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Thema: Einschulung

  1. #11
    Babette267 Gast

    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von Marihoenle Beitrag anzeigen
    Achja, aber irgendwie ist es doch ein großer Schritt- für mich als Mutter vor allem .
    Dann wäre ja die Frage, ob es für dich leichter wäre, wenn es mehr Rituale rundum die Einschulung gäbe Vielleicht lenken sich "deutsche Mütter" mit der Organisation all dieser Dinge wirklich ein bisschen von der Tatsache ab, dass für sie und ihr Kind eine neue Lebensphase beginnt.

  2. #12
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Einschulung

    Hej allesammen!

    Ich empfinde es auch so, daß Schule in Dtld. immer noch sehr tierisch ernst genommen wird (und ich weiß,daß ich das auch sehr viel ernster nehme als die Dänen - und dabei nehmendieDänen Bildung, Ausbildung, Fortbildung SEHRernst! - nur eben anders).
    Aberschaut Euch mal i ndt. Foren um:
    Schon in denHerbstferien kommen die erstenAnfragen:
    Könnendie kinderschon lesen?
    Wie weit sind eure I-Dötzchen?
    Was machensie inMathmatik etc.
    Darüber macht sich hier keinen einen Kopf.

    Hier wird durchaus der erste Vorschultag so gefeiert , wie ich beschrieb.
    Man geht ja auch evtl. mit anderen Kindern zusammen, man wechselt die räumlichkeiten (vom KIGA in das Schulgebäude,man hatdie Lehrerin nur am Probiertag gesehen...)
    Aber von Muttern weg - das kennen die Kinder längst durch die Betreuung vorher - mehr noch als meine das kannten.
    Man gehörtals "Schulkind" eben zu den Ggrößeren, 1 Schritt weiter in der"Hierarchie", vonder jaauc kaum jemand viel hermacht, aber das ist auch alles.
    Es gibt keine Noten, keine Tests, keinS itzenbleiben, kein ... und niemand schielt in der 1.Klasse schon darauf, ob das Kind dann auch gut genug wird, um aufs Gymnasium zu wechseln.
    Eher wird das - was sowieso erst nach Absolvierung der 9. bzw. mit Vorsculklasse ja 10. Kl. erfolgt - fast als selbstverständlich vorausgesetzt, denn sehr viele gehen einfach weiter auf eine weiterführende Scule nach den Folkeskole-Jahren.
    Da ist doch sehr viel weniger Druck, Zwang und Pflicht - obwohl die natürlich durchaus vorhanden sind.
    Und genau wie be iDir,BilingualMom, habe ich hier und sicherauch darum seltenst Kinder erlebt, die mit Angst oder Abscheu zur Schule gingen.

    Gruß Ursel, DK
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  3. #13
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von DK-Ursel Beitrag anzeigen
    Und genau wie be iDir,BilingualMom, habe ich hier und sicherauch darum seltenst Kinder erlebt, die mit Angst oder Abscheu zur Schule gingen.
    Im Englischen gibt's das deutsche Wort "Schulangst" nicht. Wieder mal ein schoenes Beispiel dafuer, wie das Denken die Sprache, und umgekehrt die Sprache das Denken beinflusst. Wenn ein englischsprachiges Kind Angst vor der Schule hat, muesste man naeher erlaeutern, wovor genau: Kommt es im Unterricht nicht mit? Wird es von den anderen Kindern nicht angenommen? Kann es sich schlecht von der Mutter trennen? Die Schule als solche ist jedenfalls kein Angstgegner.

    Deutschen Eltern muss ich zugute halten, dass sie oft eben auch nicht in den Genuss des Vorteils von Einschulung kommen: Wenn in einer amerikanischen oder australischen Familie auch das juengste Kind in die Schule gekommen ist, beginnt fuer viele Eltern - meistens die Muetter - ein neuer Lebensabschnitt mit mehr persoenlichen Freiheiten: Man weiss, dass die Kinder zuverlaessig bis mindestens zum Spaetnachmittag gut aufgehoben sind, und kann wieder arbeiten gehen oder sich anderen Dingen widmen. Viele Muetter von deutschen Grundschulkindern scheinen dagegen noch heute im Standby-Modus zu sein. Die Kinder kommen schon am Vormittag wieder nach Hause, es wird kurzfristig umgeplant, Unterricht faellt aus etc.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  4. #14
    TexTot ist offline Veteran

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    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Im Englischen gibt's das deutsche Wort "Schulangst" nicht. Wieder mal ein schoenes Beispiel dafuer, wie das Denken die Sprache, und umgekehrt die Sprache das Denken beinflusst. Wenn ein englischsprachiges Kind Angst vor der Schule hat, muesste man naeher erlaeutern, wovor genau: Kommt es im Unterricht nicht mit? Wird es von den anderen Kindern nicht angenommen? Kann es sich schlecht von der Mutter trennen? Die Schule als solche ist jedenfalls kein Angstgegner.

