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Thema: Englisches Schulsystem versus deutsches

  1. #31
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Hej Wusel!

    Das finde ich ienfach nur traurig - wo bleibt da Kindheit?
    Und ich dneke ja gar nicht meh an Bullerbü - aber darf ein Kind heute nicht kind sein?

    Kindheit ist doch nicht in erster Linie Vorbereitung für eine spätere Zeit, Kind heit ist doch eine Zeit, die in der Gegenwart gelebt werden soll und muß - genau daraus schöpfen Menschen (Kinder) Kraft und Stärken für die Zukunft, nicht aus dem Können des Alphabets, das sie mit 6 oder 7 ruckzuck auch drauf haben.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  2. #32
    matangi ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von Wusel72a Beitrag anzeigen
    Und das genau passiert hier in England. Nicht nur gehen 4jaehrige in Uniform zur Schule, sie sitzen ihren ersten Test mit 5-6 Jahren. Es wird anhand von 40 Woertern, 20 davon Unsinn-Woertern, getestet, ob die Kinder das phonetische Alphabet beherrschen. Es ist am Ende von Year 1, also nach 2 Schuljahren. Nicht nur das ABC, sondern auch kombinierte Laute wie "ea", 'ight" usw.

    Am Ende des 3. Jahres (Mai) kommt der naechste Test, lesen, schreiben, rechnen und Grundwissen in "Science". Das Schlimmste, es geht nicht darum, wie gut das Kind ist, es geht darum, wie gut die Schule im Landesdurchschnitt abschneidet. Im schlimmsten Fall fangen die Lehrer ab den Weihnachtsferien an, die Kinder zu trainieren.

    Unsere Schule ist relativ entspannt, die Kinder machen zwar spielerisch Tests, aber sie wissen nicht, dass in einigen Monaten da etwas passiert. Die Schule, wo Freunde ihre Maedchen schicken, hatten letztes Jahr im Januar diesen Phonics-Test geuebt, er wird im Juni durchgefuehrt, und den Eltern das Resultat gegeben mit dem Hinweis, doch bitte zu ueben.
    In Australien scheint man da etwas entspannter zu sein.

    Uniform gibt es zwar bei den meisten Schulen auch, finde ich aber (inzwischen) sehr positiv. Vor allem wenn es, wie bei unserer Schule, locker gehandhabt wird. An manchen Schule (speziell die teuren Privatschulen) sind sie da wirklich extrem penibel (Uniforminspektion, wie beim Militär), ist echt der Hammer. Viele Eltern finden das gut - ich glaube, das ist einfach die Anglo-Tradition.

    Diese Schultests gibt es bei uns auch, allerdings nicht so früh. Zum ersten Mal in Year 3 (4. Klasse, fängt bei 0 an). Den Test an sich finde ich nicht problematisch, da ist der Druck ja auf der Schule nicht auf dem Kind. Aber manche Schulen dressieren die Kinder regelrecht auf die Tests, weil damit Schulrankings bestimmt werden. Dadurch wird einfach über ein paar Monate nur stupides Testmaterial gelernt, das ist extrem langweilig.

    Generell ist das aber ein Symptom dieses Rankingwahns, bei dem komplexe Dinge, wie Schul-, Lehrer- oder Uniqualität auf einfache Zahlen reduziert werden soll. Im Endeffekt gewinnt bei dem Spiel nie der Beste, sondern der, der das System am besten manipuliert (zum Beispiel wird bei dem Schultest dafür gesorgt, dass schwache Schüler am Testtag doch bitte zuhause bleiben).

  3. #33
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Wusel, matangi, das klingt schlimm!
    Erinnert mich ein wenig an die Situation meines Neffen. Der geht auch hier zur Schule, aber auf eine private, ist im gleichen Alter meiner Tochter: gleiche Buecher, gleiches Schuljahr, gleiche Anforderungen.- Eigentlich.
    ABER unter den Privatschulen gibt's Konkurrenz (Tochter geht auf eine oeffentliche). Die "Qualitaet" ihrer Shule wird durch staendige "anspruchsvolle" Test demonstriert, Schuler muessen moeglichst gut abschneiden, um einen guten Gesamteindruck der Schule zu vermitteln ("hat ein hohes Niveau"). Die Leidtragenden sind die Schueler: Schwaegerin sitz nachmittags stundenlang mit einem 4- und einer Zweitklaesslerin, vor Tests ist keine Zeit fuer was anderes. Wir reden scherzweise schon vom "Studenten". Im Gegensatz zu unseren Kindern haben die Kids nur bis mittags Schule, die echte lernzeit vermutlich aber laenger. - Und ich frag mich staendig, was Ursel schrieb: Bis wann duerfen Kinder noch KInder sein???

