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  1. #1
    choupette ist offline Veteran

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    Standard @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Hallo,

    da ich auch nach längerer Zeit mal wieder hier gelesen habe, musste ich an deinen Sohn denken, der letztes Jahr zum Studieren nach Deutschland gegangen ist.

    Wie ist es denn sein erstes Jahr nun gelaufen, wie gefällt ihm das Studium, war es für ihn der richtige Weg?

    Vielleicht magst du ja mal kurz berichten...

  2. #2
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Hallo choupette!
    Danke der Nachfrage Sohn war ja im Frühjahr abgeschwirrt, mit dem Studium geht's jetzt erst los. Er hat bisher nur gejobbt und deutsche Autos gebaut, lach.
    Ich wollte zu dem Thema längst einen Thread eröffnen, da wir einiges über Behörden, Unis und den Umgang mit Doppelstaatlern gelernt haben.
    Vorweg: Es gefällt Sohn ganz gut, er ist logischerweise recht selbstständig geworden. Er hat aber auch festgestellt, dass einiges komplizierter ist (Behörden!). Anfangs war er etwas dem "Einkaufsparadies" erlegen. Er hat ganz gut verdient und hat das voll ausgenutzt. Anfang August war ich in Deutschland, Sohn musste umziehen und ich war leicht geschockt, wie sehr sich sein Gepäck vergrößert hatte... Inzwischen hat sich das gelegt, er hat auch in der Beziehung "günstig leben" gelernt und wird auch nicht wieder auf Verträge von Fitnessstudios o. ä. reinfallen, denke ich...
    Was die Einschreibung für die Uni angeht, so hatte man mir vorher bei Uni Nr. 1 erklärt, Sohn müsse sich wie jeder andere Ausländer zentral bewerben und brauche einen Sprachtest (den Sohn gemacht hatte), da er ja mit einen ausländischen Schulabschluss komme. Fand ich einleuchtend.

    Uni Nr. 2 wiederum (Wunschuni und anderes Bundesland) zählt Sohn interessanterweise als
    "Bildungsinländer". Er hätte sich demnach direkt bei der Hochschule bewerben können.
    Das war ein ziemliches Hickhack, da sich niemand zuständig fühlte, keiner zu erreichen war und jeder was anderes sagte, aber letztenendes hat er seine Zusage bekommen und kann loslegen.
    Eine Übersetzung, die Sohn dringend brauchte und aus Zeitgründen und wegen Sturheit des Übersetzungsbüros im Original eingereicht hat, hat schlappe 300 Euro gekostet und ist jetzt futsch...
    Ach ja, und Sohn hatte sich auch noch für einen Ausbildungsplatz beworben, hatte es durch den Bewerbertest bis zum Gespräch geschafft, dann aber eine Absage bekommen. - Immerhin, und wieder was gelernt.
    Es waren also recht turbulente Monate und ich habe Stunden am Telefon verbracht. Wobei ich sagen muss, dass Sohn das Meiste selbst geregelt hat. Ich war für das Sammeln von Informationen zuständig. Aber man merkt halt, dassman ein gewisses Vokabular im Alltag nicht benutzt und das dann fehlt.
    - Vermutlich auch vielen jungen (Inland-) Deutschen.
    Den deutschen Führerschein hat Sohn auch noch gemacht. Die Theorie hat ihn anfangs halb verzweifeln lassen, er musste viel übersetzen. - Und hat die Prüfung dann fehlerfrei geschafft. Das hätte ich übrigens nicht mehr, es hat sich vieles in der Prüfung geändert und und ist schwieriger gemacht.
    Was Sohn bisher fehlt, sind ein paar Kumpels in seinem Alter. Autofabrik ist nicht so der Platz zum Freundschaften schließen bzw. sie setzen sich nicht fort. Immerhin, er hatte da ein paar Leute, die ihm jetzt fehlen.
    Seit August wohnt Sohn zum Überbrücken bei meinen Eltern, etwas ab vom Schuss, was natürlich nicht optimal ist.
    Nächste Woche geht es mit Vorbereitungskursen an der Uni los. Ich hoffe, Sohn trifft dann ein paar nette Leute und kommt endlich richtig "rein". Er hat ab Semesterbeginn auch einen Platz im Wohnheim bekommen, was ich für den Anfang optimal finde.
    Soweit der Stand. Nach meinen Nerven fragt lieber nicht. "Heimaturlaub" war diesmal auch nicht so richtig "Urlaub". Macht nichts.

    - Das war jetzt länger als "kurz berichten".

  3. #3
    choupette ist offline Veteran

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!

    Das Thema ist für uns andere Familien ja auch potentiell interessant.