    Deutschen Eltern muss ich zugute halten, dass sie oft eben auch nicht in den Genuss des Vorteils von Einschulung kommen: Wenn in einer amerikanischen oder australischen Familie auch das juengste Kind in die Schule gekommen ist, beginnt fuer viele Eltern - meistens die Muetter - ein neuer Lebensabschnitt mit mehr persoenlichen Freiheiten: Man weiss, dass die Kinder zuverlaessig bis mindestens zum Spaetnachmittag gut aufgehoben sind, und kann wieder arbeiten gehen oder sich anderen Dingen widmen. Viele Muetter von deutschen Grundschulkindern scheinen dagegen noch heute im Standby-Modus zu sein. Die Kinder kommen schon am Vormittag wieder nach Hause, es wird kurzfristig umgeplant, Unterricht faellt aus etc.
    Ja aber genau deswegen wundert mich der Tam-Tam der in Deutschland um die Einschulung gemacht wird. Fuer die Muetter aendert sich doch nicht viel und fuer die Kinder genau genommen auch nicht. Viel laenger als im Kindergarten sind sie doch auch nicht aus dem Haus. Und bezueglich Druck ist es hier auch nicht besser. Hier wird eher noch frueher angefangen: Wie die 4 Jaehrige kann noch nicht lesen? Mit 3 sollte man aber doch schon das Alphabet, saemtiche Farben und geometrische Formen kennen. In der 1st Klasse und noch keine Chapterbooks (Buecher die Kapitel aufgeteilt sind)? Etc. pp...
    Hier wird ja eher Aufhebens um Abschluesse gemacht. Graduations sind sehr beliebt ob Kindergarten, Vorschule, Grundschule...

  5. #15
    Babette267 Gast

    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Deutschen Eltern muss ich zugute halten, dass sie oft eben auch nicht in den Genuss des Vorteils von Einschulung kommen: Wenn in einer amerikanischen oder australischen Familie auch das juengste Kind in die Schule gekommen ist, beginnt fuer viele Eltern - meistens die Muetter - ein neuer Lebensabschnitt mit mehr persoenlichen Freiheiten: Man weiss, dass die Kinder zuverlaessig bis mindestens zum Spaetnachmittag gut aufgehoben sind, und kann wieder arbeiten gehen oder sich anderen Dingen widmen. Viele Muetter von deutschen Grundschulkindern scheinen dagegen noch heute im Standby-Modus zu sein. Die Kinder kommen schon am Vormittag wieder nach Hause, es wird kurzfristig umgeplant, Unterricht faellt aus etc.
    Und es wird von den Eltern (speziell den Müttern) erwartet, dass sie die Hausaufgaben betreuen! Und dafür sorgen, dass der Schulranzen richtig gepackt ist.

  6. #16
    Babette267 Gast

    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    Im Englischen gibt's das deutsche Wort "Schulangst" nicht. Wieder mal ein schoenes Beispiel dafuer, wie das Denken die Sprache, und umgekehrt die Sprache das Denken beinflusst.
    Also, im Niederländischen gibt es das Wort "schoolangst" schon, ist vielleicht auch eine Frage der Sprachstruktur Wenn man es googelt, bekommt man gleich Therapievorschläge ...

  7. #17
    AbbyCadabby ist offline Nonkonformistin

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    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    [...] Ich glaube, in DE ist dieses Getue um die Einschulung eher eine Kompensation der Eltern fuer ihre eigenen Aengste. Den Kindern waere oft besser damit gedient, wenn weniger Aufhebens gemacht wuerde. Schulangst, von der man oft aus DE hoert, ist mir in USA nie untergekommen. Hier in Australien gehen die Kinder auch gerne und aus Ueberzeugung zur Schule.
    So ein Quatsch und sowas von pauschal und Küchenpsychologie ("Kompensation der Eltern für ihre eigenen Ängste")! Schulangst gibt es überall auf der Welt, nur zeigen die betroffenen Kinder sie auf verschiedenste Weisen. Und womit den Kindern besser gedient wäre (Einschulungs-Hype oder Graduation-Hype, schon Pre-School-Kinder werden mit großem Gedöns und Doktorhut entlassen!), würde ich so pauschal auch nicht behaupten wollen.