  4. #34
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Falaffel -- einmal geht ja die ganze Kindheit flöten, weil sie nur noch Vorbereitungszeit auf - ja, auf was eigentlich? - ist.

    Und zum andern glaube ich fest daran, daß Kinder in diesem Alter mehr lernen, wenn man sie spielen, frei reden, malen etc. läßt.
    Wenn sie sich kindgerecht bewegen dürfen.
    Darauf können sie dann aufbauen und später eben auch gezielt schulisch weiterlernen.

    Viel wichtiger als eine Fremdsprache im KIGA ist eben, daß die eigene Sprache facettenreich und vor allem richtig ist, phantasievoll und gut ausgebaut.
    Viel wichtiger als Notenlernen ist eben, daß die Kinder ein Rhythmusgefühl durch die Musik bekommen, Balance und ein Gespür für Harmonie.
    Viel wichtiger als ein paar Zahlen zusammenzählen können ist doch, daß die Kinder ...

    All diese schulischen Dinge haben sie, wie ich beobachtet habe, wie andere auch schrieben, in der ersten Schulklasse mit 6 oder 7 ruckzuck drauf.

    Und über Mangel an Bewegung jammern und dann schon so kleine Kinder, die oft noch motorisch an sich arbeiten, die ihre Risiken einschätzen lernen sollen, die eben Gleichgewichts- und Ryhthymusgefühl entwickeln müssen, schon gezielt auf die Schule vorbereiten?
    Ist es nicht wichtiger, sie lernen unbändige Freude in der Bewegung, die Kraft, die ihr Körper braucht, um auf einen Baum zu klettern, um zu rennen, zu schwimmen (gerade neulich fragte eine Mutter, ob sie ihr Kind einmal die Woche lieber zur Vorschule oder zum Schwimmen schicken solle - ratet mal, was die ehrgeizigen Mütter wichtiger fanden), zu hopsen etc.

    und wieviel lernt man nicht auch noch nebenher, wenn man hopst und springt und rennt!

    Ich finde es traurig, daß sowas unterschätzt wird, daß nur noch pädagogisch gezielt auf Lerninhalte hingearbeitet wird und daß alles nur noch gemessen und bewertet wird - und der Rest eben Murks ist.

    Der 20J. im Gefängnis kann mit Leichtigkeit alle mathematischen Formeln nachholen, schreiben lernen, etc. --- er wird kaum seine Kindheit mit albernen Wortspielen, lustigen Hopsetouren auf dem Trampolin oder "gefährlichen" Abenteuern in Höhlen oder auf Bäumen nachholen wollen.
    D.h. letzteres, so meint eine Verfasserin eines Buches über die 9-12 J., kommt doch zum Ausdruck bei denen, die dann Bunjispringen oder sonstwas machen --- sie meint, die Kindheit sei inzwischen zu behütet, als daß die Kinder sich und ihren Körper noch wirklich herausfordern können und daher dieser Boom mit den Abenteuerurlauben und -hobbies.
    Zu "zu behütet" scheint jetzt noch "zu verschult hinzuzukommen.


    Und dann muß die Frage gestellt werden: Was heißt es eigentlich, Kind zu sein???
    Und wann darf man das sein?
    Nicht in der ganzen Kindheit, sondern höchstens noch in zugeteilten Stunden?


    Gruß Ursel, DK"
    Geändert von DK-Ursel (09.01.2014 um 10:44 Uhr)
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  5. #35
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Falaffel -- einmal geht ja die ganze Kindheit flöten, weil sie nur noch Vorbereitungszeit auf - ja, auf was eigentlich? - ist.

    Und zum andern glaube ich fest daran, daß Kinder in diesem Alter mehr lernen, wenn man sie spielen, frei reden, malen etc. läßt.
    Wenn sie sich kindgerecht bewegen dürfen.
    Darauf können sie dann aufbauen und später eben auch gezielt schulisch weiterlernen.

