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  1. #1
    TillerichHH ist offline Stranger

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    Standard Langstreckenflug mit Kleinkind (1,5 Jahre), Zeitverschiebung

    Hallo zusammen,

    da mein Schwiegervater und Schwager in Florida wohnen, wollten wir im Februar dorthin fliegen. Die Kleine wird dann 1,5 Jahre sein. Wir haben das schon in diesem Jahr im Februar gemacht (die Kleine war 6 Monate) und der Flug, die Zeitverschiebung und auch der Aufenthalt in den USA war kein Problem (außer vielleicht der Strandbesuch, weil sie noch nicht richtig sitzen konnte und immer in den Sand gefallen ist .
    Jetzt hab ich aber ein bisschen Bammel vor dem Flug dieses Mal. Wir müssen einmal umsteigen und der lange Flug ist gute 8-9 Stunden. Die Zeitverschiebung 6 Stunden.
    Seit ein paar Wochen läuft sie jetzt und ich weiß nicht, wie wir das im Flieger machen können, wenn sie ständig unterwegs sein will. Nach deutscher Zeit kommen wir um ca. 1 Uhr nachts (nach deutscher Zeit) in den Staaten an. Letztes Mal war sie einfach so lange wach und ist dann in ihrem Bettchen um 3 Uhr morgens als wir "zuhause" bei meinem Schwiegervater waren eingeschlafen. Da hatte sie dann auch gleich die neue Zeit drauf. Mir fiel die Umstellung wesentlich schwieriger.
    Der Rückflug wird auch ein halber Nachtflug (Wir sind um ca. 8 Uhr dt. Zeit wieder in D.).

    Wie habt ihr das so auf den Flügen gemacht? Können die Kleinen da schlafen?
    Wir haben ihr einen eigenen Sitz reserviert. Wo sitzt man denn im Flugzeug am besten mit Kleinkind? Ich weiß es gibt ja die Kleinkindbereiche....aber ist es weiter hinten nicht ruhiger?

    Was sind Eure Erfahrungen?

    Vielen Dank!
    Tillerich

  2. #2
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Langstreckenflug mit Kleinkind (1,5 Jahre), Zeitverschiebung

    Das laesst sich schwer verallgemeinern. Meine hatte normalerweise nichts dagegen, im Flugzeug einfach auf ihrem Platz zu sitzen und dort auch zu schlafen, aber vielleicht wirst du eher zu denen gehoeren, die stundenlang mit ihrem Kind die Gaenge auf- und abgehen. So etwas sieht man oefter.

    Manche Leute schwoeren darauf, ihr Kind vor einem Langstreckenflug moeglichst muede zu machen. Meine Erfahrung war das genaue Gegenteil: So ausgeruht wie nur moeglich. Denn viele Kinder haben Probleme, im Flugzeug einzuschlafen und schlafen dort auch sehr unruhig, so dass du dann unter Umstaenden ein voellig uebermuedetes, wie am Spiess bruellendes Kind hast.

    Hinten ist es im Flugzeug nicht unbedingt ruhiger, denn dort sind ja meistens Toiletten und Bordkueche, so dass dort praktisch dauerndes Kommen und Gehen herrscht. Viele Leute haben auch die unangenehme Gewohnheit, unnoetig laut mit den Klotueren zu knallen und beim Schlangestehen vorm Klo Unterhaltungen ueber die Koepfe der Sitzenden hinweg anzufangen.

    Wichtig ist, dass man mindestens einen Gangplatz hat, was aber sowieso der Fall sein muesste, wenn ihr zu Dritt seid. Ein Fensterplatz kann spannend sein, aber ich habe eher den Eindruck, dass viele Kleinkinder die Aussicht noch nicht so aufregend finden.

    Die erste Reihe ("Bulkhead") ist am besten, aber an diese Plaetze ist schwer ranzukommen, weil die normalerweise fuer Leute freigehalten werden, die ein Babybettchen bekommen. Dafuer ist deine aber schon zu gross.

    Ich weiss nicht, wie inzwischen die Vorschriften sind, denn bei uns ist die Kleinkindzeit schon eine Weile her, aber wenn du das darfst, wuerde ich den Kindersitz einchecken. Auf einem ganz normalen Sitz hat ein Kleinkind mehr Platz und kann sich auch mal hinlegen.

    Ich hatte immer ausreichend Buecher und Spielsachen im Gepaeck, am besten solche, bei denen keine kleineren Teile herunterfallen koennen. Lieblingskuscheltier bzw. -decke gehoeren auch unbedingt ins Handgepaeck, ausserdem ein komplettes Ersatzoutfit. Auslaufende Windeln, Spucken etc. kommen vor. Ich hatte auch immer mindestens ein neues Spielzueg oder Buch dabei, gewissermassen als letztes Aufgebot wenn die Stimmung definitiv am Kippen war.

    Wenn du noch stillst, wirst du gerade auf Reisen als sehr nuetzlich Zur Beruhigung und als problemlose Zwischenmahlzeit empfinden.

    Was die Zeitumstellung angeht, kann man bei so kleinen Kindern kaum Einfluss nehmen. Wenn sie sich problemlos wecken laesst, wuerde ich dafuer sorgen, dass sie tagsueber nicht mehr schlaeft als zuhause. Dass auch Kinder, die zuhause im eigenen Zimmer schlafen, auf Reisen mit den Eltern im gleichen Zimmer schlafen, hilft bei der Umstellung. Noch besser ist es, wenn sich dieses Zimmer gut abdunkeln laesst.

    Was dich selbst betrifft, kann ich fuer die Umstellung durchaus ein rezeptfreies Schlafmittel empfehlen. Kannst du in DE in der Apotheke und in USA in jedem Supermarkt kaufen. Wenn du das richtig dosierst und keinen Alkohol dazu trinkst, bist du davon nicht so weggetreten, dass du dein Kind nicht hoeren wuerdest.

    Ansonsten rate ich dazu, sich von Anfang an sofort umzustellen, auch wenn's schwerfaellt. Wenn du erstmal damit anfaengst, laecherlich frueh ins Bett zu gehen oder tagsueber zu schlafen, wachst du garantiert um drei Uhr frueh wieder auf und kannst nicht mehr einschlafen. Dann wird's nix mit der Umstellung.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.