    Nirgendwo auf der Welt gehen "die Kinder" ohne Ausnahme gerne und aus Überzeugung zur Schule. Denn "die Kinder" gibt es einfach nicht!

  8. #18
    AbbyCadabby ist offline Nonkonformistin

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    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    [...] Man weiss, dass die Kinder zuverlaessig bis mindestens zum Spaetnachmittag gut aufgehoben sind, und kann wieder arbeiten gehen oder sich anderen Dingen widmen. Viele Muetter von deutschen Grundschulkindern scheinen dagegen noch heute im Standby-Modus zu sein. Die Kinder kommen schon am Vormittag wieder nach Hause, es wird kurzfristig umgeplant, Unterricht faellt aus etc.
    Quatsch! Auch deutsche Mütter arbeiten und müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in ihrer Arbeitszeit zuverlässig betreut werden. Und genau deswegen gibt es immer mehr Ganztagesschulen, wo die Kinder auch dann betreut werden, wenn Unterricht ausfällt. Und wenn es das nicht gibt, gibt es einen sogenannten Hort für Grundschulkinder. Ich staune, wie viele davon plötzlich aus dem Boden schießen (bzw. in den letzten Jahren aus dem Boden geschossen sind). Weil man sich den "Standy-Modus" eben auch hier nicht mehr leisten kann.

  9. #19
    AbbyCadabby ist offline Nonkonformistin

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    Standard Re: Einschulung

    Zitat Zitat von Babette267 Beitrag anzeigen
    [...] Vielleicht lenken sich "deutsche Mütter" mit der Organisation all dieser Dinge wirklich ein bisschen von der Tatsache ab, dass für sie und ihr Kind eine neue Lebensphase beginnt.
    Okay! Und wer einen runden Geburtstag organisiert, lenkt von der Tatsache ab, dass er ein Jahr älter wird. Und wer eine ganz große Hochzeitsfeier organisiert mit allem Pipapo lenkt davon ab, dass er sich aus eigenen und freien Stücken für die Ehe entscheidet. So hab' ich etwas groß feiern noch nie gesehen ...

  10. #20
    Queretaro ist offline enthusiast

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    Standard Re: Einschulung

    Hallo zusammen! Also hier in Mexico gibt es auch kein besonderes Ritual. Ausser in der Schweizer- und Oesterreichischen Schule, da bekommen die Kinder auch eine Schultuete am Morgen überreicht. Aber ansonsten auch nichts, die Kinder gehen alleine in die Schule und haben ganz normal Unterricht. An den übrigen Schulen wird gar nichts gemacht, außer Unterricht ;-)...

    Ich denke, dass es daran liegt, dass der Kindergarten schon total verschult ist und die Kinder schon ab 3 mit Lesen, Schreiben etc anfangen und dann der Wechsel auf die Schule, die oft auch auf dem gleichen Gelaende liegt, gar nicht so einschneidend ist. Unsere Kidner sind mittlerweile beide in Montessori und das passt super. Aus meiner Sicht die beste Option hier in Mexico!

    Unsere Tochter wurde auf der Oesterreichischen Schule eingeschult und hat von uns eine Schultuete bekommen, allerdings nur am Morgen und Mittags hat sie sie ausgepackt. Besonderes Atbeitsmaterial bzw Brotdose/Trinkflasche hatte ich auch besorgt, das mache ich heute auch noch (unsere Tochter kommt jetzt in die dritte Klasse), weil mich da die Qualitaet einfach mehr ueberzeugt.

    Mir kommt es schon vor, dass in Deutschland ein Recht großer Aufwand betrieben wird rund um den Schulanfang, das haben wir hier sehr einfach gehalten eben mit der Schultuete und mein Mann hatte Urlaub und wir haben uns zu Hause einen schönen Nachmittag gemacht. Und ich würde wohl auch nie einen Schulranzen für 250 Euro kaufen, aber das muss wohl jeder selbst wissen ;-)...

    Liebe Gruesse aus Mexico und für alle schöne Ferien (wir haben noch eine Woche) und einen guten Start wieder in Schule und KiGa!

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