    Viel wichtiger als eine Fremdsprache im KIGA ist eben, daß die eigene Sprache facettenreich und vor allem richtig ist, phantasievoll und gut ausgebaut.
    Viel wichtiger als Notenlernen ist eben, daß die Kinder ein Rhythmusgefühl durch die Musik bekommen, Balance und ein Gespür für Harmonie.
    Viel wichtiger als ein paar Zahlen zusammenzählen können ist doch, daß die Kinder ...

    All diese schulischen Dinge haben sie, wie ich beobachtet habe, wie andere auch schrieben, in der ersten Schulklasse mit 6 oder 7 ruckzuck drauf.

    Und über Mangel an Bewegung jammern und dann schon so kleine Kinder, die oft noch motorisch an sich arbeiten, die ihre Risiken einschätzen lernen sollen, die eben Gleichgewichts- und Ryhthymusgefühl entwickeln müssen, schon gezielt auf die Schule vorbereiten?
    Ist es nicht wichtiger, sie lernen unbändige Freude in der Bewegung, die Kraft, die ihr Körper braucht, um auf einen Baum zu klettern, um zu rennen, zu schwimmen (gerade neulich fragte eine Mutter, ob sie ihr Kind einmal die Woche lieber zur Vorschule oder zum Schwimmen schicken solle - ratet mal, was die ehrgeizigen Mütter wichtiger fanden), zu hopsen etc.

    und wieviel lernt man nicht auch noch nebenher, wenn man hopst und springt und rennt!

    Ich finde es traurig, daß sowas unterschätzt wird, daß nur noch pädagogisch gezielt auf Lerninhalte hingearbeitet wird und daß alles nur noch gemessen und bewertet wird - und der Rest eben Murks ist.

    Der 20J. im Gefängnis kann mit Leichtigkeit alle mathematischen Formeln nachholen, schreiben lernen, etc. --- er wird kaum seine Kindheit mit albernen Wortspielen, lustigen Hopsetouren auf dem Trampolin oder "gefährlichen" Abenteuern in Höhlen oder auf Bäumen nachholen wollen.
    D.h. letzteres, so meint eine Verfasserin eines Buches über die 9-12 J., kommt doch zum Ausdruck bei denen, die dann Bunjispringen oder sonstwas machen --- sie meint, die Kindheit sei inzwischen zu behütet, als daß die Kinder sich und ihren Körper noch wirklich herausfordern können und daher dieser Boom mit den Abenteuerurlauben und -hobbies.
    Zu "zu behütet" scheint jetzt noch "zu verschult hinzuzukommen.


    Und dann muß die Frage gestellt werden: Was heißt es eigentlich, Kind zu sein???
    Und wann darf man das sein?
    Nicht in der ganzen Kindheit, sondern höchstens noch in zugeteilten Stunden?


    Gruß Ursel, DK"
    Ich kenne eine Logopädin, die mit Erwachsenen krabbelt, weil bei ihnen die mangende recht-links-Koordination noch immer zu spüren ist.

    Was mich an früher Verschulung stört ist, dass sie Neugierde unterdrückt. Wenn es einen Plan gibt, kann man nichts mehr entdecken. Der Idealfall ist doch, wenn ein Kind voller Fragen ist und nach Antworten sucht. Dieses Kind wird diese Inhalte wie im Flug lernen. Wenn man aber die Antworten (zB die Buchstaben) schon vorher präsentiert, in einem Alter, in dem es noch nicht selbst gefragt hätte. Die Chance, sich selbst als Entdecker wahrzunehmen, diese Lust am Lernen und Herausfinden, die nimmt man dem Kind in vielen Bereichen.
    In deutschen "das lernst du später/das musst du noch nicht wissen"-Kindergärten ist das kaum besser.
    Bei meiner Sechsjährigen stand Holz auf dem Lernplan. Nun interessiert sie sich gerade brennend für Anatomie und Evolution. Wäre sie noch in der Schule, müsste sie lernen, dass ihre Fragen gerade nicht dran sind. In Ganztagsschulen mit kaum Bewegung ist nachmittags auch eher Bewegung dran. Also verpufft das Interesse .... und Jahre später fragt man sich, warum das Kind den Forscherdrang verloren hat und Schule als Pflichtübung ansieht, wo doch die Schule so viel angeboten hat.