    Unser Sohn - der ist aber erst 14... - war von dem Schüleraustausch in D so angetan, dass er auch gleich anfing von Studium in D zu schwärmen


    Jetzt versuche ich ihm für den Wechsel in die Oberstufe im nächsten Schuljahr (in F umfasst das "Gymansium" nur die letzten drei Jahre vor dem Abitur, vorher gehen alle gemeinsam aufs "Collège") ein Gymnasium in einer etwas weiter entfernten Nachbarstadt schmackhaft zu machen, an dem man sogar ein "AbiBac" machen kann. Sprich, das frz Bac und zuletztlich weitere Prüfungen, die dann auch ein deutsches Abitur validieren.
    Als Zweisprachiger wäre das für ihn natürlich einfacher als für die meisten Franzosen, aber es ist eben schon eher was für sehr gute Schüler. Ob er da tatsächlich das passende Profil hat... Er ist zwar ein recht guter Schüler, aber auch nicht gerade besonders fleisig. Mal sehen...

    Ich habe auch schon gehört , dass die Kinder, die von den Eltern eine deutsche Staatsangehörigkeit bekommen haben, angeblich recht problemlos in D studieren und eventuell auf den Sprachtest verzichten könnten...
    Andererseits ist das ja keine Garantie dafür, dass diese Kinder dann automatisch auch gut Deutsch sprechen.
    Sohnemann ist jetzt gleich nach den Sommerferein schon wieder auf die Nase gefallen, weil er seine unregelmässigen deutschen Verben für die Schule nicht gelernt hatte ("wieso, die kenne ich doch eh schon...") - so gut, wie er dachte, konnte er sie anscheinend dann doch nicht.

    Jedenfalls wünsche ich deinem Sohn einen guten Start ins Studium!
    Das Wohnheim kann sicher auch helfen, dann Leute vor Ort kennen zu lernen.
    Das ist ja nicht so einfach, wenn man jobbt und dann sicher leichter an der Uni.



    Und das Ganze erinnert mich dann gleich daran, dass wir endlich mal einen Termin beim Konsulat ausmachen sollten, wegen der deutschen Geburtsurkunden...

  4. #4
    TexTot ist offline Veteran

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Das hoert sich doch gut an!
    Ich denke er wird schon seine Truppe finden wenn erstmal das Studium anfanegt.

  5. #5
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Choupette, die deutschen Geburtsurkunden werden doch erst relevant, wenn unsere Kinder mal Kinder haben und die auch Deutsche werden sollen. Wozu willst du die sonst brauchen?
    Ich würde deinen Sohn nicht zum Abibac überreden, wenn er nicht selbst dafür motiviert ist und das will.
    Braucht er doch gar nicht. Entweder,, er macht einen Sprachtest - soweit er überhaupt mal in DE studieren willl- oder er wird wie mein Sohn so zugelassen.
    Das ist ja das, was ich sehr irritierend finde: Mein Sohn wurde ausdrücklich als BILDUNGSinländer eingestuft, wobei der Besitz eines deutschen Passes reicht und egal ist, woher der Schulabschluss stammt. Ob die Deutschkenntnisse ausreichen, liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen und niemand überprüft sie.
    Die Uni-Mitarbeiterin fand das genauso unlogisch wie ich und meinte, mit dem Thema müsse sich ihre Uni wohl mal befassen. Aber wie vorher erwähnt: Das könnte Bundesländer- bzw. Unisache sein. Es gibt auch noch Regelungen für bestimmte Herkunftsländer und verschiedene Anforderungen an Sprachkenntnisse.. Man muss sich da mit jeder Uni und auch jedem Studiengang einzeln auseinandersetzen.
    Den Deutschtest (DAF) hatte Sohn übrigens ohne große Vorbereitung bis auf den Bereich "schriftlicher Ausdruck" super hinbekommen. Der Bereich war auch gut, aber eben das einzig Problematische. Meine Kinder haben in der Schule aber keinen Deutschunterricht. Wer Schriftdeutsch lernt, dürfte auch damit kein Problem haben.

  6. #6
    choupette ist offline Veteran

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Was die deutschen Geburtsurkunden betrifft, so muss man die wohl beantragen, bevor die Kinder volljährig sind ( ein bisschen Zeit haben wir also noch! ).

    Meine Kinder haben derzeit allerdings auch keine gültigen deutschen Ausweise.
    Der Sohn hatte als Kleinkind zwar einen Kinderausweis, aber den hatten wir damals nicht verlängert - eben weil uns geraten wurde, lieber eine deutsche Geburtsurkunde zu beantragen.
    Die Tochter hatte auch noch nie einen deutschen Kinderausweis, sie ist also bisher nur in F registriert.

