, das sie ein Buecherwurm ist. Aber im Sommer ist das vermutlich auch nicht mehr der Fall.

    Ich denke, die Panik der Englaender ist total falsch. Fruehes Lernen gibt keinerlei Vorteile. Ein 4-6jaheriges Kind ist mental einfach nicht in der Lage schneller zu lernen. Vor allem Schreiben, die Feinmotorik ist einfach noch nicht da. Wir kaempfen zur Zeit mit einer komplett falschen Stifthaltung. Da Kind hier auch mit 4 kursive Schreibschrift gelernt hat, ist es ein seeeehr langsamer Prozess sie zu einer vernuenftigen Schrift zu bewegen. Da bis zur 5. Klasse (3. Klasse D) nur mit Bleistift geschrieben wird, hilft der Geschichte auch nicht.

    Was hier besser ist, ist die Allgemeinbildung. Hier wird viel mehr im Hinblick auf einfache Biologie, Chemie und Physik gelegt; Geschichtsunterricht und simple Geographie ist auch wichtig und beides gibt es ab der Reception Class. Das wurde z.B. im Kindergarten wo Freunde ihre Kinder hatten ueberhaupt nicht gemacht. Als z.B. Nelson Mandela vor kurzem starb konnte mir unsere Tochter genau erklaeren, wer dieser Mann war und was in seinem Leben passiert war. Solche Sachen passieren hier viel spielerischer und im Tag verteilt eingebracht und das ist eigentlich positiv.

    Hier in England sind immer mehr Eltern der Meinung, Kinder sollten eher spaeter zur Schule gehen. Home education, gerade fuer juengere Kinder, ist auf dem Vormarsch. Dazu kommt ein Engpass an Plaetzen, so dass die Klassen die maximal Staerke von 30 Kinder haben. Selbst mit einer Assitentin sind Kinder zwischen 4-6 sehr auf sich gestellt, zu viel manchmal.

    Wenn ein Kind in D lebt und auch in D zur Schule gehen wird, dann ist ein deutscher Kindergarten voellig normal. So wie fuer eine Deutsche in der UK das Schulsystem sich "falsch" anfuehlt, so hat sicherlich auch eine Englaenderin in D ihre Schwierigkeiten.

  6. #16
    matangi ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von 0Agnes0 Beitrag anzeigen
    Ich sah viel Stopfen in preschool und im Vorschuljahr...und auch viel Testen. Für uns nie problematisch, da die Kinder überm Durchschnitt sind. Aber wenn nicht...
    Das gab es bei uns nicht. Getestet wurde nur in dem Sinn, dass die Betreuer sich mit den einzelnen Kindern hinsetzen und heraus finden, wo die sie stehen. Das wird dann in dem Vierteljährlichen Bericht aufgeschrieben. Aber der Bericht ist nur für die Eltern und hat keine Konsequenzen, ausser das die Lehrer unter Umständen vorschlagen, ein Kind erst etwas später einzuschulen, wenn sie denken, es ist kognitiv noch nicht so weit. Das hat aber nichts mit ihrem Wissen zu tun, und ist ja eine hilfreiche Information.

    Dafür wird hier niederschwellig gefördert, das ist gut. Insgesamt gefällt es mir hier ein klitzekleines besser für Grundschilalter, aber ich find's zu wenig verspielt davor. Allein, was in einem preschool Klassenraum an Postern hängt, damit noch eine weitere Info es ins Hirn schafft. Unterschwellig kam das bei mir immer als Lernaufforderung an, egal wo man hinschaut. Da fehlt mir das Ruhige, Kontemplative, Gelassene.
    Lustig, bei uns hängen diese Poster auch, aber ich empfinde das ganz anders.

  7. #17
    Babette267 Gast

    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Hej babette!

    ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, daß Kinder mit sprachlichem Rückstand davon profitieren,d aß sie Buchstaben und Zahlen eher als andere lernen.
    denen würde ich vorlesen ,sie erzählen lassen, Sprachspiele etc. machen.
    Ja, aber darum geht es doch auch. Beiß dich nicht so in den Zahlen und Buchstaben fest. Das ist sicher auch im englischen System nur ein kleiner Teil dessen, was Kinder in der frühen Schulphase machen
    BilingualMom gefällt dies

  8. #18
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Maedels, ich muss leider sagen, dass die Debatte hier mal wieder sehr "deutsch" gefuehrt wird, naemlich polarisiert in Foerderwahn und Leistungsdruck auf der einen Seite, und spielerische Leichtigkeit des Seins mit dem Risiko auf Bildungsrueckstaende auf der anderen Seite.
    Vielleicht passen unsere "deutschen" Denkschubladen von der verspielten Kindheitsidylle im Gegensatz zum "Ernst des Lebens" aber gar nicht so richtig auf andere Laender.

    Wenn's um englischsprachige Laender geht, muss man vor allem beruecksichtigen, dass die Alphabetisierung in der englischen Sprache sehr viel komplexer ist und daher viel laenger dauert als z. B. in der deutschen Sprache. Genau das habe ich kuerzlich schon mal in einem anderen Thread geschrieben, und ich langweile euch jetzt nicht mit Wiederholung. In den grossen englischsprachigen Laendern wie USA und Australien - und offenbar auch in England, von dem die Aussies und Amis sich da meiste abgeguckt haben - wird aus diesem Grund sehr viel frueher mit der Alphabetisierung angefangen. Das hat nichts mit uebertriebenem Ehrgeiz und Leistungsdruck zu tun.

    Es ist ganz normal, dass Dreijaehrige mit Buchstaben-Wiedererkennung und dem (spielerischen!!) Auswendiglernen des Alphabets beginnen. Trotzdem dauert es dann oft bis in die zweite Klasse, bis bei allen Kindern der Groschen gefallen ist. Und das liegt weder an der Lehrmethode noch an der Intelligenz, sondern ganz einfach an den Eigenheiten der englischen Schriftsprache.

    Dabei werden die Kinder nicht mit Zwang und Druck zum Lesen und Schreiben dressiert, sondern es wird einfach einer ganz natuerlichen Bandbreite Rechnung getragen. Viele Kinder sind sehr frueh neugierig aufs Lesen, und es gibt ueberhaupt keinen Grund, sie kuenstlich davon abzuhalten. Manche lesen mit fuenf schon sehr fluessig, andere erst mit sieben oder acht. Beides ist voellig im Rahmen und wuerde einem amerikanischen oder australischen Lehrer kein Kopfzerbrechen bereiten.

    Wenn ich ein Kindergartenkind in einem deutschen Kindergarten haette und sicher wuesste, dass in naher Zukunft ein Umzug in ein englischsprachiges Land ansteht, wuerde ich zuhause schon ein bisschen mit Buchstaben und Zahlen nachhelfen. Aber wirklich auch nur dann.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  9. #19
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    Ja, aber darum geht es doch auch. Beiß dich nicht so in den Zahlen und Buchstaben fest. Das ist sicher auch im englischen System nur ein kleiner Teil dessen, was Kinder in der frühen Schulphase machen
    Eben.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  10. #20
    Babette267 Gast

    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Maedels, ich muss leider sagen, dass die Debatte hier mal wieder sehr "deutsch" gefuehrt wird, naemlich polarisiert in Foerderwahn und Leistungsdruck auf der einen Seite, und spielerische Leichtigkeit des Seins mit dem Risiko auf Bildungsrueckstaende auf der anderen Seite.
    Vielleicht passen unsere "deutschen" Denkschubladen von der verspielten Kindheitsidylle im Gegensatz zum "Ernst des Lebens" aber gar nicht so richtig auf andere Laender.
    Das war nicht meine Absicht, hat sich aber so entwickelt, stimmt.


    Wenn ich ein Kindergartenkind in einem deutschen Kindergarten haette und sicher wuesste, dass in naher Zukunft ein Umzug in ein englischsprachiges Land ansteht, wuerde ich zuhause schon ein bisschen mit Buchstaben und Zahlen nachhelfen. Aber wirklich auch nur dann.
    Ich habe meiner Schwägerin auch empfohlen, doch selber im Englischen weiterzumachen und sich entsprechendes Material zu besorgen. Außerdem: Bis jetzt ist mein Neffe total zufrieden mit dieser Art von Kindergarten. Problematisch würde ich es erst finden, wenn er da unterfordert ist oder sein Wissensdrang gebremst wird.

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