  6. #36
    matangi ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Wusel, matangi, das klingt schlimm!
    Naja, nicht so schlimm. Man kann sich ja aussuchen, wo man die Kinder hinschickt. Es ist nicht so schwer, herauszubekommen, wie viel Wert die Schule auf die Tests legt und wie viel Zeit sie damit verplempert. Ich finde, es liegt viel an den Eltern - ich kann nicht nachvollziehen, warum Kinder zuhause auf diese Tests üben sollen, das hat ja absolut keine Konsequenzen für sie. Aber manche Eltern sind so ehrgeizig, die wollen Bestnoten, selbst wenn es keinen Sinn macht.

    Wie gesagt, ich bin eigentlich sehr zufrieden hier, zumindest für unsere Kinder passt die Schule wesentlich besser als das, was ich aus Deutschland oder den USA kenne.

  7. #37
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von matangi Beitrag anzeigen
    Naja, nicht so schlimm. Man kann sich ja aussuchen, wo man die Kinder hinschickt. Es ist nicht so schwer, herauszubekommen, wie viel Wert die Schule auf die Tests legt und wie viel Zeit sie damit verplempert. Ich finde, es liegt viel an den Eltern - ich kann nicht nachvollziehen, warum Kinder zuhause auf diese Tests üben sollen, das hat ja absolut keine Konsequenzen für sie. Aber manche Eltern sind so ehrgeizig, die wollen Bestnoten, selbst wenn es keinen Sinn macht.
    Naja. Bei uns sind die Schulen bis zur Oberkante Unterlippe gefuellt. Die Einzugsbezirke werden kleiner und einige Schulen muessen Extra-Klassen aufbauen. In England sollen diesen September ca. 100,000 Schulplaetze fehlen. Da ist nichts mehr mit Aussuchen, es sei denn man zahlt und geht privat (und da ist der Druck haeufig groesser). In einem Londoner Bezirk befuerchtet man in 2015 in Doppelschichten unterrichten zu muessen.

    Test - es gibt einfach den Druck der Schule. Und die Kinder bekommen ja auch etwas mit und sind doch auch stolz darauf, wenn sie etwas richtig machen. Klar gibt es Eltern, die in Year 1 die alten Testpapiere des naechsten Jahres studieren, aber das ist doch die Ausnahme.

    Und der Test in Year 6, also vor dem Wechsel auf die weiterfuehrende Schule (meist Gesamtschule), gilt als Einstufungstest fuer diese. Wenn man da nicht mitgemacht hat, dann hat man dort im ersten term schlechte Karten, bis der Lehrer mitbekommt, was man eigentlich kann.

  8. #38
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von 0Agnes0 Beitrag anzeigen
    Bei meiner Sechsjährigen stand Holz auf dem Lernplan. Nun interessiert sie sich gerade brennend für Anatomie und Evolution. Wäre sie noch in der Schule, müsste sie lernen, dass ihre Fragen gerade nicht dran sind. In Ganztagsschulen mit kaum Bewegung ist nachmittags auch eher Bewegung dran. Also verpufft das Interesse .... und Jahre später fragt man sich, warum das Kind den Forscherdrang verloren hat und Schule als Pflichtübung ansieht, wo doch die Schule so viel angeboten hat.
    Naja, die Schule kann ja nicht auf Einzel-Wuensche von 20+ Kindern eingehen. Ich finde persoenlich es nicht schlimm, dass Kinder auch mal lernen, dass sie nicht alles sofort bekommen.

    Wir erledigen solche Extra-Wuensche daheim. Ich habe z.b. einen Geschichts-Fan und einige Sachen, die erst dieses Jahr an der Reihe sind, wurden von uns bereits abgearbeitet. Oder ich lenke sie in Bahnen, die die Schule komplett ignoriert.

  9. #39
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Hej Wusel und Agnes!

    ja, aber das widerspricht sich doch nicht!

    Natürlich müssen Kinder lernen zu warten - und das tun manche inder Schule leider im dauerprozeß.
    ich möchte nicht wissen, wie oft meine Kinder sich hintan gesteltlhaben, wo sie eigentlich vorwärtspreschen woltlen.
    ABER dann iost es doch doppelt blöde, ihnen das bißchen w,as die Scule (erstal) wirklich nocht bebnringen kann, uch noch vorwegzunehmen.