    Für das AbiBac werden wir ihn natürlich nur anmelden, wenn er das auch will. Schliesslich muss er die Kurse besuchen, nicht ich...

    Allerdings sehe ich dabei schon auch einen Vorteil, selbst wenn man sich später nur innerhalb Frankreichs für ein Studium oder einen Job bewirbt.
    Es ist auf jeden Fall ein Nachweis, dass man einen "besonderen Parcours" hatte und über gute Deutschkenntnisse verfügt, was hier in vielen Bereichen ein grosser Pluspunkt sein kann, eben weil der Durchschnittsfranzose da meistens nicht so viel zu bieten hat und deshalb angeblich viele Jobs unbesetzt bleiben.
    Ausserdem beschwert er sich ja seit drei Jahren darüber, dass der Deutschunterricht im Collège zu leicht für ihn ist, da wäre der Unterricht in diesem Gymnasium also für ihn wesentlich interessanter und anspruchsvoller...

    On verra bien - man wird sehen, das aktuelle Schuljahr hat ja eben erst angefangen...

  7. #7
    DK-Ursel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Spannender Bericht, Galaffel.
    Tochter 1 wollte ja auch mal in Berlin studieren, aber da hat ihr der Liebste zwischengegrätscht.
    Choupette, ich habe ja noch nie gehört, daß unsere Kinder bis zur Volljährigkeit eine dt. Geburtsurkunde haben müßten (ups, das hätte ich dann eh verpaßt).
    Sie müssen in Berlin I (Standesamt) angemeldet sein, das sind sie automatisch,
    1. wenn man sie dort anmeldet,
    2. wenn man eine Geburtsurkunde dort beantragt oder
    3. wenn man einen Kinderausweis für sie beantragt (was meine beiden hatten).
    Ist eine dieser 3 Dinge erfolgt, sind sie dort registriert.
    schwieriger wird, da hat Falaffel Recht, mit unseren Enkeln,die müssen das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt alles organisieren.
    Meine Große woltle jetzt auch für alle, daß wir das mal mit der dt. Geburturkunde in die Hand nehmen - ehrlich:
    ich weiß gar nicht wozu???
    Jede Beantragung eines Passes erfolgt ja über Szandesamt I in Berlin... und da ist sie registriert.
    Anders als Deine Tochter eben.

    Aber wenn Du da was anderes hörst, laß es uns doch bitte wissen!!!


    Fallafel,was Du über die Sprachtests etc. erzählst, finde ich sehr interessant.
    ich erlebe iin einem anderen dt. Forum immer wieder eine Frau, die bezweifelt, daß die dt. Kinder im Ausland ohne Sprachtest studieren könnten.
    Fand ich ja ehrlich auch unlogisch, aber eben für meine auch nicht problematisch. Sie aber schon, die seien so schwer,daß man die kaum schaffe - was ja Blödsinn ist,selbst mein Mann hat mit deutlich weniger Deutschkenntnissen als meine Kinder und er heute haben damals in Dtld. studiert.
    Da ist es nett, bei der nächsten Dis.k. dieser Art ihr mal anderes an den Kopf werfen zu können
    Gruß Ursel, DK

    „Du hast so viele Leben, wie du Sprachen sprichst.”
    Aus Tschechien

  8. #8
    marlis33 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Hallo Falaffel,

    oh, toll wie dein Grosser das alles meistert. Ich finde es auch gut, dass er erst mal nur gejobbt hat und nicht sofort mit dem Studium losgelegt hat, so findet er sich bestimmt schon besser zurecht. Weiss er denn genau was er studieren will oder schwankt er noch? (weil du was von Ausbildung geschrieben hattest). Auch sehr vernünftig dass er noch den dt Führerschein gemacht hat, aber heisst das, dass euer israel. hier nicht eingetauscht werden kann? Mein Mann hatte ja einen Marokk. (den hatte er innerhalb 2 Wochen gemacht ) und damals konnte er ihn problemlos gegen einen franz. umtauschen. Ich fahr hier stur mit meinem dt weiter, lol!
    Ja, Übersetzungen sind teuer, leider nix neues er soll bloss nicht heiraten, das wird teuer, denn da braucht es gaaaaanz viele Übersetzungen. Mit der doofen Bürokratie, ja, da kann ich auch ein Lied von singen, echt ich bekomme da Pickel von, bin zur Zeit voll entnervt, weil ich diesmal neben meinen Reisepass auch gleichzeitig einen Personalausweis beantragt habe (geht mittlerweile auch ohne Wohnsitz in D), einfach deshalb, weil mein letzter Reisepass die 10 Jahre in der Handtasche fast nicht überlebt hat (er fiel schon auseinander). Ja, jetzt warte ich hier ewig und nix kommt bzw. mein Reisepass im Expressverfahren (+30E für 3 Wochen) kam recht fix, nachdem ich den alten noch einschicken musste *argh* das hätte mir die Dame am Schalter ja gleich sagen können Jetzt hab ich die Botschaft angeschrieben, wo mein Ausweis bleibt: sie müssen bestätigen, dass Sie die Pincodes erhalten haben (aber nicht per mail, nur per fax oder Brief möglich) *stöhn* Jetzt hab ich den Zettel gefunden, und was les ich da im letzten Satz: dieses Schreiben ist beim Abholen des Ausweises nicht nötig. Ich werd hier noch blöd!!!
    Ist eh immer schon ein Aufwand bis nach Paris nur für die Papiere, hab auch die Rückumschläge alles schon im Voraus bezahlt. Ach ja, Bürokratie!
    Geburtsurkunde haben meine nur die franz. allerdings reicht die nicht aus um Franzose zu sein, wir mussten für unsere Kinder damals Reisepässe in Paris beantragen, denn damals hatte mein Mann die franz. Staatsbürgerschaft noch nicht und unsere Kinder waren automatisch Deutsche (evtl. auch marrokanisch, aber da wären Pässe sicherlich noch komplizierter gewesen). Seitdem mein Mann Franzose ist, wurden sofort die Kinder auch automatisch franz. und somit haben sie mittlerweile franz. Pässe, weil die dt. Kinderausweise (zuckersüss, mit Babyfotos von 3 bzw. 5 Monaten) mittlerweile abgelaufen sind und franz. Pässe einfach billiger und viel unkomplizierter für uns zu beantragen sind.
    Interessant auch das mit den "Bildungsinländer", kannte ich noch nicht.

    @choupette ja, das wäre auch meine Hoffnung für meine Grosse "Abibac", bei uns sogar näher als das jetztige Collège. Meine Tochter ist noch 11 und gerade ins 5e gekommen (=7. Klasse). Allerdings hatte sie schon immer schul. Schwierigkeiten, nur mittelmässige Schülerin und das obwohl sie soooo hart dafür arbeitet für uns alle immer sehr schwer. Ich würde es mir auf jeden Fall wünschen, gerade weil ja meine Kinder nicht mehrsprachig sind und wäre ja schön, wenn sie sich auch irgendwann so für D begeistern kann wie Falaffels Sohn. Ihre schul. Stärken, wenn man mal den Sport aussen vorlässt, sind auch Sprachen (Englisch), deutsch hat sie seit letztem Jahr und eigentlich sollte dieses Jahr noch Latein hinzukommen. Leider blicke ich bei ihrem Stundenplan und den "modulaire" überhaupt nicht durch, sie hat zur Zeit wirklich 3!!!! Freistd. (1 Std. Permanence, 2 Std. Modulaire, da nach Gruppen eingeteilt) in der Woche, geht mir total auf den Keks und ich versteh das System dahinter gar nicht ; naja wahrscheinlich auch chronischer Lehrermangel.
    Wie lang war denn der Schüleraustausch bei euch? Hab letzt von jemanden gehört, da waren das lediglich 5 Tage.

    LG, Marlis

  9. #9
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Schüleraustausche gehen wohl so langsam den Bach runter... Kein Geld. Habe sogar schon von dtsch. Schulen gehört, wo sichdie Kontakte auf Mail, Skype und Co. beschränken. Wenn ich da an unsere früheren 2 Wochen in frz. Familien denke..
    Papiere find ich gar nicht schlimm. Ich muss ja regelmäßig neue Pässe beantragen (bei 6 Deutschen in verschiedenen Altern ist man da gut beschäftigt, lol). Man muss halt frühzeitig dran denken, weil es bei Botschaft feste Termine gibt, die schnell ausgebucht sind.
    Habe aber erfahren, dass ich nur noch bis zum Konsulat muss, die machen das jetzt auch. - Gut, das reduziert die Fahrt enorm!
    Heiraten war auch nicht so schlimm, Mann brauchte lediglich eine Geburtsurkunde. Die gibt es bei uns auch auf Englisch. - Und den Pass, soweit ich mich entsinne, musste sich ja irgendwie ausweisen.
    Sohn Nr. 1 hat eine dtsch. Geburtsurkunde, Nr. 2 ist in DE geboren und den Rest werde ich auch irgendwann versorgen.
    Bürokratie zwischen DE und Israel ist nicht so schlimm, da gibt es viele Abkommen.
    Sohn hat noch keinen israelischen Führerschein. Man lässt hier Leute möglichst erstmal für Blödsinn durchfallen, z. B. wenn sie nicht rückwärts seitswärts LINKS am BERG einparken können. Da ist Sohn 2x dran gescheitert. Da sein Arbeitsbeginn nahte und es hier Wochen bis Monate dauert, bis man einen neuen Prüfungstermin bekommt, ist Sohn ohne Führerschein gegangen (mal davon abgesehen, dass er total frustriert war).
    Der hätte ihm auch nicht viel gebracht, da hier junge neue Fahrer (ich glaub bis 25) IMMER 1/2 Jahr mit Begleitung fahren müssen undman nur ein vorläufiges Papier bekommt.
    Er kann den dtsch. Führerschein nach der Probezeit aber umschreiben lassen.