    Wir haben im KIGA-Alter viel über Tiere gesprochen 8endete dann damit, daß die Große mit einer eher deutschsprachigen Freundin, die in den Ferien heir die dän. großeltern besuchte und Dänisch lernen sollte) einen Zoo baute (mit Scheichtieren), zu denen sie auf Dänisch Informationen suchten,damit sie für die zoobesucher hinterhrnudinformationen - in 2 Sparchen - geben konnten.
    Hagenbeck in HH läßt grüßen.

    Ich erinnere michan einen Laternenunzug, den wir allein unternahmen, wobei wir mehr auf den sternenklaren Himmel schauten, was Astronomieinteresse hervorrief bis hin zu Planetariumbesuchen in HH.

    Undundund - es gibt soviel, was inder Schule auf dem Nebenglwis - wenn überhaupt steht, daß man wirklich nicht noch Schulwissen vorwegnehmen muß, sondern - genau wie du schreibst, Agnes, ich bin da so einig mit Dir!!!!
    Und auch Du, Wusel, beschreibst doch nur, was wünschenswert ist.
    Aber wieso muß das dan nschon im KIGA-Alter so laufen?
    DA können die Kinder doch wirklich einfach mal die Welt entdecken - statt daß wir Erwachsene sie bereits in Fächern ordnen!!!

    Die kritik, die in DK auch an den plänen des einen Forschers, Kinder schon mit 5 einzuschulen, geübt wird, ist eben auch, daß man nicht klügere Kinder/Schüler bekommt, nur weil man sie ein Jahr früher verschullt --- auch in meinen Augen (aber zum Glück nicht nur) ist es doch viel wichtiger, den bestehenden Unterricht besser zu machen -- und sie davor, aber sogar IN der Scuhlzeit, noch soviel wie möglich Kinder mit normalem Forscher- und Entdeckungsdrang sein läßt.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  10. #40
    matangi ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Englisches Schulsystem versus deutsches

    Zitat Zitat von Wusel72a Beitrag anzeigen
    Naja. Bei uns sind die Schulen bis zur Oberkante Unterlippe gefuellt. Die Einzugsbezirke werden kleiner und einige Schulen muessen Extra-Klassen aufbauen. In England sollen diesen September ca. 100,000 Schulplaetze fehlen. Da ist nichts mehr mit Aussuchen, es sei denn man zahlt und geht privat (und da ist der Druck haeufig groesser). In einem Londoner Bezirk befuerchtet man in 2015 in Doppelschichten unterrichten zu muessen.
    Das ist in Australien wohl etwas entspannter. Die Howard Regierung hat zwar versucht, das Public School System gegenüber dem privaten zu schwächen, und unter Labour wurde das nur teilweise rückgängig gemacht. Aber öffentliche Grundschulen gibt es durchaus sehr gute, und der Druck da ist nicht hoch. Unsere gehen in eine Privatschule, aber die ist sehr gut und nicht wirklich Disziplin- und Leistungsorientiert.

    Test - es gibt einfach den Druck der Schule. Und die Kinder bekommen ja auch etwas mit und sind doch auch stolz darauf, wenn sie etwas richtig machen.
    Daran kann ich irgendwie nichts problematisches sehen. Unsere Kinder haben diese Tests absolut nicht als Druck empfunden. Sie finden ja auch Schwimmprüfungen oder Gürtelprüfungen im Sport nicht schlimm, sondern haben Spass daran, weil sie eben stolz auf ihre Leistungen sind. Solange der Druck nicht von aussen kommt, finde ich das keineswegs negativ.

    Und der Test in Year 6, also vor dem Wechsel auf die weiterfuehrende Schule (meist Gesamtschule), gilt als Einstufungstest fuer diese. Wenn man da nicht mitgemacht hat, dann hat man dort im ersten term schlechte Karten, bis der Lehrer mitbekommt, was man eigentlich kann.
    Na, aber in dem Alter gibt es doch in jedem Schulsystem, das ich kenne, Druck. Und ich bin mir nicht sicher, ob das so schlecht ist. Ich bin zum Beispiel eine ziemlich faule Socke, und wenn ich Null Druck habe, dann liefere ich auch nur Mittelmaß.

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