    Er wird wohl eh nicht wiederkommen.... Auch so ein Thema für sich...

  10. #10
    marlis33 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: @Falaffel: Wie ergeht es dem Sohn in D ?

    Zitat Zitat von falaffel Beitrag anzeigen
    Bürokratie zwischen DE und Israel ist nicht so schlimm, da gibt es viele Abkommen.

    Er wird wohl eh nicht wiederkommen.... Auch so ein Thema für sich...
    Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass es bei euch dann durch diese Abkommen tatsächlich einfacher ist. Um in F zu heiraten, brauchte ich aus D ein Ehefähigkeitszeugnis, damit dieses ausgestellt werden kann, wird der Zukünftige "überprüft". Also natürlich nur bürokratisch er brauchte eine Ledigkeitsbescheinigung aus Marokko. Dazu musste sein Bruder in die Hauptstadt tingeln, natürlich nachdem er prokura (nennt sich das so?) von meinem Mann bekommen hat, alles Papierkram, der selbstverständlich kostet, damit waren wir dann einige Monate mit beschäftigt. Die marrok. Papiere sind hinten auch auf franz. übersetzt, aber das reicht für D natürlich nicht, alles musste übersetzt werden. Ist jetzt auch schon wieder 14 Jahre her, ich hab ja das Gefühl, das mit dem Bürokratiekram wird immer schlimmer, bin froh über jedes Ding was sich da online abklären lässt (wobei das auch dauern kann, carte grise fürs Auto z.B.) Beim Konsulat beantragen geht bei uns leider nicht, lediglich ein vorläufiger Reisepass, wäre aber bei uns auch 3/4 Std. Autofahrt anstatt 2, bof. Bei uns müssen jetzt auch immer Fingerabdrücke (biometrisch) abgegeben werden, und beim Antrag für Kinderausweise müssen beide Erziehungsberechtigte plus Kind anwesend sein, ansonsten brauchts da wieder irgendwelche Schreiben aus dem Rathaus, also bei uns ist das echt der reinste Drahtakt, aber zum Glück nicht all zu oft, jetzt nur noch meiner alle 10 J. und für meine Kinder lasse ich erst mal keine mehr machen, vielleicht vorm Erwachsenwerden nochmal.
    Wegen dem Führerschein, ne, ich hatte wirklich gedacht, dass es bei euch vielleicht einfacher und kürzer, günstiger ist. Denn in F ist es da recht ähnlich wie in D, sehr teuer, langwierig und ja, da fallen auch viele durch. Deshalb hat mein Mann seinen schnell im Heimaturlaub gemacht, kein Vergleich zu hier und dann umgetauscht, das war umsonst, meine ich, lol. Immerhin, ich meine letzt gehört zu haben, dass man hier das begleitete Fahren schon mit 15 J. anfangen kann, werde das auf jeden Fall mit meinen Mädels machen. Hier muss man 3 Jahre mit einem roten "A" am Auto als Fahranfänger fehlerfrei rumfahren.

    Oh, dein letzter Satz tut mir leid, kann mir irgendwie schon vorstellen wie man sich da als Mutter fühlt da muss man schon sein Kind ziehen lassen, und dann gleich sooo weit weg ...
    Sowas kann ich mir bis jetzt bei meinen Kindern überhaupt noch nicht vorstellen, sind ja noch so klein, aber ich weiss, die Zeit vergeht schneller als man denkt. Wir hatten letzt noch, vor einem Jahr oder so, noch so lustige fremde Gedanken von eins meiner Kinder: Mama, wenn ich dann gross bin, komme ich dich ganz oft besuchen, auch wenn du weiter wegwohnst, in D. Hä, da dachte das Kindlein tatsächlich, ich würde irgendwann "zurück" nach D gehen.

    LG, Marlis

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